Serviceorientierte Architektur (Zielsetzung, Konzeption, Stand der Technik und neue Geschäftsmodelle)


Hausarbeit, 2006

10 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Warum SOA? - Problemstellung und Ziel

2 Serviceorientierte Architektur (SOA)
2.1 Begriffserklärungen
2.2 SOA-Tempel – Grundlagen
2.3 Technische Umsetzung
2.3.1 Funktionsweise
2.3.2 Web-Services

3 Neue Geschäftsmodelle

4 Ausblick

Quellenverzeichnis

1 Warum SOA? - Problemstellung und Ziel

Um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf Dauer wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen ständig innovativ sein und Kosten in allen Bereichen senken. Folgen für unterstützende IT-Systeme und IT-Organisationen sind wachsende An-forderungen. Eine IBM-eigene Umfrage unter rund 500 Geschäftsführern führte zu dem Ergebnis, dass es 75 Prozent der befragten Unternehmenslenker am Wichtigsten erscheint schnell auf Marktveränderungen zu reagieren. Nur jeder Zehnte denkt, dass die heutzutage vorhandenen, gewachsenen IT-Landschaften hierfür geeignet sind. Bei der Durchführung von neuen Dienstleistungen und Prozessen verursachen so ge-nannte Spaghetti-Verbindungen und schlechte Wartbarkeit der starren Systeme hohe Entwicklungs- und Integrationskosten. Die Weiterentwicklung und Wartung der komplexen, monolithischen Systeme wird also immer problematischer. Eine voll-ständige Systemablösung ist oft nicht möglich, denn Kosten und Risiko sind zu hoch. Der Ansatz der serviceorientierten Architektur (SOA) verspricht dieses Dilemma aufzulösen. Er ermöglicht die gewachsenen IT-Landschaften zu modernisieren und sie in neu wachsende Infrastrukturen zu integrieren. Ein einheitliches Konzept, allge-mein akzeptierte Standards (z. B. XML) anstelle von proprietären Lösungen und eine Technologiebasis (z. B. Services) machen dies möglich [SPAT05, S. 1; SEID05; KUHR05, S. 1].

2 Serviceorientierte Architektur (SOA)

Mit dem Schlagwort serviceorientierte Architektur verknüpfen sich derzeit viele Versprechungen und Hoffnungen. Eine vollständige Liste von Ziele zu nennen ist schwer, denn es sind die unterschiedlichsten Parteien mit den unterschiedlichsten Ausgangssituationen beteiligt. Hauptziel jedes Unternehmens ist aber sicherlich die Erhöhung der IT- und Geschäftsflexibilität. Daraus ergeben sich Produktivitäts-, Wirtschaftlichkeits-, und Agilitätssteigerungen. Zudem erreicht man eine bessere Abstimmung der IT-Landschaften auf die Geschäftsstrategien [KUHR05, S. 5].

2.1 Begriffserklärungen

Serviceorientierte Architektur

Der Begriff serviceorientierte Architektur wird aktuell sehr unterschiedlich inter-pretiert. Je nach Definition wird auf verschiedene Aspekte unterschiedlich viel Wert gelegt. Generell kann man sagen, dass die Idee der SOA auf einem Systemarchitek-tur-Konzept basiert, das die Bereitstellung interagierender Services über ein Netz-werk vorsieht. Dabei wird eine Anwendungslandschaft eines Unternehmens aufge-baut, in der Funktionalitäten der einzelnen, fachlichen Anwendungsbausteine gekap-selt und in Form von Services angeboten werden [RICH05].

Service

Ein Kernelement von SOA ist der Service. Er repräsentiert eine klar abgegrenzte Geschäftsfunktion. Als Baustein kann er in einem oder mehreren Geschäftsprozessen verwendet werden. Durch diese Kombination bereits bestehender Services wird es möglich, geänderte und neue Geschäftsprozesse schnell und ohne großen technischen Aufwand zu realisieren. Hervorzuheben ist, dass der Schwerpunkt nicht wie bei konventionellen Ansätzen der Anwendungsarchitektur (z. B. OO, EAI) auf der tech-nischen Seite liegt, sondern prozessorientiert die fachlichen Aspekte der Geschäfts-prozesse in den Vordergrund gerückt werden [BARK06, S. 6].

2.2 SOA-Tempel – Grundlagen

An SOA als Architektur werden bestimmte Anforderungen gestellt. In Abbildung 1 sind diese Anforderungen zusammengefasst.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: SOA Tempel [DOST05]

Das Grundkonzept geht davon aus, dass das Fundament von offenen Standards, Sicherheit und Einfachheit gebildet wird.

Offene Standards: Durch offene Standards, wie XML oder HTTP wird sicherge-stellt, dass Services miteinander kommunizieren und mit anderen Services zu einem vollständigen Geschäftsprozess verbunden werden können. Zudem führt die Verwen-dung von offenen Standards dazu, dass man Unabhängigkeit von Softwareanbietern und einer bestimmten Technologie erreicht. Man erlangt dadurch zwei wesentliche Vorteile. Zum einen hat man die Möglichkeit sich auf Kernkompetenzen zu konzen-trieren, indem man die Implementierung einer Laufzeitumgebung von spezialisierten Unternehmen kauft. Zum anderen wird eine Investitionssicherheit gewährt, indem man im Zweifelsfall zu einem anderen Anbieter wechseln kann [DOST04, S. 54].

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Serviceorientierte Architektur (Zielsetzung, Konzeption, Stand der Technik und neue Geschäftsmodelle)
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Veranstaltung
Wirtschaftsinformatik 3
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
10
Katalognummer
V56950
ISBN (eBook)
9783638515047
Dateigröße
390 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Serviceorientierte, Architektur, Konzeption, Stand, Technik, Geschäftsmodelle), Wirtschaftsinformatik
Arbeit zitieren
Stephan Hofmann (Autor), 2006, Serviceorientierte Architektur (Zielsetzung, Konzeption, Stand der Technik und neue Geschäftsmodelle), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56950

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