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Studienfinanzierung durch staatlich garantierte Studiendarlehen – Konzepte und kritische Würdigung

Title: Studienfinanzierung durch staatlich garantierte Studiendarlehen – Konzepte und kritische Würdigung

Term Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Thomas-Naoki Nakashima (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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Gründe für eine Studienfinanzierung über Kredite

Auf Grund des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes vom 26. Januar 2005 wurde das Verbot von Studiengebühren für deutsche Hochschulen aufgehoben. Viele Bundesländer ziehen es nun in Betracht, Studiengebühren nicht nur für Langzeitstudierende zu erheben, sondern diese auf alle Studenten auszuweiten. Somit würde jeder Student dazu angehalten werden, für sein Studium zu zahlen. Die Studenten müssen über ein gewisses Maß an Finanzmitteln verfügen, um dies bewerkstelligen zu können. Diese Tatsache führt zu einer näheren Betrachtung des Themas Studiendarlehen. Um die Gründe für oder gegen eine Einführung von Studienbeiträgen und Studiendarlehen verstehen zu können, ist ein Grundverständnis für die aktuelle Situation und Probleme der Hochschulfinanzierung – sowohl aus institutioneller Sicht als auch aus individueller Sicht – notwendig. Dabei ist zu betonen, dass die Diskussion über Studienkredite zumeist verknüpft ist mit einer Einführung von Studiengebühren.

In diesem Kapitel soll nun näher auf die Verknüpfung von Studiengebühren und Studiendarlehen sowie auf die aktuelle Situation und Problematik der institutionellen und individuellen Hochschulfinanzierung eingegangen werden...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Gründe für eine Studienfinanzierung über Kredite

1.1 Aktuelle Situation und Probleme der institutionellen Hochschulfinanzierung

1.2 Aktuelle Situation und Probleme der individuellen Studienfinanzierung

2. Die verschiedenen Ausgestaltungsformen für Studienkredite

2.1 Private Beteiligung oder Vollfinanzierung durch die private Hand?

2.2 Was soll von einem Bildungsdarlehen finanziert werden?

2.3 Wie kann das Bildungsdarlehen aufgenommen werden?

2.4 Woher sollen die finanziellen Mittel stammen?

2.5 Verzinsung der Kredite

2.6 Mögliche Rückzahlungsformen

3. Auswirkungen der Studienfinanzierung über Kredite

3.1 Auswirkungen der Studienkredite auf die individuellen Zugangschancen zu einer Hochschulausbildung

3.2 Moral Hazard bei der Rückzahlung von Studienkrediten

3.3 Umverteilungseffekte von Studium und Studienkrediten

3.4 Auswirkungen der Kredite auf Studienverhalten und Effizienz der Mittelverwendung

3.5 Auswirkungen auf die Anzahl der Studierenden und Absolventen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Konzepte und Auswirkungen einer staatlich garantierten Studienfinanzierung durch Studiendarlehen vor dem Hintergrund notwendiger Reformen der Hochschulfinanzierung in Deutschland. Ziel ist es, die ökonomischen Rahmenbedingungen, Ausgestaltungsoptionen sowie die gesellschaftlichen Konsequenzen eines solchen Darlehenssystems kritisch zu beleuchten.

  • Aktuelle Problematik der institutionellen und individuellen Hochschulfinanzierung
  • Möglichkeiten der privaten Beteiligung und Gestaltung von Bildungsdarlehen
  • Anreizeffekte auf das Studienverhalten und die Effizienz der Mittelverwendung
  • Verteilungswirkungen durch die Umstellung von Steuer- auf Beitragsfinanzierung
  • Gewährleistung von Chancengleichheit beim Hochschulzugang

Auszug aus dem Buch

2.4 Woher sollen die finanziellen Mittel stammen?

Grundsätzlich wäre es möglich, dass der private Bankensektor die Mittel für die Bildungsdarlehen der Studierenden aufbringt. Dies würde den Staat zum einen von der Verwaltungstätigkeit befreien, die zur Aufrechterhaltung des Systems notwendig ist und Kosten verursacht. Zum anderen wäre es für den Staat nicht notwendig, selbst einen Kredit aufzunehmen, um die Studienkredite bereit zu stellen. Allerdings steigen die Zinsen auf dem freien Kapitalmarkt mit zunehmendem Ausfallrisiko, das mit einem Kredit verbunden ist. Ein Studienkredit ist nun aber mit einem besonders hohen Risiko auf Grund vieler Unsicherheiten verbunden. Beispielhaft seien ein Studienabbruch oder die hohe Unsicherheit bezüglich des später erzielbaren Einkommens des Studenten genannt. Dieses spezielle Risiko eines Studienkredites führt auf dem freien Markt zu einem Zins, der weit über dem durchschnittlichen Marktzins liegen dürfte. Studenten aus armen Verhältnissen würden zudem aus Mangel an Sicherheiten und Rücklagen Kredite vollständig verwehrt werden.

