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Die veränderte Rolle der Nationalstaaten vor dem Hintergrund der Globalisierung

Title: Die veränderte Rolle der Nationalstaaten vor dem Hintergrund der Globalisierung

Seminar Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Denise Tennie (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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Der Begriff Globalisierung löst unterschiedliche Reaktionen aus. Von euphorischen Visionen der Wirtschaft über einen barrierefreien, neoliberalen Welthandel bis zu strikter Ablehnung und Angst vor dem Untergang der Demokratie und der unwiederbringlichen Zerstörung der Natur, sind alle Ansichten vertreten. Es gibt nahezu keinen Bereich, der nicht von dieser Bewegung betroffen ist, vor allem nicht die Betriebs- und Volkswirtschaft, aber auch nicht die Soziologie, Psychologie und natürlich auch nicht die Politik. Die Zahl der sich neu stellenden Fragen ist unüberschaubar, und eine davon soll in der vorliegend Arbeit behandelt werden, nämlich die zukünftige Rolle des Nationalstaates vor dem Hintergrund der Globalisierung. Zuerst weisen unterschiedliche theoretische Sichtweisen in die Zukunft, bevor dann über den sich unumstritten wandelnden Begriff der Souveränität auf die genauen Herausforderungen des Nationalstaates der Zukunft eingegangen wird. Es wird herausgearbeitet, welche Aufgaben des ehemaligen Staates sich auf die neue postnationale Konstellation übertragen lassen, und was sich verändern muss, um weiterhin Frieden und Wohlstand für die Bevölkerung garantieren zu können. Anschließend sollen vier verschiedene Sichtweisen über die Zukunft des Staates diese Ebene abschließen.
Auf der nächsten Stufe wird der Nationalstaat dann im internationalen Gefüge gesehen und es werden unterschiedliche Modelle der globalen Regierung vorgestellt. Das Modell, das für die Zukunft am meisten Erfolg verspricht wird abschließend noch auf seine Grenzen und Schwächen untersucht. Eine Diskussion über die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten für die sich stellenden Probleme, besonders das des Demokratiedefizites, würde allerdings den Rahmen dieser Arbeit überziehen und ein eigenes Thema darstellen

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Inhaltsverzeichnis

A. Einführung

B. Die Rolle der Nationalstaaten vor dem Hintergrund der Globalisierung

I. Ebene der Nationalstaatlichkeit

1. Theoretische Gegenüberstellung

a) Realismus

b) Interdependenztheorie, Institutionalismus

c) Regimetheorie

2. Veränderung des Souveränitätsbegriffes

3. Herausforderungen des Staates in seiner neuen Rolle

4. Vier Sichtweisen über die Zukunft des Nationalstaates

II. Blick in die Zukunft: Global Governance als die viel versprechende Weltregierung ohne Weltstaat?

1. Global Governance und die Abgrenzung zu anderen Modellen

2. Governance without government und seine Grenzen

C. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die zukünftige Rolle des Nationalstaates im Kontext der globalen Interdependenz. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie der Staat trotz seiner schwindenden Steuerungsfähigkeit und der Denationalisierung seine Aufgaben als Garant für Frieden und Wohlstand wahren kann und welche Rolle das Modell der Global Governance in diesem Transformationsprozess einnimmt.

  • Theoretische Einordnung des Nationalstaates (Realismus, Institutionalismus, Regimetheorie)
  • Wandel von Staatlichkeit und Souveränität durch Globalisierungsprozesse
  • Analyse der Herausforderungen mittels des „zivilisatorischen Hexagons“
  • Modelle für zukünftige Regierungsformen jenseits des Nationalstaates

Auszug aus dem Buch

3. Herausforderungen des Staates in seiner neuen Rolle

Eine häufig diskutierte Frage im Zusammenhang mit der Denationalisierung dreht sich um den Fortbestand der staatlichen Handlungsfähigkeit. Inwieweit ist der Staat noch in der Lage seine Aufgaben zu erfüllen? Welche Herausforderungen stellen sich ihm? Welche Aufgaben werden delegiert, welche bleiben in der Staatshoheit? Dieter Senghaas entwickelte in Anlehnung an die Thesen Immanuel Kants, Adam Smiths und Friedrich List das „zivilisatorische Hexagon“, ein integratives Modell, in dem die politischen und gesellschaftlichen Ziele des Regierens nicht isoliert von einander betrachtet werden, sondern im Zusammenhang und in ihrer gegenseitigen Bedingtheit. Zürn prüft in seinem Aufsatz, ob und inwieweit die Ansprüche dieses Modells, das die Konstellation des Nationalstaates zugrunde legt, vor dem Hintergrund der Denationalisierung noch erfüllt werden können.

