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Literaturbericht über: Ikegami, Eiko: "The Taming of the Samurai. Honourific Individualism and the Making of Modern Japan." Cambridge: Havard University Press, 1995

Title: Literaturbericht über: Ikegami, Eiko: "The Taming of the Samurai. Honourific Individualism and the Making of Modern Japan." Cambridge: Havard University Press, 1995

Literature Review , 2004 , 27 Pages

Autor:in: Anonym (Author)

South Asian Studies, South-Eastern Asian Studies
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Summary Excerpt Details

Der Literaturbericht beschäftigt sich mit Eiko Ikegamis Standardwerk, "The Taming of the Samurai. Honourific Individualism and the Making of Modern Japan", in dem die Professorin für Soziologie an der renomierten Yale Universität, die Entstehung und Entwicklung der Samurai aus einem soziologischen Kontext heraus erzählt. Der Literaturbericht geht ausführlich auf ihre Darstellungen ein und gibt die komplexe Thematik der Entstehung dieser besonderen Kultur, deren gemeinschaftlichen Richtlinien auf einem strengen Kodex zur Regelung von Schuld und Dienst, dem sogenannten Ehrenkodex der Samurai,beruht, anschaulich wieder.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I A Social Approach

1 Honor, State Formation and Social Theories

II Origins In Violence

2 The Coming of the Samurai:Violence and Culture in The Ancient World

3 Vassalage and Honor

4 The Rite of Honorable Death: Warfare and the Samurai Sensibility

III Disintegration and Reorganization

5 Social Reorganization in the Late Medieval Period

6 A Society Organized for War

IV The Paradoxical Nature of Tokugawa State Formation

7 Tokugawa State Formation

8 An Integrated Yet Decentralized State Structure

9 The Tokugawa Neo-Feudal State: A Comparative Evaluation

V Honor and Violence in Transformation

10 Honor or Order: The State and Samurai Self-Determinism

11 The Vendetta of the Forty-seven Samurai

12 Proceduralization of Honor

VI Honor Polarization in Vassalic Bureaucracy

13 State-Centred Honor and Vassalic Bureaucracy

14 Hagakure: The Cult of Death and Honorific Individuality

15 Confucian and Post-Confucian Samurai

VII Honorific Individualism and Honorifc Collectivism

16 Themes of Control and Change Epilogue: Honor and Identity

Epilogue: Honor and Identity

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, den historischen Status und die soziologische Entwicklung des Samurai-Standes in Japan anhand der Analyse von Eiko Ikegamis Werk "The Taming of the Samurai" darzustellen und kritisch zu beleuchten.

  • Die soziologische Entstehung und Definition von Ehre innerhalb der Samurai-Kultur.
  • Die Transformation der Samurai von gewalttätigen Kriegern hin zu einer bürokratisierten Klasse unter der Tokugawa-Regierung.
  • Die Rolle von Ideologien wie dem Konfuzianismus und deren Einfluss auf das Kriegerethos.
  • Die Bedeutung von sozialen Kontrollmechanismen und der "Zähmung" der Samurai-Klasse.
  • Die historische Einordnung des japanischen Feudalismus im Vergleich zu europäischen Modellen.

Auszug aus dem Buch

1. Honor, State Formation and Social Theories

In diesem Kapitel weist Ikegami darauf hin, dass das englische Wort honor kaum den vielen verschieden Bedeutungen des Wortes im Japanischen gerecht werden kann. So gibt es z. B. na (Name), haji (Schuld oder Gesicht), chijoku (unehrenhaft), iiji [sic] (Stolz) und sekentei [sic] (Die Erscheinung in der Welt), wie sie auf Seite 17 angegeben werden. Alle umschreiben sie den Begriff der Ehre. Eine gebräuchliche Floskel von damals lautete: mittomonai kara yoshinasai (ebd. 17), was soviel hieß wie “tut es nicht, es könnte einen schlechten Eindruck machen”, und darauf deutete, dass Ehre , wie es auch im Vokabular der heutigen japanischen Sprache zu finden ist, vielmehr die Vermeidung von eigenen Unannehmlichkeiten haji, sowie Peinlichkeiten oder gar Schande bedeutet, als weniger das Rühmen heldenhafter Taten na.

