Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Speech Science / Linguistics

Stottern im Kindesalter

Title: Stottern im Kindesalter

Term Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christiane Berger (Author)

Speech Science / Linguistics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Kommunikation ist „der Prozess, in dessen Verlauf durch die Selektion, Organisation und Interpretation der Wahrnehmung sprachlicher, wie außersprachlicher Symbole dem eigenen oder dem Verhalten anderer Bedeutung zugemessen wird.“ Man kann Kommunikation auch als die Fähigkeit von Individuen bezeichnen, ihre Ideen und Gefühle anderen mitzuteilen, und mit diesen in Verbindung zu treten. Voraussetzung ist das gegenseitige Erkennen und Verstehen von sprachlichen Zeichen, folglich von Worten, die als Symbole dienen und deren Bedeutungen.
Kommunikation spielt sich sowohl auf einer (verbalen oder nonverbalen) Inhaltsebene, als auch auf einer Beziehungsebene ab. Somit ist Kommunikation ein wesentliches Grundelement jeder sozialen Beziehung, und als solches trägt es zur Sozialisation und Persönlichkeitsbildung von Kindern bei. Bei Sprach- bzw. Sprech-, Redefluss- oder Stimmstörungen treten Fehler auf der Inhaltsebene auf, wodurch die zwischenmenschliche Kommunikation beeinträchtigt wird, und sich folglich negativ auf die Beziehungsebene auswirkt. Man geht davon aus, dass sich bei etwa 80% aller Kinder während ihrer Sprachentwicklung Phasen unflüssigen Sprechens finden lassen.
Stottern, als Störung der verbalen Kommunikation, tritt im Vorschulalter sehr häufig auf, bei Jungen viermal so häufiger als bei Mädchen, und beeinträchtigt den Prozess der Sozialisation. Elternhaus, Kindertagesstätten und Grundschule tragen somit eine große Verantwortung für die sprachliche Entwicklung. Auffälligkeiten sollten frühst möglich erfasst und noch vor Schuleintritt behandelt werden, da (richtiges) Stottern im Schulalter zu einer Fehlentwicklung der kindlichen Persönlichkeit führen und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Die vorliegende Arbeit erläutert zunächst was Sprache ist und wie die Sprachentwicklung verläuft, und soll des weiteren einen Überblick über die Ursachen und die Symptomatik der Sprechstörung Stottern verschaffen, um im Schluss auf mögliche Therapieformen einzugehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Was ist Sprache und wie verläuft die Sprachentwicklung?

3.) Stottern

3. 1. Definition und Formen des Stotterns

3. 2. Symptomatik

3. 3. Die auslösenden Ursachen de Stotterns

3. 3. 1. Körperliche bzw. innere Ursachen

3. 2. 2. Psychosoziale Ursachen

4.) Behandlung des Stotterns

4. 1. Präventive Maßnahmen

4. 2. Therapiemöglichkeiten

5.) Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Stottern im Kindesalter, beleuchtet dessen Ursachen sowie Symptomatik und analysiert verschiedene präventive sowie therapeutische Ansätze, um betroffene Kinder in ihrer sprachlichen und sozialen Entwicklung zu unterstützen.

  • Grundlagen der Sprachentwicklung bei Kindern
  • Definition und verschiedene Erscheinungsformen des Stotterns
  • Differenzierung zwischen körperlichen und psychosozialen Ursachen
  • Präventive Maßnahmen im familiären und schulischen Umfeld
  • Methoden der Stottertherapie

Auszug aus dem Buch

3. 1. Definition und Formen des Stotterns

Stottern ist eine Blockade des Sprechablaufs durch mangelnde Koordination zwischen Atmung und Stimmgebung, mit teilweise spastischen Veränderung der Mund- und Gesichtsmuskulatur. Auch Dyspemie, Spasmophemie, Anarthria syllabaris, Balbuties oder Dysarthria syllabaris7 genannt, bezeichnet es die Unfähigkeit, das ausgebildete Sprachverständnis und die mögliche Sprechfähigkeit unabhängig von Personen und Situationen jederzeit flüssig sprechend umzusetzen, was sich in Laut-, Silben- oder Wortwiederholungen äußert.

Fälschlicherweise wird Stottern oftmals als Sprachstörung angesehen. Linguistisch gesehen ist dies nicht richtig, denn Sprache ist dem Sprechen übergeordnet, und „beinhaltet Sprachsystem, Sprachbesitz und individuelle Sprachbenutzung“8, sowie die Anwendung der Sprache beim Sprechen. Sprechen dagegen ist die mündliche Kommunikation und das Vermögen Gedanken durch wahrnehmbare bzw. vernehmbare Worte auszudrücken. Der Stotterer ist demnach der Sprache mächtig, aber beherrscht nicht im gleichen Maße das Sprechen. Folglich ist Stottern als Sprechstörung anzusehen.

Eine Form des Stotterns ist das entwicklungsbedingte, auch physiologische Stottern. Hierbei wiederholt das Kind in Momenten der (situationsbedingten) Erregung Laute oder Wörter. Es kann nicht so sprechen oder berichten wie es möchte, d.h. es stottert aufgrund einer Diskrepanz zwischen Sprach- und Denkvermögen – man kann auch sagen es denkt schneller als es sprechen kann, überschlägt dabei die Wörter, baut eventuell überflüssige Redewendungen und Wörter ein und gewinnt dadurch Zeit zum Überlegen. Während einige Forscher davon ausgehen, dass diese Sprechbesonderheiten belanglos und nicht behandlungsbedürftig sind, vertreten andere wiederum die Ansicht, dass echte Stottersyndrome mit dem physiologischen Stottern beginnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Diese Einleitung führt in den Prozess der Kommunikation ein, definiert Stottern als Störung der verbalen Kommunikation und betont die Notwendigkeit frühzeitiger Unterstützung.