Die größte Herausforderung, der sich die Denationalisierung gegenüber sieht, ist die nicht mehr bestehende Kongruenz von sozialer und politischer Reichweite. Es entsteht ein Kongruenz-, wie auch ein Konkurrenzproblem, das sich auf die Effizienz der staatlichen Arbeit niederschlägt. Wenn die Probleme der Gesellschaft in ihrer Reichweite nicht mehr deckungsgleich sind mit dem Wirkungskreis der staatlichen Politik, so kommt es zu einem Kongruenzproblem. Ähnlich gelagert ist die Problematik bei dem Konkurrenzproblem. Hier geht es um die schwindende Deckungsgleichheit der Wirtschaftsräume und der politischen Grenzen, die zu einem ausgeprägten Standortwettbewerb zwischen den Nationalstaaten um die besten Investitionsbedingungen für Unternehmen führt.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung: Die Einleitung skizziert die kontroversen Reaktionen auf die Globalisierung und definiert den Fokus der Arbeit auf die Transformation des Nationalstaates.

B. Die Rolle der Nationalstaaten vor dem Hintergrund der Globalisierung: In diesem Hauptkapitel werden theoretische Modelle diskutiert, der Wandel von Souveränität analysiert und die Herausforderungen für moderne Staaten sowie verschiedene zukunftsorientierte Regierungsmodelle beleuchtet.

C. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass der Nationalstaat seine Rolle als alleiniger Akteur aufgibt und zukünftig eine essenzielle Scharnierfunktion innerhalb globaler Strukturen einnehmen muss.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Nationalstaat, Souveränität, Global Governance, Denationalisierung, Realismus, Institutionalismus, Regimetheorie, zivilisatorisches Hexagon, Interdependenz, Weltinnenpolitik, Staatsaufgaben, Demokratiedefizit, Gewaltmonopol, internationale Organisationen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der veränderten Bedeutung und den Funktionen des Nationalstaates in einem zunehmend globalisierten politischen Umfeld.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung des Staates, der Wandel des Souveränitätsverständnisses und die verschiedenen Formen der Governance.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, wie der Nationalstaat seine Aufgaben in einer postnationalen Konstellation wahrnehmen kann und inwieweit globale Strukturen ihn dabei unterstützen oder ersetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative theoretische Analyse, indem sie verschiedene politikwissenschaftliche Theorien wie den Realismus und den Institutionalismus gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Wandel von Staatlichkeit, die Anwendung des zivilisatorischen Hexagons auf globale Prozesse und die Abgrenzung verschiedener Governance-Modelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Globalisierung, Denationalisierung, Souveränität, Global Governance und die Rolle internationaler Organisationen.

Was besagt das „zivilisatorische Hexagon“ in diesem Kontext?

Es dient als integratives Modell, um zu prüfen, ob politische Grundpfeiler wie Rechtsstaatlichkeit oder Gewaltmonopol auch jenseits des Nationalstaates aufrechterhalten werden können.

Welche Governance-Formen werden unterschieden?

Es werden drei Grundformen differenziert: Governance by government, Governance with government und Governance without government.

Welche Rolle spielt die „Scharnierfunktion“ des Staates im Fazit?

Der Staat fungiert zukünftig als Vermittler zwischen nationaler Selbstverwaltung und übergeordneten transnationalen Strukturen, da er als demokratisch legitimierte Instanz nicht vollständig ersetzbar ist.

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Details

Title
Die veränderte Rolle der Nationalstaaten vor dem Hintergrund der Globalisierung
College
University of Regensburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Einführung in die internationale Politik
Grade
1,0
Author
Denise Tennie (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V56808
ISBN (eBook)
9783638514019
ISBN (Book)
9783638792370
Language
German
Tags
Rolle Nationalstaaten Hintergrund Globalisierung Einführung Politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Denise Tennie (Author), 2005, Die veränderte Rolle der Nationalstaaten vor dem Hintergrund der Globalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56808
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