In dieser Ausarbeitung geht es um die Darstellung der Tätigkeitsmuster hauptamtlich pädagogischer Mitarbeiter in der Erwachsenenbildung, sowie um die Entwicklungstendenzen ihrer Bedeutung der Weiterbildung der Weiterbildner.
Zuerst wird kurz die Definition und Einordnung der Professionalität in die Weiterbildung (Kap. 2) aufgezeigt. Um dann auf die Tätigkeitsmuster und Voraussetzungen von hauptberuflich pädagogischen Mitarbeitern in der Erwachsenenbildung und in der betrieblichen Weiterbildung näher einzugehen (Kap. 3). Ein wichtiger Punkt in dieser Arbeit stellt Kapitel 5 dar. Die Weiterbildung der Weiterbildenden. Anschließend werden zwei Projekte zur Weiterbildung der Weiterbildenden angeschnitten. Der Fort- und Weierbildungsverbund (Kap. 6.1) und die Arbeitsstelle für die Weiterbildung der Weiterbildenden e. V. (Kap. 6.2).
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Professionalisierung und Professionalität
3. Hauptberuflich pädagogische Tätige in der Erwachsenenbildung
3.1 Tätigkeitsmuster und Voraussetzungen
3.2 Hauptberufliche pädagogische Mitarbeiter in der betrieblichen Weiterbildung
4. Weiterbildung der Weiterbildenden
5. Projekte zur Weiterbildung der Weiterbildenden
5.1 Fort- und Weiterbildungsverbund (FWL)
5.2 Arbeitsstelle für die Weiterbildung der Weiterbildenden e. V. (AWW)
6. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Tätigkeitsmuster hauptamtlich pädagogischer Mitarbeiter in der Erwachsenenbildung sowie die damit verbundenen Entwicklungstendenzen hinsichtlich deren eigener Weiterbildung. Ziel ist es, den aktuellen Status quo der Professionalisierung zu analysieren und institutionelle Ansätze zur Qualifizierung des Weiterbildungspersonals darzustellen.
- Status der Professionalisierung und Professionalität in der Erwachsenenbildung
- Aufgabenfelder und Voraussetzungen hauptamtlicher pädagogischer Mitarbeiter
- Herausforderungen in der betrieblichen versus institutionellen Weiterbildung
- Rolle informeller Austauschprozesse und Qualifizierungsprojekte (FWL & AWW)
- Zusammenhang von bildungspolitischer Modernisierung und Qualifikationsstandards
Auszug aus dem Buch
Hauptberufliche Mitarbeiter in der betrieblichen Weiterbildung
Im Gegensatz zu den hauptamtlichen Mitarbeitern in Weiterbildungsinstituten wie zum Beispiel der VHS, haben hauptamtlich pädagogisch Tätige in Betrieben trotz ihres hohen Status im Betrieb nur vergleichsweise geringe Befugnisse. Ein Großteil der hauptamtlichen Weiterbildner ist direkt dem Personalleiter unterstellt. Es bedarf eines großen Koordinationsaufwandes, den die betrieblichen Weiterbildungsverantwortlichen zu leisten haben, um eigene Ideen realisieren zu können.
Doch „mit Koordinations- und Steuerungsproblemen haben die betrieblichen Weiterbildungsvertreter nicht nur nach „nach oben“, sondern auch „nach unten“ hin und „seitlich“ zu kämpfen.“ So sind Mitarbeiter, welche zu Fortbildungen eingeladen werden, selten bereit, ihre Freizeit „zu opfern“. Selbst während der Arbeitszeit kommen ihnen Weiterbildungen ungelegen, da sie meist dringende Projekte zu planen und zu verwirklichen haben.
Zudem kommt, dass die Bildungsabteilungen in Betrieben sehr gering ausgestattet sind und ihre Aufgaben äußerst heterogen sind. So haben sich die betrieblichen Weiterbildner nicht nur um Weiterbildung der vom Betrieb angestellten Mitarbeiter zu kümmern, sondern sind meist auch noch für andere Bereiche, wie den ganzen sozialen Bereich (Altersversorgung, Kantine, Werkswohnungen etc.) zuständig.
So befinden sich Mitarbeiter in der Weiterbildung (auch im außerbetrieblichen Bereich) nach Tietgens „in einem Spannungsdreieck von Teilnehmererwartung, Trägeranforderungen und Selbstanspruch, man kann auch sagen, von Adressatenverhalten, Organisationsbedingungen und eigenem Gestaltungswillen.“ Der hauptberufliche Mitarbeiter ist von den Reaktionen abhängig, die er hervorruft.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der Professionalisierung in der Erwachsenenbildung und skizziert den Aufbau der Untersuchung sowie die betrachteten Projekte.
