Unternehmenserfolg durch Potentiale aus der Entwicklung umweltgerechter Produkte


Diplomarbeit, 2006

115 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

A. Inhaltsverzeichnis

B. Abbildungsverzeichnis

C. Tabellenverzeichnis

D. Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung

2. Betrachtung umweltgerechter Produktentwicklung im Kontext des Unternehmenserfolgs
2.1 Begriffsbestimmungen
2.1.1 Produkt und Produktlebensphasen
2.1.2 Methodische Produktentwicklung
2.1.3 Grundverständnis von Konzepten und Methoden
2.2 Merkmale umweltgerechter Produktentwicklung
2.2.1 Grundsätze umweltgerechter Produktentwicklung
2.2.2 Ziele und Maßnahmen umweltgerechter Produktentwicklung
2.2.3 Forschungsbestrebungen zur umweltgerechten Produktentwicklung
2.3 Schlüsselfaktoren für den Unternehmenserfolg
2.3.1 Unternehmensstrategie
2.3.2 Marketing, Kundennutzen und Qualität
2.3.3 Kosten- und Zeitmanagement
2.4 Umweltgerechte Produktentwicklung im Unternehmenskontext
2.4.1 Gründe für eine Umweltorientierung
2.4.2 Hemmnisse bei der Umsetzung
2.4.3 Ableitung von Anforderungen

3. Auseinandersetzung mit dem Methodeneinsatz im Unternehmen
3.1 Konzepte und Methoden als innerbetrieblicher Problemlösungsansatz
3.1.1 Ziele und Motive
3.1.2 Methodeneinsatz in der Praxis
3.1.3 Probleme bei der Umsetzung
3.2 Problematik der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von Methoden
3.2.1 Problematik der Kostenbewertung
3.2.2 Problematik der Nutzenbewertung
3.2.3 Vorschlag für einen Lösungsansatz
3.3 Methoden zur umweltgerechten Produktentwicklung
3.3.1 Auswahl und Systematisierung
3.3.2 Erläuterung des Beschreibungsschemas
3.3.3 Zusammenfassende Darstellung
3.4 Betriebswirtschaftliche Konzepte und Methoden
3.4.1 Auswahl und Systematisierung
3.4.2 Beispiel zum Beschreibungsschema
3.4.3 Zusammenfassende Darstellung

4. Potentiale aus der Kombination von Methoden und Konzepten
4.1 Grundlagen des Kombinationsansatzes
4.1.1 Ziel und Gegenstand der Untersuchung
4.1.2 Wissensmanagement und vernetztes Wissen
4.1.3 Verfahrensweise und Einschränkungen
4.2 Interdisziplinäre Konzept- und Methodenverknüpfung
4.2.1 Einführung in die Kombinationsmatrix
4.2.2 Darstellungsform der einzelnen Kombinationen
4.2.3 Umsetzung im Unternehmen
4.3 Beispiele für erfolgreiche Kombinationen
4.3.1 Anforderungsliste und Target Costing
4.3.2 LC-QFD und Total Quality Management
4.3.3 Morphologischer Kasten und Szenario-Technik
4.4 Analyse der Untersuchungsergebnisse
4.4.1 Auswertung der Kombinationsmatrix
4.4.2 Ableitung eines Nutzenspektrums
4.4.3 Chancen und Grenzen des Kombinationsansatzes

5. Zusammenfassung und Ausblick

6. Anhang
6.1 Beschreibungen der UgP-Methoden
6.2 Beschreibungen der BWL-Methoden
6.3 Methodenkombinationen

7. Literaturverzeichnis

8. Internetquellenverzeichnis

9. Eidesstattliche Erklärung

B. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Struktur der Diplomarbeit

Abbildung 2: Integrierter Produktlebensphasen-Ansatz

Abbildung 3: Phasen einer Produktentwicklung

Abbildung 4: Festlegung von Umweltbeeinträchtigungen

Abbildung 5: Potentiale durch Umweltorientierung

Abbildung 6: Wechselwirkung interner und externer Faktoren

Abbildung 7: Missverhältnis zwischen vorhandenen und benötigten Methoden

Abbildung 8: Ausbreitungsgrad der Balanced Scorecard

Abbildung 9: Thesen zum Methodeneinsatz

Abbildung 10: Vollständiger Kostenplan einer LC-QFD

Abbildung 11: Nutzencheckliste

Abbildung 12: Kosten/Nutzen Portfolio

Abbildung 13: Instrumente zur umweltgerechten Produktentwicklung

Abbildung 14: Kurzübersicht einer Methode

Abbildung 15: Wesentliche Elemente einer Methode

Abbildung 16: Prozessinformationen

Abbildung 17: Prozessmodell der Methoden und Konzepte

Abbildung 18: Einsatzbereiche und Verwendungszweck von BWL-Methoden

Abbildung 19: Aufwand und Verwendungszweck von BWL-Methoden

Abbildung 20: Beschreibung der Lebenszykluskostenrechnung

Abbildung 21: Daten, Information und Wissen

Abbildung 22: Untersuchungsmodell

Abbildung 23: Aufgabe der Kombinationsmatrix

Abbildung 24: Wirtschaftlichkeitsanalyse und Methodenkombination

Abbildung 25: Häufigkeit der Kombinationen

Abbildung 26: Kombinierfähigkeit der UgP-Methoden

Abbildung 27: Kombinierfähigkeit der BWL-Methoden

Abbildung 28: Häufigkeitsvergleich der Verknüpfungen

Abbildung 29: Nutzenspektrum der Methodenkombinationen

C. Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Öko-Designprinzipien

Tabelle 2: Überblick über Erfolgsfaktoren

Tabelle 3: Umweltgerechte Produktentwicklung im Unternehmenskontext

Tabelle 4: Überlegungen zum Methodennutzen

Tabelle 5: Auswahl der UgP-Methoden

Tabelle 6: Zusammenfassung der UgP-Methoden (Teil 1)

Tabelle 7: Zusammenfassung der UgP-Methoden (Teil 2)

Tabelle 8: Zusammenfassung der UgP-Methoden (Teil 3)

Tabelle 9: Auswahl der BWL-Methoden

Tabelle 10: Zusammenfassung der BWL-Methoden (Teil 1)

Tabelle 11: Zusammenfassung der BWL-Methoden (Teil 2)

Tabelle 12: Zusammenfassung der BWL-Methoden (Teil 3)

Tabelle 13: Kombinationsmatrix

Tabelle 14: Aufbau der Kombinationstabelle

Tabelle 15: Anforderungsliste und Target Costing

Tabelle 16: LC-QFD und TQM

Tabelle 17: Morphologischer Kasten und Szenario-Technik

Tabelle 18: Verteilung der Verknüpfungspunkte

D. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts sind knappe Ressourcen und zunehmende Umweltbelastungen zu zentralen politischen und gesellschaftlichen Themen geworden, die ständig an Bedeutung zunehmen.[1] Jedes Unternehmen belastet die Umwelt auf unterschiedliche Art und Weise und ist für seine Handlungen verantwortlich. Für die zukünftige Entwicklung ist es daher entscheidend, inwieweit ein Unternehmen Bestrebungen unternimmt, um die eigenen negativen Umweltauswirkungen einzudämmen.[2]

