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Biblische Exegese der Textstelle Genesis 29,14 bis 30,24: 'Jakob bei Laban / Jakob dient um Lea und Rahel / Jakobs Söhne'

Title: Biblische Exegese der Textstelle Genesis 29,14 bis 30,24: 'Jakob bei Laban / Jakob dient um Lea und Rahel / Jakobs Söhne'

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 30 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Anonym (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

Die Erzelternerzählungen, zu denen auch die behandelte Jakob/ Lea/ Rahelerzählung zählt, ist ein Bestandteil des 1. Buches Mose, der Genesis, das vom "Ursprung" der Menschheit und des Volkes Israel berichtet. Die behandelte Erzählung bildet, eingebettet in die Erzelternerzählungen, den zweiten Teil der Genesis, deren thematische Gliederung sich in die beiden Teilthemen der Urgeschichte (Gen 1 - 11) und der Erzvätergeschichte (Gen 12 - 50) [Vgl. Schmitt, Hans-Christoph: Arbeitsbuch zum Alten Testament. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, UTB 2005. S.173f. (Im Folgenden abgekürzt mit: Schmitt.)] (die in der modernen Theologie auch als Erzelterngeschichte bezeichnet wird, da den Frauen dort eine ebensogroße Bedeutung zukommt wie den Männern) unterteilt. Die Erzählung von Jakob bei Laban, seiner Ehe mit Lea und Rahel und die Geburt der Söhne (Gen. 29,14 - 30,24) knüpft an die Erzelternerzählungen von Abraham und Sara sowie Isaak und Rebekka an, sie bildet quasi den thematischen Fortgang der Familiengeschichte der Erzeltern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Exegetische Betrachtung

1.1 Die Erzelterngeschichten als ein Bestandteil des Pentateuchs

1.2 Der Streit um die Verfasserschaft

1.3 Ein Zusammenspiel des Elohisten, des Jahwisten und der Priesterschrift

2. Der historische Hintergrund

2.1 Die Lebensform der “Erzeltern”

2.2 Die Religion der Erzeltern

2.2.1 Die familiäre Gottesvorstellung und Gottesbeziehung

2.2.2 Die religiösen Vorgänge innerhalb der Familie

2.3 Die Stellung Geschlechter zur Zeit der Erzeltern

2.3.1 Patriarchat im alten Israel

2.3.2 Zur Funktion des Mannes in der Gesellschaft

2.3.3 Die Stellung der Frau im Sozialgefüge

3. Textinhalt

3.1 Jakob bei Laban

3.1.1 Die Bedeutung des Verwandtschaftsverhältnisses

3.1.2 Jakobs Dienst bei Laban

3.1.3 Labans Betrug an Jakob : Unrecht oder Lektion hinsichtlich seines eigenen Betruges an seinem Bruder Esau?

3.1.4 Lea und Rahel: Mittäterinnen oder Mitbetrogene bei der Täuschung Jakobs durch ihren Vater Laban?

3.2 Die Konkurrenz der Frauen

3.2.1 Die Konkurrenz um Jakobs Liebe - eine Frage von Schönheit und Hässlichkeit?

3.2.2 Die Einbeziehung von “Geburtsstellvertreterinnen” in den Kampf der Schwestern um Nachkommen: Die Sklavinnen Bilha und Silpa als stellvertretende Mütter einiger Jakob-Söhne

3.2.3 Die Namengebung der Söhne als Zeichen des Wettstreits zwischen den Frauen

3.2.4 Liebeszauber und Verkauf männlicher Sexualität als Mittel im Schwesternstreit sowie die Geburt und Namengebung weiterer Söhne

3.3 Die Stämme Israels

3.3.1 Aus den Söhnen Jakobs werden die 12 Stämme Israels

3.4 Die Gottesvorstellung der Jakoberzählung in Gen.29,31 - 30,24.

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die biblische Textstelle Genesis 29,14 bis 30,24 exegetisch zu untersuchen, um den familiären, historischen und theologischen Kontext der Erzählung über Jakob, Laban, Lea und Rahel zu erschließen. Die Forschungsfrage konzentriert sich dabei insbesondere auf die Darstellung der Geschlechterrollen, die Konkurrenz der Frauen sowie das Gottesverständnis innerhalb dieser erzählten Familiengeschichte.

  • Historischer Kontext der Erzelternzeit und patriarchalische Familienstrukturen.
  • Exegetische Analyse der Interaktion zwischen Jakob und Laban.
  • Untersuchung des Schwesternstreits zwischen Lea und Rahel um Liebe und Nachkommenschaft.
  • Die Rolle der Geburtsstellvertreterinnen Bilha und Silpa.
  • Analyse des sich wandelnden, persönlichen Gottesbildes in der Jakoberzählung.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Jakobs Dienst bei Laban

Jakobs Dienst bei seinem Onkel kann als Versuch gewertet werden, die durch einen längerfristigen Aufenthalt entstehenden unklaren Besitzansprüche auf beiden Seiten zu regeln. Hierbei steht ganz klar Labans Interesse im Vordergrund, Jakob als billige Arbeitskraft zu gewinnen. Er sorgt zwar dafür, dass Jakob letztendlich nicht unbezahlt für ihn arbeitet, indem er ihm ein geregeltes Arbeitsverhältnis anbietet, bei dem Jakob seinen Lohn (die Ehe mit Rahel nach siebenjährigem Dienst) selbst festsetzen darf.

