Unternehmen geraten zunehmend unter Druck, wenn sie den Anforderungen einer sich immer rascher wandelnden Arbeitswirklichkeit gewachsen sein wollen. Politische, ökonomische, ökologische und nicht zuletzt soziale und psychologische Aspekte spielen dabei eine Rolle. Der Führung kommt in diesem Zusammenhang signifikante Bedeutung zu. In dieser Arbeit wird das Führungskonzept der amerikanischen Wirtschaftspsychologen Charles C. Manz und Henry P. Sims vorgestellt. Ihre zentrale Botschaft lautet: wer ein erfolgreicher "SuperLeader" werden will, muss zunächst ein erfolgreicher "SelfLeader" werden. SuperLeadership besteht zunächst und vorallem in der erfolgreichen Vermittlung von SelfLeadership-Strategien an Mitarbeiter. Daher werden diese SelfLeadership-Strategien in dieser Arbeit in den Fokus gerückt. Die Strategien - Selft-Set Goals, Management of Cues, Rehearsal, Self-Observation, Self-Rewards, Natural Rewards und Self-Leadership of the Mind - werden einzeln dargestellt. Im Anschluss daran werden sie auf das Führen von Mitarbeitern, das SuperLeadership, bezogen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problem Führung
1.2 Typen von Führungsstilen
2 Die empirischen Grundlagen
3 Self-Leadership und SuperLeadership
3.1 Self-Leadership
3.1.1 Definition
3.1.2 Strategien
3.1.2.1 Self-Set Goals
3.1.2.2 Management of Cues
3.1.2.3 Rehearsal
3.1.2.4 Self-Observation
3.1.2.5 Self-Rewards
3.1.2.6 Natural Rewards
3.1.2.7 Self-Leadership of the Mind
3.2 SuperLeadership
3.2.1 Definition und Beschreibung
3.2.2 Umsetzung von SuperLeadership im Arbeitsalltag
4 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Konzept des SuperLeadership als Führungsansatz, der darauf abzielt, Mitarbeiter zur Selbstführung zu befähigen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, wie Führungskräfte durch das Modell des SuperLeadership ihre eigene Effektivität und die ihrer Mitarbeiter durch gezielte Strategien der Selbstbeeinflussung und Empowerment-Kultur steigern können.
- Grundlagen des Konzepts Self-Leadership und dessen Bedeutung als Basis für Führungskräfte.
- Differenzierung verschiedener Führungsstile im Vergleich zum SuperLeadership-Ansatz.
- Empirische Fundierung durch den Self-Management Leadership Questionnaire (SMLQ).
- Detaillierte Analyse der sieben Stufen zur Implementierung einer SuperLeadership-Kultur.
- Kritische Reflexion der Wirksamkeit und Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung im Arbeitsalltag.
Auszug aus dem Buch
3.1.2.3 Rehearsal
„Übung macht den Meister“, sagt der Volksmund, und in diesem Sinne empfehlen Manz und Sims, schwierige Aufgaben oder Tätigkeiten vor ihrer Ausführung gezielt zu üben. Dazu gehört etwa das Üben eine Präsentation vor dem Spiegel oder vor Personen des persönlichen Vertrauens. Aber auch durch Rollenspiele mit Bekannten oder einem Coach können Strategien etwa für ein unangenehmes Mitarbeitergespräch geübt werden. Die Autoren messen solchen Praktiken eine herausragende Bedeutung bei und stellen ihre Wirksamkeit heraus (S. 82).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert das Problem moderner Führung und grenzt das Phänomen Führung von der reinen Tätigkeit des Führens ab.
2 Die empirischen Grundlagen: Hier wird die Entstehung des SuperLeadership-Konzepts durch Studien in US-Unternehmen und die Entwicklung des SMLQ-Fragebogens beschrieben.
3 Self-Leadership und SuperLeadership: Dieses zentrale Kapitel definiert die notwendigen Selbstführungs-Strategien und beschreibt, wie ein SuperLeader diese bei seinen Mitarbeitern verstärkt.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel reflektiert das Modell im Hinblick auf den normativen Anspruch und das Potenzial für eine win-win-Kultur in Unternehmen.
Schlüsselwörter
SuperLeadership, Self-Leadership, Führungskräfte, Mitarbeiterführung, Selbstmanagement, SMLQ, Arbeitswirklichkeit, Selbstdisziplin, Personalentwicklung, Unternehmenskultur, Leistungsbereitschaft, Eigenverantwortung, Führungseffektivität, Empowerment, Zielsetzung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Führungsansatz des SuperLeadership, welcher darauf basiert, dass Führungskräfte ihre Mitarbeiter dazu befähigen, sich selbst zu führen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Selbstführung (Self-Leadership), der empirischen Validierung durch den SMLQ und dem siebenstufigen Implementierungsprozess des SuperLeadership.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den Nutzen von SuperLeadership als Modell darzustellen, das Führungserfolge durch die Vervielfachung der Potenziale der Mitarbeiter ermöglicht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Führungstheorien sowie auf die Auswertung empirischer Studien und Befragungsdaten (qualitative Exploration und standardisierte Surveys).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der empirischen Basis und eine detaillierte Erläuterung der einzelnen Strategien des Self-Leadership sowie des SuperLeadership.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem SuperLeadership, Self-Leadership, Selbstmanagement, Führungseffektivität und Unternehmenskultur.
Wie unterscheidet sich der „SuperLeader“ von einem „Strongman“?
Während ein „Strongman“ autokratisch und durch Anweisungen führt, fördert der „SuperLeader“ die Eigenverantwortung und Selbstführung der Mitarbeiter.
Warum ist das Konzept der „Natural Rewards“ wichtig?
Es hilft Mitarbeitern, in ihrer täglichen Arbeit Sinn und Kompetenz zu finden, was langfristig die Motivation ohne äußeren Leistungsdruck erhöht.
Ist die Rolle der Führungskraft bei SuperLeadership überflüssig?
Nein, der Autor betont, dass Self-Leadership und SuperLeadership komplementär sind und die Existenz einer Führungsperson weiterhin notwendig bleibt.
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- Merle Rehberg (Author), 2006, SuperLeadership - das Führungskonzept der Wirtschaftspsychologen Charles C. Manz und Henry P. Sims, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56919