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Entwicklung und Kritik der Nachrichtenwerttheorie

Título: Entwicklung und Kritik der Nachrichtenwerttheorie

Trabajo Escrito , 2001 , 20 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Nannette Remmel (Autor)

Medios / Comunicación: Teorías, modelos, definiciones
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In der vorliegenden Arbeit werden Entwicklung und Kritik der Nachrichtenwert-Theorie behandelt. Dies geschieht über die Darlegung von ,,einfachen" Überlegungen, differenzierten Theorien und Untersuchungen wichtiger Nachrichtenforscher sowie der Aufdeckung der jeweiligen Schwächen aufgrund derer sich immer wieder neue Ansätze entwickelten.
Besonderen Wert wird auf die Behandlung der folgenden Fragen gelegt, die auch Schwerpunktüberlegungen der verschiedenen Theoretiker und Analytiker waren:
Inwieweit die verschiedenen Ansätze der Nachrichtenwert-Theorie zur Klärung der Frage, ob die Medien die Realität ,,richtig" darstellen, beigetragen haben, wird dabei eine Frage dieser Arbeit sein. Kritik an der Vorstellung, die Medien präsentierten die Realität übte schon Walter Lippmann, als einer der ersten Theoretiker, der den Begriff Nachrichtenwert benutzte1. Im Folgenden wurde seine Idee des öfteren wieder aufgegriffen, wenn neue Ansätze zum Nachrichtenwert oder ganze Nachrichtenwert-Theorien entwickelt wurden.
Weiterhin ist es ja offensichtlich, dass Journalisten täglich dem Zwang der Selektion begegnen, d.h. sie müssen wählen, über welche Ereignisse oder welche Agenturmeldungen sie berichten wollen. Eine ganze Menge von Informationen erreicht sie täglich und sie sind es, die meist unter Zeitdruck entscheiden, welche Nachrichten publiziert werden. Ob es hierbei allgemeine objektive Merkmale dieser Ereignisse oder Meldungen gibt, die sie publikationswürdig machen, oder ob Nachrichten vielmehr aufgrund subjektiver Kriterien ausgewählt werden, wobei dann auch mögliche Intentionen der Journalisten eine Rolle spielen würden, ist eine zweite Fragestellung dieser Arbeit.
Für die Darstellung der einzelnen Kapitel sei noch angemerkt, dass aus Platzgründen nur die wichtigsten Theoretiker und Forscher und deren für die Fragestellungen dieser Arbeit relevanten Überlegungen beschrieben und diskutiert werden.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Walter Lippmann: Ursprung in den USA

3 Einar Östgaard: Ursprung in Europa

4 Johan Galtung und Mari Holmboe Ruge: Die erste Nachrichtenwert-Theorie

4.1 Prüfung der Theorie

4.2 Kritik

5 Karl Erik Rosengren: Methodologische Kritik

6 Winfried Schulz: Konstruktivistische Nachrichtenwert-Theorie

7 Jürgen Wilke und Bernhard Rosenberger: Input-Output-Analyse

8 Hans Mathias Kepplinger (und Joachim Friedrich Staab): Neuere Kritik

9 Schlussbemerkung

10 Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Entwicklung und den theoretischen Grundlagen der Nachrichtenwert-Theorie auseinander. Das primäre Ziel ist es, die Entwicklungslinien von frühen Ansätzen bis hin zu modernen konstruktivistischen Theorien nachzuzeichnen, die Schwachstellen bisheriger Forschungsmodelle aufzudecken und zu untersuchen, inwiefern die Nachrichtenwert-Theorie zur Klärung der Frage beitragen kann, ob Medien die Realität akkurat abbilden oder ob journalistische Auswahlkriterien subjektiven Einflüssen unterliegen.

  • Historische Entwicklung der Nachrichtenwert-Theorie (von Lippmann bis Galtung/Ruge).
  • Kritische Analyse von Selektionskriterien und deren Abhängigkeit von Zeit und Kultur.
  • Kontrastierung von objektiven Nachrichtenfaktoren und journalistischen Interpretationsmustern.
  • Untersuchung der methodologischen Grenzen empirischer Nachrichtenwert-Studien.
  • Diskussion der konstruktivistischen Perspektive auf die Medienrealität.

Auszug aus dem Buch

3 Einar Östgaard: Ursprung in Europa

Ähnliche Ansätze zur Nachrichtenforschung entwickelten sich etwas später auch in Europa. Aus dem ursprünglichen Interesse an internationalen Beziehungen im Rahmen der Friedensforschung erkannte man die Wichtigkeit der Betrachtung der Berichterstattung der Massenmedien, wenn man spezielle weltpolitische Erscheinungen verstehen will. Einar Östgaard beschrieb 1965 in seinem grundlegenden Aufsatz „Factors Influencing the Flow of News“ Faktoren, die eine Verzerrung des Nachrichtenfluss bewirken und dafür verantwortlich sind, dass sich die Realität in den Medien von dem, was wirklich geschah, unterscheidet.

