Anschluss von UAE-Anschlussdosen an einen S0-Bus (Unterweisung IT-Systemelektroniker / -in)


Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2006

13 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Didaktische Planung
1.1 Begründung zur Themenwahl
1.2 Lernbedingung der Unterweisung
1.2.1 Vorkenntnisse der Auszubildenden
1.2.2 Sächliche Bedingung am Unterweisungsort
1.2.3 Beschreibung des Raumes
1.3 Verwendete Medien
1.3.1 Unterweisungsmittel
1.4 Lernziele
1.4.1 Richtlernziel
1.4.2 Groblernziel
1.4.3 Feinlernziel und Unterweisungsziel
1.4.4 Teillernziele
1.5 Unfallgefahren
1.6 Darstellung des Themas

2. Methodische Festlegung
2.1 Begründung der Methodenwahl
2.1.1 Ablauf der Vier-Stufen-Methode
2.2 Begründung der Medienwahl
2.4 Lernerfolgskontrolle
2.5 Ergebnissicherung

3.0 Zeitlicher Ablauf

4. Quellenangabe

5. Anhang

1.Didaktische Planung

1.1 Begründung zur Themenwahl

Die Anschlussarbeiten von Endgeräteanschlussdosen gehören zu den üblichen Tätigkeiten eines IT-Systemelektronikers. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Geräteintegration in bestehende Telefon- und Datennetze.

Im Lernfeld 7 der Ausbildungsordnung lernen die Auszubildenden Installationstechniken, Netzformen und die Grundlagen der Elektrotechnik kennen.

1.2 Lernbedingung der Unterweisung

1.2.1 Vorkenntnisse der Auszubildenden

Die Auszubildenden sollten das Abmanteln von Kabeln schon erlernt haben, jedoch wird diese Unterweisung so gestaltet sein, das die Auszubildenden dies nicht mehr ausführen müssen. Der sichere und sorgfältige Umgang mit Werkzeugen und Installationsgeräten wird vorausgesetzt, aber auch noch mal vertieft.

Grundkenntnisse der Netzwerktechnik und Übertragungsmedien werden nicht vorausgesetzt, dennoch würden sie einem besserem Verständnis dieser Unterweisung dienen.

1.2.2 Sächliche Bedingung am Unterweisungsort

Im Unterweisungsraum sollten zur aktiven Mitarbeit der Auszubildenden mehrere Tische vorhanden sein.Die Tische sollten die erforderliche Arbeitshöhe besitzen. Die Beleuchtungsverhältnisse sollten der Arbeitsplatzverordnung entsprechen.

Für den theoretischen Teil der Unterweisung sollte eine ausreichend große Projektionsfläche und ein Overhead-Projektor zur Verfügung stehen. Die uneingeschränkte Nutzung dieser Unterweisungsmaterialen sollte durch vorhandene Steckdosen und Verdunklungsmöglichkeiten gewährleistet sein.

Ein üblicher Klassenraum mit dieser Ausstattung würde diesen Anforderungen genügen.

1.2.3 Beschreibung des Raumes

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.3 Verwendete Medien

- Westermann IT-Handbuch (IT-Systemelektroniker/in /Fachinformatiker/in)
- Wandtafel
- Overheadprojektor

1.3.1 Unterweisungsmittel

Die verwendeten Unterweisungsmittel für den praktischen Teil sind:

- 1 Montageplatte mit vormontierten UAE-Anschlussdosen (mit Schraubklemmen)
- Telefonleitung: JY(ST)Y 3 x 2 x 0,6mm²
- 2 Schraubendreher der passenden Größe
- 3 Schraubendreher unpassender Größe und Art
- 1 NTBA
- S0 –Prüfstecker

1.4 Lernziele

1.4.1 Richtlernziel

Der Ausbildungsrahmenplan des Berufbildes des IT-Systemelektronikers beinhaltet:

Nr. 7.1c:

„Leitungen konfektionieren, verbinden und an Geräte anschließen“

Woraus sich das Richtlernziel ergibt:

„Installation von Übertragungsmedien und Anschlusseinrichtungen“

1.4.2 Groblernziel

Das Groblernziel lässt sich hierbei wie folgt formulieren:

„Der Auszubildende kann Datenleitungen an Anschlussdosen anschließen“

1.4.3 Feinlernziel und Unterweisungsziel

Der Auszubildende lernt selbstständig UAE-Anschlusseinheiten in einen S0-Bus zu integrieren.

