Events gehören in der heutigen Gesellschaft zum Alltag und sind nahezu allgegenwärtig. Ein Event kann, aber muss nicht zwingend ein Großereignis sein. So kann auch das örtliche Stadtfest ein Event für die Einwohner einer Stadt sein. Eine Vielzahl von großen Events wie die gerade beendeten Olympischen Winterspiele und die anstehende Fussball-Weltmeisterschaft finden in regelmäßigen Abständen statt. Sie benötigten, wie andere Events auch, eine entsprechende Planung wobei der Aufwand der Vorbereitung mit dem Umfang eines Events wächst. Musikfestivals sind eine besondere Form eines Events, welche in den letzten zehn Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen haben. Im Gegensatz zur Tonträgerindustrie hat der Konzert- und Festivalmarkt Hockkonjunktur. So besuchen mehr als 3,2 Millionen Menschen jährlich zwischen Mai und September über 200 Open Air-Festivals in Deutschland.
Diese Arbeit legt den Fokus auf die Planung und Durchführung von Musikfestivals im Rahmen von Open Air-Veranstaltungen und erklärt grundlegend Aspekte, die für die Vorbereitung und Durchführung einer Veranstaltung relevant sind. Aufgrund des begrenzten Umfangs kann jedoch nur in Ansätzen auf bestimmte Aspekte näher eingegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition Event
2.1 Was ist ein Event?
2.1.1 Einmalige Events
2.1.2 Periodische Events
2.2 Eventkonzept
2.3 Markenkonzept
2.3.1 Marke Event
2.3.2 Unique Selling Proposition (USP)
2.3.3 Zielgruppe
3. Planung und Organisation von Veranstaltungen
3.1 Festlegung von Verantwortlichkeiten
3.2 Marketing für den Event
3.2.1 Produktpolitik
3.2.2 Programm
3.2.3 Rahmen
3.2.4 Programmkosten
3.2.5 Service
3.2.6 Risiken
3.2.7 Preispolitik
3.2.8 Distributionspolitik
3.3 Sponsoring
3.3.1 Eventsponsoring
3.3.2 Einbindung von Agenturen und Kooperationspartnern
4. Logistik
5. Infrastruktur
6. Sicherheit
7. Veranstaltungs- und Produktionstechnik
7.1 Veranstaltungsort / Location
7.2 Licht
7.2.1 Beleuchtungstechnik
7.2.2 Lichtdesign
7.3 Effekttechnik
7.3.1 Pyrotechnik
7.3.2 Laser
7.3.3 Video- und Projektionstechnik
7.3.4 Sonstige Effekte
7.4 Bühnentechnik
7.4.1 Rigging
7.4.2 Mobile Bühnentechnik
7.4.3 Ausstattung und Dekoration
7.4.4 Beschallung
7.4.5 Fernsehaufzeichnung
8. Erfolgskontrolle
9. Fazit
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit untersucht die komplexen Anforderungen an die Planung, Organisation und technische Umsetzung von Open-Air-Musikfestivals. Das primäre Ziel ist es, die grundlegenden Erfolgsfaktoren und die Notwendigkeit einer präzisen Vorbereitung im Eventmanagement darzulegen.
- Strukturierung von Event- und Markenkonzepten für Musikfestivals
- Analyse des Marketing-Mix zur Positionierung einer Veranstaltung
- Bedeutung der Sponsorenakquisition zur Finanzierungssicherung
- Technische Aspekte der Produktion wie Licht-, Effekt- und Bühnentechnik
- Logistik, Infrastruktur und Sicherheitsanforderungen bei Großveranstaltungen
Auszug aus dem Buch
7.4.4 Beschallung
Die bei Musikveranstaltungen verwendeten Beschallungsanlagen sind abhängig von jeweiligen Veranstaltungsort und den örtlichen Gegebenheiten. Die Beschaffenheit des Veranstaltungsortes hat unmittelbar Auswirkungen auf den Aufwand und die Qualität der Beschallung. Für den Tourneebetrieb wurden von den Herstellern spezielle Beschallungsanlagen, so genannte Baukastensysteme entwickelt. Diese ermöglichen einen unkomplizierten und flexiblen Einsatz. (vgl. Syhre 2004, S. 321). Der so genannte Front of House -Platz (FOH) dient der Tonsteuerung und der Abmischung des Gesamtsounds bei Musikveranstaltungen. Für die jeweilige Location ist eine optimale akustische Ausrichtung des PA-Systems notwendig. So wurde für das Festival „Rock am Ring“ im Jahr 2001 mit dem Meyer Sound Remote Monitoring System (RMS) gearbeitet um eine optimale Beschallung des Frankenstadions zu erreichen. Das RMS-System ermöglichte es jeden Bereich des Stadions präzise zu beschallen (vgl. Larmann 2001, S. 56). Die Konfiguration des PA-Systems bestand aus jeweils zwölf Systemen des Meyer Sound M3D Line Arrays für beide Seiten der Bühne. Darunter standen je drei MSL-4-Boxen und zwölf 650P, welche für die Versorgung des Nahbereiches eingesetzt wurden. Außerdem waren zwei UPA 2P unter der Bühne positioniert, welche ebenfalls zur Versorgung des Nahbereiches eingesetzt wurden (vgl. Larmann 2001, S. 60). Aufgrund von Fernsehaufzeichnungen bei Festivals muss auch die Tonnutzung für das Fernsehen organisiert werden. Dies geschah bei Rock am Ring über die Kanäle aus den Subausgängen der Plug-Boxen (vgl. Larmann 2001, S. 61).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Boom von Musikfestivals in Deutschland und betont die Notwendigkeit einer akribischen Planung für deren Erfolg.
