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Wie kann die Pflege darstellen, was sie leistet?

Título: Wie kann die Pflege darstellen, was sie leistet?

Trabajo de Seminario , 2006 , 35 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Wolfgang Kamptz (Autor)

Ciencias de la enfermería - Gestión de enfermería
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Unsere Gesellschaft hat stets die Entwicklung von Berufen unterstützt, die ihre Bedürfnisse erfüllen und ihre Probleme mit qualifiziertem und fundiertem Wissen lösen. Viele dieser Berufsgruppen haben sich so im laufe der Zeit professionalisieren können. Bezieht man dies auf den Bereich der Pflege, ist es realistisch anzunehmen, dass es gleichermaßen Wunsch der Pflegenden und der zu pflegenden Menschen ist, die Pflegequalität weiter zu verbessern und für eine zunehmende Professionalisierung zu sorgen. Gegenwärtig befindet sich jedoch dieser Beruf in einer Phase, in der er dem Druck der Ökonomisierung, den immer umfangreicher werdenden Gesetzen und nicht zuletzt dem steigenden Qualitätsniveau gerecht werden muss. Die Frage, wie die Berufsgruppe der Pflege in dieser komplexen Situation ihre Leistung detailliert und darüber hinaus unmissverständlich darstellen und erfassen kann, ist bedeutender als je zuvor. Seit Beginn der siebziger Jahre werden in den USA Klassifikationssysteme weiterentwickelt und unter anderem auch zur Leistungserfassung eingesetzt. Die vorliegende Ausarbeitung soll einen Einblick verschaffen, wie und ob Klassifikationssysteme, die nun auch im deutschsprachigen Raum diskutiert werden, geeignete Instrumente zur Abbildung der Leistungen von professioneller Pflege sein können. Die Diskussion über Klassifikationssysteme ist in Deutschland stark von der Entwicklung im Ausland, insbesondere in den USA abhängig. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass dort eine Pflegefachkraft für die von ihr bestimmten Therapiemaßnahmen die Verantwortung trägt, eine Kompetenz, die berufspolitische und juristische Dimensionen hat. Dort wählt eine Pflegefachkraft Maßnahmen und Pflegeziele häufig mit Hilfe von Klassifikationssystemen, wie beispielsweise Pflegediagnosen aus. Neben einigen anderen Ordnungssystemen wird auch auf diese im Hauptteil eingegangen. Bei den zur Veranschaulichung ausgewählten Klassifikationen handelt es sich um die hierzulande wohl bekanntesten und zudem auch am fortschrittlichsten herangebildeten Systematiken. Ihre Historie, ihre Ziele, ihr Aufbau und ihr Nutzen für die Pflege werden nachfolgend darlegt. Im Fazit soll abschließend versucht werden, eine Antwort auf die abgewandelte Frage zu finden, ob und wie Klassifikationssysteme das geeignete Instrument zur Darstellung sind, „was Pflege leistet“.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Klassifikationen

1.1 Begriffsbestimmung „Klassifikation“

1.2 Entstehung von Klassifikationssystemen

1.3 Die Verwendbarkeit von Klassifikationssystemen

1.4 Verschiedene Klassifizierungssysteme in der Pflege

2. Klassifikation der Pflegephänomene

2.1 Die Verwendbarkeit von Klassifikationen der Pflegephänomene

2.2 ICNP (International Council of Nurses Project)

3. Klassifikation der Pflegeinterventionen

3.1 Die Verwendbarkeit von Klassifikation der Pflegeinterventionen

3.2 NIC (Nursing Interventions Classification)

4. Klassifikation der Pflegeergebnisse

4.1 Die Verwendbarkeit von Klassifikation der Pflegeergebnisse

4.2 NOC (Nursing Outcomes Classification)

5. Klassifikation der Pflegediagnosen

5.1 Begriffsbestimmung

5.2 Die Verwendbarkeit von Klassifikationen der Pflegediagnosen

5.3 Entstehung der Pflegediagnosen

5.4 Aufbau und Struktur der NANDA-Taxonomie-II

5.4.1 Die Ebenen der NANDA-Taxonomie-II

5.4.2 Die Achsen der NANDA-Taxonomie II

5.5 Arten von Pflegediagnosen

5.6 Die Weiterentwicklung der NANDA Struktur

6. Klassifikationssysteme im Kontext zum Pflegeprozesses

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit Klassifikationssysteme als geeignete Instrumente dienen können, um die Leistungen professioneller Pflege transparent und unmissverständlich abzubilden und so zur Professionalisierung und Qualitätssicherung des Berufs beizutragen.

  • Bedeutung und Entstehung von Klassifikationssystemen in der Pflege
  • Detaillierte Analyse von Klassifikationssystemen für Pflegephänomene (ICNP)
  • Untersuchung von Systematiken für Pflegeinterventionen (NIC) und Pflegeergebnisse (NOC)
  • Vertiefende Betrachtung der Pflegediagnosen nach der NANDA-Taxonomie
  • Einordnung der Klassifikationssysteme in den Pflegeprozess

Auszug aus dem Buch

1.2 Entstehung von Klassifikationssystemen

Etwas systematisch einteilen, gliedern und strukturieren sind charakteristische Verhaltensweisen von Menschen. Im Alltag der Pflegenden ist von einer einzuhaltenden Anordnung der Medikamente, über die Lagerung der Pflegehilfsmittel bis hin zu der Belegung einer Station sehr vieles mit dieser Systematik verbunden.