1.4.4 Teillernziele

Kognitiv:

- Anschlussklemmenbelegung nennen können
- Schraubendrehergröße auswählen können
- Anschlussdosen-Varianten unterscheiden und nennen können
- Endabschlussterminierung nennen können

Psychomotorisch:

- Mit dem Schraubendreher den richtigen Schraubendruck ausüben können
- Sichtprüfung durchführen können
- Sorgfältige Adern auflegen können
- mit der Abisolierzange sorgfältig die Adernspitzen abisolieren können

Affektiv:

- Sorgfältig mit Werkzeugen und Materialen umgehen können
- Ordnung am Arbeitsplatz einhalten können
- Verletzungsgefahren von Schraubendreher einschätzen können

1.5 Unfallgefahren

Die Arbeiten erfolgen in einem spannungsfreien Zustand der Leitungen und Geräte, so dass keine Unfallgefahren durch gefährliche Ströme entstehen können.

Die Gefahren durch unsachgemäßen Umgang mit dem Schraubendreher und der Abisolierzange werden erläutert und durch diese Unterweisung entgegengewirkt.

1.6 Darstellung des Themas

ISDN-Netze sind ein großer Bestandteil von Netzstrukturen zahlreicher Unternehmen und Privathaushalten. Die Ankopplung an diese Netze erfolgt über die jeweiligen Schnittstellen, den UAE/IAE-Anschlusseinheiten. Der einwandfreie Betrieb setzt die fachgerechte Installation und Inbetriebnahme voraus.

2. Methodische Festlegung

2.1 Begründung der Methodenwahl

Als geeignete Form des Lernens in kleinen Gruppen oder mit einzelnen Auszubildenden eignet sich die Vier-Stufen-Methode. Der Vorteil dieser Methode besteht deutlich in der Vermittlung von Fertigkeiten. Dennoch kann hierbei nicht auf eine Wissensvermittlung verzichtet werden, denn die meisten Fertigkeiten setzen ein Hintergrundwissen voraus. Eine solche Begründung der vollzogenen Tätigkeit spielt auch eine entscheidende Rolle beim Lernprozess des Auszubildenden. Vorwiegend erlernt der Auszubildende psychomotorische Fähigkeiten, aber auch der affektive und kognitive Bereich wird vermittelt.

Die Vier-Stufen-Methode kann durchaus auch mit einem kleinen Lehrgespräch beginnen und dann fließend in den praktischen Teil übergehen. Sie eignet sich am besten für das Lernen am Arbeitsplatz.

2.1.1 Ablauf der Vier-Stufen-Methode

I. Stufe: Vorbereitung (ca. 3 Minuten)

1. Kontaktaufnahme/Begrüßung

- Der Ausbilder begrüßt die Auszubildenden
- Die Auszubildenden nehmen an dem Tisch Platz, worauf alles vorbereitet ist.

2. Wiederholung der letzten Unterweisung

Die Wiederholung findet durch ein Lehrgespräch statt.

- Die Auszubildenden sollen selbst sprechen. Dadurch kann das Gelernte kontrolliert werden.
- Der Ausbilder stellt konkrete Fragen, z.B.: „Welche Werkzeuge haben wir letztes Mal kennen gelernt?“.
- Der Ausbilder lobt richtige Antworten und stellt gemeinsam mit den Auszubildenden falsche Antworten richtig. Er versucht, die Auszubildenden selbst die Antworten finden zu lassen.

