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Lean Banking - Ansätze zur Verschlankung von Strukturen und Prozessen

Title: Lean Banking - Ansätze zur Verschlankung von Strukturen und Prozessen

Seminar Paper , 2004 , 40 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Oliver Groh (Author), Philip Wessely (Author)

Engineering - Industrial Engineering and Management
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Das deutsche Bankgewerbe befindet sich offensichtlich in einer Umbruchphase. Die Commerzbank kündigt an, dass Filialschließungen im zweistelligen Prozentbereich unausweichlich sind. Die Deutsche Bank erwägt den Abbau von 5000 Stellen, davon allein in Deutschland 2000. Die Gründe sind vielfältig. Auf Grund von Veränderungen und auch Versäumnissen auf Seiten der Kreditinstitute läßt sich zusammenfassend sagen, dass die Hauptdefizite von einer Ertragskrise und einem strukturbedingten Kostenproblem getragen werden. Die Ertragsentwicklung der deutschen Kreditinstitute zeigt, dass die Aufwendungen erheblich schneller gestiegen sind als die Erträge. Dies offenbart sich auch im Aufwands-/ Ertragsverhältnis, dem Cost Income Ratio (CIR). Während europäische Wettbewerber Werte zwischen 45% und 50% erwirtschaften, liegen deutsche Banken und Sparkassen bei etwa 65%. Als Ausnahme darf die Citibank Bank mit einem CIR von 43%6gesehen werden, dazu mehr in Kapitel. Auch wenn die Situation noch sehr angespannt ist, zeigen die Reaktionen jedoch auch, dass die Branche bereit ist, Änderungen durchzuführen. Der notwendige Strukturwandel und die erforderlichen Transformationsprozesse sind in vollem Gange. Im Zuge dieser Veränderungen ist im Rahmen des ThemenkomplexesStrategie, Organisation und Wertschöpfungsmanagement in Bankendas Ziel dieser Arbeit, Ansätze zur Verschlankung von Strukturen und Prozessen der Banken nach dem Modell des „Lean Banking“ aufzuzeigen. Die Seminararbeit gliedert sich in zwei große Teile. Zunächst wird in einer kurzen Übersicht der Begriff des „Lean Banking“ geklärt und auf seinen Ursprung eingegangen. Im Folgenden werden Ansätze zu neuen bzw. modifizierten Strukturen und Prozessen dargestellt, was den Hauptteil der Arbeit ausmacht. Im letzten Abschnitt werden Veränderungen bezüglich der Produkte aufgezeigt und in einer Schlußbetrachtung das Gesamtkonzept beurteilt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Aufbau

2 Übersicht

2.1 Der Begriff des „Lean Banking“

2.2 Ansatzpunkte

3 Strukturen

3.1 Zum Begriff Strukturen

3.1.1 Kundengruppenorientierte Aufbauorganisation

3.1.2 Zentralisierung vs. Dezentralisierung

3.1.3 Schlanke Hierarchie

3.1.4 Engpassfaktor Mensch

3.1.5 Sourcing Möglichkeiten

3.1.6 Just in Time

3.1.7 Größe als Voraussetzung für Lean Banking

4 Prozesse

4.1 Prozessoptimierung

4.1.1 Prozessorientierung

4.1.2 Prozessdesign und –redesign

4.1.3 Standardisierung von Geschäftsprozessen

4.1.4 Automatisierung von Geschäftsprozessen

4.2 Total Quality Management

4.3 Einführung kundenorientierter Leistungsziffern

5 Produkte

6 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, im Rahmen des Themenkomplexes Strategie, Organisation und Wertschöpfungsmanagement in Banken aufzuzeigen, wie Ansätze zur Verschlankung von Strukturen und Prozessen nach dem Modell des „Lean Banking“ erfolgreich in Kreditinstituten umgesetzt werden können, um so auf die aktuelle Ertragskrise und das strukturbedingte Kostenproblem zu reagieren.

  • Grundlagen des Lean Banking Konzepts
  • Strukturelle Anpassungen in Aufbauorganisation und Personalmanagement
  • Prozessorientierte Umgestaltung und Standardisierung
  • Strategien zur Produktvereinfachung und Outsourcing-Optionen
  • Qualitätsmanagement und kundenorientierte Erfolgsmessung

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Kundengruppenorientierte Aufbauorganisation

Auch im Dienstleistungsgewerbe der Banken besteht ein Markt mit unterschiedlichen Konsumenten mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Ziel ist es, diese undurchsichtige Masse nach bestimmten Kriterien zu ordnen und somit differenzierte Produkte und individuellen Service anbieten zu können. Das Konzept der Marktsegmentierung wird nach MEFFERT als Aufteilung eines Gesamtmarktes in Marktsegmente, die in Bezug auf ihr Marktverhalten intern homegene und untereinander heterogene Untergruppen bilden, definiert.

Während die klassische Struktur der Banken meist produktbezogen ist, fordern neue Ansätze eine mehr kundenorientierte Ausrichtung. Tabelle 1 zeigt eine Aufteilung des Marktes in fünf Gruppen mit den jeweils von den Kunden gestellten Anforderungen. Die breit gestreuten Bedürfnisse der verschiedenen Kunden machen deutlich, dass eine Segmentierung unbedingt erforderlich ist.