Einen Beitrag zur Verbesserung der Situation kann die Entwicklung umweltgerechter Produkte leisten. Es existiert eine große Zahl von Methoden, die diesen Prozess unterstützen sollen. Unter ihnen finden sich Instrumente zur ökologischen Beurteilung, für die Optimierung von Recycling und Entsorgung oder zu Konstruktionsmaßnehmen.[3] Der Einsatz von Methoden der umweltgerechten Produktentwicklung erfolgt in der Industrie allerdings bisher nur unzureichend.[4] Vielfach werden ihre Komplexität und Umständlichkeit als Begründung angeführt.[5] Die große Lücke zwischen verfügbaren und praktisch angewendeten Methoden ist möglicherweise aber auch auf eine unvollständige Einschätzung ihres Aufwands und ihres Nutzens zurückzuführen. Ebenso können das eingeschränkte Wahrnehmungsfeld der Akteure und die Annahme, rein intuitive Ansätze reichten zur Lösung anspruchsvoller Probleme aus, einen maßgeblichen Einfluss haben.

Neben den Instrumenten der Produktentwicklung wurden in den letzten Jahrzehnten auch verstärkt für die anderen Funktionsbereiche des Unternehmens verschiedenen Methoden und Konzepte entwickelt. Gemeinsames Ziel ist es, den Unternehmenserfolg in einer sich rasch verändernden Wirtschaftswelt zu sichern.[6] Die Bandbreite der Instrumente reicht von einer einfachen ABC-Analyse bis zu umfassenden Konzepten wie Balanced Scorecard oder Total Quality Management, welche sich auf die gesamten Strukturen des Unternehmens auswirken.

1.2 Zielsetzung

Die Verwendung von zahlreichen, unterschiedlichen Konzepten und Methoden birgt die Gefahr, eine unüberschaubare Methodenvielfalt mit unklarem Nutzen im Unternehmen zu erzeugen. Um eine dauerhafte Existenzberechtigung zu erhalten, muss der Beitrag von Methoden zum Unternehmenserfolg allerdings erkennbar sein. Diese Situation kann zu einer ablehnenden Haltung von Konstrukteuren und Management gegenüber neuen Methoden und zum Vermeiden der Verwendung von bereits vorhandenen Methoden führen. Die vorliegende Arbeit strebt an, mit zwei Ansätzen einen Beitrag zum erfolgreicheren Umgang mit der Methodenvielfalt zu leisten. Zum einen wird in Kapitel 3 ein Verfahren zur Bewertung und Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen einzelner Methoden im Unternehmen vorgestellt. Zum anderen konzentriert sich das Kapitel 4 auf einen Vorschlag zum systematischen Finden von Synergiepotentialen durch interdisziplinäre Kombination von Instrumenten der umweltgerechten Produktentwicklung und der Betriebswirtschaftslehre.

In Kapitel 2 erfolgt zunächst eine Auseinandersetzung mit grundlegenden Begriffen und wesentlichen Elementen des Unternehmenserfolgs. Zudem werden Aspekte der Umweltorientierung und Hemmnisse bei der unternehmerischen Umsetzung untersucht.

Kapitel 3 setzt sich mit der Problematik der Wirtschaftlichkeitsbewertung des Methodeneinsatzes im Unternehmen auseinander. Im zweiten Teil des Kapitels werden Methoden der umweltgerechten Produktentwicklung und der Betriebswirtschaftslehre ausgewählt und erläutert.

Für die ausgewählten Methoden wird in Kapitel 4 eine Wechselwirkungsmatrix entwickelt und die Wirkungszusammenhänge beschrieben. Weiterhin werden die Konsequenzen für den kumulierten Aufwand beurteilt und ein Nutzenspektrum abgeleitet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Struktur der Diplomarbeit

2. Betrachtung umweltgerechter Produktentwicklung im Kontext des
Unternehmenserfolgs

2.1 Begriffsbestimmungen

2.1.1 Produkt und Produktlebensphasen

Es gibt unterschiedliche Sichtweisen und Möglichkeiten, um sich dem Produktbegriff zu nähern. Produkte können aus Unternehmersicht als Ergebnisse des Produktionsprozesses verstanden werden. Aus Kundensicht sind Produkte Nutzen stiftende Mittel zur Bedürfnisbefriedigung.

Aufgrund ihrer Beschaffenheit können Produkte in materielle Sachgüter, immaterielle Dienstleistungen und Energieleistungen eingeteilt werden.[7] Produkte entstehen aus der Kombination materieller, immaterieller und energetischen Inputfaktoren. Die materielle Komponente besteht beispielsweise aus Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffen. Hinzu kommen immaterielles Wissen über Verfahren, Produktbeschaffenheit und Gestaltung. Sämtliche Produktionsprozesse benötigen Formen von Energie wie zum Beispiel elektrische Energie oder menschliche Arbeitskraft.

Die moderne Betriebswirtschaftslehre nutzt als weitere Definitionsmöglichkeit für Produkte die Bezeichnung „Leistungsbündel“. Hierbei umfasst ein Produkt materielle und immaterielle Komponenten, die einen Grund- und einen Zusatznutzen stiften sollen. Den Grundnutzen stellt die eigentliche Produktfunktion dar, zum Beispiel die Funktion als Mittel zur Personenbeförderung bei einem Automobil. Einen Zusatznutzen könnte eine gute Umweltgerechtheit in Form eines geringen Kraftstoffverbrauchs darstellen. Immaterielle Bestandteile von Sachgütern bestehen unter anderem aus Service- und Beratungsdienstleistungen.

