Einführung:
1.1. Was ist eine Fußball-Weltmeisterschaft:
Eine Fußballweltmeisterschaft ist eines der größten Sportereignisse in der Welt, das nur mit den Olympischen Spielen vergleichbar ist. Das bedeutet eine besondere Herausforderung für die Organisatoren, Medien und den Staat.
Am 06. Juli 2000 hat das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbandes (FIFA) in Zürich die Weltmeisterschaft (WM) 2006 an Deutschland vergeben. Der deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich in der entscheidenden Abstimmung mit 12:11 gegen den südafrikanischen Fußballverband durchgesetzt.
In Deutschland genießt das Endrundenturnier der WM einen besonders hohen Stellenwert in der Gesellschaft, da der Volkssport Fußball in allen gesellschaftlichen Schichten anerkannt ist. Dies ist auch durch die Anwesenheit des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder, Boris Becker, Claudia Schiffer, Günter Netzer und IOC-Mitglied Thomas Bach bei der deutschen Präsentation deutlich geworden.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1. Was ist eine Fußball-Weltmeisterschaft
1.2. Der Fahrplan zur WM
1.3. Wer profitiert von der WM
2. Die WM in Hannover
2.1. Das Niedersachsenstadion
2.1.1. Die Mindestanforderungen an eine WM-Arena
2.1.2. Der Ist-Zustand des Niedersachsenstadions
2.1.3. Die weiteren Planungen für das Stadion
2.1.4. Ein Finanzierungsmodell mit Beteiligung privater Investoren
2.1.5. Das Niedersachsenstadion nach der Weltmeisterschaft
2.2. Das Baugewerbe
2.3. Hotels und Gastronomie in Hannover
2.4. Rahmenprogramm während der WM
2.5. Die Infrastruktur
3. Der wirtschaftliche Nutzen der WM
3.1. Die Einnahmen
3.1.1. Tourismus
3.1.2. Steuereinnahmen
3.2. Die Ausgaben
3.2.1. Das Stadion
3.2.2. Sicherheit während der WM
3.2.3 Sonstige Ausgaben
3.3. Der Multiplikatoreffekt
4. Gesellschaftliche Chancen und Risiken
4.1. Das Bild der Bundesrepublik Deutschland im Ausland
4.2. Die WM im Innland
4.3. Ökologische Beeinträchtigungen
5. Ergebnis
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen Auswirkungen der geplanten Fußballweltmeisterschaft 2006 auf den Standort Hannover, wobei insbesondere die Herausforderungen bei der Stadionfinanzierung und die potenziellen wirtschaftlichen Nutzen für die Region im Fokus stehen.
- Analyse der infrastrukturellen und baulichen Anforderungen an das Niedersachsenstadion.
- Untersuchung von Finanzierungsmodellen unter Einbeziehung privater Investoren.
- Bewertung der ökonomischen Effekte auf Tourismus, Gastronomie und das Baugewerbe.
- Diskussion der gesellschaftlichen Chancen und Risiken für das Image der Stadt.
- Erörterung ökologischer Auswirkungen im Rahmen der Veranstaltungsplanung.
Auszug aus dem Buch
2.1.4. Ein Finanzierungsmodell mit Beteiligung privater Investoren
Im Gegensatz zu den 70er Jahren, in denen anlässlich der Fußball WM 1974 fast ausschließlich öffentliche Mittel von 273 Mio. DM in Fußballstadien investiert wurden, hat sich die Situation grundlegend geändert. Die Investitionskosten sind um ein vielfaches gestiegen15. Auch in Hannover reichen die öffentlichen Mittel nicht mehr aus, um eine befriedigende Lösung zu finden. So müssen andere Überlegungen in Erwägung gezogen werden. Eine Variante der Finanzierung wäre, wenn man, angelehnt an die BayArena in Leverkusen, das Niedersachsenstadion in ein Erlebniszentrum umwandelte. Das Modell sieht vor, auf dem Stadiongelände verschiedene Freizeiteinrichtungen zu bauen. Dadurch könnten zusätzliche Investoren, wie z.B. Fast-Food-Ketten, Restaurants, Fun Sport Anbieter oder auch Diskotheken gewonnen werden. Hiermit wird Investoren, unabhängig von Fußballspielen, die Möglichkeit gegeben ihre Anlage rentabel zu gestalten. Trotzdem bleibt der Fußball das wichtigste Element. Die Eigentümer können durch Mieteinnahmen bei Länder- und vor allem Bundesligaspielen mit den größeren Erträgen rechnen. Das ist besonders nach der WM von Bedeutung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Definition des Großereignisses Fußballweltmeisterschaft und Darstellung der Bedeutung des Turniers für Deutschland sowie des Auswahlprozesses der Spielorte.
2. Die WM in Hannover: Analyse der lokalen Gegebenheiten, insbesondere des Sanierungsbedarfs des Niedersachsenstadions und der Anforderungen an Infrastruktur und Rahmenbedingungen.
3. Der wirtschaftliche Nutzen der WM: Detaillierte Betrachtung potenzieller Einnahmen aus dem Tourismus sowie der anfallenden Kosten für Umbau und Sicherheit unter Anwendung von Auslastungsszenarien.
4. Gesellschaftliche Chancen und Risiken: Reflektion über den Imagegewinn und die damit verbundenen Risiken sowie ökologische Auswirkungen der Großveranstaltung.
5. Ergebnis: Synthese der Untersuchungsergebnisse mit der Empfehlung an die Lokalpolitik, eine geschlossene Strategie für die Stadionfinanzierung zu verfolgen.
Schlüsselwörter
Fußballweltmeisterschaft 2006, Hannover, Niedersachsenstadion, Stadionumbau, Finanzierungsmodell, Privatinvestoren, Wirtschaftliche Auswirkungen, Infrastruktur, Tourismus, Multiplikatoreffekt, Stadtmarketing, Sportökonomie, Großereignis.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Hausarbeit befasst sich mit den potenziellen wirtschaftlichen Folgen, die die Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft 2006 für die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover hätte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die Stadionmodernisierung, die Finanzierungsfragen, die touristische Nachfrage sowie das Marketingpotenzial für den Standort Hannover.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, den wirtschaftlichen Nutzen gegen die notwendigen Investitionen abzuwägen und aufzuzeigen, wie Hannover seine Chancen als Spielort verbessern kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autoren nutzen eine analytische Literatur- und Datenrecherche sowie eine Fallunterscheidung basierend auf ökonomischen Schätzmodellen für Zuschauerzahlen und Ausgaben.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die infrastrukturelle Analyse des Stadions, die Finanzierungsmodelle, die wirtschaftlichen Nutzen-Kosten-Rechnungen und die gesellschaftlichen Implikationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Fußballweltmeisterschaft 2006, Niedersachsenstadion, Finanzierung, Wirtschaftlichkeit, Standortfaktoren und Multiplikatoreffekt.
Warum wird das Niedersachsenstadion als "wunder Punkt" bezeichnet?
Das Stadion wird zum Zeitpunkt der Arbeit als veraltet und den modernen Anforderungen der FIFA nicht entsprechend eingestuft, was die Bewerbung Hannovers gefährdet.
Welche Rolle spielt die UFA bei der Stadionfinanzierung?
Die UFA fungiert als offizieller Vermarktungspartner von Hannover 96 und befindet sich in einer Findungsphase für tragfähige Refinanzierungskonzepte des Stadionumbaus.
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- Oliver Hillebrand (Author), 2001, Die ökonomischen Auswirkungen der Fußballweltmeisterschaft 2006 auf Hannover, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/572