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Satire im Deutschunterricht anhand Kurt Tucholskys "Die Kunst, falsch zu reisen"

Title: Satire im Deutschunterricht anhand Kurt Tucholskys "Die Kunst, falsch zu reisen"

Lesson Plan , 2001 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Torsten Halling (Author)

Didactics - German Studies
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Die Arbeit beinhaltet die Planung einer Unterrichtsstunde im Fach Deutsch, die als Bestandteil einer fünfstündigen Unterrichtseinheit zum Thema "Satire im Unterricht" für eine 9. Klasse konzipiert ist. In der Sachanalyse werden der Satirebegriff im Allgemeinen, das Satireverständnis Tucholskys sowie sein satirischer Text "Die Kunst, falsch zu reisen" untersucht. In den methodisch-didaktischen Vorüberlegungen kommt es zur Entwicklung eines Ansatzes, der textanalytische und kreativ-textproduktive Elemente enthält, wobei der Schwerpunkt auf Letzterem liegt. Wesentliche Bestandteile der Verlaufsplanung sind die Herausarbeitung satirischer Stilmittel in Tucholskys Text, die gemeinsame Reflexion über die dort zum Ausdruck kommende Kritik, die Produktion eigener satirischer Texte im Stil Tucholskys zu einem anderen Thema und die gemeinsame Auswertung dieser Texte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Lerngruppe

2. Gliederung der Unterrichtseinheit

3. Sachanalyse

3.1 Satire

3.2 Kurt Tucholsky

3.3 Tucholskys satirischer Text „Die Kunst, falsch zu reisen“ (1929)

4. Methodisch-didaktische Vorüberlegungen

4.1 Bezug zum Rahmenplan

4.2 Überlegungen zur Methodik

4.3 Lernziele

5. Verlaufsplanung

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit entwirft eine Unterrichtsstunde für eine 9. Klasse am Gymnasium, deren zentrales Ziel die analytische und produktive Auseinandersetzung mit der Gattung der Satire anhand von Kurt Tucholskys Text „Die Kunst, falsch zu reisen“ ist. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie Schüler durch die Dekonstruktion satirischer Stilmittel zu einem tieferen Verständnis gesellschaftskritischer Texte gelangen und wie sie im Anschluss durch kreative Textproduktion eigene satirische Standpunkte zu schulischen Alltagssituationen formulieren können.

  • Grundlagen der Satire: Definition und stilistische Merkmale.
  • Kurt Tucholskys Rolle als bedeutender Satiriker der Weimarer Republik.
  • Analyse des satirischen Ratgebertextes „Die Kunst, falsch zu reisen“.
  • Methodik der kreativen Textproduktion im Deutschunterricht.
  • Aktualitätsbezug: Übertragung satirischer Themen auf den Massentourismus und die Lebenswelt der Schüler.

Auszug aus dem Buch

3.1 Satire

Die Absicht einer Satire liegt primär darin, jemanden oder etwas zum Gegner zu erklären und diesen Gegner mit sprachlichen Mitteln bloßzustellen und der Lächerlichkeit preiszugeben. Hierbei soll der Leser dazu bewegt werden, die Partei des Autors zu ergreifen und den hier angeprangerten Gegner als Feind zu betrachten.

Die Themen, mit denen sich eine Satire beschäftigen kann, sind sehr vielfältig. Sie können eher mikroskopisch sein und sich auf individuelle Laster, lokale Missstände bei bestimmten gesellschaftlichen Gruppen oder Musterbeispiele für verbreitete Erscheinungen beziehen; andererseits können aber auch makroskopische Bereiche, also die Gesellschafts- oder Weltordnung, zum Thema gemacht werden.

Ein grundlegendes stilistisches Merkmal der Satire ist die Indirektheit: Das, was in einem satirischen Text gesagt wird, weicht oft weit vom Gemeinten ab. Hiermit wird das Ziel verfolgt, einen starken Widerspruch zwischen Ideal und Wirklichkeit offenzulegen. Die Mittel, mit denen diese Wirkung erzielt wird, sind die Ironie, die Metapher, die Doppeldeutigkeit, die Verkleidung, die Verzerrung und die räumliche oder zeitliche Verschiebung der Handlung. Damit der Leser aus dieser Indirektheit auf die tatsächliche Intention des Autors schließen kann, werden in der Regel bestimmte „Rückübersetzungssignale“ (offensichtliche Übertreibungen oder Unwahrscheinlichkeiten) in den Text eingebaut. Satiren können sich dabei im Grad ihrer Indirektheit stark unterscheiden: Sie können entweder relativ direkt sein, was vor allem für Schmähschriften oder Anklagen gilt, aber auch sehr indirekt (z.B. bei der Verlagerung der Handlung in eine Fabelwelt).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Lerngruppe: Dieses Kapitel charakterisiert die Zielgruppe als disziplinierte 9. Klasse, die jedoch in Bezug auf Eigeninitiative und Unterrichtsgespräche aktiviert werden muss.

