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Otto III. und die Slawen zwischen Elbe/Saale und Oder - Der Mecklenburgzug Ottos III. im Jahr 995

Title: Otto III. und die Slawen zwischen Elbe/Saale und Oder - Der Mecklenburgzug Ottos III. im Jahr 995

Seminar Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Matthias Zschieschang (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Diese Arbeit befasst sich mit der Beziehung Ottos III. gegenüber den Slawen zwischen Elbe/Saale und Oder. Mein besonderes Augenmerk gilt dabei den kriegerischen Auseinandersetzungen, die zwischen dem ostfränkischen Reich und den slawischen Stämmen in der Region zwischen Elbe/Saale und Oder stattfanden. Zunächst wird zu klären sein, wen man sich unter den Slawen zwischen Elbe/Saale und Oder um das Jahr 1000 vorzustellen hat, zumal diese, außer den Sorben in der Ober- und Niederlausitz, von der heutigen Landkarte verschwunden sind. Geschildert wird in diesem Zusammenhang die Situation der slawischen Stämme von ihrer Ansiedlung in der Elbregion bis zum Lutizenaufstand des Jahres 983. Im vierten Kapitel soll die Person Kaiser Ottos III. vorgestellt, und seine Begegnungen mit den slawischen Stämmen aufgezeigt werden. Ausgehend von den Nachrichten der Chronik Bischof Thietmars von Merseburg1, den Quedlinburger Annalen2 und den Hildesheimer Annalen3 über die Geschehnisse an der Ostgrenze des ottonischen Reiches im Jahre 995, wird der von mir gewählte Schwerpunkt, im fünften Kapitel, auf dem Mecklenburgzug Ottos III. im genannten Jahr liegen. Hier wird den kritischen, zum Teil sehr differierenden Interpretationen der neuzeitlichen Historiker Raum gegeben. Ich beziehe mich vor allem auf Christian Lübke, Jürgen Petersohn und Dr. Peter-Joachim Rakow. Weiterhin soll kritisch hinterfragt werden, welchen Wahrheitsgehalt die Quellen besitzen. Zu diesem Zweck werde ich in einem Darstellungsteil am Beginn meiner Arbeit genauer auf Thietmar von Merseburg eingehen. Die Arbeit wurde nach den Regeln der neuen deutschen Rechtschreibung verfasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Thietmar von Merseburg

III. Slawen zwischen Elbe/Saale und Oder bis zum Lutizenaufstand 983

IV. Otto III. und die Elbslawen

V. Der Mecklenburgzug Ottos III. im Jahr 995

VI. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische und kriegerische Beziehung zwischen Kaiser Otto III. und den slawischen Stämmen im Gebiet zwischen Elbe, Saale und Oder. Im Zentrum steht dabei die Analyse der Intention und des Verlaufs des Mecklenburgzuges von 995, wobei widersprüchliche historiographische Interpretationen kritisch hinterfragt werden.

  • Beziehungen zwischen dem ottonischen Reich und den Slawen
  • Strukturen und Konfliktpotenziale des Lutizenaufstandes von 983
  • Die Ostpolitik und Herrschaftsauffassung Ottos III.
  • Kontroverse Forschungsmeinungen zum Mecklenburgzug 995
  • Die Rolle der Chronik Thietmars von Merseburg als Quelle

Auszug aus dem Buch

V. Der Mecklenburgzug Ottos III. im Jahr 995

In diesem Kapitel soll der Mecklenburgzug Ottos III. im Jahre 995 näher betrachtet werden. Das Ziel dieser Betrachtung soll es sein, einen Grund zu finden, warum Otto ausgerechnet den Abodritenfürst mit einem gewaltigen Heer heimsuchte, denn die Intention Ottos für diesen Kriegszug wird in der neueren Forschungsliteratur durchaus kontrovers diskutiert. Dazu ist zunächst zu klären, welchen Verlauf dieser Slawenzug nahm, wer Otto bei dieser Aktion unterstützt hat und wie die weltliche und kirchliche Ausgangslage im Abodritenland aussah.

Der Mecklenburgzug war der erste selbstständige Slawenzug Ottos III. nach der persönlichen Übernahme der Herrschaftsführung im September 994. Gleichzeitig war es die wichtigste Aktion gemeinsamen politisch-militärischen Handelns Ottos III. und Boleslaw Chrobrys im neunten Jahrzehnt des zehnten Jahrhunderts. Über den Verlauf des Zuges sind wir durch die Urkunden informiert, welche Otto in dieser Zeit ausstellte. Demnach lag der Treffpunkt des Heeres bereits im slawischen Gebiet, nämlich in Leitzkau, östlich von Magdeburg. Etwa drei Wochen später, am 10. September, befand sich der König auf der Mecklenburg. Am 10. September 995 stellte Otto III. actum Michelenburg eine Schenkungsurkunde aus. Damit wurde erstmals in der Geschichte der Hauptsitz des Abodritenfürsten, die ‚große Burg’, genannt. Nachdem das Heer die Mecklenburg verlassen hatte, drangen die Kontingente in das Gebiet der Wilzen ein. Hier wird für den 3. Oktober der Gau Tholensani datiert. Der weitere Verlauf erfolgte erstaunlich schnell, denn schon am 6. Oktober stellte Otto III. in Havelberg ein weiteres Diplom aus.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, die Beziehung zwischen Otto III. und den Slawen zu untersuchen, und benennt die zentralen Quellen sowie den gewählten Forschungsschwerpunkt.

