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Persönlichkeitsentwicklung und Erziehung

Vorstellung verschiedener Persönlichkeitstheorien unter besonderer Berücksichtigung ihrer Anwendbarkeit im schulischen Kontext

Title: Persönlichkeitsentwicklung und Erziehung

Term Paper , 2004 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nadine Bachmann (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Was versteht man eigentlich unter der Persönlichkeit eines Menschen?
Eine Frage, deren Beantwortung auf den ersten Blick nicht all zu schwierig erscheint. Man mag sich denken, dass sich sicher eine einfache Definition finden lässt, die uns eine hinreichende Antwort liefert. Doch weit gefehlt! Eine eher oberflächliche und knappe Definition könnte sich zwar der Zustimmung einer Vielzahl von Wissenschaftlern sicher sein, aber mit ihr wäre die Frage nach dem Wesen der Persönlichkeit nur unzulänglich beantwortet, da man sich um das komplexe Phänomen der menschlichen Persönlichkeit genauer zu beleuchten nicht auf eine derart knapp gefasste Definition beschränken darf. Deshalb wurde schon von Alters her anhand verschiedener Theorien immer wieder versucht, der Persönlichkeit auf einer mehr oder weniger wissenschaftlichen Basis auf den Grund zu gehen, um menschliches Verhalten verstehbar, erklärbar und vorhersagbar zu machen. Eine einheitliche Theorie, der sich alle Psychologen anschließen würden, konnte dennoch bis heute nicht ge-funden werden.
In den folgenden Kapiteln will ich daher einige verschiedene Theorien vorstellen, wobei es mir vor allem um deren Anwendbarkeit im schulischen Kontext gehen soll. Aufgrund des begrenzten Umfangs der Arbeit wurden hierfür solche Theorien gewählt, die also besonders im pädagogischen Kontext zweckmäßig erscheinen. Dennoch soll hie und da ein Hinweis darauf zu finden sein, dass es zum Thema noch viele andere Meinungen, Stellungnahmen und Theorien zu finden gibt, die eine Beschäftigung, vielleicht in anderem Kontext, durchaus wert wären.
Zum Ausgangspunkt meiner Betrachtungen habe ich mit Bedacht das alltagspsychologische Konzept der Persönlichkeit gewählt, weil jeder Mensch, somit auch jede/r Lehrer/in, darüber mehr oder weniger bewusst verfügt und es somit auch im alltäglichen Leben und im Beruf anwendet.
Erst anschließend will ich wissenschaftlich fundierte Theorien beschreiben und daraufhin untersuchen, inwieweit sie vor dem Hintergrund pädagogischen Handelns hilfreich sein können.
In meinem abschließenden Fazit sollen dann die Ergebnisse noch einmal kurz zusammengetragen werden und vor allem eine Antwort auf die Frage gefunden werden: Mit welcher Theorie kann ich als (zukünftiger) Lehrer die Persönlichkeiten meiner Schüler besser verstehen und somit angemessen handeln?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorstellung ausgewählter Persönlichkeitstheorien

2.1 Das alltagspsychologische Persönlichkeitskonzept

2.2 Typen- und Eigenschaftstheorien

2.3 Humanistische Theorien

2.4 Kognitive und Sozialkognitive Theorien

3. Anwendbarkeit im schulischen Kontext

3.1 Vor- und Nachteile der einzelnen Theorien im Alltag

3.2 Vor- und Nachteile der einzelnen Theorien in Ausnahmesituationen

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, verschiedene psychologische Persönlichkeitstheorien auf ihre Anwendbarkeit im pädagogischen Alltag und in spezifischen Ausnahmesituationen zu prüfen, um Lehrkräften eine fundierte Orientierungshilfe für den Umgang mit unterschiedlichen Schülerpersönlichkeiten zu bieten.

  • Alltagspsychologische Persönlichkeitskonzepte
  • Wissenschaftliche Persönlichkeitstheorien (Typen, Eigenschaften, Humanismus, Kognitivismus)
  • Analyse der Praxistauglichkeit im schulischen Alltag
  • Umgang mit schwierigen Schülerverhalten und Ausnahmefällen
  • Die Rolle der Lehrkraft als Beobachter und Interventionsinstanz

Auszug aus dem Buch

2.1 Das alltagspsychologische Persönlichkeitskonzept

Wie bereits in meinem Vorwort angedeutet, will ich mich zuerst mit dem Alltagskonzept der menschlichen Persönlichkeit befassen. Dieses erscheint mir als sehr zentral, weil jeder Mensch darüber verfügt und es auch in seinem täglichen Leben zur Anwendung bringt. Die allermeisten unserer Einschätzungen die Persönlichkeit betreffend werden deswegen auf diesem Alltagskonzept beruhen, ja man kann sogar soweit gehen zu sagen, dass ein Großteil der Menschen ausschließlich nach diesem Konzept urteilt, weil er mit einem wissenschaftlichen Konzept nie in Berührung kommen wird.