3. Bekanntgabe des neuen Themas

Ein feindrahtiger Leiter soll an eine UAE-Anschlussdose angeschlossen werden

4. Einsatz im IT-Bereich

Der Ausbilder fragt, wo diese Technik eingesetzt werden kann und erläutert anhand einer Skizze (Folieneinsatz) ihre Verwendung.

5. Motivation

Der Ausbilder muss immer versuchen, das Interesse der Auszubildenden zu wecken, z.B. mit der Frage, ob sie die neuen Betriebsmittel bereits kennen. Er könnte sich

auch erkundigen, ob sie die neuen Betriebsmittel schon zu Hause verwendet haben und dadurch schon erste Kenntnisse erworben haben.

II Stufe: Vormachen (ca. 5 Minuten)

1. Richtiges Platzieren der Auszubildenden. Die Auszubildenden stehen rechts und links vom Ausbilder vor dem Tisch. Es ist darauf zu achten, dass sie die Handgriffe gut beobachten können.

2. Erklären des Werkzeugeinsatzes und Umgang mit den Materialien

- Schraubendreher
- Anschlussleiste
- Gehäuse der Dosen
- Abisolierzange
- Beachtung der Sicherheitsvorschriften

3. Praktisches Vormachen

- Was wird gemacht?

z.B. Abisolieren des Leiters auf die Länge der Anschlussklemme

- Wie wird es gemacht?

z.B. Ansetzen der Abisolierzange und Zusammendrücken bei der benötigten Länge

- Warum wird es gemacht?

z.B. Entfernung der Isolierung

- Womit wird es gemacht?

z.B. Abisolierzange

4. Hinweise auf Gefahren und Fehlerquellen

Der Ausbilder weist auf die verschiedenen Möglichkeiten immer wieder deutlich hin.

z. B.:

- Die Ader kann beschädigt werden.
- Es kann zuviel abisoliert werden.
- Der Draht kann nicht richtig in der Klemmleiste fixiert werden

III Stufe: Nachmachen (ca. 4 Min.)

- Ein Auszubildender versucht die einzelnen Arbeitsschritte nachzumachen.

Dabei erläutert er die einzelnen, von ihm durchgeführten Arbeitsschritte.

- Der/die zweite Auszubildende sieht genau zu und unterstützt seinen Kollegen/

seine Kollegin, falls diese(r) etwas falsch macht oder etwas vergisst.

- Anschließend werden die Rollen vertauscht.

Der Ausbilder bleibt bei den Auszubildenden stehen und kontrolliert stets die einzelnen Arbeitsschritte. Er greift – wenn nötig – korrigierend ein. Dabei achtet er

immer darauf, dass der Auszubildende möglichst den Fehler selbst findet. Der Lerneffekt wird durch diese Methode verstärkt. Die Anfertigung einer Arbeitszergliederung, wie sie im Folgenden gezeigt wird, ist sinnvoll,

weil die Auszubildenden alle Details festhalten können und sie sich dadurch besser ins Gedächtnis einprägen.

IV Stufe: Üben (ca. 6 Minuten)

Der Ausbilder erteilt den Auszubildenden den Auftrag, 2 Anschlussdosen in den vorhandenen S0-Bus zu integrieren. Dabei ist er stets anwesend und kontrolliert die fertigen Anschlussdosen. Die Auszubildenden können ihn jederzeit fragen, wenn ihnen noch etwas unklar ist.

Der Ausbilder erklärt bestimmte Details oder Arbeitsgänge noch einmal und macht eventuell schwierige Handgriffe wiederholt vor.

Abschlussgespräch (ca. 2 Minuten)

- Die Unterweisung wird noch einmal gemeinsam besprochen. Der Ausbilder weist auf typische Fehler hin, z.B. falsches Handhaben des Werkzeugs.
- Der Ausbilder lobt die Auszubildenden für ihre gute Mitarbeit und kann sie so zusätzlich motivieren.
- Der Ausbilder gibt einen kurzen Ausblick auf das nächste Unterweisungsthema, z.B. die Montage von Steckern.
- Der Ausbilder verabschiedet die Auszubildenden mit positiven Worten

2.2 Begründung der Medienwahl

Durch die Wahl eines Overheadprojektors zur Darstellung des Unterweisungsthemas wird der Blickkontakt zur Gruppe nicht unterbrochen. Dies fördert die Aufmerksamkeit der Gruppe. Der geringe Platzbedarf und die einfache Handhabung ermöglichen den gezielten Einsatz in Unterrichtsräumen.

