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Bergbaufolgelandschaft des Braunkohletagebaus - Mondlandschaft oder neue Seenplatte

Title: Bergbaufolgelandschaft des Braunkohletagebaus - Mondlandschaft oder neue Seenplatte

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 32 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefanie Rampe (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Summary Excerpt Details

Der Braunkohletagebau hat das Landschaftsbild und das Leben der Menschen in Deutschland grundlegend geprägt. Zugunsten der Braunkohleförderung wurde die „in Jahrhunderten gewachsene Kulturlandschaft“ (PFLUG 1998, S. 1) abgetragen und zerstört. Dabei ging nicht nur das geologische Erbe verloren, sondern auch der Lebensraum von Tieren und Pflanzen. Während die Braunkohleförderung einerseits als Arbeitergeber und Energielieferant die Existenzgrundlage der Menschen darstellte, zerstörte sie andererseits auch ihre Lebensgrundlage. Ihre Heimat muss der Rohstoffgewinnung weichen. Mit dem Ende des Tagebaubetriebs verbleibt nicht nur kilometerweite Leere in der Landschaft, sondern auch Leere in der Zukunft der betroffenen Region. Es bleibt die Frage, was nach dem Tagebau mit der Region geschieht. Die vorliegende Arbeit konkretisiert diese Frage. Soll die Bergbaufolgelandschaft des Braunkohletagebaus als Mondlandschaft erhalten bleiben, oder soll eine neue Seenplatte entstehen? Diese grundsätzliche Frage wird am Beispiel der Lausitz und eines Tagebaus in Mitteldeutschland analysiert. Es werden verschiedenen Möglichkeiten, das Erbe des Braunkohletagebaus in eine neue Kulturlandschaft zu integrieren, vorgestellt. Die Thematik des Braunkohletagebaus ist umfangreich. Sie reicht über humane Aspekte, geologische Folgen, Umweltbelastungen bis hin zu juristischen Fragestellungen. Diese Arbeit kann aufgrund ihres Umfangs nicht auf alle Faktoren des Themas eingehen und konzentriert sich auf die Zeit nach dem eigentlichen Braunkohletagebau. Dabei werden die touristischen und wirtschaftlichen Aspekte in den Vordergrund gestellt und die Umweltbelastungen nur oberflächlich angesprochen. Nach einer allgemeinen Einführung in den Braunkohletagebau in Deutschland, notwendigen Begriffsklärungen und Folgen der Braunkohleförderung, werden in den Gliederungspunkten drei und vier, bestehende Konzepte zur Integration der Bergbaufolgelandschaften analysiert. Die Arbeit bezieht sich auf die Veröffentlichungen der jeweiligen Planer. Daher sind die im Hauptteil dargestellten Fakten kritisch zu betrachten. Können diese Konzepte wirklich überzeugen? Oder sind sie nur unrealistische Versuche, einer totgesagten Landschaft ein neues Image zu geben? Und welches Konzept ist eigentlich das sinnvollste? Diese Fragen werden im Fazit aufgegriffen und damit die zugrundeliegende Frage „Bergbaufolgelandschaft- Mondlandschaft oder neue Seenplatte?“versucht zu beantworten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Braunkohle in Deutschland

2.1. Vorkommen und Nutzung

2.2. Rekultivierung

3 Golpa – Nord

3.1. Golpa – Nord als Beispiel einer Erfahrungslandschaft

3.2. Ferropolis

4 Lausitzer Revier

4.1. Braunkohletagebau in der Lausitz

4.1.1. Geschichte des Braunkohletagebaus

4.1.2. Folgen

4.2. IBA – Fürst – Pückler – Land 2000-1010

4.2.1. Geschichte

4.2.2. Projekte

4.2.2.1. Landschaftsinsel 1

4.2.2.2. Landschaftsinsel 2

4.2.2.3. Landschaftsinsel 3

4.2.2.4. Landschaftsinsel 4

4.2.2.5. Landschaftsinsel 5

4.3. Das Lausitzer Seenland

4.4. Kritik an den Konzepten

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie ehemalige Braunkohletagebaue nach der Stilllegung sinnvoll in die Kulturlandschaft integriert werden können, und stellt sich der zentralen Frage: „Bergbaufolgelandschaft – Mondlandschaft oder neue Seenplatte?“.

  • Analyse der ökologischen und sozialen Folgen des Braunkohletagebaus
  • Untersuchung von Rekultivierungsstrategien und Nachnutzungskonzepten
  • Fallstudie zum Tagebau Golpa – Nord und dem Projekt Ferropolis
  • Evaluation des IBA Fürst – Pückler – Landes und des Lausitzer Seenlandes
  • Kritische Würdigung von Umgestaltungskonzepten im Hinblick auf ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit

Auszug aus dem Buch

3.1. Golpa – Nord als Beispiel einer Erfahrungslandschaft

Seit den Aufschlussarbeiten im Jahr 1964 hatten die Tagebaugroßgeräte 15,3 Mio. m3 Erde abgeräumt. Bevor diese Fläche im Rahmen der Sanierungsarbeiten mit der Fremdflutung die „übliche Zukunft“ (FERROPOLIS GmbH o. J.) erfuhr, nutze die Gruppe der Spaziergangsforscher um Bertram Weishaar die Bergbaubrachen für ihre Forschung und Dokumentation. Der Film „Spaziergangsforscher im Restloch“ wurde von Mai 1998 bis November 1999 in dem stillgelegten Tagebau Golpa – Nord gedreht und dokumentiert die Landschaftsprozesse unmittelbar nach dem Ende des Braunkohletagebaus.

Die Spaziergangsforscher konnten das 540 ha große Restloch des Tagebaus vor der endgültigen Flutung 2000 mit Besuchergruppen begehen. In der Zeit von Mai 1995 bis Juli 1999 haben über 6000 Besucher an diesen Spaziergängen teilgenommen.

Allerdings ist dies ein auf Zeit begrenztes Projekt gewesen, da für diesen Tagebau von Anfang an die Flutung geplant war. Mit ihrem Beginn wurden die Gefahren für Spaziergänge zu groß und damit „haben die ihr Ende gefunden“ (Dr. Peter Tropp, LMBV).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Braunkohletagebau als landschaftsprägenden Prozess, der sowohl Existenzgrundlagen schafft als auch zerstört, und stellt die Forschungsfrage nach der zukünftigen Nutzung dieser Bergbaufolgelandschaften.

2 Braunkohle in Deutschland: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Förderregionen, die Bedeutung der Braunkohle für die Primärenergiegewinnung sowie die ökologischen Folgen und gesetzlichen Rahmenbedingungen der Rekultivierung.

3 Golpa – Nord: Anhand des Tagebaus Golpa – Nord werden mit der Forschung der Spaziergangsforscher und dem Projekt Ferropolis zwei Ansätze zur Integration des industriellen Erbes vorgestellt.

4 Lausitzer Revier: Dieser Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der Lausitz, die Rolle der IBA Fürst – Pückler – Land bei der Gestaltung neuer Landschaften sowie die Konzepte und Kritiken zur Entstehung des Lausitzer Seenlandes.

5 Fazit: Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass es keine einzelne Antwort auf die Gestaltung der Bergbaufolgelandschaften gibt, sondern innovative, integrative Projekte notwendig sind, um Tourismus mit dem Erhalt der Industriegeschichte zu verbinden.

Schlüsselwörter

Braunkohletagebau, Bergbaufolgelandschaft, Rekultivierung, Lausitz, Ferropolis, IBA Fürst – Pückler – Land, Lausitzer Seenland, Strukturwandel, Kulturlandschaft, Tourismus, Sanierung, Landschaftsplanung, Industriegeschichte, ökologische Folgen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Herausforderungen und Möglichkeiten der Gestaltung von Bergbaufolgelandschaften in Deutschland nach der Stilllegung von Braunkohletagebauen.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der ökologischen Zerstörung durch Tagebau, gesetzlichen Rekultivierungsvorgaben sowie innovativen touristischen und kulturellen Nachnutzungskonzepten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Frage zu beantworten, ob Bergbaufolgelandschaften als Zeugnisse des industriellen Wandels („Mondlandschaft“) erhalten oder in neue touristische Regionen („Seenplatte“) transformiert werden sollten.

Welche wissenschaftliche Methodik wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Projektanalyse, die sich auf offizielle Veröffentlichungen von Planern, Dokumentationen sowie auf wissenschaftliche Arbeiten zur Landschaftsökologie und Regionalentwicklung stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil wird am Beispiel der Tagebauregion Golpa – Nord und des Lausitzer Reviers die praktische Umsetzung von Umnutzungskonzepten wie Freilichtmuseen und Seenlandschaften detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Braunkohletagebau, Bergbaufolgelandschaft, Rekultivierung, IBA Fürst – Pückler – Land, Lausitzer Seenland und Strukturwandel.

Welchen Ansatz verfolgen die Spaziergangsforscher im Tagebau Golpa – Nord?

Sie betrachten die Bergbaufolgelandschaft als „Erfahrungsgebiet“, das die Prozesse der Natur und die Eingriffe des Bergbaus direkt sinnlich erlebbar macht, bevor diese durch Flutungsmaßnahmen nivelliert werden.

Warum wird das Projekt Ferropolis als erfolgreich eingestuft?

Ferropolis gilt als Erfolg, da es das industrielle Erbe (Großgeräte) bewahrt, einen kulturellen Ort für Großveranstaltungen schafft und gleichzeitig das touristische Profil der Region nachhaltig aufwertet.

Was sind die Hauptkritikpunkte an der Entwicklung des Lausitzer Seenlandes?

Die Kritik richtet sich vor allem gegen die Verzögerungen bei der Flutung durch Wassermangel, die bürokratischen Hürden der Zuständigkeit sowie die Gefahr, dass die Transformation in eine Seenlandschaft den einzigartigen Charakter der industriellen Brachen zerstört.

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Details

Title
Bergbaufolgelandschaft des Braunkohletagebaus - Mondlandschaft oder neue Seenplatte
College
University of Trier
Course
Möglichkeiten und Problme der Integration historischer Kulturlandschaften und des kulturellen Erbes in Gegenwart und Zukunft
Grade
1,0
Author
Stefanie Rampe (Author)
Publication Year
2005
Pages
32
Catalog Number
V56587
ISBN (eBook)
9783638512336
ISBN (Book)
9783656779704
Language
German
Tags
Bergbaufolgelandschaft Braunkohletagebaus Mondlandschaft Seenplatte Möglichkeiten Problme Integration Kulturlandschaften Erbes Gegenwart Zukunft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Rampe (Author), 2005, Bergbaufolgelandschaft des Braunkohletagebaus - Mondlandschaft oder neue Seenplatte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56587
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