Bedingt durch die Globalisierung, Entwicklungen wie die Deregulierung von Märkten, Verkürzung von Produktlebenszyklen bei gleichzeitig steigenden Investitionsvolumina und technologischen Anforderungen, werden die Rahmenbedingungen, nicht nur für kleine und mittlere, sondern auch für große Unternehmen immer schwieriger.
Die Antwort auf diese Veränderungen, verstärkt durch eine größere Offenheit des Managements gegenüber neuartigen Lösungen, ist die Kooperation und das Entstehen von strategischen Allianzen in vielen Branchen entlang der Wertschöpfungskette.
Gerade bei Unternehmen, die komplexe und technologisch fortschrittliche Anlagen herstellen, ist der Kampf um Kosten- oder Marktführerschaft oft nicht im Alleingang zu bewerkstelligen. Das liegt unter anderem daran, dass während und nach der meist mehrjährigen Entwicklungs- und Konzeptionsphase ein hoher Kapital-, Know-How und Ressourcenbedarf entsteht.
Neben der Schwierigkeit geeignete Allianzpartner zu finden, die zu den eigenen strategischen Zielen und Wertevorstellungen passen, stellen vertriebliche Anforderungen in diesem Zusammenhang ein weiteres Hindernis dar. Durch die Tatsache, dass bei strategischen Allianzen die rechtliche Selbständigkeit erhalten bleibt, ist es notwendig, im Rahmen dieser Kooperationsform die vertrieblichen Anforderungen eindeutig zu definieren und gemeinsam einheitlich auszuüben, damit die Partnerschaft als Instrument der strategischen Unternehmensführung die Stärken der Partnerunternehmen vereinigt, die Schwächen kompensiert und die Wettbewerbspositionen auf beiden Seiten sichert und ausbaut.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise und Zielsetzung
2. Begriff und Wesen strategischer Allianzen
2.1 Herkunft und Bedeutung der Begriffe „Allianz“ und „Strategie“
2.1.1 Der Begriff der „Allianz“
2.1.2 Der Begriff der „Strategie“
2.2 Historische Entwicklung strategischer Allianzen
2.3 Formen und Charakteristika von Unternehmensverbindungen
2.3.1 Strategische Allianz
2.3.2 strategische Kooperation und Netzwerk
2.3.3 Konsortium
2.3.4 Kartell
2.3.5 Syndikat
2.3.6 Joint-Venture
3 Motive und Zielsetzungen bei der Bildung strategischer Allianzen
3.1 Marktmotive und Ziele
3.1.1 Penetration globaler und ausländischer Märkte
3.1.2 Produktinnovation
3.1.3 Standard-Definition
3.1.4 Erhaltung der Marktposition
3.1.5 Imagesteigerung
3.2 Ressourcenmotive und Ziele
3.2.1 Ressourcenkombination
3.2.2 Wissens- und Kompetenzübernahme
3.3 Kostenmotive und Ziele
3.3.1 Degressionseffekte
3.3.2 Kapazitätsauslastung
3.4 Zeitmotive und Ziele
3.4.1 Schnellere Markterschließung
3.4.2 Produkt-/Produktionsinnovation
3.5 Risikomotive
3.5.1 Risikominderung durch Diversifikation
3.5.2 Übernahmerisiken mindern
4. Absatzmarktgerichtete Anforderungen strategischer Allianzen
4.1 Personalpolitik
4.2 Kommunikationspolitik
4.3 Distributionspolitik
4.4 Kontrahierungspolitik
4.5 Marketingstrategische Ausrichtung
4.6 Organisatorische Gestaltung
5 Beispiel Airbus A380
5.1 Positionierung, Strukturierung und Bedeutung von Airbus inner halb der EADS Gruppe
5.2 Strategische Ziele von Airbus aus vertrieblicher Sicht und die daraus resultierenden Anforderungen an strategische Allianzen
5.2.1 Konkurrenzorientierte Strategien und Allianzanforderungen
5.2.2 Abnehmerorientierte Strategien und Allianzanforderungen
5.3 Beispiele von Allianzpartnerschaften im Rahmen des Airbus A380-Projektes aus vertrieblicher Perspektive
5.3.1 Kooperationen im Bereich Daten- und Informationsaustausch
5.3.2 Kooperationen im Bereich Kundenservice
6 Schlussbetrachtung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, die Anforderungen an die Bildung strategischer Allianzen für den Vertrieb komplexer Anlagen zu analysieren und dabei das Projekt Airbus A380 als praxisnahes Beispiel heranzuziehen.
- Grundlagen und Definitionen strategischer Allianzen
- Motive und Zielsetzungen für Unternehmenskooperationen
- Vertriebliche Anforderungen an Allianzpartner
- Strategische Bedeutung des Projekts Airbus A380
- Praxisbeispiele für Kooperationen im Luftfahrtvertrieb
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
Bedingt durch die Globalisierung, Entwicklungen wie die Deregulierung von Märkten, Verkürzung von Produktlebenszyklen bei gleichzeitig steigenden Investitionsvolumina und technologischen Anforderungen, werden die Rahmenbedingungen, nicht nur für kleine und mittlere, sondern auch für große Unternehmen immer schwieriger.
