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Béla Bartóks "Viola concerto" op. Posth. - Entstehung und Einflüsse

Title: Béla Bartóks "Viola concerto" op. Posth. - Entstehung und Einflüsse

Term Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 1

Autor:in: Sina Schmidt (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Das "Viola concerto" gilt als Bartóks letztes Werk und es gelang ihm nicht, diese Auftragsarbeit vor seinem Tode zu vollenden. Bartóks Schüler Tibor Searly schrieb eine vervollständigte Fassung des Werkes, die allerdings äußerst umstritten ist, vor allem, weil das zu Grunde liegende Originalmanuskript bis zum Tode Searlys spurlos verschwunden war und heute große Probleme mit den Urheberrechten auftreten.
Diese Arbeit widmet sich nun der Entstehungsgeschichte, sowie ein musiktheoretischen Formanalyse dieses viel diskutierten und virtuos anspruchsvollem Viola-Konzertes und wagt einen kurzen Ausblick auf in neuerer Zeit entstandender Vervollständigungen jeseits Searlys.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Entstehungsgeschichte

2. Das Manuskript

3. Werkeinflüsse

4. Die Rekonstruktion

5. Tibor Serlys Bearbeitung

6. Andere Versionen

7. Aufbau und Besonderheiten

8. Zusammenfassung

9. Anhang (mit bibliographischen Hinweisen)

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte, die Rekonstruktion und die musikalischen Einflüsse von Béla Bartóks Violakonzert op. Posth., um die Herausforderungen und den wissenschaftlichen Diskurs rund um die Vervollständigung dieses unvollendeten Spätwerks zu beleuchten.

  • Historischer Kontext der Emigration Bartóks und die Entstehung des Werks
  • Analyse des unvollständigen Manuskripts und der Problematik der Notenedition
  • Untersuchung musikalischer Einflüsse: von ungarischer Bauernmusik bis hin zu schottischen Elementen
  • Darstellung der Rekonstruktionsarbeit durch Tibor Serly und spätere alternative Versionen
  • Formale Analyse der Sätze und ihrer spezifischen Charakteristika

Auszug aus dem Buch

1. Die Entstehungsgeschichte

Am 30. 10. 1940 erreichen Béla und seine Frau Ditta New York, wo sie bis 1945 als Emigranten leben sollten. Der Komponist, der nach eigenen Aussagen seine glücklichsten Tage unter Bauern auf dem Land, in unberührter Natur verbracht hat, hatte große Anpassungsschwierigkeiten an einen städtischen amerikanischen Lebensstil. Sprachliche und finanzielle Probleme kamen hinzu und dies alles stürzte ihn in eine Schaffenskrise. Im Juli 1942 sollte er dann auch die angetretenen Forschungen an der Columbia University aufgeben, was wiederum immense Geldprobleme zur Folge hatte. Obwohl Bartók eigentlich entweder als Forscher oder Pianist arbeiten wollte, musste er gezwungenermaßen wieder Kompositionsaufträge annehmen, wobei das „Konzert für Orchester“, das „Violinkonzert“ und das „Konzert für Viola“ die Hauptwerke dieser Phase darstellen.

Ende 1944 schließlich erhielt Bartók von dem außergewöhnlichen Bratscher William Primrose den Auftrag, ein Werk für Viola zu schaffen, den Bartók zunächst mit der Begründung ablehnte, dass er zu wenig Erfahrung mit dem Instrument habe, was zu argen technischen Schwierigkeiten führen könne, nimmt dann allerdings, wohl vor allem des finanziellen Aspektes wegen, doch an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Entstehungsgeschichte: Beleuchtet die schwierige Lebenssituation Bartóks im Exil in New York und den Entstehungsprozess der späten Auftragswerke, einschließlich des Violakonzerts.

2. Das Manuskript: Beschreibt den Zustand der originalen Aufzeichnungen, deren Wiederauffindung durch den Sohn des Komponisten und die damit verbundenen editionstechnischen Probleme.

