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Bedingungen, die das Mathematiklernen erleichtern: Zur sorgfältigen Auswahl von Veranschaulichungsmitteln

Title: Bedingungen, die das Mathematiklernen erleichtern: Zur sorgfältigen Auswahl von Veranschaulichungsmitteln

Term Paper , 2006 , 25 Pages

Autor:in: Katrin Wildhagen (Author)

Didactics - Mathematics
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Summary Excerpt Details

Das Thema Veranschaulichungsmittel im Mathematikunterricht ist sehr bedeutsam, da sich Kinder beim Erlernen des Rechnens auch immer „ein Bild von einer Sache“ machen müssen, um den Sachverhalt zu verstehen. Da sich solche visuellen Vorstellungsbilder in der Altersstufe der Grundschüler primär durch selbst ausgeführte Handlungen entwickeln, sind geeignete Arbeits- und Veranschaulichungsmittel unentbehrlich. (vgl. Lorenz 1995, S. 8) Dass „wir“ am meisten davon behalten, was wir selber tun, erkannte schon KONFUZIUS, der sagte: "Erzähl mir und ich vergesse. Zeige mir und ich erinnere. Lass mich tun und ich verstehe." (Konfuzius) Gerade für schwächere Schüler besteht im Mathematikunterricht die besonders schwierige Aufgabe darin, im Umgang mit Material Vorstellungsbilder zu entwickeln. Deshalb sollten Arbeitsmittel sorgfältig ausgewählt werden, damit sie den Schülern helfen und sie nicht noch zusätzlich verunsichern. In dieser Arbeit möchte ich daher ausgewählte Arbeits- und Veranschaulichungsmittel darstellen und Kriterien aufzeigen, die geeignete Materialien aufweisen sollten. Zunächst sollen aber einige Leitideen dargelegt werden, die zum Einsatz von Arbeitsmitteln im arithmetischen Anfangsunterricht beachtet werden sollten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Leitideen

2.1 „Weniger ist mehr“

2.2 Primat der Handlung

2.3 Lernmittel statt Lösungsmittel

2.4 Zahlverständnis, Rechenfähigkeit und Rechenfertigkeit

2.5 Zahldarstellung und Zahlauffassung

3 Arbeits- und Veranschaulichungsmittel

3.1 Typen von Arbeitsmitteln

3.1.1 Unstrukturierte Materialien

3.1.2 Strukturierte Materialien

3.1.3 Mischformen

3.2 Auswahlkriterien

3.3 Hilfreiche und weniger hilfreiche Arbeits- und Veranschaulichungsmittel

3.3.1 Arbeitsmittel im Zahlenraum bis 20

3.3.2 Arbeitsmittel im Zahlenraum bis 100

4 Resümee

5 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und den gezielten Einsatz von Arbeits- und Veranschaulichungsmitteln im arithmetischen Anfangsunterricht der Grundschule. Ziel ist es, Kriterien für eine Auswahl zu definieren, die den Übergang vom zählenden zum operativen Rechnen fördern und Kindern helfen, stabile visuelle Vorstellungsbilder aufzubauen.

  • Leitideen für den Einsatz von didaktischem Material im Mathematikunterricht
  • Differenzierung und Bewertung von unstrukturierten und strukturierten Arbeitsmitteln
  • Kriterienkatalog zur Beurteilung der pädagogischen Eignung von Lehrmitteln
  • Analyse und kritische Betrachtung spezifischer Materialien für die Zahlenräume bis 20 und bis 100

Auszug aus dem Buch

3.1 Typen von Arbeitsmitteln

Im heutigen Mathematikunterricht dominieren drei Typen von Arbeitsmitteln: unstrukturierte Materialien, strukturierte Materialien und Mischformen dieser beiden Typen. Diese drei sollen im Folgenden dargestellt und ihre Vor- und Nachteile aufgezeigt werden.

3.1.1 Unstrukturierte Materialien

Mit unstrukturierten Materialien, wie zum Beispiel Wendeplättchen, Steckwürfeln und Naturmaterialien wie Äpfel, Nüsse, Kastanien u. v. a. m. können Zahlen durch das Legen einzelner Objekte dargestellt werden.

So kann zum Beispiel die Zahl 7 mit Hilfe von 7 Wendeplättchen dargestellt oder durch 7 Steckwürfel (gegebenenfalls aneinander gesteckt) veranschaulicht werden. Eine weitere Möglichkeit die Zahl 7 zu repräsentieren besteht darin, 7 Äpfel, Kastanien oder Nüsse zu legen. Größere Anzahlen können hierbei durch Zählen bestimmt und kleinere Anzahlen bis 4 simultan auf einen Blick erkannt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz visueller Vorstellungsbilder beim Erlernen des Rechnens und betont die Notwendigkeit einer sorgfältigen Materialauswahl, um Lernschwierigkeiten durch verfestigtes Zählen zu vermeiden.

2 Leitideen: Dieses Kapitel erläutert fundamentale Prinzipien wie das Primat der Handlung und die Forderung nach der "Selbstüberflüssigkeit" von Lernmitteln, um den Aufbau von Rechenkompetenz zu unterstützen.

3 Arbeits- und Veranschaulichungsmittel: Hier erfolgt eine detaillierte Typisierung der Materialien, die Einführung eines Kriterienkatalogs zur Qualitätsbeurteilung sowie die spezifische Analyse gebräuchlicher Arbeitsmittel für unterschiedliche Zahlenräume.

4 Resümee: Die Zusammenfassung unterstreicht die Empfehlung für sogenannte Mischformen und fasst die Eignung verschiedener Materialien für den Zahlenraum bis 20 sowie bis 100 zusammen.

5 Literatur: Das Literaturverzeichnis führt die wissenschaftlichen Quellen auf, die der theoretischen Fundierung der Arbeit dienen.

Schlüsselwörter

Mathematikunterricht, Grundschule, Veranschaulichungsmittel, Arbeitsmittel, zählendes Rechnen, Zahlverständnis, Zahldarstellung, Zahlauffassung, Rechenstrategien, operative Strategien, Kriterienkatalog, Zahlenraum bis 20, Zahlenraum bis 100, Rechenrahmen, Mischformen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die didaktisch sinnvolle Auswahl und den Einsatz von Arbeitsmitteln im Mathematikunterricht der Grundschule, um Schülern den Erwerb mathematischer Konzepte zu erleichtern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf den Leitideen für den Materialeinsatz, der Kategorisierung von Lernmitteln (unstrukturiert, strukturiert, Mischformen) und deren Bewertung anhand eines Kriterienkatalogs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie Arbeitsmittel Kinder dabei unterstützen können, zählende Strategien zu überwinden und ein stabiles Verständnis für arithmetische Operationen zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachdidaktische Analyse, die auf Literaturrecherche und der systematischen Auswertung von Vor- und Nachteilen gängiger Lehrmittel auf Basis etablierter Kriterien beruht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Leitideen, die Einteilung der Materialien in verschiedene Typen, die Aufstellung von Auswahlkriterien sowie die konkrete Analyse und Beurteilung einzelner Arbeitsmittel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem: Mathematikunterricht, Veranschaulichungsmittel, Zahlauffassung, operative Strategien, Rechenrahmen und die Ablösung vom zählenden Rechnen.

Warum wird das zählende Rechnen im Anfangsunterricht kritisch betrachtet?

Zählendes Rechnen gilt als wenig effizient und kann zu massiven Lernschwierigkeiten führen, weshalb das Ziel des Unterrichts darin bestehen sollte, Kinder zu anspruchsvolleren, operativen Strategien zu führen.

Welche Vorteile bieten sogenannte „Mischformen“ von Arbeitsmitteln?

Mischformen kombinieren die Vorteile strukturierter und unstrukturierter Materialien, indem sie sowohl den Rückgriff auf Einzelelemente ermöglichen als auch eine quasi-simultane Erfassung von Anzahlen auf einen Blick erlauben.

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Details

Title
Bedingungen, die das Mathematiklernen erleichtern: Zur sorgfältigen Auswahl von Veranschaulichungsmitteln
College
Private University of Economy and Engineering Vechta-Diepholz-Oldenburg  (Institut für Naturwissenschaften, Didaktik der Mathematik und des Sachunterrichts)
Course
Bedingungen des Mathematiklernens im Grundschulalter
Author
Katrin Wildhagen (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V57537
ISBN (eBook)
9783638519830
ISBN (Book)
9783656792109
Language
German
Tags
Bedingungen Mathematiklernen Auswahl Veranschaulichungsmitteln Bedingungen Mathematiklernens Grundschulalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Wildhagen (Author), 2006, Bedingungen, die das Mathematiklernen erleichtern: Zur sorgfältigen Auswahl von Veranschaulichungsmitteln, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57537
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