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Frauen im antiken Griechenland in Sparta und Athen

Ein Vergleich

Title: Frauen im antiken Griechenland in Sparta und Athen

Term Paper , 2002 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jennifer Heider (Author)

World History - Early and Ancient History
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Im Zuge des gesellschaftlichen Umbruchs der sechziger Jahre wurde die Rolle der Frau neu diskutiert. Die Auswirkungen der geführten Debatte sind in der Forschung der Alten Geschichte deutlich spürbar. Obwohl es bereits in früheren Zeiten Abhandlungen über Frauen im klassischen Griechenland gegeben hat, gewinnt dieses Thema am Ende des 20. Jahrhunderts an Bedeutung. Zunehmend sind es Frauen, die sich, vielleicht aus einer weniger klischeebehafteten Sicht als Männer, dem Thema nähern. In den Achtziger Jahren ist es vor allen Sarah B. Pomeroy, die mit ihrem Buch „Frauenleben im klassischen Altertum“ eine wissenschaftlich fundierte Arbeit zu diesem Aspekt der griechischen Geschichte vorlegt. In den neunziger Jahren erscheint von Christine Schnurr-Redford eine sehr facettenreiche Abhandlung über die Frauen im klassischen Athen. In den letzten Jahren sind es vor allen Dingen Maria H. Dettenhofer und Lukas Thommen, die sich mit der Rolle der Frau kritisch auseinandersetzen.
Als Grundlage für die Erforschung der Lebensweise von Frauen in Sparta und Athen dienen im wesentlichen überlieferte Texte von drei antiken Autoren; Xenophon, Aristoteles und Plutarch. Es ergibt sich hier eine besondere Quellenproblematik auf die an anderer Stelle noch ausführlich eingegangen wird.
Unter Einbeziehung der antiken Autoren und der neueren Forschung wird in der vorliegenden Arbeit untersucht, worin die größere „Freiheit“ der spartanischen Frau im Vergleich zur der Frau in Athen bestand und wodurch sie begründet wurde. Um dies darzustellen, werde ich mein Augenmerk auf zwei Aspekte des Frauenlebens richten, zum einen auf die Erziehung der Frau in Sparta und in Athen und zum anderen auf die Stellung der Frau im Oikos in der jeweiligen Polis. Für das Verstehen der Zusammenhänge und die, daraus resultierende, unterschiedliche Erziehung der beiden Stadtstaaten, ist es unumgänglich die verschiedenen Gesellschaftssysteme zu skizzieren. Sie dienen als Basis für die folgenden Betrachtungen der weiblichen Lebensumstände. Es sei an dieser Stelle betont, dass das Interesse dieser Arbeit vor allem in der Betrachtung der Andersartigkeit Sparta liegt.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

I.1 Quellenlage

II. Skizzierung der Gesellschaftssysteme von Sparta und Athen im 5./4. Jahrhundert

II.1. Sparta

II.2. Athen

III. Erziehung und Bildung der Frauen

IV. Die Stellung der Frau im Oikos

V. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Unterschiede in der Lebensführung und gesellschaftlichen Stellung von Frauen im antiken Sparta und Athen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen politischen Systeme. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, worin die größere Freiheit der spartanischen Frau begründet war und wie sich die jeweiligen Erziehungsideale und Haushaltsstrukturen auf diese Entwicklung auswirkten.

  • Vergleich der Gesellschaftssysteme von Sparta und Athen
  • Analyse der Erziehung und Bildung von Mädchen in beiden Polis
  • Untersuchung der Rolle der Frau im Oikos
  • Kritische Würdigung der antiken Quellenlage (Xenophon, Aristoteles, Plutarch)
  • Einfluss staatlicher Ideale auf die weibliche Lebensweise

Auszug aus dem Buch

III. Erziehung und Bildung der Frauen

Bereits im Bereich der Erziehung und Bildung der Mädchen gab es in Athen und Sparta grundlegende Differenzen. Der Stellenwert der Frau wird bereits in der Grundversorgung der Kinder deutlich. Während im übrigen Griechenland, in Athen also eingeschlossen, die Mädchen schlechter ernähert wurden, war dies nach Xenophon in Sparta offensichtlich nicht der Fall.

„Die anderen Gesetzgeber geben denjenigen Mädchen, die künftig Kinder bekommen und eine gute Erziehung erhalten sollen, eine möglichst schlichte Ernährung und möglichst wenig Zukost.“

Es bietet sich an dieser Stelle an, das Augenmerk kurz auf den Zeitgenossen Xenophon zu werfen. Dem hier gewählten Zitat merkt man, die bereits in der Einleitung erwähnte Affinität Xenophons gegenüber Sparta an. Der Peloponnesische Krieg hatte gerade begonnen als Xenophon um 430 v. Chr. In Athen geboren wurde. Er wuchs demnach inmitten der Kämpfe zwischen Sparta und Athen um die Hegemonie in Griechenland auf. Seine Familie lehnte auf Grund ihrer Erziehung und Herkunft die Demokratie ab und sympathisierte mit dem spartanischen Staatsmodell. Im Laufe seines Lebens war Xenophon griechischer Feldherr, Schriftsteller und Geschichtsschreiber.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz des Themas im Kontext der modernen Geschichtsforschung dar und definiert den methodischen Rahmen unter Einbeziehung antiker Quellentexte.

I.1 Quellenlage: Dieses Kapitel kritisiert die Einseitigkeit der überlieferten Texte, da diese aus einer männlich geprägten Perspektive verfasst wurden und Sparta oft als idealisierten Sonderfall darstellen.

II. Skizzierung der Gesellschaftssysteme von Sparta und Athen im 5./4. Jahrhundert: Hier werden die politischen Grundstrukturen beider Stadtstaaten erläutert, um ein Verständnis für die soziopolitischen Unterschiede zu schaffen.

II.1. Sparta: Das Kapitel beschreibt das spartanische System, das durch eine homogene Bürgerschaft, eine starke staatliche Lenkung und die soziale Abgrenzung zu Heloten und Periöken geprägt war.

II.2. Athen: Hier wird das demokratische System Athens analysiert, das auf der Gleichheit der Bürger basierte, jedoch Frauen und Sklaven von politischer Teilhabe ausschloss.

III. Erziehung und Bildung der Frauen: Der Fokus liegt hier auf den drastischen Unterschieden: Während in Sparta auch Mädchen körperlich trainiert wurden, erlebten Athenerinnen eine häusliche Erziehung mit Fokus auf Fügsamkeit.

IV. Die Stellung der Frau im Oikos: Dieses Kapitel vergleicht den Wirkungskreis der Frauen, wobei aufgezeigt wird, dass spartanische Frauen aufgrund der militärischen Abwesenheit ihrer Männer eine höhere ökonomische Verantwortung innehatten.

V. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die größere Freiheit der spartanischen Frau untrennbar mit den spezifischen Erfordernissen des spartanischen Staates verknüpft war.

Schlüsselwörter

Antikes Griechenland, Sparta, Athen, Frauenbild, Gesellschaftssystem, Erziehung, Oikos, Xenophon, Plutarch, Aristoteles, Lykurg, Polis, Geschlechterrollen, antike Quellen, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einem vergleichenden Blick auf das Leben von Frauen in den antiken griechischen Stadtstaaten Sparta und Athen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Unterschieden in der Erziehung, der gesellschaftlichen Einbindung in den Haushalt (Oikos) sowie der politischen Verortung der Frau im jeweiligen Stadtstaat.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Untersuchung zielt darauf ab zu erklären, worin die größere „Freiheit“ der spartanischen Frau im Vergleich zur Athenerin bestand und durch welche historischen oder gesellschaftlichen Faktoren sie legitimiert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse antiker literarischer Quellen (u.a. Xenophon, Aristoteles, Plutarch) und setzt diese in den Kontext der modernen geschichtswissenschaftlichen Forschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der politischen Systeme Spartas und Athens, die spezifischen Erziehungsmethoden für Mädchen sowie die unterschiedliche ökonomische und soziale Rolle der Frau innerhalb der familiären Struktur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Antikes Griechenland, Sparta, Athen, Geschlechterrollen, Oikos, Erziehung und gesellschaftliche Freiheit.

Warum spielt die Quellenkritik eine so große Rolle in der Untersuchung?

Da die antiken Berichte überwiegend aus männlicher Sicht und mit Blick auf politische Idealisierung verfasst wurden, ist eine kritische Distanz notwendig, um die reale Lebenssituation der Frauen objektiv einzuordnen.

Inwiefern beeinflusste das spartanische System die Rolle der Frau?

Die spartanische Frau war, anders als in Athen, stärker in die staatlichen Strukturen integriert, was vor allem durch die ökonomische Verantwortung im Oikos während der häufigen Abwesenheit der Männer begründet war.

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Details

Title
Frauen im antiken Griechenland in Sparta und Athen
Subtitle
Ein Vergleich
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Grade
1,7
Author
Jennifer Heider (Author)
Publication Year
2002
Pages
15
Catalog Number
V57179
ISBN (eBook)
9783638516983
ISBN (Book)
9783640862276
Language
German
Tags
Frauen Griechenland Sparta Athen Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Heider (Author), 2002, Frauen im antiken Griechenland in Sparta und Athen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57179
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