3. Werkeinflüsse: Analysiert die Einflüsse von ungarischer Volksmusik und möglichen schottischen Anleihen, die sich in Melodik, Rhythmik und Instrumentierung widerspiegeln.

4. Die Rekonstruktion: Erläutert den Prozess der Vervollständigung durch Tibor Serly und die Herausforderungen, die sich aus dem fragmentarischen Zustand der Handschrift ergaben.

5. Tibor Serlys Bearbeitung: Untersucht die von Serly vorgenommenen Eingriffe in die einzelnen Sätze und das Verhältnis zwischen Original und ergänzter Musik.

6. Andere Versionen: Gibt einen Überblick über spätere wissenschaftliche und editorische Bemühungen, das Konzert unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse neu zu edieren.

7. Aufbau und Besonderheiten: Bietet eine detaillierte formale Analyse der drei Sätze, ihrer thematischen Entwicklung und der instrumentalen Gestaltung.

8. Zusammenfassung: Fasst den Status quo der Forschung zum Violakonzert zusammen und diskutiert die Problematik der "perfekten" Rekonstruktion.

9. Anhang (mit bibliographischen Hinweisen): Bietet ergänzende Quellen, Notenbeispiele und Literaturhinweise zur Arbeit.

Schlüsselwörter

Béla Bartók, Violakonzert, Tibor Serly, William Primrose, Musikethnologie, Rekonstruktion, Manuskript, Spätwerk, ungarische Bauernmusik, schottische Einflüsse, Sonatenhauptsatzform, Rondoform, Instrumentierung, Musikwissenschaft, Editionspraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung, der fragmentarischen Überlieferung und den verschiedenen Rekonstruktionsversuchen des Violakonzerts von Béla Bartók.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die biographischen Hintergründe während Bartóks Exil in den USA, die Analyse der handschriftlichen Quellen und die diskursive Auseinandersetzung mit der Vervollständigung des Werks.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den komplexen Prozess der Entstehung und der späteren Edition des Violakonzerts nachzuzeichnen und die verschiedenen Einflüsse, die das Werk prägen, wissenschaftlich einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine musikwissenschaftliche Analyse angewandt, die biographische Daten, quellenkritische Untersuchungen des Manuskripts sowie eine formale und motivische Analyse der Komposition kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der Entstehungsgeschichte, die Untersuchung des Manuskripts, die Analyse musikalischer Einflüsse sowie eine detaillierte formale Betrachtung der einzelnen Sätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bartók, Violakonzert, Rekonstruktion, Manuskriptforschung, Volksmusikeinflüsse und Tibor Serly geprägt.

Welche Rolle spielt Tibor Serly bei der Vollendung des Konzerts?

Tibor Serly wurde nach Bartóks Tod beauftragt, das unvollständige Manuskript zu ordnen und zu ergänzen, was bis heute die bekannteste, wenn auch wissenschaftlich diskutable, Fassung des Konzerts darstellt.

Warum gibt es mehrere verschiedene Fassungen des Violakonzerts?

Da das Manuskript beim Tode Bartóks unvollständig war und keine expliziten Anweisungen für die Instrumentierung vorlagen, haben verschiedene Forscher und Bratscher im Laufe der Zeit eigene Rekonstruktionen erstellt, um dem vermuteten Willen des Komponisten näherzukommen.

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Details

Title
Béla Bartóks "Viola concerto" op. Posth. - Entstehung und Einflüsse
College
Dresden Technical University  (Institut für Musikwissenschaft)
Course
Béla Bartók, der Komponist als Musikethnologe
Grade
1
Author
Sina Schmidt (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V56746
ISBN (eBook)
9783638513548
ISBN (Book)
9783638664677
Language
German
Tags
Béla Bartóks Viola Entstehung Einflüsse Béla Bartók Komponist Musikethnologe Musikethnologie; Rekonstruktion; Violakonzert; Bratschenkonzert; Tibor; Serly;
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sina Schmidt (Author), 2006, Béla Bartóks "Viola concerto" op. Posth. - Entstehung und Einflüsse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56746
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