Für die umweltgerechte Produktentwicklung ist ein weiter gefasster Produktbegriff angebracht, der neben den obigen Aspekten zusätzliche, produktbezogene Merkmale wie Verpackung, Abfall und Recycling beinhaltet. Zudem bleibt zu beachten, dass aus Unternehmersicht beim Produktionsprozess und Transport teilweise unerwünschte und unbrauchbare Kuppeloutputs anfallen[8]

Der Lebensweg eines Produktes führt über verschiedene charakteristische Phasen, welche in der nachfolgenden Abbildung 2 dargestellt sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Integrierter Produktlebensphasen-Ansatz[9]

Bei dem oben skizzierten Ansatz handelt es sich um einen integrierten Produktlebensphasen-Ansatz, welcher neben den unmittelbar das Unternehmen betreffenden Lebensphasen auch die externen Lebensphasen berücksichtigt. Im Sinne einer umweltorientierten Produktentwicklung und vor dem Hintergrund einer sich verschärfenden Umweltgesetzgebung ist der gesamte Lebensweg von Bedeutung. Durch eine umweltgerechte Produktgestaltung mit Fokus auf die unternehmensexternen Lebensphasen können beispielsweise über einen niedrigen Energieverbrauch oder eine lange Lebensdauer Wettbewerbsvorteile generiert und neue Märkte erschlossen werden.[10]

Für die moderne Produktplanung und -entwicklung ist daher die ganzheitliche Sicht des integrierten Ansatzes unerlässlich, um wirtschaftliche und ökologisch akzeptable Produkte bereitzustellen.[11] Diese umfassende Perspektive wird in der heutigen Praxis auch als Integrierte Produktpolitik (IPP) bezeichnet.[12]

2.1.2 Methodische Produktentwicklung

In dieser Arbeit wird Produktentwicklung in erster Linie in ihren methodischen Aspekten verstanden. Das heißt, gemeint sind Vorgehensmodelle und Methoden zum Entwickeln und Konstruieren technischer Systeme.[13] Wird der Begriff in seiner strategischen Bedeutung verwendet so ist dies aus dem Kontext ersichtlich, wenn beispielsweise von Wettbewerbsvorteilen durch umweltgerechte Produktentwicklung die Rede ist.

Produktentwicklung kann als zielgerichteter Prozess verstanden werden, der beabsichtigt ein neues Produkt zu schaffen oder ein bestehendes Produkt zu verändern. Zumeist ist der Produktenwicklungsprozess eingebettet in den Bereich industrieller Forschung und Entwicklung.[14] Die VDI-Richtlinie 2221 beschreibt „Produktentwicklung“, ausgehend von einer Aufgabenstellung, als die Gesamtheit aller Tätigkeiten, mit denen die zur Herstellung und Nutzung des Produkts notwendigen Informationen erarbeitet werden und die in der Festlegung der Produktdokumentation enden.[15] Beim Suchen nach Lösungsmöglichkeiten ist auf eine angemessene Beteiligung der unterschiedlichen Fachabteilungen im Unternehmen zu achten

Das Verständnis von Produktentwicklung hat sich von einer reinen Betrachtung technischer Neuerungen hin zu einem verstärkten Miteinbeziehen marktseitiger Faktoren erweitert. Daraus ergibt sich vor allem eine Schnittstelle zum Marketing. So ergibt sich eine weiter gefasste Definition, die Produktentwicklung beschreibt als alle technischen, industriellen und kommerziellen Maßnahmen, welche zur Vermarktung von Neuprodukten beitragen. Diese Sichtweise gründet sich in erster Linie auf die prozessuale Interpretation der Produktentwicklung, die Neuheit des Produkts sowie auf die Integration marktorientierter und technikorientierter Komponenten.[16]

Die prozessuale Dimension der Produktentwicklung beinhaltet alle ablauforientierten Aspekte von der Idee über alle Facetten von Forschung und Entwicklung, zur Markteinführung bis hin zur laufenden Verwertung.[17] Bei der Betrachtung der Produktneuheit wird unterschieden zwischen einer Subjektdimension und einer Intensitätsdimension. So ergeben sich die Fragen nach dem Personenkreis, für den das Produkt neu ist und wie hoch der Neuheitsgrad der Produktmerkmale ist.[18]

Um zu klären in welcher Weise der Markterfolg erzielt werden soll, wird entschieden, inwieweit Produktentwicklungen technologieorientiert („technology push“) oder marktorientiert („market pull“) determiniert sein sollen.[19]

Die nachfolgende Abbildung 3 verdeutlicht die verschiedenen Phasen einer Produktentwicklung bis zur Markteinführung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Phasen einer Produktentwicklung[20]

2.1.3 Grundverständnis von Konzepten und Methoden

Da sich ein wesentlicher Teil dieser Arbeit mit Konzepten und Methoden aus den Bereichen der Produktentwicklung und der Betriebswirtschaftslehre beschäftigt, wird im Folgenden Begriffsdefinitionen dargelegt.

Der Begriff Konzept leitet sich aus dem lateinischen Wort „conceptus“ ab, welches „das Zusammenfassen“ bedeutet. Ein Konzept beschreibt in zusammengefasster Form einen klar umrissenen Plan oder ein Programm zur Durchführung eines Vorhabens beziehungsweise zur Erreichung eines Ziels.[21] Anhand dieser Definition wird beispielsweise das „Total Quality Management“ in dieser Arbeit als ein Konzept der Betriebswirtschaftslehre aufgefasst.

Der Terminus Methode entstammt dem griechischen „méthodos“, was mit „Weg zu etwas hin“ übersetzt werden kann. Daher wird „Methode“ im wissenschaftlichen Zusammenhang verstanden, als ein nach Mittel und Zweck planmäßiges Verfahren, das zu technischer Fertigkeit bei der Lösung theoretischer und praktischer Aufgaben führt. Als Beispiel aus dem Gebiet der Produktentwicklung kann die Brainstorming-Methode dienen, die ihren Einsatz bei der Ideengenerierung findet.[22]

Wichtigen Gemeinsamkeiten von Konzepten und Methoden liegen vor allem in ihrem systematischen Vorgehen und ihrer Ergebnis- beziehungsweise Zielorientierung begründet. Ein weiteres Merkmal ist ihre Eignung zur Auseinandersetzung mit komplexen Aufgaben.

Es ist möglich und in der unternehmerischen Praxis durchaus üblich, dass vereinzelt Verknüpfungen zwischen Konzepten und Methoden bestehen können. So kann die Methode SWOT-Analyse in ein Marketingkonzept eingebettet sein.

Input und Output bei der Anwendung von Konzepten und Methoden sind hauptsächlich Informationen. Es wird an dieser Stelle vermutet, dass Inputs und Outputs von Methoden und Konzepten in einer bisher nicht praktizierten Weise miteinander verknüpft werden können, so dass synergetische Effekte frei werden, die zu einem Mehrwert beim Einsatz in verschiedenen Unternehmensbereichen.

2.2 Merkmale umweltgerechter Produktentwicklung

2.2.1 Grundsätze umweltgerechter Produktentwicklung

In diesem Kapitel erfolgt eine kurze Auseinandersetzung mit den Grundsätzen der umweltgerechten Produktentwicklung. Danach werden die Maßnahmen der Produktentwicklung betrachtet, welche zur Erreichung dieser Ziele beitragen sollen.

