Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods

Neurodidaktik. Eine neue Didaktik?

Eine Untersuchung zu einer neurowissenschaftlich geleiteten Didaktik sowie ein vergleichender Exkurs zum Behaviorismus

Title: Neurodidaktik. Eine neue Didaktik?

Diploma Thesis , 2006 , 84 Pages , Grade: Sehr gut (1)

Autor:in: Frank Christian Petersen (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die wissenschaftliche Arbeit "Neurodidaktik - eine neue Didaktik" befasst sich mit den neuen Erkenntnissen der Neurowissenschaft in Bezug auf Lernprozesse, greift diese auf und untersucht sie auf Umsetzbarkeit in pädagogische Prozesse. Dabei wird kritisch der Begriff Neurodidaktik analysiert. Ein Exkurs führt zum Behaviorismus und stellt diesen in Kontrast zu hirnbiologischen Lernprozessen.

Rekurriert wird dabei auf pädagogische Publikationen zur Neurodidaktik und auf Veröffentlichungen von Neurowissenschaftler zum Lernen, etwa Wolf Singer, Gerhard Roth und Manfred Spitzer.

Im Mittelpunkt steht der naturwissenschaftliche Blick auf das Organ unseres Lernens, dem Gehirn.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Intention

2. Neuroboom

3. Begriffsbestimmungen

3. 1. Neurodidaktik

3. 2. Der Forschungszweig Neurobiologie

3. 3. Behaviorismus und Black Box

3. 4. Der Lernbegriff

3. 5. Didaktik

4. Neurobiologie

4. 1.Wissensschub durch moderne Diagnostiken

4. 2. Das Objekt des Interesses

5. Neue Erkenntnisse der Neurowissenschaft

5. 1. Stress

5. 2. Neuroplastizität

5. 3. Gedächtnis

5. 3. 1. Gedächtnismodelle

5. 3. 2. Langzeitpotenzierung

5. 3. 3. Gedächtnisinhalte

5. 3. 4. Emotionen und Gedächtnis

6. Die Lehrkunst der Neurobiologen

6. 1. Pauken

6. 2. Emotionen und Aufmerksamkeit

6. 3. Entwicklungsfenster

6. 4. Lernen und Medien

6. 5. Roth, Singer und Co

7. Die neurowissenschaftliche Lehrkunst der Pädagogen

7. 1. Gerhard Friedrich

7. 2. Michaela Meier

7. 3. Margret Arnold

7. 4. Internet und Neurodidaktik

8. Vergleich und erste Kritik

8. 1. Lernumwelt

8. 2. Wiederholungen und Pauken

8. 3. Entwicklungsfenster

8. 4. Anknüpfung an Vorwissen

8. 5. Gefühle

8. 6. Tradiertes Wissen in neurowissenschaftlichem Licht

8. 7. Divergenzen bei Neurodidaktikern

9. Zur Theorie der Didaktik in der Neurodidaktik

9. 1. Didaktik bei Friedrich

9. 2. Didaktik bei Meier

10. Eine Zusammenfassung

11. Konklusion

12. Neurowissenschaftliches Licht in der Black Box?

13. Fazit

14. Persönliches Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die aktuelle Neurodidaktik eine eigenständige, wissenschaftlich fundierte neue Didaktik darstellt, oder ob es sich eher um eine Neuverpackung bereits bekannter pädagogischer Ansätze unter Einbeziehung neurobiologischer Erkenntnisse handelt. Dabei wird insbesondere der Transferversuch neurophysiologischer Ergebnisse in die pädagogische Praxis kritisch analysiert.

  • Verhältnis zwischen Neurowissenschaften und Pädagogik
  • Kritische Analyse des Begriffs "Neurodidaktik"
  • Vergleich der neurodidaktischen Lerntheorie mit dem Behaviorismus
  • Untersuchung pädagogischer Praxisbeispiele im Kontext der Neurodidaktik
  • Reflexion über den Erkenntniswert hirnphysiologischer Forschung für den Unterricht

Auszug aus dem Buch

3. 3. Behaviorismus und Black Box

Eng mit dem Lernen verknüpft und jedem mit Psychologie und Pädagogik Vertrautem sind die Pawlowschen Hunde ein selbstverständlicher Begriff; zudem haben sie in die Alltagssprache Eingang gefunden.

Der russische Physiologe Iwan Pawlow (1894 – 1936) war eigentlich mit der Verdauungsphysiologie von Hunden befasst, als er eher zufällig beobachtete, dass regelmäßig der Hundefütterung vorangehende akustische Reize bei den Tieren schon die Sekretion von Verdauungssäften auslösten.

Das war die Geburtsstunde der klassischen Konditionierung, die in ihren Erweiterungen und Differenzierungen von Skinner und Watson sowie anderen als Behaviorismus zusehends Bekanntheit und Anwendung fand. Reaktionen konnten also nicht nur direkt über einen spezifischen Stimulus erzeugt werden, sondern ein assoziierter neutraler Reiz konnte die gleiche Reaktion hervorrufen.

Der amerikanische Psychologe John B. Watson formulierte in Anlehnung an die Experimente Pawlows in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine Reiz-Reaktions-Theorie, der zufolge auch höhere Verhaltensweisen wie etwa emotionale Reaktionen und Handlungen aus einfachen, beobachtbaren Reaktionen erklärbar wären. Er vertrat die Auffassung, dass auch emotionale Reaktionen durch ein Stimulus-Response Geschehen erlernt sind, ähnlich wie andere Fertigkeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Intention: Einleitung in die Thematik der wachsenden Bedeutung der Neurobiologie für die Pädagogik und die Entstehung des Begriffs Neurodidaktik.