Was versteht man nun also im Alltag unter der Persönlichkeit eines Menschen? „Unter der Persönlichkeit eines Menschen wird in der Alltagspsychologie die Gesamtheit aller seiner Eigenschaften (Dispositionen und Gestalteigenschaften) verstanden, in denen er sich von anderen Menschen unterscheidet“ (Asendorpf, 2004, S. 5).

Was ist dabei unter Gestalteigenschaften zu verstehen? Gemeint ist einfach die äußere Erscheinung einer Person, ihre Figur, ihre Gesichtszüge usw. Ein Beispiel, das die Zuordnung von Persönlichkeitsmerkmalen zu Gestalteigenschaften sehr gut verdeutlicht, ist die landläufige Überzeugung, dass dickere Menschen gemütlicher sind als Schlanke, die vielleicht im Allgemeinen schneller zur Hysterie neigen.

Unter den von Asendorpf angesprochenen Dispositionen versteht man „ein Merkmal einer Person, das eine mittelfristige zeitliche Stabilität aufweist“ (Asendorpf, 2004, S.4). Eine solche Disposition bringt einen Menschen dazu in einer bestimmten Situation ein bestimmtes Verhalten an den Tag zu legen. Dabei verfügen die Menschen sowohl über Dispositionen, die sie mit einem Großteil der anderen Menschen teilen (z.B. denken, laufen), einen Teil, den sie nur mit einigen teilen (z.B. handwerkliches Interesse) und einen Teil, der für jeden Menschen einzigartig ist (z.B. überdurchschnittliche mathematische Begabung) (vgl. Asendorpf, 2004).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, warum das Verständnis grundlegender Persönlichkeitstheorien für Lehrkräfte essenziell ist, und erläutert den Fokus auf den schulischen Kontext.

2. Vorstellung ausgewählter Persönlichkeitstheorien: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Ansätze, vom intuitiven Alltagskonzept bis hin zu wissenschaftlichen Theorien wie Eigenschafts-, humanistischen sowie kognitiven und sozialkognitiven Modellen.

3. Anwendbarkeit im schulischen Kontext: Hier werden die vorgestellten Theorien auf ihre Vor- und Nachteile hin bewertet, unterteilt in die Anwendung im normalen Unterrichtsalltag und in komplexen Ausnahmesituationen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass keine einzelne Theorie alle Ansprüche erfüllt, weshalb ein flexibler und reflektierter Mix verschiedener Ansätze für Lehrkräfte am sinnvollsten ist.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten psychologischen Fachliteratur zur Untermauerung der theoretischen Ausführungen.

Schlüsselwörter

Persönlichkeitsentwicklung, Erziehung, Persönlichkeitstheorien, schulischer Kontext, Alltagspsychologie, Eigenschaftstheorien, Humanistische Theorien, Kognitive Theorien, Sozialkognitive Theorien, Selbstverwirklichung, Persönliche Konstrukte, Selbstwirksamkeit, Pädagogisches Handeln, Schülerverhalten, Lehrerberuf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie verschiedene Persönlichkeitstheorien Lehrkräften helfen können, das Verhalten von Schülern besser zu verstehen, zu interpretieren und angemessen darauf zu reagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Abgrenzung von alltagspsychologischem Wissen und wissenschaftlichen Theorien sowie deren spezifische Anwendungsmöglichkeit im pädagogischen Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen wissenschaftlicher Theorien für die Praxis des Lehrers kritisch zu hinterfragen, um eine bessere Grundlage für pädagogisches Handeln zu schaffen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse und dem Vergleich etablierter psychologischer Konzepte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Stärken und Schwächen verschiedener Theorien im Hinblick auf Alltagssituationen und herausfordernde Ausnahmesituationen in der Schule.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Persönlichkeitsentwicklung, Selbstwirksamkeit, persönliche Konstrukte, pädagogisches Handeln und die Reflexion von Lehrereinstellungen.

Warum ist das "Alltagskonzept" der Persönlichkeit laut Autorin für Lehrkräfte sowohl wichtig als auch begrenzt?

Jeder Lehrer nutzt es intuitiv und es ermöglicht schnelles Urteilen, doch es ist wissenschaftlich ungenau und versagt bei der fundierten Analyse schwieriger pädagogischer Problemfälle.

Warum hält die Autorin die kognitiven und sozialkognitiven Theorien für besonders wertvoll?

Sie schätzt deren Fokus auf Umwelteinflüsse und die Interaktion zwischen Person und Umwelt, da dies Lehrkräften die Hoffnung gibt, das Verhalten von Schülern durch gezielte Interventionen beeinflussen zu können.

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Details

Title
Persönlichkeitsentwicklung und Erziehung
Subtitle
Vorstellung verschiedener Persönlichkeitstheorien unter besonderer Berücksichtigung ihrer Anwendbarkeit im schulischen Kontext
College
Saarland University
Grade
1,7
Author
Nadine Bachmann (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V56932
ISBN (eBook)
9783638514910
ISBN (Book)
9783656112570
Language
German
Tags
Persönlichkeitsentwicklung Erziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadine Bachmann (Author), 2004, Persönlichkeitsentwicklung und Erziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56932
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