Am Anfang steht die Frage was „Umweltgerechtheit“ im Vergleich zu anderen Produkten
überhaupt ausmacht. Ein Erklärungsversuch ist bei Dannheim zu finden, der „umweltgerecht“ als „relativ weniger umweltbeeinträchtigend“ beschreibt. Das heißt, zur Auseinandersetzung mit der Umweltgerechtheit eines Produkts bedarf es immer eines Referenzpunktes wie zum Beispiel eine Produktvariante.[23]

Aus Sicht des Bundesumweltministeriums ist das Ziel der umweltgerechten Produktentwicklung, einen größtmöglichen Gebrauchsnutzen bei möglicht geringer Umweltbelastung zu erreichen. Wichtig ist, dass die umweltgerechte Produktentwicklung von Anfang an die Lebensphasen Nutzung, Entsorgung und Recycling mit einbezieht.[24] Als essentiell gilt hierbei die Erkenntnis, dass sich die ökologischen Auswirkungen eines Produkts bereits in der Entwicklungsphase entscheidend beeinflussen lassen.[25] Diesen Zusammenhang veranschaulicht die nachfolgende Abbildung 4.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Festlegung von Umweltbeeinträchtigungen[26]

Umweltgerechte Produktentwicklung ist eingebunden in das Umweltmanagement eines Unternehmens. Sie orientiert sich bei der Gestaltung und dem Festlegen der Produkteigenschaften am stofflichen und energetischen Produktlebenszyklus. Gleichzeitig muss den Kundenanforderungen wie Funktionalität, Image und Design sowie den Gebrauchsanforderungen wie beispielsweise Langlebigkeit Rechnung getragen werden. Neben technischen Fragestellungen beschäftigt sich umweltgerechte Produktentwicklung daher auch mit ökonomischen Aspekten.[27]

Der prozessuale Ablauf einer umweltgerechten Produktentwicklung unterscheidet sich von der konventionellen Produktentwicklung in erster Linie durch folgende Fragestellung: „Es ist zu klären wie lebenszyklusorientierte ökologische Anforderungen in die Aufgabenstellung integriert sowie anschließend organisiert werden können. Zusätzlich zu den direkt beeinflussbaren Umweltauswirkungen während der Entwicklungs- und Produktionsphase muss das Unternehmen auch vor- und nachgelagerte Stufen wie Rohstoffgewinnung, Recycling und Entsorgung beachten. Aufgrund dieser Forderung solle die umweltgerechte Produktentwicklung Methoden bereitstellen, um die Umweltbelastungen in allen Phasen des Produktlebenszyklus zu analysieren.“[28]

2.2.2 Ziele und Maßnahmen umweltgerechter Produktentwicklung

Die Produktentwicklung ist ein Kernelement des unternehmerischen Umweltschutzes und wird als interdisziplinäre Aufgabe aufgefasst.[29]

Einer der wichtigsten Bestandteile umweltgerechter Produktentwicklung ist die Beurteilung von Umweltbeeinträchtigungen, die während der einzelnen Produktlebensphasen entstehen. Eine zentrale Aufgabe ist zunächst die Erfassung aller Stoff- und Energieströme über den Lebensweg. Als nächster Schritt werden die sich ergebenden Wirkungen auf die relevanten Ökosysteme untersucht. In ihrer praktischen Umsetzung sind diese beiden Schritte allerdings mit nicht unerheblichen Schwierigkeiten behaftet, daher werden bisher noch viele Annahmen und Konventionen getroffen.[30] Entsprechende Methoden der umweltgerechten
Produktentwicklung wie Ökobilanzierung oder KEA werden in einem späteren Abschnitt dieser Arbeit ausführlicher dargestellt.

Um die Umweltbeeinträchtigungen durch Maßnahmen der Produktgestaltung zu verringern, haben sich verschiedene Designprinzipien bewährt, die in der Tabelle 1 erläutert werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Öko-Designprinzipien[31]

Die angeführten Designprinzipien stellen Gestaltungsfelder für Maßnahmen dar, auf die im Verlauf des Produktentwicklungsprozesses zurückgegriffen werden kann. Anzumerken bleibt, dass ihre Anwendung nicht immer widerspruchsfrei sein muss. Beispielsweise könnte sich ein Konflikt bei der Forderung nach dem Einsatz hochwertiger Materialien, welche Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit gewährleisten sollen, und der Forderung nach Entsprechung von Material- und Produktwertigkeit ergeben. Das heißt, wenn minderwertige Materialien aus Kostengründen für Billigprodukte verwendet werden müssen, ist es unwahrscheinlich, dass diese Maßnahme gleichzeitig die Realisierung einer höheren Lebensdauer begünstigt. Der Produktentwickler steht daher vor der Aufgabe durch ein Produkt eine möglichst optimale Lösungsvariante für die teils gegensätzlichen Forderungen bereitzustellen. Die resultierenden Zielkonflikte müssen mit Hilfe einer ausgewogenen Kompromisslösung integriert werden.

2.2.3 Forschungsbestrebungen zur umweltgerechten Produktentwicklung

Die umweltgerechte Produktentwicklung in ihrer heutigen Form wurde seit Mitte des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt durch das Erkennen der weltweiten Rohstoffbegrenzungen, der zunehmenden Umweltbeeinträchtigungen und der damit beginnenden Phase schärferer gesetzlicher Umweltbestimmungen. Vor allem die Studie des „Club of Rome“ in den 1970er Jahren sensibilisierte die breite Öffentlichkeit für die Ressourcenknappheit und die Umweltproblematik.[32]

Seit Anfang der 1990er Jahre führte das auch in der Industrie zur Entwicklung zumeist einfacher und praxisorientierter Verfahren zur Reduzierung negativer Umweltauswirkungen. In diesem Zeitraum entwickelte sich eine bis heute gültige, ganzheitliche Sichtweise der Problematik. Diese sah in der Produktentwicklung einen wesentlichen Steuerungsfaktor für Umweltbeeinträchtigungen.[33]

Die Forschungsarbeit zur umweltgerechten Produktentwicklung hat in den letzten fünfzehn Jahren eine Fülle an Methoden und Instrumenten bereitgestellt, welche an unterschiedlichen Wirkungsbereichen ansetzen.

Ein wesentlicher Bestandteil der aktuellen Bemühungen ist die Umsetzung dieser Forschungsergebnisse in die betriebliche Praxis. Verschiedene Institutionen der meisten Industrieländer geben beispielsweise Handbücher und Leitfäden zur umweltgerechten Produktentwicklung für die Unternehmen heraus. Das Fachgebiet für Produktentwicklung und Maschinenelemente an der Technischen Universität Darmstadt widmet sich dieser Forschungsaufgabe seit 1996 durch den Sonderforschungsbereich 392, welcher vor kurzem in den Transferbereich 55 übergegangen ist.[34] In dessen Rahmen ist auch die vorliegende Diplomarbeit eingebettet.

2.3 Schlüsselfaktoren für den Unternehmenserfolg

2.3.1 Unternehmensstrategie

Im Kapitel 2.3 erfolgt eine Auseinandersetzung mit Einflussfaktoren auf den Unternehmenserfolg mit Augenmerk auf die mögliche Rolle der umweltgerechten Produktentwicklung.