2. Gliederung der Unterrichtseinheit: Hier wird der inhaltliche Aufbau einer fünfteiligen Unterrichtssequenz zum Thema Satire unter Verwendung verschiedener Textsorten skizziert.

3. Sachanalyse: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen der Satire, porträtiert Kurt Tucholsky und analysiert spezifisch seinen Text „Die Kunst, falsch zu reisen“ hinsichtlich Intention und Stil.

4. Methodisch-didaktische Vorüberlegungen: Dieser Abschnitt verknüpft die Unterrichtsplanung mit dem Rahmenplan, beschreibt das methodische Vorgehen bei der Textanalyse und -produktion sowie die festgelegten Lernziele.

5. Verlaufsplanung: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte zeitliche und inhaltliche Strukturierung der geplanten Unterrichtsstunde in sechs Phasen.

6. Literaturverzeichnis: Hier werden die für den Unterrichtsentwurf herangezogene Primär- und Sekundärliteratur sowie Internetquellen aufgelistet.

Schlüsselwörter

Satire, Kurt Tucholsky, Unterrichtsplanung, Fach Deutsch, Literaturdidaktik, Textproduktion, Stilanalyse, Indirektheit, Ironie, Gesellschaftskritik, Massentourismus, Kreatives Schreiben, Unterrichtsgespräch, Schülermotivation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit liefert einen detaillierten Entwurf für eine Unterrichtsstunde im Fach Deutsch, die sich mit der Analyse und dem kreativen Schreiben von Satiren befasst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die theoretische Bestimmung der Satire, die Analyse von Kurt Tucholskys Prosatext „Die Kunst, falsch zu reisen“ sowie die didaktische Vermittlung dieser Kompetenzen an eine 9. Klasse.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?

Das Hauptziel ist die Förderung textanalytischer Fähigkeiten und die Anregung zu eigener kreativer Textproduktion in satirischer Form.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen didaktisch-analytischen Ansatz, der literaturwissenschaftliche Begriffsarbeit mit schülerorientierter Methodik verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine fachliche Sachanalyse zum Thema Satire und Tucholsky sowie eine methodisch-didaktische Begründung der Unterrichtsschritte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Satire, Tucholsky, Unterrichtsplanung, kreatives Schreiben, Textanalyse und didaktische Reduktion.

Warum wird empfohlen, Tucholskys Text ohne den Epilog zu behandeln?

Der Autor argumentiert, dass der Epilog die satirische Indirektheit aufhebt und den Schülern das selbstständige Urteilsvermögen abnimmt, indem er eine vorgefertigte Lösung präsentiert.

Warum ist das Thema "Der deutsche Lehrer an sich" als Schreibanlass gewählt worden?

Das Thema dient der Steigerung der Schreibmotivation, da es an die Lebenswelt und die bevorzugten Kritikpunkte der Schüler anknüpft und humoristische Freiräume bietet.

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Details

Title
Satire im Deutschunterricht anhand Kurt Tucholskys "Die Kunst, falsch zu reisen"
College
Free University of Berlin  (Institut für Deutsche und Niederländische Philologie)
Course
Theorie und Praxis der Unterrichtsplanung im Fach Deutsch
Grade
1,3
Author
Torsten Halling (Author)
Publication Year
2001
Pages
19
Catalog Number
V57293
ISBN (eBook)
9783638517928
ISBN (Book)
9783640865314
Language
German
Tags
Satire Unterricht Kurt Tucholsky Kunst Entwurf Unterrichtsstunde Fach Deutsch Theorie Praxis Unterrichtsplanung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Torsten Halling (Author), 2001, Satire im Deutschunterricht anhand Kurt Tucholskys "Die Kunst, falsch zu reisen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57293
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