Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Theologie - Biblische Theologie

Exegese von Mk 5,21-43: Die Auferweckung der Tochter des Jairus und die Heilung einer kranken Frau

Titel: Exegese von Mk 5,21-43: Die Auferweckung der Tochter des Jairus und die Heilung einer kranken Frau

Hausarbeit , 2005 , 25 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Christoph Braun (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Thema dieser Arbeit ist die Exegese der Bibelstelle Mk 5,21-43 - die Heilung der Tochter des Jairus und die Heilung einer blutflüssigen Frau. Diese Perikope habe ich als Thema gewählt, weil mich die Wunder- und Heilungsgeschichten in der Bibel schon als Kind fasziniert haben und durch diese Hausarbeit die Möglichkeit besteht, sich einmal näher mit der genannten Thematik zu beschäftigen und neue Einblicke zu gewinnen, wie urchristliche Erzählungen aus heutiger Sicht exegetisch fundiert zu betrachten sind. Dabei haben mir die exegetischen Methoden geholfen, die ich in dem Proseminar, aus dem heraus diese Arbeit entstanden ist, erlernt habe. Daran anlehnend bin ich folgendermaßen vorgegangen: Auf die anfängliche Textabgrenzung folgt eine eigene wörtliche Übersetzung des griechischen Texts. Diesen griechischen Text habe ich nicht noch mal explizit in diese Arbeit aufgenommen, sondern verweise auf das „Novum Testamentum Graece“, in dem dieser zu finden ist. Auf die Übersetzung folgt die Untersuchung des Textes mit verschiedenen exegetischen Methoden, die sich für die Perikope Mk 5,21-43 anbieten. Hierbei werden eigene Ergebnisse mit Positionen der Sekundärliteratur, auf die durch Fußnoten hingewiesen wird, ins Gespräch gebracht. Zunächst wird natürlich die Textkomposition zu untersuchen sein, um davon ausgehend die Aktantenstruktur in Form einer narrativen Analyse beschreiben zu können. Daraus lassen sich dann auch Schlüsse im Hinblick auf die Gattung des Textes ziehen. Hierbei steht vor allem die Frage im Vordergrund, wie die Heilung der Tochter des Jairus und die Heilung der an Blutfluss leidenden Frau sich mit anderen Wundergeschichten vergleichen lassen und ob daraus allgemeintypische Elemente von Wundergeschichten gefolgert werden können. Danach wird es die Aufgabe der Traditionskritik sein, kulturspezifische Aspekte, die der Autor eingebracht hat, zu erklären - sicherlich ein wichtiger Schritt, wenn man in unserer heutigen Gesellschaft einen gut 2000 Jahre alten Text verstehen will, so wie der Autor es damals beabsichtigte. Hat man all diese Methodenschritte gemacht, ist es möglich in Form einer pragmatischen Analyse die Absicht des Textes zu charakterisieren. Diese ist Voraussetzung für das abschließende Fazit, dessen Ziel es sein muss, den Grundgedanken der vorliegenden Perikope klar zu benennen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Textabgrenzung

3. Übersetzung

4. Kompositionsanalyse

5. Narrative Analyse

6. Gattungsanalyse

7. Traditionskritik

8. Pragmatische Analyse

9. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die biblische Perikope von der Heilung der Tochter des Jairus und der Heilung einer blutflüssigen Frau (Mk 5,21-43) mittels verschiedener exegetischer Methoden zu untersuchen, um die narrative Struktur, die Gattung und die theologische Intention des Textes aus heutiger wissenschaftlicher Sicht fundiert zu beleuchten.

  • Methodische Exegese des Markustextes Mk 5,21-43
  • Analyse der narrativen Struktur und des Figureninventars
  • Gattungstheoretische Einordnung als ineinander geschachtelte Wundererzählungen
  • Traditionskritische Untersuchung zentraler Begriffe wie "Glaube" und "Blutfluss"
  • Pragmatische Analyse der missionarischen Zielsetzung des Textes

Auszug aus dem Buch

6. Gattungsanalyse

Bei der Perikope Mk 5,21-43 handelt es sich um zwei ineinander geschachtelte Wundergeschichten. Bei der einen Wundergeschichte (Mk 5,25-34) handelt es sich um eine Heilungsgeschichte, in der eine Frau seit 12 Jahren an Blutungen litt. Sie hatte von Jesus gehört und näherte sich ihm in einer Menschenmenge von hinten. Dann berührte sie sein Gewand und stellte sofort einen Heilerfolg fest, nämlich dass sie von ihrem Leiden erlöst wurde.

Die andere Wundererzählung ist eine Steigerung der eingeschobenen Erzählung, denn es handelt sich nun um eine Totenerweckungserzählung, die dennoch eine ähnliche Struktur aufweist: Die Tochter des Jairus litt an einer schweren Krankheit und lag im Sterben. Als heilender Eingriff ist festzuhalten, dass Jesus die Hand des Mädchens berührte und einige Heilworte sprach. Sofort darauf stellte sich die Heilung ein und das Mädchen stand auf und ging durch den Raum.