Die Unternehmensstrategie beschreibt den Weg zur Ereichung der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Vision. Das Finden von Strategien ist Aufgabe des Managements. Eine Strategie ist langfristig orientiert und wesentlich für die Positionierung des eigenen Unternehmens gegenüber dem Wettbewerb. Strategie bedeutet das Identifizieren von unternehmerischen Aktivitäten, die sich deutlich von denen der Konkurrenz unterscheiden. Die gewählte Strategie hat einen maßgeblichen Einfluss auf den Unternehmenserfolg, da die gesamten Aktivitäten eines Unternehmens indirekt oder direkt auf ihre Umsetzung ausgerichtet sein sollten.[35] Der Produktentwicklung kommt in Technologieunternehmen hierbei eine Schlüsselrolle zu, da sie die Eigenschaften der Produkte festlegt, welche ihrerseits eine wichtige Schnittstelle zum Kunden und seinen Bedürfnissen sind. Hierdurch tragen sie letztendlich entscheidend zum Markterfolg bei. Im Zuge dieser Betrachtung ist für den konkreten Fall kritisch zu hinterfragen, ob die im Unternehmen praktizierte Form der Produktentwicklung sowie ihre Instrumente und Methoden einen effektiven Beitrag zur Strategieerreichung leisten.

Einen wesentlichen Einfluss auf den Strategieplanungsprozess haben die Interessen von ökonomischen und gesellschaftspolitischen Anspruchsgruppen (Stakeholder) sowie die
Gesetzgebung. Diese können eine Umweltorientierung eines Unternehmens zwingend erforderlich machen.[36] Wird als Konsequenz beispielsweise eine „ausgesprochene Ökologieorientierung“ Teil der Unternehmensstrategie, so muss auch die Produktentwicklung hierauf ausgerichtet werden.

Im Rahmen der strategischen Ausrichtung stellt sich die Frage woher Wettbewerbsvorteile kommen und ob umweltgerechte Produktenwicklung beziehungsweise Ökologieorientierung einen gezielten Beitrag hierzu leisten kann. Nach Porter gibt es zwei wesentliche Wettbewerbsvorteile für Unternehmen, aus denen sich letztendlich alle anderen Stärken und Schwächen ableiten. Das sind zum einen niedrige Kosten und zum anderen die Differenzierung der Produktpalette. Hinzu kommt die Möglichkeit sich entweder branchenweit zu betätigen oder sich auf bestimmte Segmente zu spezialisieren. Aus den zwei Wettbewerbsvorteilen und der Spezialisierungsmöglichkeit leitet Porter die drei Strategietypen „umfassende Kostenführerschaft“, „Differenzierungsstrategie“ und „Nischenstrategie“ ab.[37]

Bei der Strategie der umfassenden Kostenführerschaft versucht ein Unternehmen relativ zu seiner Konkurrenz das niedrigste Niveau bei den Herstellkosten zu erreichen. Es wird vor allem auf Kostendegression durch hohe Ausbringungsmengen und den Kosten senkenden Effekt von Erfahrungskurven gesetzt. Entsprechend hohe Marktanteile und das Bedienen unterschiedlicher Segmente sind hierfür Vorraussetzungen. Eine Ökologieorientierung ist hierbei nur auf bestimmten Massenmärkten für Produkte mit ökologischen Teileigenschaften wie zum Beispiel dem Waschmittelmarkt angebracht. Es kann eine ökologische Effizienz durch Erfahrungskurven entstehen, die es ermöglicht Ausschuss zu vermeiden sowie Rohstoffe und Energie einzusparen. Nur sehr begrenzt verwendbar sind Erfahrungskurveneffekte auf kleineren Märkten für höherwertige Güter. Diese Märkte sind von kurzen Produktlebenszyklen, hohem F&E Aufwand und Veränderungsdruck geprägt. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass stark kostenorientierte Unternehmen eher defensiv auf Umweltschutzanforderungen reagieren.[38]

Das Verfolgen einer Differenzierungsstrategie bedeutet, dass ein Unternehmen versucht in kaufrelevanten Produktdimensionen einzigartig gegenüber der Konkurrenz zu sein.

Eine innovationsorientierte Unternehmensphilosophie mit dem Fokus auf technischen Neuerungen ist eine wesentliche Vorraussetzung. Die Umweltfreundlichkeit, als eines von vielen Produktmerkmalen, ist gut geeignet, um sich von der Konkurrenz zu abzuheben. Jedoch ist entscheidend welches Merkmal vom Kunden als kaufrelevant wahrgenommen wird. Daher gilt es bestimmte Marktsegmente zu identifizieren, welche sensibel auf Umweltschutzeigenschaften von Produkten reagieren.

Bei der Nischenstrategie konzentriert sich ein Unternehmen auf eines oder wenige Marktsegmente innerhalb einer Branche. Die Herausforderung besteht darin, die sich verändernden Marktgrenzen und speziellen Kundenbedürfnisse genau zu beachten und das eigene Produktportfolio entsprechend anzupassen. Es bietet sich eine Chance für umweltgerechte Produkte durch die intensive Orientierung an ökologischen Kundenbedürfnissen.[39]

2.3.2 Marketing, Kundennutzen und Qualität

Marketing ist die Gesamtheit aller Maßnamen einer ziel- und wettbewerbsorientierten Ausrichtung der marktrelevanten Aktivitäten der Unternehmung an ausgewählten Problemfeldern gegenwärtiger und zukünftiger Kundenpotentiale unter Einsatz planender, steuernder, koordinierender und kontrollierender sowie marketingpolitischer Instrumente. Gegenstand des Marketings sind die Marktforschung, die Marktabgrenzung sowie die Marktbearbeitung[40]

Die zentrale Bedeutung des Marketings wird gegenwärtig verstärkt durch Faktoren wie Globalisierung, schlanke beziehungsweise flexible Unternehmensorganisation, konsequente Kundenorientierung, rasante Umwelt- und Wettbewerbsveränderungen, kürzere Produktlebenszeiten sowie der schnelleren Umsetzung technischer Neuerungen in Produkte.[41]

Im Zuge der Ökologieorientierung umfasst Marketing als Unternehmensfunktion zunehmend auch Fragestellungen, welche eine Verbindung zur natürlichen Umwelt aufweisen, und durch die verschiedenen Anspruchsgruppen hervorgerufen werden. Als Beispiel diene das Umweltbewusstsein von Konsumenten.

Bei der Proklamation einer umweltorientierten Unternehmenspolitik ist insbesondere die Glaubwürdigkeit der Aussagen des Marketings in Bezug auf das tatsächliche Handeln des Unternehmens zu überprüfen. Einen wesentlichen Beitrag zur Untermauerung des bei den Interessengruppen durch Kommunikationsmaßnahmen vermittelten Öko-Images kann hier die Bereitstellung umweltgerecht entwickelter Produkte leisten.