2.) Was ist Sprache und wie verläuft die Sprachentwicklung?: Das Kapitel erläutert Sprache als Medium zur Informationsübermittlung und beschreibt den komplexen Prozess der kindlichen Sprachentwicklung von den ersten Lautäußerungen bis zum komplexen Satzbau.

3.) Stottern: Hier werden Definitionen und Erscheinungsformen des Stotterns, wie das klonische oder tonische Stottern, sowie die Symptomatik und deren Kategorisierung in körperliche und psychische Aspekte behandelt.

3. 1. Definition und Formen des Stotterns: Es wird die Unfähigkeit zur flüssigen Umsetzung von Sprache in Sprechen erklärt und Formen wie das physiologische, klonische und tonische Stottern differenziert.

3. 2. Symptomatik: Dieses Kapitel teilt die Symptome in äußere körperliche Merkmale (Atemstörungen, Artikulationsfehler) und innere psychische Symptome (Angst, Logophobie) auf.

3. 3. Die auslösenden Ursachen de Stotterns: Die Ursachensuche konzentriert sich auf die Konstitution des Kindes, erbliche Anlagen sowie Infektionskrankheiten und körperliche Überlastung.

3. 3. 1. Körperliche bzw. innere Ursachen: Dieser Abschnitt beleuchtet die Rolle von Konstitution, Vererbung und somatischen Belastungsfaktoren als Auslöser für Stottersyndrome.

3. 2. 2. Psychosoziale Ursachen: Der Fokus liegt hier auf dem häuslichen Milieu, Schreck-Angst-Erlebnissen und erzieherischen Einflüssen als psychische Auslöser oder Verstärker.

4.) Behandlung des Stotterns: Das Kapitel bietet einen Überblick über präventive Strategien und therapeutische Verfahren zur Unterstützung stotternder Kinder.

4. 1. Präventive Maßnahmen: Es werden primäre, sekundäre und tertiäre Präventionsansätze sowie die Bedeutung eines ruhigen sprachlichen Umfeldes für das Kind diskutiert.

4. 2. Therapiemöglichkeiten: Das Kapitel beschreibt medizinische, psychologische und sprachtherapeutische Methoden, darunter Entspannungs- und Atemübungen sowie systematisches Training.

5.) Schlusswort: Das Schlusswort betont, dass keine starren Therapierichtlinien existieren und die Behandlung individuell auf die soziale und persönliche Situation des Kindes abgestimmt werden muss.

Schlüsselwörter

Stottern, Sprechstörung, Sprachentwicklung, Kommunikation, Logophobie, Prävention, Sprechablauf, Kindesalter, Therapie, Sprachverständnis, Artikulation, Symptomatik, psychosoziale Faktoren, Körperliche Ursachen, Mehrsprachigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition, den Ursachen und den Therapiemöglichkeiten von Stottern bei Kindern im Vorschul- und Grundschulalter.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Abgrenzung von Sprache und Sprechen, der Klassifizierung von Stotterformen, der Symptomdiagnostik sowie dem therapeutischen Umgang mit betroffenen Kindern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, einen Überblick über den Ursprung und Verlauf von Stottersyndromen zu verschaffen und Wege zur individuellen Unterstützung und Therapie aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Zusammenfassung klinischer und pädagogischer Erkenntnisse zur Sprachtherapie und Psychologie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Definition und Formen des Stotterns, eine detaillierte Analyse der Symptome, eine Ursachenforschung sowie eine umfassende Darstellung präventiver und therapeutischer Maßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Stottern, Sprechstörung, Logophobie, Sprachentwicklung, Prävention und Sprachtherapie charakterisiert.

Warum wird Stottern in der Arbeit nicht als Sprachstörung, sondern als Sprechstörung klassifiziert?

Da Sprache als übergeordnetes System definiert ist, beherrscht der Stotterer in der Regel das Sprachsystem, hat jedoch Defizite in der mündlichen Ausführung, also dem Sprechen.

Wie unterscheidet sich das physiologische Stottern von echten Stottersyndromen?

Das physiologische Stottern tritt oft entwicklungsspezifisch in Phasen der Erregung auf, während echte Stottersyndrome durch verfestigte Blockaden und die Entwicklung von Angst vor dem Sprechen (Logophobie) gekennzeichnet sind.

Welche Bedeutung kommt dem schulischen Umfeld bei Stottern zu?

Die Schule spielt eine wichtige Rolle; Lehrkräfte und Mitschüler müssen für den Umgang mit der Störung sensibilisiert werden, da emotionaler Druck oder Leistungsstress die Symptome bei betroffenen Kindern verstärken können.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Stottern im Kindesalter
College
University of Erfurt
Grade
1,7
Author
Christiane Berger (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V57103
ISBN (eBook)
9783638516358
ISBN (Book)
9783656793229
Language
German
Tags
Stottern Kindesalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Berger (Author), 2006, Stottern im Kindesalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57103
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint