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Emotion, Attribution und Leistung im schulischen Kontext

Title: Emotion, Attribution und Leistung im schulischen Kontext

Term Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nina Butterbrodt (Author)

Psychology - Intelligence and Learning Psychology
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„To be human is to be emotional.“ - Mensch bzw. menschlich zu sein heißt, emotional zu sein. Was so kurz und bündig klingt und uns selbstverständlich erscheint, hat in seiner Bedeutung eine große und ausufernde Relevanz. Emotionen spielen für das menschliche Dasein eine große Rolle und sollen in dieser Arbeit umfassend behandelt werden. Dabei soll zunächst auf den Emotionsbegriff eingegangen werden, der in der Psychologie etliche Definitionen von unterschiedlichen Autoren aufweist. Von Ein-Komponenten-Modellen über Mehr-Komponenten-Modelle schließt der erste Teil der Arbeit mit der Definition von Kleinginna und Kleinginna, die auch Martin Hänze als Ausgangspunkt in seinem Buch ‚Denken und Gefühl -Wechselwirkungen von Emotion und Kognition im Unterricht’ von 1998 heranzieht. Die ersten zwei Kapitel dieses Buches lauten ‚Was sind Emotionen?’ und ‚Emotionen und Leistung’. Sie dienen als Grundlage dieser Arbeit, werden jedoch nicht in jedem Punkt wiedergegeben und vertieft. Nach der Begriffsklärung wird auf deren Grundlage die Funktion von Emotionen herausgestellt werden. Dass Emotionen Handlungen steuern und initiieren wird über die Erläuterungen von Lust-Unlust-Mechanismen und so genannten Hauptinstinkten herausgefiltert. Mit drei von Dieter E. Zimmer (1981) aufgestellten Funktionen von Emotionen schließt der erste Teil der Arbeit. Im zweiten Teil wird auf die emotionalen Reaktionen auf Leistung eingegangen. Die Zuschreibung von Gründen für erbrachte Leistung geschieht über die Attribution. Diese wird zunächst in einem eigenen Abschnitt definiert und anhand der Kausaldimensionen erläutert, bevor ein genaueres Augenmerk auf Leistungsattributionen und ihre affektiven Folgen gelegt wird. In einem letzten Schritt werden dann noch die kausalen Attributionen von Schülern und Lehrern dargestellt, um abschließend damit zu enden, wie emotionale Reaktionen des Lehrers auf Schülerseite aufgefasst werden. Der Zusammenhang Emotion - Attribution - Leistung im schulischen Kontext sollte am Ende dieser Arbeit deutlich herausgearbeitet und verstanden sein. Auf formaler Ebene möchte ich darauf hinweisen, dass sowohl Schüler als auch Lehrer der Einfachheit halber in ihrer maskulinen Form genannt werden, das feminine Pendant dazu aber immer gleichbedeutend gemeint ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. EMOTIONEN

2.1 WAS IST EINE EMOTION?

2.2 FUNKTION VON EMOTIONEN

3. EMOTIONEN UND LEISTUNG

3.1 ATTRIBUTION

3.2 LEISTUNGSATTRIBUTIONEN UND IHRE AFFEKTIVEN FOLGEN

3.2.1 KAUSALE ATTRIBUTIONEN DER SCHÜLER

3.2.2 KAUSALE ATTRIBUTIONEN DES LEHRERS

3.2.2.1 EMOTIONALE REAKTIONEN DES LEHRERS

4. SCHLUSSBEMERKUNG

5. LITERATUR

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Emotionen, der Attribution von Leistungsergebnissen und dem schulischen Kontext. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Schüler Erfolge oder Misserfolge interpretieren und wie das affektive Feedback der Lehrkraft das Selbstwertgefühl sowie die weitere Lernmotivation der Schüler beeinflusst.

  • Theoretische Grundlagen des Emotionsbegriffs und deren psychologische Definitionen.
  • Funktionsweise von Emotionen bei der Handlungssteuerung und Lernmotivation.
  • Einfluss der Kausaldimensionen auf die Leistungsattribution.
  • Psychologische Dynamik von Lehrerreaktionen und deren Auswirkungen auf Schüler.