Andererseits akzeptiert Laban von vornherein nicht, dass Jakob ihn lediglich besucht. Der Anteil am Besitz des Onkels, der Jakob rein traditionell ohne Arbeit zustünde, wird von Laban umgewandelt in Lohn, was Jakobs Position des (bevorzugt zu behandelnden und Prioritäten genießenden) Neffen automatisch zum einfachen Lohnarbeiter herabstuft. Zualledem handelt es sich bei einem Dienst von sieben Jahren um einen außergewöhnlich hohen Preis für den Ersatz des Brautgeldes, was nur mit Jakobs hoher Verzweifelung aufgrund seiner Mittellosigkeit als Flüchtling zu erklären ist.

Ein weiterer strittiger Punkt ist in Hinsicht auf Labans Handeln das deuteronomische Gesetz, das jedem Mann untersagt, seinen Bruder länger als sieben Jahre für sich arbeiten zu lassen. Alles andere wird demnach vor allem in der späteren, nachexilischen Zeit als unzulässige Versklavung angesehen. Ebenso streng verboten ist gemäß dieses Gesetzes, dass ein Mann neben seiner Ehefrau auch noch deren Schwester heiratet. Hier ist ganz klar die Intention des Textes zu bedenken. Der Text übt, indem er sich dieser Motive bedient, starke Kritik an den “Söhnen des Ostens”, das heißt den Fremdherrschern. Er wirft ihnen somit vor, nicht nur ihre Brüder zu versklaven, sondern auch ihre Frauen auszuliefern, was in Labans Betrug um Lea und Rahel zum Ausdruck kommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Exegetische Betrachtung: Dieses Kapitel verortet die Erzählungen in den Pentateuch, diskutiert die Verfasserschaftsdebatte und analysiert die Verflechtung der Schriften von Elohist, Jahwist und Priesterschrift.

2. Der historische Hintergrund: Die Ausführungen beleuchten die nomadische Lebensform der Erzeltern, die persönliche "Väterreligion" und die stark patriarchalisch geprägte Sozialstruktur der damaligen Zeit.

3. Textinhalt: Der Hauptteil analysiert detailliert die Konfliktsituationen Jakobs bei Laban, den Wettbewerb zwischen Lea und Rahel sowie die Entstehung der Stämme Israels und die spezifische Gottesvorstellung der Erzählung.

Schlüsselwörter

Genesis, Jakob, Laban, Lea, Rahel, Erzeltern, Exegese, Patriarchat, Väterreligion, Nachkommen, Unfruchtbarkeit, Schwesternstreit, Geburtsstellvertreterinnen, Stämme Israels, Gottesbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine wissenschaftliche exegetische Untersuchung der biblischen Erzählung von Jakob, Laban und seinen Töchtern Lea und Rahel (Genesis 29,14–30,24).

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die patriarchalische Gesellschaftsstruktur der Erzelternzeit, die Dynamik des Schwesternstreits, den Umgang mit Unfruchtbarkeit und die Entwicklung des Gottesbildes in den Texten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den historischen, soziologischen und theologischen Hintergrund der Textstelle zu erhellen und insbesondere die Rolle und den Status der beteiligten Frauen innerhalb dieses Kontextes zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine exegetische Analyse durchgeführt, die unter anderem historische, literaturkritische und feministisch-theologische Ansätze kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Jakobs Abhängigkeitsverhältnis zu Laban, die Konkurrenz von Lea und Rahel um Liebe und Fruchtbarkeit sowie die Bedeutung der Söhne als Stammväter der 12 Stämme Israels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind Exegese, Erzeltern, Patriarchat, Väterreligion, Unfruchtbarkeit und das spezifische Gottesverständnis der Jakoberzählung.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Frauen bei Labans Täuschung?

Im Gegensatz zu manchen älteren Interpretationen neigt die Autorin dazu, Lea und Rahel eher als Opfer des "Kuhhandels" ihres Vaters zu betrachten, denen kaum Handlungsspielraum blieb.

Welche Bedeutung kommt der Namengebung der Söhne zu?

Die Namensgebungen werden als Ausdruck der seelischen Lage und der religiösen Dankbarkeit der Frauen interpretiert, dienen jedoch auch der literarischen Verknüpfung mit den Stämmen Israels.

Inwiefern zeigt sich ein weibliches Gottesbild?

Gott tritt hier nicht als aggressiver "Krieger" auf, sondern als einfühlsamer Retter in alltäglichen, insbesondere weiblichen Nöten, was auf Einflüsse älterer Fruchtbarkeitsgottheiten hindeuten kann.

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Details

Title
Biblische Exegese der Textstelle Genesis 29,14 bis 30,24: 'Jakob bei Laban / Jakob dient um Lea und Rahel / Jakobs Söhne'
College
University of Hildesheim  (Evangelische Theologie)
Course
Biblische Exegese
Grade
1,5
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V56697
ISBN (eBook)
9783638513197
ISBN (Book)
9783638598729
Language
German
Tags
Biblische Exegese Textstelle Genesis Jakob Laban Jakob Rahel Jakobs Söhne Biblische Exegese
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2006, Biblische Exegese der Textstelle Genesis 29,14 bis 30,24: 'Jakob bei Laban / Jakob dient um Lea und Rahel / Jakobs Söhne', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56697
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