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Das Barwertkalkül als Weiterentwicklung zur Marktzinsmethode. Ablauffiktionen bei variablen Geschäften

Title: Das Barwertkalkül als Weiterentwicklung zur Marktzinsmethode. Ablauffiktionen bei variablen Geschäften

Diploma Thesis , 2005 , 79 Pages , Grade: 1,4

Autor:in: Sebastian Schindler (Author)

Business economics - Controlling
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Kreditinstitute sehen sich heute mehr als zuvor mit der Problematik konfrontiert, das Bestehen des Instituts in einem sich zunehmend komplexer und dynamischer werdenden Umfeld zu gewährleisten. Wie schon seit vielen Jahren in zahlreichen Publikationen und wirtschaftlichen Berichten zu lesen ist, haben
Banken u.a. mit hohem Margendruck im klassischen Kundengeschäft zu kämpfen. Hinzu kommen Faktoren wie starke Marktpreisschwankungen und hohe existenzbedrohende Kreditrisiken. Auch erhöhen der am Binnenmarkt vorherrschende Strukturwandel, der technische Fortschritt, Deregulierungen,
die Internationalisierung der Märkte und eine zunehmende Konkurrenz den Wettbewerbsdruck. Daraus resultierende Rentabilitätsprobleme, die Suche
nach neuen profitablen Ertragsquellen und einer modernen Gesamtbanksteuerung, aber auch zunehmende aufsichtsrechtliche Anforderungen, z.B. durch
MaK und Basel II, machen die Integration eines professionellen Controllings hin zu einem konsequenten Erfolgs- und Ertragsdenken unverzichtbar. Für die Sicherung des zukünftigen Bankgeschäfts gilt es also, ein modernes Controlling,
das als eingegliedertes Konzept ertragsorientierter Banksteuerung verstanden wird, in den Betrieb zu integrieren.

Die Anforderungen an ein modernes Controlling, dem neben den Aufgaben der Planung, Kontrolle und Steuerung auch die Aufgabe der Informationsaufbereitung bzw. -versorgung zukommt, befinden sich im Umbruch. Die Erfüllung dieser Anforderungen ist in Bezug auf den Geschäftserfolg maßgeblich. Die Funktionsfähigkeit des Controllings hängt dabei wesentlich von den verwendeten Kalkulationsverfahren und -instrumenten ab. Eine zentrale Bedeutung nimmt die Beantwortung der Frage nach der Entstehung und Zurechnung des Periodenergebnisses der Bank ein. Nur wenn ermittelt wird, wo bzw. womit das Ergebnis der Bank erzielt wurde, kann das Controlling weitere Impulse zur
Steuerung der Ertragslage der Bank geben. Das Kalkulationsinstrumentarium muss also in der Lage sein, Auskunft darüber zu geben, welchen Beitrag ein
einzelnes Bankprodukt zum Gesamtbankergebnis leistet. Wesentlich ist hierbei, dass eine Grenznutzenbetrachtung stattfindet. Jedem Einzelprodukt muss genau der Ergebnisbeitrag zugerechnet werden können, der für die Bank durch
den Abschluss des Geschäftes zusätzlich entsteht ...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Die Marktzinsmethode als Grundlage für das Barwertkonzept

2.1 Grundkonzept der Marktzinsmethode im Margenkalkül / Einordnung und Funktionsweise

2.2 Grenzen der Marktzinsmethode

3. Margenkalkulation mit Hilfe des Barwertkonzeptes

3.1 Barwertkonzept

3.1.1 Die Entstehung des Barwertkonzepts als Weiterentwicklung der Marktzinsmethode

3.1.2 Das Wesen des Barwertkonzepts

3.2 Bewertungsmethoden von Konditionsbeitrags-Barwerten bei Kundengeschäften mit Festzinsvereinbarung

3.2.1 Strukturkongruente Refinanzierung mit Geld- und Kapitalmarktgeschäften

3.2.2 Strukturkongruente Refinanzierung mit Zerobond-Renditen bzw. –Abzinsungsfaktoren

3.2.3 Fazit

3.3 Bewertungsmethoden von Konditionsbeitrags-Barwerten bei Kundengeschäften ohne Festzinsvereinbarung

3.3.1 Charakteristik variabler Geschäfte

3.3.2 Die konstante Marge als Ziel von Ablauffiktionen

3.3.3 Problematik des Bewertungszinses

3.3.4 Festlegung des Mischungsverhältnisses gleitender Zinsen

3.3.5 Empirische Untersuchungen zur Ermittlung von Ablauffiktionen mit Hilfe von Softwarelösungen auf Basis der historischen Analyse

3.3.5.1 Vorwort

3.3.5.2 Ergebnisanalyse aufgrund des Optimierungskriteriums der Standard- und Trend-Standardabweichung

3.3.5.2 Ergebnisbeurteilung

3.3.5.3 Ergebnisanalyse bei Berücksichtigung von Volumensschwankungen / Ausgleichszahlungen

3.3.5.4 Ansatzmöglichkeiten neben der historischen Analyse

3.3.6 Cash-flow-Auswertung

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Barwertkalkül als methodische Weiterentwicklung der klassischen Marktzinsmethode, mit dem primären Ziel, die Bewertungsproblematik bei variabel verzinslichen Bankgeschäften zu lösen und eine für die Banksteuerung aussagekräftige Erfolgsgröße zu etablieren.

  • Marktzinsmethode und deren Grenzen in der modernen Banksteuerung
  • Konzeptionelle Grundlagen und Funktionsweise des Barwertkonzepts
  • Methoden der Bewertung von Festzins- und Variabel-Geschäften
  • Ermittlung von Ablauffiktionen mittels historischer Zinsanalysen
  • Einsatz von Software zur Optimierung der Margenkalkulation

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Die Entstehung des Barwertkonzepts als Weiterentwicklung der Marktzinsmethode

Der Grundgedanke der Marktzinsmethode - die Messung des Einzelgeschäfts an Marktalternativen - hat sich in Theorie und Praxis als überlegene Methode zur Steuerung des Bankergebnisses im zinsabhängigen Geschäft erwiesen. Auch im weiterentwickelten Barwertkonzept werden die einzelnen Geschäfte am Tag der Konditionierung in ihre Zahlungsströme zerlegt und nach dem Duplikationsprinzip am Referenzzins gemessen. Da sich Finanzgeschäfte durch Ein- und Auszahlungen charakterisieren, wird durch die zeitliche Abfolge und der Höhe dieser Ein- und Auszahlungen jedes Geschäft korrekt wiedergegeben. Daher wird der Cash-flow als die richtige und objektive Basis zur Steuerung des Zinsergebnisses angesehen und ist deshalb für die Beurteilung von Barwerten besonders geeignet.

Der grundlegende Unterschied zwischen der Marktzinsmethode und dem Barwertkalkül liegt in dem Zeitpunkt, auf den das Ergebnis abgebildet wird. Entgegen der Grundform der Marktzinsmethode wird im Barwertkonzept der gesamte ermittelte kalkulatorische Erfolg auf den Zeitpunkt der Konditionierung abgebildet. Die margenorientierte laufende Darstellung wird zugunsten einer wertorientierten Betrachtung aufgegeben. Damit einhergehend fallen die Überlegungen durch die bereits in Vorperioden konditionierten Geschäfte weg, wobei das Neugeschäft, als alleinig steuerungsrelevante Größe, vollständig abgebildet wird. Fehlsteuerungen, die bisher daraus resultierten, dass das periodische Zinsergebnis (beispielsweise des Kreditbereichs) maßgeblich von Ergebnissen in der Vergangenheit abgeschlossener Geschäfte geprägt war, sollen hierdurch vermieden werden. Es ergibt sich die konsequente Ausrichtung des Barwertkonzepts auf das Neugeschäft. Im Vergleich zu den klassischen Methoden ist das Barwertkonzept durch diese Neuausrichtung deutlich handlungsorientierter und setzt steuerungsunmittelbarer an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Problematik des Margendrucks im Bankgeschäft ein und erläutert die Notwendigkeit moderner Controllingsysteme für eine ertragsorientierte Gesamtbanksteuerung.

2. Die Marktzinsmethode als Grundlage für das Barwertkonzept: Das Kapitel erläutert das klassische Modell der Marktzinsmethode, ihre Funktionsweise auf Basis des Opportunitätsprinzips sowie ihre Grenzen bei einer strategischen, periodenübergreifenden Banksteuerung.

3. Margenkalkulation mit Hilfe des Barwertkonzeptes: Der Hauptteil beschreibt das Barwertkonzept als Weiterentwicklung, zeigt Bewertungsverfahren für Festzins- sowie variable Geschäfte auf und analysiert empirisch die Ermittlung optimaler Ablauffiktionen mittels historischer Daten.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen, reflektiert die methodischen Stärken des Barwertkonzepts gegenüber der Marktzinsmethode und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Zukunfts- und Szenarioanalyse.

Schlüsselwörter

Bankcontrolling, Barwertkalkül, Marktzinsmethode, Margenkalkulation, Ablauffiktionen, Zinsänderungsrisiko, Neugeschäftssteuerung, Fristentransformation, Cash-flow-Analyse, Strukturbeitrag, Konditionsbeitrag, Bewertungszins, historische Analyse, Banksteuerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung des Bankcontrollings, speziell mit dem Übergang von der klassischen Marktzinsmethode zum Barwertkonzept zur genaueren Steuerung von Einzelgeschäften.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die Margenkalkulation, die Bewertung von Finanzgeschäften, das Zinsänderungsrisiko sowie die methodische Herausforderung, variable Kundengeschäfte korrekt abzubilden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel besteht darin, die Kalkulationsproblematik variabler Bankgeschäfte im Barwertkalkül zu analysieren und Lösungsansätze aufzuzeigen, wie durch eine wertorientierte Betrachtung Fehlsteuerungen der Vergangenheit vermieden werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zur Anwendung?

Der Autor nutzt eine Kombination aus theoretischer Fundierung des Barwertkonzepts und der Anwendung statistischer Methoden (wie der Standard- und Trend-Standardabweichung), um durch historische Analysen optimale Ablauffiktionen für variable Produkte zu bestimmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Bewertungsmethoden für Festzinsvereinbarungen, die Charakteristik variabler Produkte sowie empirische Untersuchungen zur Ermittlung von Ablauffiktionen, unterstützt durch Softwarelösungen wie VARAN.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Barwertkonzept, Marktzinsmethode, Konditionsbeitrag, Strukturbeitrag und Zinsänderungsrisiko.

Wie werden variable Geschäfte in dieser Arbeit bewertet?

Die Bewertung variabler Geschäfte erfolgt durch die Unterstellung von Ablauffiktionen, bei denen die volatilen Zahlungsströme in eine konstante, steuerbare Struktur überführt werden, oft basierend auf gleitenden Durchschnitten historischer Zinsreihen.

Warum ist die Berücksichtigung von Ausgleichszahlungen bei Volumensschwankungen so wichtig?

Ausgleichszahlungen sind notwendig, da in der Praxis das Volumen variabel verzinslicher Produkte nicht konstant bleibt. Ohne deren Berücksichtigung lässt sich die Zielsetzung einer konstanten Marge bei gleichzeitigem Volumensab- oder -aufbau nicht realisieren.

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Details

Title
Das Barwertkalkül als Weiterentwicklung zur Marktzinsmethode. Ablauffiktionen bei variablen Geschäften
College
University of Cooperative Education Mannheim
Grade
1,4
Author
Sebastian Schindler (Author)
Publication Year
2005
Pages
79
Catalog Number
V57674
ISBN (eBook)
9783638520539
ISBN (Book)
9783638843874
Language
German
Tags
Barwertkalkül Weiterentwicklung Marktzinsmethode Schwerpunkt Ablauffiktionen Geschäften
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Schindler (Author), 2005, Das Barwertkalkül als Weiterentwicklung zur Marktzinsmethode. Ablauffiktionen bei variablen Geschäften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57674
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