II. Thietmar von Merseburg: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg und die Entstehung der Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg nach, um dessen Zuverlässigkeit und Perspektive als Zeitzeuge einzuschätzen.

III. Slawen zwischen Elbe/Saale und Oder bis zum Lutizenaufstand 983: Es wird die historische Entwicklung der slawischen Stämme und ihre zunehmende Konfrontation mit der ostfränkischen Reichsherrschaft bis zum folgenreichen Aufstand von 983 erläutert.

IV. Otto III. und die Elbslawen: Hier steht die Person Ottos III., seine Ausbildung, Regentschaft und sein imperialer Anspruch der „Renovatio imperii Romanorum“ im Hinblick auf die Ostpolitik im Vordergrund.

V. Der Mecklenburgzug Ottos III. im Jahr 995: Dieses zentrale Kapitel analysiert den Mecklenburgzug, seine militärische Durchführung und die kontroversen wissenschaftlichen Deutungen dieses Ereignisses.

VI. Resümee: Die Schlussbetrachtung bilanziert die ottonische Slawenpolitik und kommt zu dem Ergebnis, dass trotz militärischer Erfolge das Christianisierungswerk am Ende des 10. Jahrhunderts faktisch gescheitert war.

Schlüsselwörter

Otto III., Mecklenburgzug, Abodriten, Lutizen, Thietmar von Merseburg, Slawenkriege, Ottonisches Reich, Mstivoj, Ostpolitik, 995, Christianisierung, Reichskirche, Sachsen, Slawenstämme, Renovatio imperii Romanorum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die wechselseitigen Beziehungen zwischen dem ottonischen Herrscher Otto III. und den slawischen Stämmen in der Region zwischen Elbe, Saale und Oder am Ende des 10. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung der slawischen Siedlungsgebiete, die militärische Ostpolitik der Ottonen, das Leben und Wirken des Chronisten Thietmar von Merseburg sowie die spezifische Rolle der Mecklenburg als Zentrum slawischer Herrschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die Beweggründe und die historische Intention hinter dem Mecklenburgzug Ottos III. im Jahr 995 zu ergründen und die in der Forschung diskutierten Interpretationsansätze kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen wie der Chronik Thietmars von Merseburg und der Quedlinburger Annalen sowie auf der kritischen Auseinandersetzung mit moderner Sekundärliteratur basiert.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der historischen Rahmenbedingungen, die Vorstellung des Chronisten Thietmar, die Biografie Ottos III. sowie eine detaillierte Untersuchung des Mecklenburgzuges von 995.

Welche Schlüsselbegriffe sind für das Verständnis der Arbeit essenziell?

Zentrale Begriffe sind der Lutizenaufstand von 983, das Nakonidenhaus, der Begriff der „Renovatio imperii Romanorum“ und die Rolle der „großen Burg“ (Mecklenburg) im Kontext der christlichen Missionierung.

Warum wird der Mecklenburgzug als Wendepunkt diskutiert?

Weil dieser Zug als erste eigenständige militärische Aktion Ottos III. nach Übernahme der Regierungsverantwortung gilt und von Historikern entweder als bloßer Vergeltungsschlag oder als demonstrative Stärkung eines verbündeten christlichen Slawenfürsten gedeutet wird.

Welchen Stellenwert nimmt die Chronik Thietmars von Merseburg in der Arbeit ein?

Thietmars Chronik dient als eine der wichtigsten zeitgenössischen Quellen, deren Wahrheitsgehalt und Perspektive durch ihre autobiographischen Züge und die familiären Verbindungen des Autors besonders kritisch betrachtet werden müssen.

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Details

Title
Otto III. und die Slawen zwischen Elbe/Saale und Oder - Der Mecklenburgzug Ottos III. im Jahr 995
College
University of Leipzig  (Historisches Seminar)
Course
ProS: Die Beziehungen zwischen dem liudolfingisch-ottonischen Reich und den Ländern im mittleren und östlichen Europa (919-1024)
Grade
1,3
Author
Matthias Zschieschang (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V56565
ISBN (eBook)
9783638512169
ISBN (Book)
9783638775694
Language
German
Tags
Otto Slawen Elbe/Saale Oder Mecklenburgzug Ottos Jahr ProS Beziehungen Reich Ländern Europa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Zschieschang (Author), 2006, Otto III. und die Slawen zwischen Elbe/Saale und Oder - Der Mecklenburgzug Ottos III. im Jahr 995, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56565
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