Ein weiterer Schlüsselfaktor des Erfolgs ist die Erzielung eines hohen Kundennutzens. Die Beziehung zwischen Kunden und Anbieter ist maßgeblich durch die Abnehmerbedürfnisse und das Angebot des Wettbewerbs bestimmt. Das Unternehmen ist nun vor die Aufgabe gestellt eine Lösung anzubieten, die die Kundenforderungen möglichst optimal erfüllt. Streng genommen erfordert jeder Kunde eine maßgeschneiderte Lösung, was in den meisten Fällen allerdings unwirtschaftlich ist. Daher werden gleichartige Kundenbedürfnisse, die gehäuft auftreten, zusammengefasst. Weiterhin müssen aus den zunächst unstrukturierten Kundenwünschen gezielt Anforderungen, Merkmale und Eigenschaften für die zu entwickelnden Produkte abgeleitet werden. Vorhandene eigene Lösungen und die des Wettbewerbs müssen dabei mitbetrachtet werden.[42] Eine besondere Herausforderung für das Marketing und die Produktentwicklung ergibt sich daraus, dass das Kaufverhalten der Kunden nicht immer rational oder rein emotional ist. Es ist vielmehr bestimmt durch eine Mixtur aus Vererbung, erlerntem sozialen Verhalten und eigenem zielorientierten Handeln. Kundenzufriedenheit wird bestimmt durch einen psychologischen Prozess, bei dem der Kunde seine Erwartungen und Erfahrungen bezüglich einer Leistung abgleicht.[43] Bei der Erstellung des Pflichtenheftes sollte daher darauf geachtet werden die Kundenbedürfnisse in größtmöglichem Maße zu berücksichtigen ohne dabei den Blick für die Wirtschaftlichkeit des Produktes zu verlieren.

Als ein schwerwiegendes Entwicklungsrisiko während der Entwurfsphase wird die fehlende Einzigartigkeit eines Neuprodukts gesehen, welche wahrscheinlich zu unbefriedigender Marktakzeptanz führt. Als Grund dafür nennt Kramer die unzureichende Entwurfsqualität bei der Produktentwicklung.[44]

Die genannten Aspekte zum Kundennutzen weisen erneut auf die große Bedeutung einer methodisch-systematischen Produktentwicklung hin. Durch die vom Markt geforderte Einzigartigkeit von Produkten eröffnen sich Möglichkeiten für Ansätze der umweltgerechten Produktentwicklung. Zum systematischen Zusammenbringen von Kundenbedürfnissen, technischer Machbarkeit und wirtschaftlichen Aspekten eignet sich beispielsweise die Methode des „Quality Function Deployment“ (QFD).[45],[46]

Angemessene Qualität ist ein entscheidendes Merkmal auf den heutigen Käufermärkten. Produktqualität wird allgemein definiert als Güte des Produkts im Hinblick auf seine Eignung für den Verwender. Qualität ergibt sich immer aus dem Gesamteindruck der Teilqualitäten, die funktionale Qualität, Dauerqualität, Integralqualität oder ökologische Qualität umfassen können. Im Unternehmen folgt die Qualität einer vom Management festgelegten Qualitätspolitik und ihre Einhaltung wird verwirklicht durch die Qualitätssicherung.[47] Methoden der Qualitätssicherung sind zum Beispiel die Fehlermöglichkeits– und Einflussanalyse (FMEA), das QFD, die Fehlerbaumanalyse, die Wertanalyse aber auch die statistische Prozesskontrolle. In weiten Bereichen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Qualität nicht „erprüft“ werden kann, sondern entwickelt werden muss. Daraus leiten sich die große Bedeutung der Produktentwicklung zur präventiven Qualitätssicherung ab.[48] Die Produktentwicklung versucht daher die Qualitätsanforderungen in konkrete Produktmerkmale umzusetzen.

Bei der Integration neuer oder ökologischer Qualitätsmerkmale ist es wichtig, dass diese von der Zielgruppe auch subjektiv als solche wahrgenommen werden.[49] Nur so kann der vom Marketing beabsichtigte Effekt der Abhebung von der Konkurrenz erzielt werden. Aufgrund der asymmetrischen Informationsverteilung zwischen den Marktseiten wird allerdings darauf hingewiesen, dass die Nachfrager bei der Beurteilung umweltorientierter Qualität oft mit
Informations- und Unsicherheitsproblemen konfrontiert sind. Hier besteht das Problem, dass Produktnutzer keinen genauen Einblick in die Rohstoffgewinnung, den Herstellungsprozess und die Recyclingeigenschaften haben und daher entsprechende Umweltaussagen der
Unternehmen kaum auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen können.[50] Um der Unsicherheit beim Kunden entgegenzuwirken bietet sich möglicherweise eine Chance in der stärkeren Nutzung der bei der Produktentwicklung generierten Informationen an, als es bisher in der Praxis üblich ist. Zum Beispiel könnten die dort erzeugten Umweltinformationen dem Marketing zur Verfügung gestellt werden, um daraus Inhalte für die Kommunikation mit externen Interessengruppen abzuleiten.

2.3.3 Kosten- und Zeitmanagement

Durch den internationalen Wettbewerbsdruck entsteht speziell in den Hochlohnländern der Zwang zu Stückkostensenkungen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Vor allem das preis-bewusste Verhalten von Käufern fordert zunehmend die Vermeidung betrieblicher Verschwendung und nicht Wert schöpfender Tätigkeiten. Darüber hinaus sind Kunden nicht
bereit einen höheren Preis für aus ihrer Sicht wertlose Produktmerkmale zu bezahlen. Aus diesen Gründen ist effektives Kostenmanagement zumeist eine der zentralen Führungsaufgaben im Unternehmen. Hierdurch ergeben sich unter anderem die Forderungen nach konsequenter Kundenorientierung, permanenten Produktinnovationen und effektivem Zeitmanagement.[51]

Umweltorientierung und umweltgerechte Produktentwicklung können ihrerseits einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Kostensituation leisten, denn die Produktentwicklung legt zum überwiegenden Anteil die Kosten eines Produktes fest.[52] Dass Umweltschutzmaßnahmen nicht nur Kosten verursachen, sondern auch einsparen helfen können, zeigte eine Untersuchung von 100 Unternehmen.[53] Folgende Maßnahmen führten dort zu Kostensenkungen:

- Einsparung von Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffen (Die Rohstoffkosten eines Industriebetriebes betragen durchschnittlich 5-15% der Gesamtkosten)
- Reduzierung des Wasserverbrauchs
- Reduzierung des Energieverbrauchs bei der Produktion
- Reduzierung der Reststoffe und der Entsorgungskosten
- Reduzierung der Kosten für Transport und Verkehr
- Reduzierung des Verpackungsmaterials