Auszug aus dem Buch

3.2.2.1 Emotionale Reaktionen des Lehrers

Führt der Lehrer den Misserfolg auf die mangelnde Anstrengung des Schülers zurück und schreibt die schlechte Leistung somit einem Faktor zu, der der Kontrolle des Schülers unterliegt, „verbindet sich mit dieser Attribution die Emotion ‚Ärger’.“

Im Unterricht lernen Kinder schon früh, dass es zwischen den Konzepten ‚Fähigkeit’ und ‚Anstrengung’ einen Unterschied gibt. Sogar Fünfjährige sind bereits in der Lage, den Zusammenhang der Emotion ‚Ärger’ mit der Attribution ‚fehlende Anstrengung’ herzustellen. Überraschenderweise können sie auch feststellen, dass das Mitgefühl eines Lehrers mit der Attribution ‚mangelnde Fähigkeit’ einhergeht. Sympathieäußerungen in Bezug auf Misserfolge haben folglich negative Auswirkungen: Der Schüler schämt sich, weil er glaubt, der Lehrer schließt aus der schlechten Note auf mangelnde kognitive Fähigkeiten.

Nicht nur Mitgefühl kann beim Schüler den Eindruck erwecken, der Lehrer sei von seinen mangelnden Fähigkeiten überzeugt. Auch Lob oder Hilfe können in unangebrachten Situationen ihren Sinn verfehlen. Lob wird von Schülern falsch interpretiert, wenn der Lehrer bei sehr einfachen, richtig gelösten Aufgaben lobt oder bei schlechter Leistung auf Kritik verzichtet. Ebenso kann übertriebene Hilfe des Lehrers auf Widerspruch des Schülers treffen. Der Schüler bedarf keines Lobes und keiner Hilfe, wenn die Aufgabe sehr leicht oder angemessen für ihn ist. Erhält er sie dennoch, fühlt er sich in der Annahme bestätigt, vom Lehrer als unfähig eingeschätzt zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz von Emotionen für das menschliche Dasein und Darlegung der inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit.

2. EMOTIONEN: Definition des Emotionsbegriffs und Untersuchung der psychologischen Funktionen von Emotionen bei der Handlungsinitiierung.

3. EMOTIONEN UND LEISTUNG: Analyse des Zusammenspiels von Ursachenzuschreibungen und emotionalem Erleben in schulischen Leistungssituationen.

4. SCHLUSSBEMERKUNG: Zusammenfassende Betrachtung der gewählten Schwerpunkte sowie Hinweise auf die theoretischen Grundlagen.

Schlüsselwörter

Emotionen, Attribution, Leistung, Kausaldimensionen, Leistungsattribution, Schüler, Lehrer, Selbstwertgefühl, Lernmotivation, Handlungssteuerung, Affektive Folgen, Kausale Attribution, Pädagogische Psychologie, Motivationssysteme, Schulerfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Wechselwirkungen zwischen emotionalen Zuständen, der Zuschreibung von Ursachen bei Leistungen (Attribution) und deren Bedeutung im schulischen Alltag.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit beleuchtet?

Im Zentrum stehen die Definition von Emotionen, deren Steuerungsfunktion, die Theorie der Kausaldimensionen nach Weiner sowie die emotionale Dynamik zwischen Lehrkraft und Schülern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit zielt darauf ab, den Zusammenhang zwischen Emotion, Attribution und Leistung im Kontext der Schule verständlich zu machen und die Auswirkungen von Lehrerreaktionen auf den Schüler zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Aufarbeitung psychologischer Modelle bekannter Fachautoren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Emotionsbegriffs sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Attributionsstilen von Schülern und den Auswirkungen des Lehrerverhaltens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Schlagworte sind Attribution, Emotionen, Leistung, Kausaldimensionen, Motivation und schulischer Kontext.

Warum spielt die Attribution von Misserfolg eine so entscheidende Rolle für Schüler?

Wenn Schüler Misserfolge auf mangelnde Fähigkeiten statt auf veränderbare Faktoren wie Anstrengung zurückführen, kann dies zu negativen emotionalen Antizipationen und einem Abbruch der Lernbemühungen führen.

Wie beeinflusst das Lehrerverhalten die Selbstwahrnehmung der Schüler bei Misserfolg?

Lehrer, die Mitgefühl bei Misserfolg zeigen, können unbeabsichtigt den Eindruck vermitteln, sie hielten den Schüler für unfähig, was wiederum Schamgefühle beim Schüler auslösen kann.

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Details

Title
Emotion, Attribution und Leistung im schulischen Kontext
College
University of Münster  (Fachbereich: Psychologie)
Course
Pädagogische Psychologie, Stimmung und Leistung
Grade
1,0
Author
Nina Butterbrodt (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V57432
ISBN (eBook)
9783638518888
ISBN (Book)
9783656806226
Language
German
Tags
Emotion Attribution Leistung Kontext Pädagogische Psychologie Stimmung Leistung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Butterbrodt (Author), 2006, Emotion, Attribution und Leistung im schulischen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57432
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