Diese culture of shame, wie Ikegami es nennt, regulierte das Verhältnis in der Gruppe, auf die, wie wir später noch sehen werden, ein jeder angewiesen war, und sorgte für ein relativ reibungslosen Ablauf. An dieser Stelle zitiert sie Ashton Blok, der weitere Beispiele für ähnliche Zusammenspiele bei der sizilianischen Mafia oder in Algerien findet, wobei Ikegami darauf verweist, dass diese wesentlich konfliktgeladener waren als in Japan. Sie unterscheidet zwischen honour culture (Japan) und violent honour culture (Mittelmeerraum).

Wie konnte sich diese culture of honour entwickelen? Ikegami definiert einen komplexen Stil, der über Generationen weitergegeben wurde, und obwohl die Nachkommen diesen Stil nicht immer eins zu eins übernahmen, blieb die Komplexität erhalten. So kam es durchaus vor, das gewisse Symbolismen zwar von Generation zu Generation weitergegeben wurden, jedoch fielen die Interpretationen mit der Zeit anders aus, da Einzelne ihre kollektive oder individuelle Identität mit einbezogen. Und obwohl dieser Prozess langwierig und für die Beteiligten nur selten erkennbar war, änderte sich doch das Verständnis von Ehre.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Honor, State Formation and Social Theories: Dieses Kapitel erläutert die vielfältigen japanischen Begrifflichkeiten für Ehre und führt das Konzept der "culture of shame" ein, welche die soziale Ordnung innerhalb der Samurai-Gruppen regulierte.

2. The Coming of the Samurai:Violence and Culture in The Ancient World: Es wird die Entstehung des Samurai-Standes aus frühen militärischen Gruppen sowie deren Abgrenzung zum Hofadel untersucht.

3. Vassalage and Honor: Das Kapitel behandelt den Wandel des Samurai-Standes zu einer dominanten Macht unter dem Kamakura-Shogunat und die Etablierung des Treueverhältnisses zwischen Herr und Vasall.

4. The Rite of Honorable Death: Hier wird die Entwicklung des rituellen Selbstmordes (Seppuku) als fester Bestandteil des Ehrenkodex analysiert.

5. Social Reorganization in the Late Medieval Period: Das Kapitel beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und den Niedergang des alten Landsystems (Shôen) während des Mittelalters.

6. A Society Organized for War: Die Ära des "Zeitalters der streitenden Provinzen" und der Übergang zu größeren Massenschlachten unter den Sengoku-Daimyô stehen hier im Fokus.

7. Tokugawa State Formation: Die Konsolidierung der Macht unter der Tokugawa-Regierung und die damit verbundene Pazifizierung Japans werden dargestellt.

8. An Integrated Yet Decentralized State Structure: Das Kapitel analysiert die spezifische Staatsstruktur der Tokugawa-Zeit, die durch soziale Selbstkontrolle ohne zentrales Polizeisystem funktionierte.

9. The Tokugawa Neo-Feudal State: A Comparative Evaluation: Es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der Einordnung Japans als Feudalstaat im internationalen Vergleich.

10. Honor or Order: The State and Samurai Self-Determinism: Die Entstehung von hypersensiblen Konfliktmustern bei Samurai und die Reaktion der Regierung darauf werden diskutiert.

11. The Vendetta of the Forty-seven Samurai: Anhand des Falls der 47 Samurai wird das Spannungsfeld zwischen privaten Ehrenprinzipien und öffentlichem Gesetz aufgezeigt.

12. Proceduralization of Honor: Die Institutionalisierung und Bürokratisierung des Ehrenkodex zur Vermeidung von Gewalt steht hier im Mittelpunkt.