Ferner wurden die Unternehmen nach Gemeinsamkeiten untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass die Unternehmen sich explizit mit Umweltschutz beschäftigen und dies auch dokumentieren. Umweltschutz hat in den Unternehmen einen klaren und hohen Stellenwert aufgrund der Unterstützung durch das Top-Management. Darüber hinaus ist er fest in der Organisation integriert und es gibt eindeutige Zuständigkeiten und Ansprechpartner. Zusätzlich wurden Umweltleitlinien und Umweltziele definiert. Einige der Unternehmen sind nach EG-Öko-Audit Verordnung oder ISO 14001 validiert beziehungsweise zertifiziert.[54] Gege kommt im Rahmen eines Modellprojekts mit der Kunert AG zu dem Schluss, dass ein Unternehmen in der Regel offensiver und erfolgreicher im Umweltmanagement ist, wenn es dadurch auch direkte wirtschaftliche Voreile erwarten kann.[55]

Als weitere erfolgskritische Größe in Technologieunternehmen kann die Entwicklungszeit betrachtet werden. Die Siemens AG schätzt zum Beispiel, dass bei relativ kurzen Produktlebenszyklen eine Erhöhung der Entwicklungskosten um 50% zu Ertragseinbußen von weniger als 10% führen, wenn durch den Zusatzaufwand der fristgerechte Markteintritt gewährleistet ist. Ein striktes Einhalten des Entwicklungsbudgets mit einhergehender Verzögerung des Markteintritts um sechs Monate führe hingegen zu Ertragseinbußen von 30% bis 60%.[56] Aus der großen Bedeutung der Zeit lässt sich eine hohe Entwicklungsgeschwindigkeit als zentraler Erfolgsfaktor ableiten.[57] Die methodische Produktentwicklung besitzt das Potential Produktentwicklungen zu beschleunigen, da sie den Fokus der Entwickler auf wesentliche Aspekte lenkt und auf systematischem Weg zum Ziel führt. So kann außerdem zeitaufwendiges „Nachbessern“ in späteren Phasen vermieden werden.

Ein weiterer Faktor ist die Arbeitszeit der Mitarbeiter. Ein effizienter und effektiver Einsatz der Mitarbeiterzeit stellt ein großes Leistungspotential dar und reflektiert die
Problemlösungsfähigkeit eines Unternehmens. Letztendlich müssen definierte Ergebnisse zu einem bestimmten Zeitpunkt vorliegen. Beispiele sind das Erreichen eines Umsatzziels, eine Patentanmeldung oder das Einhalten eines Markteintrittstermins.[58] Der Einsatz von Konzepten und Methoden birgt hierbei den Vorteil, dass bereits im Vorhinein Art und Umfang des zu erwartenden Ergebnisses bekannt sind. Der Kosten- und Zeitaufwand des Methodeneinsatzes ist (zumindest grob) abschätzbar, was in Kapitel 3.2 näher veranschaulicht wird. Von diesem Standpunkt aus stellt das methodische Vorgehen durch seine Systematik und Zielorientierung eine sinnvolle Option zur Nutzung von Mitarbeiterzeit dar. Bisher noch nicht untersucht wurden Möglichkeiten der Zeitersparnis, die sich durch eine geeignete Verknüpfung der im Unternehmen vorhandenen Methoden ergeben könnte. Diese Ausgangssituation wird in Kapitel 4 aufgegriffen, wo ein Modell zur Erzeugung von Synergien durch systematische Methodenkombination vorgestellt wird.

Die Tabelle 2 gibt im Folgenden einen Überblick über die zentralen Erkenntnisse der Kapitel 2.3.1 bis 2.3.3. Es wurden die Kernaussagen der Schlüsselfaktoren für den Unternehmenserfolg unter Berücksichtigung der umweltgerechten Produktentwicklung zusammengefasst.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Überblick über Erfolgsfaktoren[59]

2.4 Umweltgerechte Produktentwicklung im Unternehmenskontext

2.4.1 Gründe für eine Umweltorientierung

Ein Unternehmen kann dauerhaft an einem Standort nur existieren, wenn es die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die gesellschaftlicher Interessen, welche die Anforderungen der Kunden mit einschließen, angemessen berücksichtigt.

Das steigende Umweltbewusstsein und die restriktive Gesetzgebung der letzten Jahre haben zu einem Umdenken bei den meisten Unternehmen geführt. Seit der Konferenz der Vereinten Nationen in Rio im Jahr 1992 wird „nachhaltiger Konsum“ auch auf internationaler Ebene thematisiert. In Deutschland stellt das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz seit den 1990er Jahren einen deutlichen Schritt in Richtung Umweltorientierung dar. Es umfasst Regelungen zur Produktverantwortung des Herstellers wie Verpackungsverordnung, Batterieverordnung und Altautoverordnung.[60]

Blättel-Mink stellt bei der Auswertung der Umweltberichte von Unternehmen fest, dass Einsparungen beziehungsweise spezifische, mit dem Umweltengagement verbundene Gewinne einen wesentlichen Grund für eine Ökologieorientierung darstellten.[61]

Im Rahmen der Fragestellung welche Potentiale ein Unternehmen zu umweltgerechter Produktentwicklung bewegen könnte, wurde im Fachgebiet Produktentwicklung und
Maschinenelemente der Technischen Universität Darmstadt im Herbst 2005 ein Doktorandenkolloquium durchgeführt. Die Teilnehmer sahen Potentiale in der Umweltorientierung von Unternehmen vor allem in den sechs Kategorien: Marktanteile, Mitarbeiterzufriedenheit, Einsparpotentiale, Kundenzufriedenheit, allgemeine Unternehmensphilosophie und Erschließung neuer Märkte. Die nachfolgende Abbildung 5 auf der nächsten Seite zeigt das Ergebnisspektrum.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Potentiale durch Umweltorientierung

Anzumerken bleibt ein Hinweis auf den Einfluss interner und externer Faktoren auf eine Umweltorientierung. Inhaltlich wurden die meisten der Faktoren bereits im Kapitel 2.3 angesprochen. Um die Unterscheidung in intern und extern anwenden zu können, muss das Unternehmen als System aufgefasst werden, welches in bidirektionaler Wechselwirkung mit seiner Umwelt steht. Unternehmensinterne Vorgänge erfahren permanent Veränderungen durch gegenseitige Beeinflussung und durch die Veränderungen in ihrem Umsystem. Ein anschauliches Beispiel ist eine veränderte Umweltgesetzgebung als externer Faktor, welche das Management zu einer Strategierevision zwingt, welche sich als interner Faktor wiederum auf verschiedene Unternehmensbereiche auswirkt. Beim Erlass von Gesetzen und der Durchführung konkreter Maßnahmen im Unternehmen kommt es auch darauf an, was als negative Umweltauswirkung oder als Problembereich durch die Entscheidungsträger wahrgenommen wird. Der geschilderte Zusammenhang ist in Abbildung 6 dargestellt.

[...]


[1] Für einen Überblick vgl. Dannheim, F., Spannungsfeld 1999, S. 21 ff.

[2] Vgl. Kreikebaum, H., Umweltschutz 1992, S. 1 f.