2. Definition Event: Hier werden theoretische Grundlagen zu Events sowie die Entwicklung von Event- und Markenkonzepten erörtert.
3. Planung und Organisation von Veranstaltungen: Dieses Kapitel erläutert die wesentlichen Schritte der Vorbereitung, von der Verantwortlichkeitsfestlegung bis hin zum Marketing-Mix und Sponsoring.
4. Logistik: Es werden die Maßnahmen beschrieben, die notwendig sind, um alle Ressourcen zeitgerecht und reibungslos am Veranstaltungsort bereitzustellen.
5. Infrastruktur: Dieses Kapitel verdeutlicht die entscheidende Rolle der Infrastruktur für den Erfolg und den hohen Aufwand ihrer Errichtung bei Freiluftveranstaltungen.
6. Sicherheit: Sicherheit hat oberste Priorität und umfasst neben Fluchtwegen auch den Schutz von Besuchern und Beteiligten vor, während und nach dem Event.
7. Veranstaltungs- und Produktionstechnik: Dieser umfangreiche Teil befasst sich mit den technischen Aspekten, wie Lichtdesign, Effekttechnik, Bühnenbau, Beschallung und der TV-Aufzeichnung.
8. Erfolgskontrolle: Der Abschnitt diskutiert quantitative Methoden (Besucherzahlen) und qualitative Befragungen zur Messung des Veranstaltungserfolgs.
9. Fazit: Die Arbeit schließt mit einem Ausblick auf die Herausforderungen der Branche, insbesondere die wachsende Monopolisierung und den Kostendruck.
Schlüsselwörter
Eventmanagement, Musikfestivals, Open-Air-Veranstaltungen, Marketing-Mix, Eventsponsoring, Veranstaltungstechnik, Lichtdesign, Bühnentechnik, Beschallung, Rigging, Sicherheitsplanung, Eventkonzept, Markenkonzept, Produktionslogistik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Planung, Organisation und produktionstechnische Umsetzung von Musikfestivals als spezielle Form von Open-Air-Veranstaltungen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf Konzeption, Marketing, Sponsoring, technischer Infrastruktur sowie der logistischen und sicherheitstechnischen Durchführung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die grundlegenden Aspekte und Erfolgsfaktoren für die Vorbereitung und Durchführung von Musikfestivals wissenschaftlich zu erklären.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Eventkonzepte sowie technischer Standards im Festivalbereich.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die strategische Konzeption, operative Planungsschritte, Marketingstrategien sowie eine detaillierte Aufarbeitung der Veranstaltungs- und Produktionstechnik.
Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?
Wichtige Begriffe sind Eventmanagement, Marketing-Mix, Veranstaltungstechnik, Sponsoring, Sicherheitsplanung und Produktionslogistik.
Warum ist das Sponsoring für Musikfestivals so wichtig?
Aufgrund der hohen finanziellen Anforderungen bei Festivals ist eine Durchführung ohne Sponsoren aufgrund des wirtschaftlichen Risikos nahezu unmöglich.
Welche Rolle spielt die Technik bei modernen Festivals?
Die Technik ist ein zentraler Erfolgsfaktor; komplexe Licht- und Beschallungssysteme sowie professionelles Rigging sind notwendig, um hohe Erwartungen der Bands und Besucher zu erfüllen.
- Quote paper
- Mario Ziemkendorf (Author), 2006, Planung, Organisation und Produktion von Events, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57794