So ist es auch sinnvoll, erwobenes Wissen und Erfahrungen bspw. über Krankheiten und deren Therapien methodisch zu erfassen. Ansonsten würde man in der Praxis tendenziell in Dimensionen der Rituale, Traditionen oder Überlieferungen agieren. Klassifizierungssysteme gliedern Erkenntnisse, machen Wesentliches sichtbar, benennen das, was sie strukturieren und definieren Begriffe, die sie verwenden. Wie in auch der originären Medizin sind Taxonomien in verschiedenen Bereichen der Wissenschaft früh zu Stande gekommen. Kennzeichen und Symptome von Krankheiten wurden mit Namen benannt, welche in einigen Fällen heute noch Gültigkeit besitzen und in ihrem Ursprung bis in die antike Zeit reichen. Somit entstehen durch sie auch Fachsprachen. Werte und Überzeugungen einer Gesellschaft hatten schon immer großen Einfluss auf die Einteilung von Begriffen. Eine Schwangerschaft z.B. war in der Vergangenheit in den meisten Fällen ein unkomplizierter physischer Vorgang. Heute wird sie als Umstand eingestuft, der einer medizinischen Versorgung bedarf. Wenn in einem bestimmten Fachbereich, wie z. B. in der Pflege oder in der Medizin, gewonnene Daten klassifiziert werden sollen, lässt sich bereits anhand der Begriffsbestimmung deuten, dass dazu bestimmte Vorrausetzungen erforderlich sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Klassifikationen: Definieren die Grundlagen der Klassifikation sowie die Entstehung und Verwendbarkeit von Systematiken im wissenschaftlichen und pflegerischen Kontext.

2. Klassifikation der Pflegephänomene: Erläutert die Notwendigkeit einer standardisierten Fachsprache und führt das Projekt ICNP ein.

3. Klassifikation der Pflegeinterventionen: Beschreibt die Vorteile strukturierter Pflegemaßnahmen und stellt die Nursing Interventions Classification (NIC) vor.

4. Klassifikation der Pflegeergebnisse: Behandelt die objektive Messbarkeit von Pflegeergebnissen und stellt die Nursing Outcomes Classification (NOC) vor.

5. Klassifikation der Pflegediagnosen: Geht detailliert auf die Definition, Entstehung, den Aufbau der NANDA-Taxonomie sowie verschiedene Diagnosenarten ein.

6. Klassifikationssysteme im Kontext zum Pflegeprozesses: Setzt die behandelten Klassifikationssysteme in den Rahmen des pflegerischen Problemlösungsprozesses.

7. Fazit: Fasst zusammen, dass Klassifikationssysteme maßgeblich zur Professionalisierung und zur Darstellung pflegerischer Leistungen beitragen.

Schlüsselwörter

Pflege, Klassifikationssysteme, Pflegediagnosen, NANDA, NIC, NOC, ICNP, Pflegeprozess, Professionalisierung, Qualitätssicherung, Fachsprache, Pflegewissenschaft, Pflegemaßnahmen, Pflegeergebnisse, Dokumentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die Berufsgruppe der Pflege ihre erbrachten Leistungen in einem komplexen Umfeld professionell und transparent darstellen kann, unter anderem durch den Einsatz von Klassifikationssystemen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Einführung von Klassifikationssystemen in der Pflege, die Standardisierung der pflegerischen Fachsprache sowie deren Einbettung in den Pflegeprozess.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und ob Klassifikationssysteme als geeignete Instrumente zur Abbildung der Leistungen professioneller Pflege dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung und Literaturanalyse bestehender Klassifikationssysteme wie NANDA, NIC, NOC und ICNP im Kontext der professionellen Pflege.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Begriffe der Klassifikation, die Entstehung der Systeme, sowie detailliert die Kategorien für Pflegephänomene, Interventionen, Ergebnisse und Diagnosen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Pflege, Klassifikationssysteme, Pflegediagnosen, Professionalisierung und Pflegeprozess.

Warum ist eine eigene Fachsprache für die Pflege wichtig?

Eine Fachsprache ermöglicht es der Pflege, ihr Handeln gegenüber anderen Berufsgruppen und Kostenträgern transparent, objektiv und begründet darzustellen, was den Status der Profession stärkt.

Was unterscheidet eine Wellnessdiagnose von einer aktuellen Pflegediagnose?

Eine aktuelle Pflegediagnose beschreibt manifeste Gesundheitsprobleme, während eine Wellnessdiagnose auf die Optimierung eines bereits bestehenden Zustands geistiger und körperlicher Gesundheit abzielt.

Wie werden die verschiedenen Pflegeprozess-Modelle bewertet?

Die Arbeit stellt verschiedene Modelle (Vier-, Fünf- und Sechs-Phasen-Modelle) gegenüber, um den historischen Kontext und die Entwicklung hin zu einem strukturierten, kybernetischen Regelkreis zu verdeutlichen.

Final del extracto de 35 páginas  - subir

Detalles

Título
Wie kann die Pflege darstellen, was sie leistet?
Universidad
University of Applied Sciences Mainz  (Fachhochschule)
Curso
Pflegeklassifikationen
Calificación
1,3
Autor
Wolfgang Kamptz (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
35
No. de catálogo
V56577
ISBN (Ebook)
9783638512244
ISBN (Libro)
9783656799191
Idioma
Alemán
Etiqueta
Pflege Pflegeklassifikationen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Wolfgang Kamptz (Autor), 2006, Wie kann die Pflege darstellen, was sie leistet?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56577
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