Bei einer Finanzierung über den privaten Bankensektor müsste der Staat also als Garant für die Banken auftreten, was wiederum bedeutet, den Kredit bei Ausfall der Rückzahlungsfähigkeit des Studenten zu übernehmen und zu begleichen. Nur so kann gewährleistet werden, dass jeder Student Zugang zu einem Studienkredit erhält. In diesem Fall dürfte das Risiko für den Bankensektor auf ein Minimum sinken. Der Zins wäre entsprechend niedrig und der Student wäre nach seinem Studium nicht durch eine zu hohe Verschuldung belastet. Ein weiteres Problem dürfte aber die Tatsache darstellen, dass Banken meist bereits beim Abschluss eines Kreditvertrages den Zeitpunkt und die Höhe der Rückzahlungsraten festlegen. Für den einzelnen Studenten ist aber bei Beginn des Studiums und damit bei Abschluss des Kreditvertrages noch unklar, wie viel Zeit er für sein Studium benötigen wird. Bei Verzögerungen im Studienablauf könnte es nun unter Umständen zu einer Rückzahlungsverpflichtung noch während des Studiums kommen. Ein solches Risiko ist aber für den einzelnen Studenten unzumutbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Gründe für eine Studienfinanzierung über Kredite: Analysiert die aktuelle Finanzierungslage deutscher Hochschulen und begründet, warum die Einführung von Studienbeiträgen in Verbindung mit Darlehen vor dem Hintergrund knapper öffentlicher Kassen diskutiert wird.

2. Die verschiedenen Ausgestaltungsformen für Studienkredite: Erörtert zentrale Gestaltungsfragen, wie den Finanzierungsumfang, die Zinsmodelle, die Rolle privater Banken versus staatlicher Anbieter sowie unterschiedliche Rückzahlungsmodalitäten.

3. Auswirkungen der Studienfinanzierung über Kredite: Untersucht die Folgen eines Darlehenssystems auf die soziale Chancengleichheit, potenzielle Moral-Hazard-Probleme, Verteilungseffekte sowie die Auswirkungen auf Studienverhalten und Absolventenzahlen.

Schlüsselwörter

Studienfinanzierung, Studiendarlehen, Hochschulfinanzierung, BAföG, Studiengebühren, Bildungsdarlehen, Moral Hazard, Umverteilungseffekte, Studienverhalten, Chancengleichheit, Investition, Zinsrisiko, private Beteiligung, Effizienz, Zugangschancen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Konzepte einer Studienfinanzierung durch staatlich garantierte Studiendarlehen als Alternative oder Ergänzung zur traditionellen Steuerfinanzierung deutscher Hochschulen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der institutionellen Finanzierungsproblematik, der Ausgestaltung von Bildungsdarlehen und den sozioökonomischen Auswirkungen auf Studierende und das Hochschulsystem.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist eine kritische Würdigung der Frage, wie eine private Beteiligung an den Bildungskosten realisiert werden kann, ohne die individuelle Chancengleichheit beim Hochschulzugang zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf vorhandener Literatur, ökonomischen Konzepten und statistischen Gegebenheiten der Hochschullandschaft basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Ausgestaltung von Kreditmodellen (Zinsen, Rückzahlung) und eine Folgenabschätzung hinsichtlich Effizienz und Verteilungsgerechtigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Studienfinanzierung und Studiendarlehen vor allem Effizienz, Umverteilungseffekte, Chancengleichheit und Studienverhalten.

Warum wird die Rolle des Staates als Garant oder Anbieter so hervorgehoben?

Der Autor zeigt auf, dass rein private Marktlösungen für Studienkredite aufgrund hoher Ausfallrisiken und Informationsasymmetrien den Zugang für einkommensschwache Studierende gefährden würden, weshalb staatliche Intervention notwendig ist.

Wie bewertet die Arbeit das Problem der Verschuldung bei Studienverzögerung?

Die Arbeit betont, dass feste Rückzahlungsvereinbarungen zu Beginn des Studiums ein unzumutbares Risiko für den Studierenden darstellen können und fordert daher flexible oder einkommensabhängige Rückzahlungsmodelle.

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Details

Title
Studienfinanzierung durch staatlich garantierte Studiendarlehen – Konzepte und kritische Würdigung
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Course
Soziale Sicherung
Grade
1,3
Author
Thomas-Naoki Nakashima (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V57401
ISBN (eBook)
9783638518727
ISBN (Book)
9783638766029
Language
German
Tags
Studienfinanzierung Studiendarlehen Konzepte Würdigung Soziale Sicherung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas-Naoki Nakashima (Author), 2005, Studienfinanzierung durch staatlich garantierte Studiendarlehen – Konzepte und kritische Würdigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57401
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