Overheadprojektionen ermöglichen eine Informationsflussteuerung durch Ein- und Ausschalten bzw. durch Abdecken bestimmter Teile der Folien. Dies ermöglicht genügend Spielraum für Fragen in die Gruppe. Außerdem ermöglicht ein Overheadprojektor den Informationserhalt während dem praktischen Teil der Unterweisung.

Die einfache Handhabung der Wandtafel und die Möglichkeit einer Zusammenfassung von wichtigen Punkten während dem Lehrgespräch sollten den Informationserhalt unterstützen, dennoch aber nicht in den Vordergrund rücken, da durch ein Abwenden der Gruppe zum Anschreiben schnell der Kontakt verloren gehen kann.

Demonstrationsmodelle bieten eine Möglichkeit zur Vorführung von verschiedenen Varianten der Unterweisungsmaterialen. Auszubildenden wird hier die Mögklichkeit gegeben taktil zu lernen.

2.4 Lernerfolgskontrolle

Die Lernerfolgskontrolle wird durch ein abschließendes Gespräch mit gezielten Fragen durchgeführt. Der Auszubildende und der Ausbilder haben hier noch mal die Möglichkeit den Lernerfolg anhand der Antworten einzuschätzen.

2.5 Ergebnissicherung

Die Ergebnissicherung wird durch die Übergabe einer kleinen Dokumentation dieses Unterweisungsthemas sichergestellt, die während dem Abschlussgespräches überreicht wird.( beiliegend im Anhang)

Hiermit bietet man gleichzeitig dem Auszubildenden eine Möglichkeit zum selbstständigen Lernen und das Festigen des Unterweisungsinhaltes.

3.0 Zeitlicher Ablauf

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4. Quellenangabe

- Dr. H.-P. Freytag; Dr. F: Gmel; Dr. F. Grasmeher; „DER AUSBILDER IM BETRIEB“ 32. Auflage 2003; Fachbuchverlag Weber & Weidemeyer, Kassel ISBN: 3-925272-23-2
- Verordnung über die Berufsausbildung im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnik (IT- Systemelektroniker/IT- System- Elektronikerin) , Stand 10.Juli 1997, Industrie und Handelskammer Darmstadt
- Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Fachinformatiker/ zur Fachinformatikerin, Stand 10.Juli 1997, Industrie und Handelskammer Darmstadt
- Arbeitsblatt: Beispiel einer Gliederung eines Unterweisungsentwurfs
- http://www.tocker.de/iae_uae/iae_uae.html
- http://www.telekom.de/dtag/downloads/t/T-ISDN-HB05.pdf

5.Anhang

- Handout zur Übergabe an die Auszubildenden

Unterweisungsthema: 14.03.06

Anschluss von UAE-Anschlussdosen an einen S0-Bus

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Anschluss von UAE-Anschlussdosen an einen S0-Bus (Unterweisung IT-Systemelektroniker / -in)
Veranstaltung
Ausbildereignung
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
13
Katalognummer
V57374
ISBN (eBook)
9783638518567
Dateigröße
490 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Unterweisung wurde anerkannt und mit einer 2 benotet. Im Anhang befinden sich die Handouts zur Ausgabe an die Unterweisenden im praktischen Teil der Prüfung.
Schlagworte
Anschluss, UAE-Anschlussdosen, S0-Bus, IT-Systemelektroniker, Ausbildereignung
Arbeit zitieren
Holger Denu (Autor), 2006, Anschluss von UAE-Anschlussdosen an einen S0-Bus (Unterweisung IT-Systemelektroniker / -in), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57374

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