Genau betrachtet handelt es sich bei den Wundern also um Heilungswunder. Diese zeichnen sich in Anlehnung an die Ausführungen Rudolf Bultmanns durch folgende Stilelemente aus:

Zunächst steht da die Exposition, die oftmals, wie in der vorliegenden Perikope, die Schwere des Leidens beschreibt – hier also die Frau, die seit zwölf Jahren an Blutungen leidet und, obwohl sie ihr ganzes Vermögen für Ärzte ausgab, nicht geheilt werden konnte (siehe Verse 25+26). In diesem Sinne der Beschreibung der Schwere des Leidens ist auch die Bewertung des Jairus zu verstehen, seine Tochter liege im Sterben (Vers 23). Gesteigert wird diese Formulierung noch durch Vers 35, der den offenbaren Tod des Mädchens bekannt gibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der persönlichen Motivation und der methodischen Herangehensweise an die Exegese der ausgewählten Perikope.

2. Textabgrenzung: Einordnung der Stelle in den Kontext des Markusevangeliums und Begründung der Abgrenzung der Perikope.

3. Übersetzung: Eigene wörtliche Übersetzung des griechischen Originaltextes der Verse 21-43.

4. Kompositionsanalyse: Untersuchung der narrativen Struktur und der Verknüpfung der beiden Heilungsgeschichten.

5. Narrative Analyse: Erfassung des Figureninventars, der Handlungssequenz und der Aktantenstruktur anhand des Textes.

6. Gattungsanalyse: Einordnung der Perikope in die literarische Gattung der Wunder- und Heilungswundergeschichten.

7. Traditionskritik: Analyse zentraler Begriffe und Zahlensymbolik im Kontext der damaligen Zeit und der Tora.

8. Pragmatische Analyse: Untersuchung der Intention und der missionarischen Funktion des Textes auf die Rezipienten.

9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung des Glaubensmotivs als Kern der erzählten Heilungen.

Schlüsselwörter

Exegese, Markusevangelium, Mk 5,21-43, Wundergeschichte, Heilungswunder, Jairus, Tochter des Jairus, blutflüssige Frau, Glaube, Totenerweckung, Gattungsanalyse, Traditionskritik, Wirkungsgeschichte, neutestamentliche Exegese.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung der biblischen Perikope Mk 5,21-43, die von der Heilung der Tochter des Jairus und der Heilung einer an Blutfluss leidenden Frau erzählt.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentral sind die Struktur von Wundererzählungen im Neuen Testament, die Rolle des Glaubens als Heilungsvoraussetzung sowie die literarische Komposition der eingeschobenen Erzählungen bei Markus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Anwendung exegetischer Methoden (narrative Analyse, Traditionskritik, pragmatische Analyse) zu verstehen, wie und mit welcher Intention der Autor des Markusevangeliums diese Perikope verfasst hat.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Der Autor nutzt Ansätze der Textabgrenzung, der Kompositions- und narrativen Analyse (u.a. nach Propp und Greimas), die gattungsgeschichtliche Einordnung (nach Bultmann und Fenske) sowie die traditionskritische Begriffsuntersuchung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert den Aufbau des Textes, die handelnden Personen, die Stilelemente der Wundererzählung und die Bedeutung der zentralen Begriffe wie "Glaube" und "Blutfluss" im historischen Kontext.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Exegese, Wundererzählung, Markusevangelium, Glaubensmotiv und Gattungsanalyse beschreiben.

Warum wird die Geschichte der blutflüssigen Frau als "Einschub" gewertet?

Die Analyse zeigt, dass die Erzählung von der blutflüssigen Frau in die Haupterzählung um den Synagogenvorsteher Jairus eingebettet ist und durch ihre Verkürzung sowie den Erzählstil als bewusste Unterbrechung auf dem Weg des Wundertäters fungiert.

Welche Rolle spielt die Zahl "zwölf" in der Analyse?

Der Autor weist darauf hin, dass die Zahl zwölf sowohl für die Dauer der Krankheit der Frau als auch für das Alter der Tochter des Jairus steht und im Markusevangelium eine über die bloße Zählung hinausgehende, symbolische Bedeutung hat.

Wie deutet die Arbeit das Schweigegebot Jesu am Ende?

Das Schweigegebot wird als Versuch gedeutet, die messianische Identität Jesu nicht vorzeitig zu enthüllen, wobei die Wirksamkeit dieses Gebots im Textverlauf aufgrund der Öffentlichkeit des Wunders kritisch hinterfragt wird.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Exegese von Mk 5,21-43: Die Auferweckung der Tochter des Jairus und die Heilung einer kranken Frau
Hochschule
Universität Münster  (Exegese des Neuen Testaments)
Veranstaltung
Proseminar: Einführung in die Methoden der neutestamentlichen Exegese
Note
2,7
Autor
Christoph Braun (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
25
Katalognummer
V56896
ISBN (eBook)
9783638514637
ISBN (Buch)
9783656816812
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exegese Auferweckung Tochter Jairus Heilung Frau Proseminar Einführung Methoden Exegese
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Braun (Autor:in), 2005, Exegese von Mk 5,21-43: Die Auferweckung der Tochter des Jairus und die Heilung einer kranken Frau, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56896
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  25  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum