Der Siegeszug der neuen Medien in der Ganztagsschule


Hausarbeit (Hauptseminar), 2005

19 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorstellung der Veranstaltung vom 31.01.2005
2.1. Stellungnahme von Dr. Dieter Kerber
2.1.1. Einleitung durch Dr. Kerber
2.1.2. Ausbildung der Lehrer
2.1.3. Ausstattung der Schulen
2.1.4. Medien im Unterricht
2.2. Stellungnahme von Sandra Lentz
2.2.1. Einleitung durch Sandra Lentz
2.2.2. Vorstellung verschiedener Lernprojekte
2.2.2.1. Ohrenspitzer
2.2.2.2. Lesen anders fördern
2.2.2.3. CU – TV & NET

3. Vor- und Nachteile neuer Medien in der Schule
3.1. Ergebnisse der PISA-Studie 2003
3.2. Arbeit mit neuen Medien in der Schule
3.3. Soziale Veränderungen
3.4. Lehrer und neue Medien
3.5. Neue Medien in der Ganztagsschule

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Einleitung

In dieser Hausarbeit sollen die verschiedenen Aspekte der neuen Medien in deutschen Ganztagsschulen dargestellt werden. Hintergrund hierfür ist das Seminar “Ganztagsschulen als Beitrag zur Weiterentwicklung des deutschen Schulsystems - am Beispiel von Rheinland Pfalz“. Im Rahmen dieses Seminars fand eine Diskussionsrunde zum Thema „Der Siegeszug der neuen Medien (?)“ statt, an der Dr. Dieter Kerber (Direktor des LandesMedienZentrum) und Sandra Lentz (Projektleiterin von CU-TV & NET) teilnahmen.

Es sollen unterschiedliche Meinungen verschiedener Experten dargestellt, die Vor- und Nachteile von neuen Medien im Unterricht herausgearbeitet und die stetige Weiterentwicklung des Unterrichts vorgestellt werden.

2. Vorstellung der Veranstaltung am 31.01.2005

Im Rahmen des oben genannten Seminars fanden mehrere Gastarbeitseinheiten statt, zu denen der Seminarleiter verschiedene Experten zum Thema Ganztagsschulen sowie Lehrer[1], Schulleiter und Schüler eingeladen hat. Durch diese Einheiten sollte die Problematik der Ganztagsschule erarbeitet und verschiedene Sichtweisen dargestellt werden, also die in den vorangegangenen Seminaren vorgestellten Bereiche und Schwerpunkte vertieft werden.

Der Titel der in dieser Arbeit thematisierten Gastarbeitseinheit war „Der Siegeszug der neuen Medien (?)“ - hierzu waren Dr. Dieter Kerber (Direktor des Landes-MedienZentums) und Frau Sandra Lentz (Projektleiterin von CU-TV & NET) eingeladen.

In den folgenden Kapiteln soll nun die Sichtweise der Gäste dargestellt und ihre Vorgehensweise und Präsentation zusammengefasst werden.

2.1. Stellungnahme von Dr. Dieter Kerber

2.1.1. Einleitung durch Dr. Kerber

Zu Beginn der Veranstaltung ging Herr Dr. Kerber näher auf die Entwicklung der Medien ein, an deren Anfang die Entwicklung der Schrift stand, die es ermöglichte, unabhängig von Ort und Zeit Wissen zu vermitteln und weiterzugeben. Die Entwicklung der Medien dauert bis heute an und schliesst weitere Erfindungen mit ein.

Nach der Entwicklung des Buchdruckverfahrens um 1500 folgte die Erfindung des Telegraphen und des Telefons. Diese Medien ermöglichten erstmals eine direkte Kommunikation über lange Strecken, ebenso wie die Erfindung des Radios und des Fernsehens die erste Möglichkeit waren, Informationen und Wissen an ein sehr großes Publikum weiterzugeben. Der derzeitige Höhepunkt dieser Entwicklung ist die Erfindung des Computers, der Multimedia und des Internets. Dadurch ist es möglich Wissen und Informationen an jedem Ort und zu jeder Zeit verfügbar zu machen.

Ebenso interessant ist die von Herrn Kerber dargestellte Entwicklung von in der Schule genutzten Medien. So nutze man früher lediglich Bücher, Tafel und Kreide. In den 1920er Jahren wurden dann zunehmend 16mm-Filme und Fotos mit in den Unterricht eingebaut, um beispielsweise ein Thema der Biologie zu vertiefen.

1970 kamen dann Sprachlabore sowie VHS-Video verstärkt zum Einsatz und seit 1980/1990 werden immer mehr Multimedien und Personal Computer (PC) im Unterricht benutzt.

2.1.2. Ausbildung der Lehrer

Die Vorbereitungsgruppe stellte nun mehrere Fragen an Herrn Kerber, was die Umsetzung und die Arbeit mit neuen Medien in der Ganztagsschule betrifft.

Auf die Frage, wie Lehrer auf die Arbeit mit neuen Medien vorbereitet werden und wie diese Weiterbildung finanziert wird, antwortete Herr Kerber, dass es zum einen während der Referendariatszeit Kurse zu diesem Thema gibt, was allerdings nur den jüngeren Lehrern zu gute käme. Zum anderen werden laut seiner Aussage auch Fortbildungsmaßnahmen angeboten, die von den Lehrern im Rahmen der pro Schuljahr zur Verfügung stehenden 6 Tage genutzt werden können.

Zu der Einstellung der Lehrer gegenüber der Nutzung neuer Medien im Unterricht äußerte sich Herr Kerber dahingehend, dass sich diese im Laufe der letzten 3 Jahre wesentlich geändert hätte und sich auch weiterhin im Wandel befände. Die Akzeptanz von Seiten der Lehrkräfte sei vorhanden, allerdings habe sich noch nicht jeder Lehrer mit den neuen Unterrichtsmethoden angefreundet.

2.1.3. Ausstattung der Schulen

Als nächstes stellte die Vorbereitungsgruppe Fragen zur Ausstattung der Schulen. Herr Kerber erklärte, dass bereits alle Schulen aufgrund einer Initiative der Telekom („Schulen ans Netz“) einen Internetzugang hätten. Für die weitere Ausstattung seien die Schulträger und das Land verantwortlich, so wird die Hardware von den Schul-trägern und die Software vom Land finanziert.

2.1.4. Medien im Unterricht

Des weiteren erläuterte Herr Kerber, dass die Arbeit mit dem Computer und dem Internet ab der ersten Klassenstufe angeboten und ergänzend zum regulären Unterricht stattfinden werde. Die durch die Vorbereitungsgruppe angesprochene Problematik, dass nicht jeder Schüler einen Computer und / oder einen Internet-zugang zu Hause habe und dadurch gegenüber anderen Schülern benachteiligt sei, konnte Herr Kerber nicht dementieren. Um dem entgegenzuwirken gibt es seiner Aussage nach die Überlegung, sogenannte Laptop-Schulen zu schaffen. Das bedeutet, dass jeder Schüler von der Schule ein Laptop bekommt und somit die Möglichkeit hat, unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern die Arbeit mit dem Computer und dem Internet zu lernen und dies für die Schule zu nutzen.

2.2. Stellungnahme von Sandra Lentz

2.2.1. Einleitung durch Sandra Lentz

Herr Kerber hatte in seiner Einleitung bereits ausgewählte Medieninitiativen in rheinland-pfälzischen Ganztagsschulen angesprochen, welche nun von Frau Lentz näher erläutert wurden. Als Beispiele wurden die Projekte „Ohrenspitzer“, „Lesen anders fördern“ und CU-TV & NET genannt, welche sie im weiteren Verlauf ausführlicher vorstellte.

2.2.2. Vorstellung verschiedener Lernprojekte

2.2.2.1. „Ohrenspitzer“

Laut der Ausführungen von Frau Lentz und ihrem für das Seminar angefertigtem Informationsmaterial[2] soll mit dem Projekt „Ohrenspitzer“ die Fähigkeit des Hörens und Zuhörens bei Kindern und Jugendlichen gefördert werden. In der oben genannten Übersicht heißt es dazu: “Allenthalben konstatiert man: Zuhör- und Wahrnehmungsfähigkeit, Konzentrationsvermögen und sprachlicher Ausdruck werden immer reduzierter“.

Indem Hören und Zuhören trainiert werden, werden auch gleichzeitig die Sprache und der Wortschatz gefördert und ergänzt. Das von Frau Lentz dargestellte Ziel dieses Projektes ist es, den Kindern die Möglichkeit zu geben, ihre Sprachkompetenz zu steigern und die Fähigkeit des Hörens und Zuhörens zu fördern. Ferner soll dieses Projekt auch Raum für Kinder und Jugendlichen bieten, sich zu entspannen und einen Ausgleich zum regulären Unterricht schaffen.

Die Methoden dieses Projektes sehen folgendermaßen aus:

Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen findet in der jeweiligen Schule statt, derzeit sind dies hauptsächlich Grundschulen in Form von Ganztagsschulen. Die Schulen haben die Möglichkeit, sich beim LandesMedienZentrum in Koblenz einen Koffer zu mieten, der mehrere Hörspiele enthält, mit denen die Lehrer dann arbeiten können. Laut Frau Lentz machen manche Schulen jeden Morgen 10 Minuten Zuhörübungen, was für den Erfolg des Projektes spricht.

Des weiteren gibt es eine Internetseite, die begleitend zu dem genannten Projekt genutzt werden kann und die Lehrer haben die Möglichkeit, Fortbildungen zu diesem Thema zu besuchen. Sie werden dabei vom LandesMedienZentrum unterstützt und begleitet.

[...]


[1] Lehrer steht für Lehrerinnen und Lehrer; Schüler steht für Schülerinnen und Schüler

[2] s. Informationsmaterial

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Der Siegeszug der neuen Medien in der Ganztagsschule
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Fachbereich Soziologie)
Veranstaltung
Ganztagsschule als Beitrag zur Weiterentwicklung des deutschen Bildungssystems am Beispiel Rheinland Pfalz
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
19
Katalognummer
V57726
ISBN (eBook)
9783638520782
ISBN (Buch)
9783638902755
Dateigröße
488 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Siegeszug, Medien, Ganztagsschule, Beitrag, Weiterentwicklung, Bildungssystems, Beispiel, Rheinland, Pfalz
Arbeit zitieren
Anna Streppel (Autor), 2005, Der Siegeszug der neuen Medien in der Ganztagsschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57726

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