2. Neuroboom: Erläuterung der großen öffentlichen Aufmerksamkeit und Finanzierung, die neurowissenschaftliche Forschung derzeit erfährt.

3. Begriffsbestimmungen: Definition der zentralen Begriffe, einschließlich Neurodidaktik, Neurobiologie, Behaviorismus, Lernen und Didaktik.

4. Neurobiologie: Darstellung des Erkenntnisgewinns durch moderne Diagnoseverfahren und der anatomisch-physiologischen Grundlagen des Gehirns.

5. Neue Erkenntnisse der Neurowissenschaft: Untersuchung stressbedingter Lernblockaden, der Neuroplastizität und verschiedener Gedächtnissysteme.

6. Die Lehrkunst der Neurobiologen: Analyse, wie Neurobiologen ihre Forschungsergebnisse für den Unterricht interpretieren, mit Fokus auf Autoren wie Manfred Spitzer.

7. Die neurowissenschaftliche Lehrkunst der Pädagogen: Exemplarische Betrachtung pädagogischer Ansätze, die den Anspruch erheben, neurodidaktisch zu handeln, wie bei Friedrich und Meier.

8. Vergleich und erste Kritik: Kritische Reflexion, ob die neurodidaktischen Forderungen tatsächlich neu sind oder ob sie auf tradierte pädagogische Erkenntnisse zurückgreifen.

9. Zur Theorie der Didaktik in der Neurodidaktik: Überprüfung, ob die Neurodidaktik den wissenschaftlichen Anforderungen an eine Didaktik-Theorie genügt.

10. Eine Zusammenfassung: Zusammenführende Betrachtung der Rezeption der Neurodidaktik und der tatsächlichen hirnphysiologischen Grundlagen.

11. Konklusion: Abschließende Beantwortung der Ausgangsfrage, ob Neurodidaktik eine neue Didaktik ist.

12. Neurowissenschaftliches Licht in der Black Box?: Untersuchung, ob moderne Hirnforschung tatsächliche Einblicke in innerpsychische Vorgänge ermöglicht.

13. Fazit: Resümee darüber, dass hirnphysiologische Forschung zwar mechanische Vorgänge erhellt, aber die Black Box der mentalen Prozesse bestehen bleibt.

14. Persönliches Resümee: Persönliche Einschätzung des Autors zur Bedeutung und Zukunft der Verbindung von Neurowissenschaft und Pädagogik.

Schlüsselwörter

Neurodidaktik, Pädagogik, Neurobiologie, Hirnforschung, Lernen, Gedächtnis, Neuroplastizität, Behaviorismus, Black Box, Didaktik, Gehirn, Lehr- und Lernkunst, Kognition, Emotion, Stress.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht kritisch die Beziehung zwischen der modernen Neurowissenschaft und der Pädagogik, insbesondere im Hinblick auf den Begriff der Neurodidaktik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Neurodidaktik, ihre Abgrenzung zum Behaviorismus sowie die Analyse, ob sie tatsächlich neue pädagogische Instrumente liefert.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob die Neurodidaktik eine eigenständige, neue Didaktik darstellt oder ob sie lediglich bestehende Erkenntnisse der Pädagogik neu interpretiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, einem Vergleich von Lerntheorien sowie einer kontrastierenden Gegenüberstellung von neurowissenschaftlichen und pädagogischen Sichtweisen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Grundlagen der Neurobiologie, der Kritik am Behaviorismus, der Analyse neurodidaktischer Theorien sowie dem Vergleich dieser mit traditionellen pädagogischen Ansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Neurodidaktik, Neuroplastizität, Gehirn, Lernen, Didaktik und Black Box.

Inwiefern ist das Gehirn für den Behavioristen eine "Black Box"?

Für den Behaviorismus ist das Gehirn eine "Black Box", da die inneren mentalen Vorgänge zwischen einem Reiz (Stimulus) und der Reaktion (Response) für den Beobachter nicht zugänglich und daher für eine objektive Wissenschaft nicht relevant sind.

Was ist das Ergebnis der Untersuchung bezüglich einer "neuen Didaktik"?

Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Neurodidaktik keine eigenständige, neue Didaktik darstellt, da ihre pädagogischen Schlussfolgerungen in der Pädagogik bereits lange tradiert sind.

Excerpt out of 84 pages  - scroll top

Details

Title
Neurodidaktik. Eine neue Didaktik?
Subtitle
Eine Untersuchung zu einer neurowissenschaftlich geleiteten Didaktik sowie ein vergleichender Exkurs zum Behaviorismus
College
University of Flensburg  (Allgemeine Pädagogik)
Grade
Sehr gut (1)
Author
Frank Christian Petersen (Author)
Publication Year
2006
Pages
84
Catalog Number
V56667
ISBN (eBook)
9783638512992
ISBN (Book)
9783638708715
Language
German
Tags
Neurodidaktik Didaktik Eine Untersuchung Didaktik Exkurs Behaviorismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Christian Petersen (Author), 2006, Neurodidaktik. Eine neue Didaktik?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56667
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  84  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint