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Verletzung ziviler Freiheiten im Krieg gegen den Terrorismus am Beispiel des Patriot Act

Title: Verletzung ziviler Freiheiten im Krieg gegen den Terrorismus am Beispiel des Patriot Act

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 32 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sebastian Fritsche (Author)

Politics - Topic: Public International Law and Human Rights
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Die Terroranschläge des 11. September 2001 auf das World Trade Center (WTC) in New York und das Pentagon in Arlington, Virginia, sind in ihrer verheerenden und folgenreichen Wirkung mit keinem anderen auf die Vereinigten Staaten gerichteten Terrorakt zu vergleichen. Auf diese schrecklichen Terroranschläge folgte eine entschlossene Antwort: Präsident George W. Bush rief den globalen Krieg gegen den Terrorismus („Global War on Terrorism“) aus. Dieser Krieg hat bis heute bedeutende außen- und innenpolitische Konsequenzen. Im Namen des Krieges gegen den Terror wurde das Taliban-Regime in Afghanistan gestürzt und die Diktatur Saddam Husseins im Irak gewaltsam beendet. In den USA wurden zahlreiche Gesetze, die das Land vor Terroranschlägen schützen und die Bekämpfung des Terrorismus erleichtern sollten, verabschiedet. Ein bis heute besonders umstrittenes Gesetz ist dabei der „USA Patriot Act“. In nur fünf Wochen wurde ein Gesetz verabschiedet, das auf über 300 Seiten weitreichende Veränderungen in der Definition, Verfolgung und Bestrafung von Terrorismus und anderen Verbrechen beinhaltet. Inzwischen ist der Patriot Act für viele Amerikaner zu einem Symbol der Verletzung Ziviler Freiheiten im Krieg gegen den Terror geworden. Im Rahmen dieser Arbeit werde ich mich mit der Frage auseinandersetzen ob der Patriot Act zivile Freiheiten verletzt, wie sie in der „Bill of Rights“ (den ersten zehn Zusätzen der Verfassung) verbürgt sind. Dabei wird zunächst der Begriff „Ziviler Freiheiten“ definiert. Im Anschluss werden die Besonderheiten des „Global War on Terrorism“ und einige Inhalte des Patriot Act aufgeführt. Anschließend folgt die Analyse zweier Paragraphen des Gesetzes. Am Schluss der Arbeit wird die Hypothese, die USA tendiere in Zeiten der empfundenen Krise und des Krieges zu Verletzungen der verfassungsrechtlich garantierten Zivilen Freiheiten, an einigen historischen Beispielen geprüft. Kurz wird die Frage untersucht, ob Kompromisse im Hinblick auf zivile Freiheiten im „Global War on Terrorism“ sinnvoll sein könnten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und Bedeutung Ziviler Freiheiten in den USA

3. Der „Global War On Terrorism“ und seine Besonderheiten

3.1 Überblick über den Inhalt des Patriot Act

3.2 Die Bill of Rights

4. Analyse des Patriot Act

4.1 Methodik

4.2 Das FISA Gesetz von 1978 und der FISC

4.3 Paragraph 206

4.3.1 Einleitung

4.3.2 Darstellung der ACLU

4.3.3 Die Darstellung des DOJ

4.3.4 Einordnung und Analyse

4.4 Paragraph 215

4.4.1 Einleitung

4.4.2 Die Darstellung der ACLU:

4.4.3 Die Darstellung des DOJ

4.4.4 Einordnung und Analyse

4.4.5 Anmerkung: Gerichtsurteil zu Paragraph 505

4.5 Verstoßen einzelne Paragraphen des Patriot Act gegen die Verfassung?

5. Verletzung Bürgerlicher Freiheiten in Zeiten der Krise

5.1 Auch im Krieg gegen den Terror ruht das Recht

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit der US-amerikanische „USA Patriot Act“ die durch die „Bill of Rights“ garantierten zivilen Freiheiten verletzt und ob die Tendenz besteht, in Krisenzeiten verfassungsrechtlich garantierte Freiheiten zugunsten staatlicher Sicherheitsinteressen zu beschneiden.

  • Definition und rechtliche Bedeutung der zivilen Freiheiten in den USA
  • Historische Einordnung des „Global War on Terrorism“ (GWOT)
  • Detaillierte Analyse kontroverser Paragraphen (206 und 215) des Patriot Act
  • Gegenüberstellung der Positionen von ACLU und Justizministerium (DOJ)
  • Historischer Vergleich mit früheren Krisenzeiten und Freiheitsbeschränkungen

Auszug aus dem Buch

4.3.2 Darstellung der ACLU

Im Vierten Verfassungszusatz heißt es, dass der Ort einer Durchsuchung genau spezifiziert werden muss: „...requires [to] specify the place to be searched.“ Laut ACLU diene dieser Zusatz irrtümliche Durchsuchungen zu verhindern, etwa wenn eine falsche Adresse vorliege. Im Falle der elektronischen Überwachung bedeute dies, dass die Vollzugsbehörden, die einen gerichtlichen Antrag stellen, angeben müssten, welches Telefon sie überwachen wollen. Der Oberste Gerichtshof hat bislang noch nicht darüber entschieden, ob der Vierte Verfassungszusatz durch „roving wiretaps“ verletzt wird.

Paragraph 206 weite “roving wiretaps” auf Abhörmaßnahmen aus, die nur das FISC genehmigen dürfe. Dies gefährde die Privatsphäre in stärkerem Maße als das für Kriminalfälle geltende Gesetz, da die Maßnahmen geheim autorisiert würden, ohne dass ein Verbrechen nachgewiesen werden müsse. Paragraph 206 mache es nicht notwendig, dass das Ziel tatsächlich zum Zeitpunkt der Abhörung das Telefon bzw. den Computer verwende. In anderen Kriminalfällen sei das der Fall. Dieser Paragraph führe zu einer starken Machterweiterung des FBI, ohne dass Vorkehrungen zum Schutz der Privatsphäre getroffen würden. Als Beispiel führt die ACLU den Fall eines Terroristen an, der eine öffentliche Bibliothek nutzt. FBI-Agenten haben durch das FISA eine Genehmigung erhalten, die Internetverbindung zu überwachen. Selbst wenn der Terrorist die Bibliothek verlassen hat, so die ACLU, könnte das FBI legal mit der Überwachung aller Internetverbindungen fortfahren. Die Überwachung würde legal fortgeführt und die Privatsphäre unschuldiger Computernutzer verletzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Auswirkungen der Terroranschläge vom 11. September 2001 ein und stellt die zentrale Forschungsfrage zur Vereinbarkeit des Patriot Act mit der Bill of Rights.

2. Definition und Bedeutung Ziviler Freiheiten in den USA: Dieses Kapitel definiert zivile Freiheiten im Kontext der US-Verfassung und unterstreicht die Rolle des Obersten Gerichtshofs als Schutzinstanz.

3. Der „Global War On Terrorism“ und seine Besonderheiten: Das Kapitel erläutert die Besonderheiten des GWOT, den historischen Kontext der Gesetzesentstehung und die rechtlichen Grundlagen wie die Bill of Rights.

4. Analyse des Patriot Act: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung der Paragraphen 206 und 215 durch die Gegenüberstellung von ACLU- und DOJ-Argumenten sowie eine methodische Einordnung.

5. Verletzung Bürgerlicher Freiheiten in Zeiten der Krise: Dieses Kapitel vergleicht den Patriot Act mit historischen Fällen der Einschränkung ziviler Freiheiten in den USA während nationaler Krisen.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Patriot Act die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit erheblich verschoben hat und die Debatte um Verfassungsmäßigkeit und Rechtsstaatlichkeit weiterhin fortbesteht.

Schlüsselwörter

Patriot Act, Zivile Freiheiten, Bill of Rights, Global War on Terrorism, Überwachung, FBI, Justizministerium, ACLU, Verfassungsmäßigkeit, FISA, FISC, Roving Wiretaps, Privatsphäre, Bürgerrechte, Krisenmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des „USA Patriot Act“ auf die in der „Bill of Rights“ verankerten zivilen Freiheiten der amerikanischen Bürger im Kontext des „Global War on Terrorism“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die rechtliche Analyse spezifischer Paragraphen, den Vergleich zwischen Sicherheitsbedürfnis und Grundrechtsschutz sowie die historische Einordnung staatlicher Überwachungsmaßnahmen.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, ob die USA in Krisenzeiten zur Verletzung verfassungsrechtlich garantierter Freiheiten neigen, speziell am Beispiel des Patriot Act.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Analyse erfolgt primär auf Basis der Untersuchung des Gesetztextes und einer vergleichenden Gegenüberstellung konträrer Argumentationslinien (ACLU vs. Justizministerium) innerhalb eines politikwissenschaftlichen Rahmens.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Paragraphen 206 („roving wiretaps“) und 215 („Library Provision“) detailliert und diskutiert deren Vereinbarkeit mit der Verfassung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt der Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Patriot Act, Zivile Freiheiten, Bill of Rights, Überwachung, Verfassungsmäßigkeit und der Kampf gegen den Terrorismus.

Warum wird im Dokument auf die Rolle des FISC eingegangen?

Das FISC ist das geheime Gericht, das für die Genehmigung von Abhör- und Durchsuchungsbefugnissen unter dem FISA-Gesetz zuständig ist und somit eine Schlüsselrolle bei der Anwendung des Patriot Act spielt.

Was ist das zentrale Argument hinter der sogenannten „Knebelklausel“?

Die „Knebelklausel“ untersagt Institutionen wie Bibliotheken, über FBI-Anfragen zu berichten, was nach Ansicht der Autoren die Redefreiheit einschränkt und verfassungsrechtlich problematisch ist.

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Details

Title
Verletzung ziviler Freiheiten im Krieg gegen den Terrorismus am Beispiel des Patriot Act
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1,7
Author
Sebastian Fritsche (Author)
Publication Year
2006
Pages
32
Catalog Number
V56766
ISBN (eBook)
9783638513678
ISBN (Book)
9783656783473
Language
German
Tags
Verletzung Freiheiten Krieg Terrorismus Beispiel Patriot
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Fritsche (Author), 2006, Verletzung ziviler Freiheiten im Krieg gegen den Terrorismus am Beispiel des Patriot Act, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56766
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