13. State-Centred Honor and Vassalic Bureaucracy: Es wird untersucht, wie die Samurai zunehmend in administrative und bürokratische Strukturen integriert wurden.

14. Hagakure: The Cult of Death and Honorific Individuality: Das Kapitel analysiert das Hagakure als literarisches Gegenstück zur zunehmenden Domestizierung des Samurai-Standes.

15. Confucian and Post-Confucian Samurai: Die Rolle des Konfuzianismus als moralische Philosophie und deren spätere Verbreitung bei den Samurai wird beleuchtet.

16. Themes of Control and Change Epilogue: Honor and Identity: Das abschließende Kapitel fasst den kulturellen Wandel zusammen, der zur "Zähmung" der Samurai führte, und verknüpft dies mit den Entwicklungen der Meiji-Restauration.

Schlüsselwörter

Samurai, Japanische Geschichte, Ehre, Bushidô, Tokugawa-Zeit, Seppuku, Feudalismus, Soziologie, Kriegerethos, Machtstruktur, Pazifizierung, Konfuzianismus, Ehrenkodex, Historische Analyse, Soziale Kontrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit liefert einen Literaturbericht über Eiko Ikegamis soziologische Studie "The Taming of the Samurai" und untersucht die Entwicklung der Samurai von einer kriegerischen Elite hin zu einer gezähmten, bürokratisierten Klasse im Japan der Tokugawa-Zeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Feldern gehören die Entstehung und Transformation des Ehrenbegriffs, die Rolle von Gewalt, die soziale Organisation der Samurai sowie die politische Machtkonsolidierung des Shogunats.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Verständnis für den Wandel der Samurai-Identität zu schärfen und die soziologischen Hintergründe der "Zähmung" der einst stolzen Krieger durch staatliche Kontrolle und Ideologien zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dem behandelten Buch angewandt?

Ikegami stützt sich auf eine soziologische Perspektive, analysiert Fallstudien (Case Studies) und nutzt historische sowie literarische Quellen, um die Entwicklung der Samurai-Gesellschaft zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Epochen und Themenbereiche, von den gewaltsamen Ursprüngen der Samurai, über deren Transformation im Mittelalter, bis hin zur strukturellen Einbindung in die bürokratische Ordnung des Tokugawa-Staates.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Samurai, Ehre, Bushidô, Tokugawa-Staat, Seppuku, Feudalismus und soziale Kontrolle.

Welche Bedeutung hatte das Hagakure für die Samurai-Kultur?

Das Hagakure wird als Reaktion auf die zunehmende Bürokratisierung und das damit verbundene "Lotterleben" einiger Samurai gesehen; es forderte zur Selbstbesinnung auf den Tod und zu stoischer Disziplin auf.

Warum lehnt Ikegami den Begriff des "Feudalismus" für Japan ab?

Ikegami argumentiert, dass die westlichen Konzepte des Feudalismus nicht eins zu eins auf Japan übertragbar sind, da die Machtverhältnisse, das Fehlen zentraler gesetzlicher Grundlagen und die sozioökonomische Abhängigkeit der Samurai grundlegend anders waren als in Europa.

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Details

Title
Literaturbericht über: Ikegami, Eiko: "The Taming of the Samurai. Honourific Individualism and the Making of Modern Japan." Cambridge: Havard University Press, 1995
College
University of Leipzig  (Ostasiatisches Institut)
Course
Grundkurs Geschichte der Gesellschaft und Kultur Japans
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2004
Pages
27
Catalog Number
V57462
ISBN (eBook)
9783638519175
ISBN (Book)
9783638677493
Language
German
Tags
Literaturbericht Ikegami Eiko Taming Samurai Honourific Individualism Making Modern Japan Cambridge Havard University Press Grundkurs Geschichte Gesellschaft Kultur Japans
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2004, Literaturbericht über: Ikegami, Eiko: "The Taming of the Samurai. Honourific Individualism and the Making of Modern Japan." Cambridge: Havard University Press, 1995, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57462
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