[3] Vgl. Tischner, U. et al., Eco Design 2000, S. 65 ff.

[4] Vgl. Ries, G.; Winkler R. und Zust R., Barriers 1999, S. 527 ff.

[5] Vgl. Voss, J.-P.; Barth, R. und Ebinger, F., Abschlussbericht 2001, S. 83

[6] Vgl. Simon, H. und Gathen, A., Strategieinstrumente 2002, S. 7 ff.

[7] Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon 1993, S. 2652

[8] Vgl. Bennauer, U., Ökologieorientierte Produktentwicklung 2004, S. 19 ff i.V.m S. 131 ff.

[9] Eigene Darstellung in Anlehnung an Specht, G., F&E-Management 2002, S. 51

[10] Vgl. Specht, G., F&E-Management 2002, S. 50

[11] Vgl. Siegwart, H. und Senti, R., Life Cycle 1995, S. 19 ff.

[12] Vgl. Bayerisches Staatsminist. für Landesentwicklung und Umweltfragen (Hrsg.), IPP 2003, S. 8 ff.

[13] Vgl. Gerst, M., Produktentscheidungen 2002, S. 10

[14] Vgl. Siegwart, H., Produktentwicklung 1974, S. 29

[15] Vgl. VDI-Richtlinie 2221, Methodik 1993, S. 2 ff.

[16] Vgl. Euringer, C., Interaktion 1995, S. 9 ff.

[17] Vgl. Hauschildt, J., Innovationsmanagement 2004, S. 24 ff.

[18] Vgl. Hauschildt, J., Innovationsmanagement 2004, S. 8 ff.

[19] Vgl. Euringer, C., Interaktion 1995, S. 10 f.

[20] Quelle: Skript zu Produktentwicklung I, Fachgebiet Produktentwicklung und Maschinenelemente der TU-Darmstadt, 2005

[21] Vgl. Brockhaus, Enzyklopädie KIR – LAG 1989, S. 325

[22] Vgl. Mittelstraß, J. (Hrsg.), Wissenschaftstheorie 1984, S. 876

[23] Vgl. Dannheim, F., Spannungsfeld 1999, S. 11

[24] Vgl. Hellenbrandt, S. und Rubik, F. (Hrsg.), Produkt und Umwelt 1994, S. 130

[25] Vgl. Bundesumweltministerium (Hrsg.), Umweltcontrolling 2001, S. 269

[26] Quelle: Dannheim, F., Spannungsfeld 1999, S. 20. Die Darstellung hat rein qualitativen Charakter.
Der Verlauf der Kurven ist stark vom jeweiligen Produkt abhängig.

[27] Vgl. Bundesumweltministerium (Hrsg.), Umweltcontrolling 2001, S. 272

[28] Zitat aus: Bundesumweltministerium (Hrsg.), Umweltcontrolling 2001, S. 273

[29] Vgl. Bennauer, U., Ökologieorientierte Produktentwicklung 2004, S. 107 ff.

[30] Vgl. Dannheim, F., Spannungsfeld 1999, S. 14

[31] In Anlehnung an: Bundesumweltministerium (Hrsg.), Umweltcontrolling 2001, S. 273 f

[32] Vgl. Meadows D. et al., Grenzen 1972

[33] Vgl. Dannheim, F., Spannungsfeld 1999, S. 23 f.

[34] Weitere Informationen zum Transferbereich 55 finden sich unter: www.lifecycledesign.de

[35] Vgl. Porter, M., Strategy 1996, S. 61-62 und 77

[36] Vgl. Bennauer, U., Ökologieorientierte Produktentwicklung 2004, S. 81 ff.

[37] Vgl. Porter, M., Wettbewerbsvorteile 1986, S. 31

[38] Vgl. Türck, R., Produkt 1991, S. 176

[39] Vgl. Faix, W.; Kurz, R. und Wichert, F. (Hrsg.), Innovation 1995, S. 172 f.

[40] Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon 1993, S. 2190

[41] Vgl. Kramer, F. und Kramer, M., Unternehmensführung 1997, S. 215 f.

[42] Vgl. Kramer, F. und Kramer, M., Unternehmensführung 1997, S. 53 ff.

[43] Vgl. Bruhn, M. und Georgi, D., Kosten und Nutzen 1999, S. 79

[44] Vgl. Kramer, F. und Kramer, M., Unternehmensführung 1997, S. 72 f.

[45] Vgl. Kramer, M., Produkterfolg 1996, S. 214

[46] Anm. d. Verf.: „QFD“ wird im Rahmen der Methodenbeschreibungen im Anhang erläutert.

[47] Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon 1993, S. 2738

[48] Vgl. Masing, W., Qualitätsmanagement 1994, S. 333 ff.

[49] Vgl. Kotzbauer, N., Erfolgsfaktoren 1992, S. 130 ff.

[50] Vgl. Dyckhoff, H. und Ahn, H. (Hrsg.), Produktentstehung 1998, S. 212 f.

[51] Vgl. Kramer, F. und Kramer, M., Unternehmensführung 1997, S. 161

[52] Vgl. Birkhofer, H.; Spath, D.; Winzer, P. und Müller, D., Leitfaden 2000, Kap. 2.1.2 / S. 1

[53] Vgl. Gege, M. (Hrsg.), Kosten senken 1997, S. 55 ff.

[54] Zum EG Öko-Audit und der ISO 14001 vgl. z.B. Willnow, A., Öko-Audit 2004, S 1 ff.

[55] Vgl. Gege, M. (Hrsg.), Kosten senken 1997, S. 57

[56] Vgl. Specht, G., F&E-Management 2002, S. 6

[57] Vgl. Cooper, R., Erfolgsstrategien 2002, S. 3

[58] Vgl. Kramer, F. und Kramer, M., Unternehmensführung 1997, S. 207 f.

[59] Eigene Darstellung

[60] Vgl. Birkhofer, H.; Spath, D.; Winzer, P. und Müller, D., Leitfaden 2000, Kap. 2.1.3 / S. 1

[61] Vgl. Blättel-Mink, B., Umweltberichte 1999, S. 49

Ende der Leseprobe aus 115 Seiten

Details

Titel
Unternehmenserfolg durch Potentiale aus der Entwicklung umweltgerechter Produkte
Hochschule
Technische Universität Darmstadt
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
115
Katalognummer
V56851
ISBN (eBook)
9783638514330
Dateigröße
6114 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit verfügt außerdem über einen Anhang mit einer prozessorientierten Kurzbeschreibung (Input-Output/Kosten-Nutzen)für je 10 Methoden aus der Betriebswirtschaftslehre und 10 Methoden der Umweltgerechten Produktentwicklung.
Schlagworte
Unternehmenserfolg, Potentiale, Entwicklung, Produkte
Arbeit zitieren
Björn Jacobi (Autor), 2006, Unternehmenserfolg durch Potentiale aus der Entwicklung umweltgerechter Produkte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56851

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