Die Antwort auf diese Veränderungen, verstärkt durch eine größere Offenheit des Managements gegenüber neuartigen Lösungen, ist die Kooperation und das Entstehen von strategischen Allianzen in vielen Branchen entlang der Wertschöpfungskette.
Gerade bei Unternehmen, die komplexe und technologisch fortschrittliche Anlagen herstellen, ist der Kampf um Kosten- oder Marktführerschaft oft nicht im Alleingang zu bewerkstelligen. Das liegt unter anderem daran, dass während und nach der meist mehrjährigen Entwicklungs- und Konzeptionsphase ein hoher Kapital-, Know-How und Ressourcenbedarf entsteht.
Neben der Schwierigkeit geeignete Allianzpartner zu finden, die zu den eigenen strategischen Zielen und Wertevorstellungen passen, stellen vertriebliche Anforderungen in diesem Zusammenhang ein weiteres Hindernis dar. Durch die Tatsache, dass bei strategischen Allianzen die rechtliche Selbständigkeit erhalten bleibt, ist es notwendig, im Rahmen dieser Kooperationsform die vertrieblichen Anforderungen eindeutig zu definieren und gemeinsam einheitlich auszuüben, damit die Partnerschaft als Instrument der strategischen Unternehmensführung die Stärken der Partnerunternehmen vereinigt, die Schwächen kompensiert und die Wettbewerbspositionen auf beiden Seiten sichert und ausbaut.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die durch Globalisierung und technologischen Wandel veränderten Rahmenbedingungen und begründet die Notwendigkeit von strategischen Allianzen.
2. Begriff und Wesen strategischer Allianzen: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe Allianz und Strategie und erläutert verschiedene Organisationsformen von Unternehmensverbindungen.
3 Motive und Zielsetzungen bei der Bildung strategischer Allianzen: Hier werden die fünf Basismotive Markt, Ressourcen, Kosten, Zeit und Risiko analysiert, die Unternehmen zur Bildung von Allianzen bewegen.
4. Absatzmarktgerichtete Anforderungen strategischer Allianzen: Dieses Kapitel befasst sich mit den spezifischen Anforderungen an Personal-, Kommunikations-, Distributions- und Kontrahierungspolitik innerhalb einer Allianz.
5 Beispiel Airbus A380: Das Kapitel analysiert das Praxismodell des Airbus A380 hinsichtlich der strategischen Allianzanforderungen und der konkreten Kooperationen im Kundenservice und Informationsaustausch.
6 Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Schlussbetrachtung resümiert die Bedeutung der Harmonisierung von Motiven und Zielen für eine erfolgreiche Partnerschaft und blickt auf die Zukunft von Großprojekten.
Schlüsselwörter
Strategische Allianzen, Airbus A380, Vertriebsmanagement, Kooperation, Joint Venture, Marktmotive, Ressourcenmanagement, Prozessoptimierung, Kundenservice, Wettbewerbsvorteile, Unternehmensverbindungen, EADS, Technologietransfer, Wertschöpfungskette.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Semesterarbeit untersucht, welche Anforderungen an die Gestaltung und Bildung strategischer Allianzen gestellt werden, insbesondere wenn es um den Vertrieb komplexer Anlagen geht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Einordnung von Allianzen, der Analyse von Motiven (Markt, Kosten, Zeit, Risiko) sowie den operativen Anforderungen an das Marketing und die Organisation.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie Unternehmen durch Kooperationen ihre Wettbewerbsposition stärken und welche vertrieblichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden müssen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autoren nutzen eine literaturbasierte theoretische Analyse, ergänzt durch eine Fallstudie zum Airbus A380, um die theoretischen Erkenntnisse in der industriellen Praxis zu validieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Herleitung von Allianzmotiven, eine detaillierte Diskussion absatzmarktgerichteter Anforderungen und eine praxisnahe Anwendung auf das Projekt Airbus A380.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Strategische Allianzen, Airbus A380, Kooperationsmanagement, Wettbewerbsvorteile und Vertriebsstrategie charakterisieren.
Warum ist das Projekt Airbus A380 für die Untersuchung relevant?
Das Projekt A380 dient als ideales Beispiel, da die enorme Komplexität und der hohe Ressourcenbedarf die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Partnern und Zulieferern zwingend erforderlich machten.
Welche Rolle spielt die Personalauswahl bei strategischen Allianzen?
Die Autoren betonen, dass Mitarbeiter mit einer positiven Grundeinstellung gegenüber Partnern ausgewählt werden müssen, um eine erfolgreiche abteilungsübergreifende Zusammenarbeit zu gewährleisten.
Wie beeinflussen Informationssysteme den Erfolg im Airbus-Projekt?
Systeme wie das AIRTAC ermöglichen einen optimierten Kundendienstprozess, indem sie eine vernetzte Datenbasis zwischen Airbus, Fluggesellschaften und Zulieferern schaffen, was die Reaktionszeit bei technischen Problemen minimiert.
- Quote paper
- Dipl.-Kfm. Jörgen Hofmann (Author), Anja Sting (Author), Wolfgang Rindinella (Author), 2006, Anforderungen für die Bildung strategischer Allianzen für den Vertrieb komplexer Anlagen mit Beispiel des Airbus A380, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57084