2. Professionalisierung und Professionalität: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen und die Notwendigkeit stetiger Weiterbildung aufgrund gesellschaftlicher Wandlungsprozesse.
3. Hauptberuflich pädagogische Tätige in der Erwachsenenbildung: Hier werden die Aufgabenprofile und Qualifikationsvoraussetzungen von pädagogischen Fachkräften in verschiedenen Bildungseinrichtungen analysiert.
3.1 Tätigkeitsmuster und Voraussetzungen: Dieser Unterpunkt befasst sich konkret mit dem Arbeitsalltag und den Anforderungen an hauptamtliche Mitarbeiter in Einrichtungen wie Volkshochschulen.
3.2 Hauptberufliche pädagogische Mitarbeiter in der betrieblichen Weiterbildung: Das Kapitel beleuchtet die spezifische Situation und die Koordinationsschwierigkeiten von Weiterbildnern in betrieblichen Bildungsabteilungen.
4. Weiterbildung der Weiterbildenden: Hier wird der Mangel an standardisierten Qualifikationsstandards für Weiterbildner und die Bedeutung bildungspolitischer Rahmenbedingungen diskutiert.
5. Projekte zur Weiterbildung der Weiterbildenden: Dieses Kapitel stellt zwei relevante Modellprojekte zur Professionalisierung des Personals in Rheinland-Pfalz vor.
5.1 Fort- und Weiterbildungsverbund (FWL): Beschreibung der Ziele und Funktionen dieses trägerübergreifenden Gemeinschaftsprojekts zur Qualifizierung des Personals.
5.2 Arbeitsstelle für die Weiterbildung der Weiterbildenden e. V. (AWW): Analyse der Rolle dieser Institution als Servicecenter für Vernetzung und Wissensaustausch.
6. Resümee: Das Kapitel fasst die Ergebnisse der Recherche zur aktuellen Personalsituation an Volkshochschulen zusammen und bewertet die Implementierung von Weiterbildungsmaßnahmen.
Schlüsselwörter
Erwachsenenbildung, Professionalisierung, Weiterbildner, Pädagogische Mitarbeiter, Betriebliche Weiterbildung, Fort- und Weiterbildungsverbund, Arbeitsstelle für die Weiterbildung der Weiterbildenden, Qualifikationsstandards, Lebenslanges Lernen, Bildungsmanagement, Professionalität, Volkshochschule, Personalentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und den Arbeitsbedingungen von hauptamtlich pädagogischen Mitarbeitern in der Erwachsenenbildung sowie deren eigenem Qualifizierungsbedarf.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Professionalisierung des pädagogischen Personals, die strukturellen Unterschiede zwischen betrieblicher und institutioneller Weiterbildung sowie die institutionelle Unterstützung durch spezielle Verbünde.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Darstellung von Tätigkeitsmustern und die Analyse von Ansätzen zur Steigerung der Professionalität durch gezielte Fortbildung des Lehrpersonals.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Ausarbeitung, die auf Fachliteratur, offiziellen Anforderungsprofilen und Informationen zu Modellprojekten basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Anforderungen an das Personal, die Spannungsfelder im Berufsalltag und beschreibt konkrete Projekte wie den FWL und die AWW.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Hauptbegriffe sind Erwachsenenbildung, Professionalisierung, betriebliche Weiterbildung, Qualifikationsstandards und Vernetzung.
Warum haben betriebliche Weiterbildner oft geringe Befugnisse?
Ihre Arbeit ist stark in die hierarchischen Strukturen von Unternehmen eingebettet und sie sind meist direkt dem Personalmanagement unterstellt, was häufig zu Koordinationsproblemen führt.
Welche Rolle spielt die Arbeitsstelle für die Weiterbildung der Weiterbildenden (AWW)?
Die AWW fungiert als Servicecenter an der Universität Koblenz-Landau, das den Informationsaustausch zwischen Hochschulen und Bildungsträgern fördert und neue didaktische Methoden bereitstellt.
- Quote paper
- Juliane Müller (Author), 2001, Tätigkeitsmuster hauptamtlich pädagogischer Mitarbeiter in der EB und Entwicklungstendenzen ihrer Bedeutung der Weiterbildung der Weiterbildner, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5718