Dabei werden endogene und exogene Faktoren unterschieden, mit letzteren sind z.B. Zensur, Staatseingriffe oder ökonomische Zwänge gemeint. Die endogenen Faktoren sind im Nachrichtenfluss selbst angelegt und stellen im Grunde Entscheidungskriterien der Journalisten über ein berichtenswertes Ereignis dar. So werden aufgrund der Tendenz zur Simplifikation einerseits einfache Nachrichten komplexeren vorgezogen, andererseits komplexe Vorgänge auf einfache Strukturen reduziert. Mit der Identifikation versuchen Medien die Aufmerksamkeit beim Rezipienten durch geographische, kulturelle und zeitliche Nähe des berichteten Ereignisses zu erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Nachrichtenwert-Theorie sowie Definition der zentralen Fragestellung bezüglich der Realitätsdarstellung durch Medien.

2 Walter Lippmann: Ursprung in den USA: Darstellung von Lippmanns frühen Ansätzen zu journalistischen Konventionen und der subjektiven Auswahl von Realitätsausschnitten.

3 Einar Östgaard: Ursprung in Europa: Analyse von Östgaards Differenzierung in endogene und exogene Faktoren sowie die Bedeutung von Simplifikation und Identifikation.

4 Johan Galtung und Mari Holmboe Ruge: Die erste Nachrichtenwert-Theorie: Vorstellung des Katalogs von zwölf Nachrichtenfaktoren und der daraus abgeleiteten Hypothesen zur Nachrichtenselektion.

4.1 Prüfung der Theorie: Empirische Überprüfung der Hypothesen durch Inhaltsanalysen norwegischer Zeitungen zu internationalen Krisen.

4.2 Kritik: Kritische Auseinandersetzung mit der Reichweite der Theorie und der logischen Überschneidung einzelner Hypothesen.

5 Karl Erik Rosengren: Methodologische Kritik: Darstellung von Rosengrens Forderung nach der Einbeziehung von Extra-Media-Daten zur Validierung der Medienberichterstattung.

6 Winfried Schulz: Konstruktivistische Nachrichtenwert-Theorie: Einführung des konstruktivistischen Ansatzes, der Nachrichtenfaktoren als journalistische Hypothesen über die Realität neu interpretiert.

7 Jürgen Wilke und Bernhard Rosenberger: Input-Output-Analyse: Untersuchung der Selektionsprozesse bei Nachrichtenagenturen und Hinterfragung der Kausalität zwischen Nachrichtenfaktoren und Publikationserfolg.

8 Hans Mathias Kepplinger (und Joachim Friedrich Staab): Neuere Kritik: Diskussion der politischen Dimension der Theorie und des Einflusses von Zeit und Wandel auf Selektionskriterien.

9 Schlussbemerkung: Resümee über die Notwendigkeit eines Neuanfangs in der Forschung unter Berücksichtigung subjektiver Einschätzungen.

10 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Nachrichtenwert-Theorie, Nachrichtenauswahl, Selektionskriterien, Medienrealität, Journalismusforschung, Nachrichtenfaktoren, Einar Östgaard, Johan Galtung, Winfried Schulz, Konstruktivismus, Input-Output-Analyse, Nachrichtenfluss, journalistische Entscheidungsprozesse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die theoretische Entwicklung und die kritische Diskussion der Nachrichtenwert-Theorie, beginnend bei den Pionieren der Nachrichtenforschung bis hin zu modernen Ansätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Identifikation von Nachrichtenfaktoren, die Bedingungen der Nachrichtenselektion, die Verzerrung von Realitätsdarstellungen durch Medien sowie die methodische Kritik an empirischen Studien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, wie Nachrichtenauswahl funktioniert, welche Faktoren sie beeinflussen und ob die bisherigen Theorien der Realität gerecht werden oder einer Neubewertung bedürfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der wissenschaftlichen Aufarbeitung bestehender theoretischer Modelle und empirischer Inhaltsanalysen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der wichtigsten Theoretiker wie Lippmann, Östgaard, Galtung/Ruge und Schulz, gefolgt von einer kritischen Reflexion ihrer methodologischen Ansätze und Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Nachrichtenwert-Theorie, Nachrichtenauswahl, Nachrichtenfaktoren, Konstruktivismus und journalistische Selektionskriterien.

Welche Rolle spielen "Extra-Media-Daten" bei Karl Erik Rosengren?

Rosengren argumentiert, dass eine "verzerrte Realität" in Medien nur dann erkannt werden kann, wenn die Berichterstattung mit medienunabhängigen Daten (wie Statistiken oder amtlichen Quellen) abgeglichen wird.

Inwiefern hat Winfried Schulz die Theorie weiterentwickelt?

Schulz führte eine konstruktivistische Perspektive ein, indem er Nachrichtenfaktoren nicht mehr als objektive Merkmale betrachtete, sondern als journalistische Hypothesen über die Realität.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Entwicklung und Kritik der Nachrichtenwerttheorie
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Publizistik)
Curso
Übung zum Scheinerwerb
Calificación
1,0
Autor
Nannette Remmel (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
20
No. de catálogo
V5734
ISBN (Ebook)
9783638135276
Idioma
Alemán
Etiqueta
Nachrichtenwerttheorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nannette Remmel (Autor), 2001, Entwicklung und Kritik der Nachrichtenwerttheorie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5734
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