Das Ziel sollte eine individuellere und bedürfnisgerechtere Beratung des Kunden sein. Ein Problem stellt hier die Findung der goldenen Mitte dar. Das Spektrum reicht von völliger Nichtsegmentierung bis zur Aufteilung in eine unüberschaubare Anzahl von Kundengruppen. Ein falsch zugeordneter Kunde wird später nie seinen Bedürfnissen und Ansprüchen entsprechend beraten werden können, was zwangsläufig zur Unzufriedenheit führt.

Ein Lösungsansatz bietet die mittlerweile weit verbreitete Segmentierung in drei Sparten. Die Deutsche Bank unterscheidet zwischen Corporate and Investment Banking, Private Clients and Asset Management und Corporate Investments. So kann sowohl das breite Massengeschäft, das Anlagemanagement als auch die Geschäftskunden angesprochen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Umbruchphase der deutschen Banken, die von Ertragskrisen und Kostenproblemen geprägt ist, und steckt das Ziel ab, Lean-Banking-Ansätze als Lösungsstrategie zu untersuchen.

2 Übersicht: Dieses Kapitel definiert Lean Banking als ganzheitliches Konzept zur Reduktion von Komplexität und erläutert dessen industriellen Ursprung sowie die drei zentralen Ansatzpunkte: Strukturen, Prozesse und Produkte.

3 Strukturen: Hier werden Möglichkeiten zur Strukturverschlankung diskutiert, darunter eine kundenorientierte Aufbauorganisation, der Abbau von Hierarchien, der Einsatz von Outsourcing und die Flexibilisierung des Personaleinsatzes.

4 Prozesse: Das Kapitel befasst sich mit der Optimierung von Geschäftsprozessen durch Prozessorientierung, Standardisierung und Automatisierung sowie der Implementierung von Qualitätsmanagement-Methoden wie dem TQM.

5 Produkte: Fokus liegt hier auf der Reduktion der Produktkomplexität durch eine Trennung in standardisierbare und qualifizierbare Produkte, um die Rentabilität und Effizienz zu steigern.

6 Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die zentralen Lean-Banking-Prinzipien zusammen und betont, dass der Erfolg einer ganzheitlichen Umsetzung maßgeblich von der aktiven Mitgestaltung durch Führungskräfte und Mitarbeiter abhängt.

Schlüsselwörter

Lean Banking, Bankmanagement, Prozessoptimierung, Kostenstruktur, Kundenorientierung, Aufbauorganisation, Outsourcing, Just-in-Time, Total Quality Management, Produktkomplexität, Standardisierung, Geschäftsprozesse, Personalmanagement, Effizienzsteigerung, Finanzindustrie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Übertragung des Lean-Management-Gedankens auf die deutsche Bankenbranche, um durch Verschlankung von Strukturen, Prozessen und Produkten der aktuellen Ertragskrise entgegenzuwirken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die strategische Neuausrichtung der Aufbauorganisation, die Optimierung der Ablauforganisation durch Prozessorientierung sowie die Straffung der Produktpalette zur Kostenreduktion.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, konkrete, praxisorientierte Ansätze aufzuzeigen, wie Banken ihre Komplexität reduzieren und durch schlankere, kundenorientiertere Modelle langfristig wettbewerbsfähig bleiben können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Seminararbeit, die auf einer umfassenden Analyse vorhandener Fachliteratur und aktuellen Wirtschaftsberichten zum Banksektor basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die drei Dimensionen des Lean Bankings: strukturelle Veränderungen, prozessuale Restrukturierungen sowie Ansätze zur Produktvereinfachung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Lean Banking, Prozessoptimierung, Kostenstruktur, Kundenorientierung und Produktkomplexität definieren.

Welche Rolle spielt die IT beim Lean Banking laut Autoren?

Informationstechnologie wird als kritischer Erfolgsfaktor gesehen, um Prozesse durch Straight Through Processing zu automatisieren und Medienbrüche in der Kommunikation zu vermeiden.

Warum stellt der Autor die Produktkomplexität in den Fokus?

Hohe Produktkomplexität führt zu ineffizienten Prozessen und hohen Stückkosten; durch eine Reduktion der Produktpalette können Banken ihre Betriebsabläufe signifikant effizienter gestalten.

Wie bewerten die Autoren die Rolle des Faktors Mensch?

Unter dem Schlagwort „banking is people“ unterstreichen sie, dass trotz Technisierung die Veränderungsbereitschaft und fachliche Kompetenz der Mitarbeiter das Fundament für eine erfolgreiche Umsetzung darstellen.

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Details

Title
Lean Banking - Ansätze zur Verschlankung von Strukturen und Prozessen
College
Technical University of Darmstadt  (Finanzierung und Bankbetriebslehre)
Grade
2,0
Authors
Oliver Groh (Author), Philip Wessely (Author)
Publication Year
2004
Pages
40
Catalog Number
V56729
ISBN (eBook)
9783638513432
ISBN (Book)
9783656772163
Language
German
Tags
Lean Banking Ansätze Verschlankung Strukturen Prozessen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Groh (Author), Philip Wessely (Author), 2004, Lean Banking - Ansätze zur Verschlankung von Strukturen und Prozessen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56729
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