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Die historischen Entstehungsbedingungen des Mahayana-Buddhismus

Title: Die historischen Entstehungsbedingungen des Mahayana-Buddhismus

Seminar Paper , 2005 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katharina Baessler (Author)

Theology - Comparative Religion Studies
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Summary Excerpt Details

Der Mahayana-Buddhismus entwickelte sich nicht aus einer bestimmten Gegebenheit oder Anschauung heraus. Viele Faktoren, wie voneinander abweichende Auffassungen in den Klöstern über die buddhistische Lehre, die dadurch bedingten Ordensspaltungen, die ersten vier Konzile, die Laienbewegung, der Einfluss der Könige Ashoka und Kaniska, das Waldmönchtum, die Schule der Sarvastivadins und der Mahasanghikas schufen die Vorraussetzungen für die Entstehung des Mahayana-Buddhismus. Für die folgende Arbeit habe ich unzählige Bücher durchforstet und daraufhin versucht, aus dem daraus gewonnenen, wissenschaftlich oft nicht bestätigten Stoff, etwas Ordnung in den geschichtlichen Ablauf zu bringen. Abschließend wird noch ein Ausblick über die weitere Entwicklung und Verbreitung des Mahayana-Buddhismus gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Mönchs- und Nonnengemeinschaft (samgha) im Urbuddhismus

2. Stupaverehrung, Laienbewegung und die Anfänge des Mahayana

3. Das Konzil von Rajagrha (ca.480 v. Chr)

4. Das Konzil von Vaisali (ca. 380 v. Chr.)

5. König Asoka (268 v.- 232/3 v. Chr)

6. Waldmönchtum

7. Das Konzil von Pataliputra (ca. 250 v. Chr.)

8. Der Buddhismus in Indien um die Zeitwende

9. Das Konzil von Kaschmir (2. Jh. n. Chr.)

10. Die Schule der Mahasanghikas und die Neuheiten in ihrer Lehre

Schluss: Ausblick über die weitere Entwicklung und Verbreitung des Mahayana-Buddhismus

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die komplexen historischen Entstehungsbedingungen des Mahayana-Buddhismus, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, wie sich diese Strömung aus frühbuddhistischen Strukturen und Konflikten entwickelte. Dabei wird analysiert, welche soziopolitischen und religiösen Faktoren die Abspaltung und Transformation der buddhistischen Lehre maßgeblich beeinflusst haben.

  • Die Entwicklung der frühbuddhistischen Mönchs- und Nonnengemeinschaft (Samgha)
  • Die Bedeutung der Stupaverehrung und der aufkommenden Laienbewegung
  • Einfluss der frühen buddhistischen Konzilien und Ordensspaltungen
  • Die Rolle von Herrschern wie König Asoka bei der Verbreitung des Buddhismus
  • Transformationen der Lehre durch die Schule der Mahasanghikas

Auszug aus dem Buch

2. Stupaverehrung, Laienbewegung und die Anfänge des Mahayana

Für die Entstehung des Mahayana-Buddhismus und der damit verbundenen Lebensweise spielte die Volks- und Laienfrömmigkeit eine große Rolle. Die ursprüngliche Stellung der Laien gegenüber den Mönchen habe ich bereits oben erwähnt. Es ist noch anzumerken, dass sie den durch Schenkung erworbenen Besitz der Ordensleute verwalteten, da es jenen verboten war, mit Geld umzugehen. Mit der Zeit wuchs das Bedürfnis der Menschen nach einem Beschützer, vor den sie ihre Bitten bringen und den sie verehren konnten. Wer bot sich da für die gläubigen Buddhisten besser an als Buddha selber? Dass Gautama Shakyamuni bereits ins nirvana eingegangen und streng genommen nach seiner eigenen Lehre für niemanden mehr greifbar war, störte die Laien nicht. Nach dem Tod des Religionsstifters waren dessen Überreste auf acht stupas in Zentralindien verteilt worden. Bei den stupas handelte es sich um halbrunde Erdhügel mit einem Stab in der Mitte, unter denen schon in vorbuddhistischer Zeit die Asche von Verstorbenen aufbewahrt wurde.

Sie wurden nun zu Zentren für fromme Laien, die sich dort zur Anbetung des Buddhas einfanden. Die Bezeichnung „Mahayana“ entstand zwar erst einige hundert Jahre später, doch gab es schon bei den Urbuddhisten zur ursprünglichen Lehre alternative Sichtweisen, die als mahayana-philosophisch bezeichnet werden können. So sahen einige Gläubige es nicht als ihr Hauptziel an, das eigene Nirvana zu verwirklichen; vielmehr wollten sie als Bodhisattvas möglichst viele Menschen vom Leid befreien und zur Erlösung führen. Sie glaubten nämlich, dass es Laien ebenso wie Mönchen möglich sei, Buddhas zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Autorin beschreibt die Schwierigkeiten bei der Literatursuche zur frühbuddhistischen Zeit und umreißt die zentralen Faktoren, die die Entstehung des Mahayana-Buddhismus begünstigten.

1. Die Mönchs- und Nonnengemeinschaft (samgha) im Urbuddhismus: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des ersten Bettelmönchordens und die Etablierung der Ordensdisziplin durch Vinaya-Regeln.

2. Stupaverehrung, Laienbewegung und die Anfänge des Mahayana: Es wird die wachsende Bedeutung der Laienfrömmigkeit und der Stupas als Kultorte beschrieben, die den Boden für die Entstehung des Bodhisattva-Ideals bereiteten.

3. Das Konzil von Rajagrha (ca.480 v. Chr): Das Kapitel befasst sich mit der ersten Versammlung zur Festlegung des buddhistischen Kanons und der Sicherung der Lehre nach dem Tod Buddhas.

4. Das Konzil von Vaisali (ca. 380 v. Chr.): Hier werden die Ursachen für die erste Kirchenspaltung zwischen der lockeren und strengen Richtung des Ordens dargelegt.

5. König Asoka (268 v.- 232/3 v. Chr): Die Arbeit analysiert den Einfluss König Asokas auf die Ausbreitung des Buddhismus und dessen Entwicklung zu einer Weltreligion.

6. Waldmönchtum: Dieses Kapitel behandelt das Waldmönchtum als eine Gegenbewegung zur Säkularisation der städtischen Klöster und dessen Streben nach höherer Vollkommenheit.

7. Das Konzil von Pataliputra (ca. 250 v. Chr.): Es geht um die Bemühungen zur Wiederherstellung der ordensinternen Ordnung und die Erweiterung des Kanons um das Abhidhammapitaka.

8. Der Buddhismus in Indien um die Zeitwende: Das Kapitel beschreibt das Auftauchen des Begriffs Mahayana und die Abgrenzung zum Theravada-Buddhismus.

9. Das Konzil von Kaschmir (2. Jh. n. Chr.): Die Rolle von König Kaniska und die Entwicklung philosophischer Strömungen wie der Madhyamika-Schule unter Nagarjuna werden erörtert.

10. Die Schule der Mahasanghikas und die Neuheiten in ihrer Lehre: Die zentralen Konzepte der Mahasanghikas, insbesondere die Leere (shunyata) und das Bodhisattva-Ideal, werden als wichtige Beiträge zum Mahayana analysiert.

Schluss: Ausblick über die weitere Entwicklung und Verbreitung des Mahayana-Buddhismus: Abschließend wird die geografische Expansion des Mahayana in Asien und die moderne Begegnung mit westlichen Religionen skizziert.

Schlüsselwörter

Mahayana-Buddhismus, Samgha, Bodhisattva, Stupa, Konzil von Vaisali, König Asoka, Waldmönchtum, Theravada, Hinayana, Nagarjuna, Shunyata, Vinaya, Ordensdisziplin, Religionsgeschichte, Buddhismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historischen und soziopolitischen Rahmenbedingungen, die zur Entstehung und Ausformung des Mahayana-Buddhismus im alten Indien führten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Entwicklung des Mönchtums, die Rolle der Laienbewegung, die bedeutenden Konzile sowie der Einfluss politischer Herrscher auf die Verbreitung der buddhistischen Lehre.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die vielfältigen und oft uneinheitlichen Faktoren zu identifizieren, die den Wandel von der ursprünglichen Lehre zum Mahayana-Buddhismus ermöglicht haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der historischen Aufarbeitung des geschichtlichen Ablaufs der frühbuddhistischen Konzile und Ordensspaltungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Etappen – von der Gründung des Ordens über die verschiedenen Konzilien bis hin zur Ausprägung spezifischer mahayanistischer Lehren wie des Bodhisattva-Ideals.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mahayana-Buddhismus, Samgha, Bodhisattva-Ideal, Ordensspaltung, Asoka und Shunyata geprägt.

Welche Bedeutung kommt König Asoka für die Entwicklung des Buddhismus zu?

Asoka gilt als entscheidende Figur, die durch die staatliche Förderung und die Errichtung religiöser Stätten den Buddhismus von einer regionalen Gemeinschaft zu einer weit verbreiteten Weltreligion beförderte.

Warum war das Konzil von Vaisali ein Wendepunkt?

Vaisali markiert die erste offizielle Kirchenspaltung (Schisma) des buddhistischen Ordens, was zur Herausbildung verschiedener Schulen und später maßgeblich zur Entwicklung des Mahayana beitrug.

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Details

Title
Die historischen Entstehungsbedingungen des Mahayana-Buddhismus
College
Munich School of Philosophy  (Philosophische Fakultät S.J.)
Course
Der Weg des Mitleidens - das religiös-ethische Ideal des Bodhisattva im Mahayana-Buddhismus
Grade
1,0
Author
Katharina Baessler (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V57069
ISBN (eBook)
9783638516075
ISBN (Book)
9783638665063
Language
German
Tags
Entstehungsbedingungen Mahayana-Buddhismus Mitleidens Ideal Bodhisattva Mahayana-Buddhismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Baessler (Author), 2005, Die historischen Entstehungsbedingungen des Mahayana-Buddhismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57069
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