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Basel II, die Bedeutung für den Mittelstand und Rating

Title: Basel II, die Bedeutung für den Mittelstand und Rating

Diploma Thesis , 2005 , 111 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl. Wirtschaftsing. (FH) Jens Malessa (Author)

Engineering - Industrial Engineering and Management
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Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Globalisierung, weltumspannender Märkte sowie der immer schnelleren Entwicklung neuer Technologien, stehen Kreditwirtschaft wie auch Unternehmen vor großen Herausforderungen, die zum einen Chancen, zum anderen aber auch erhebliche Risiken mit sich bringen. Wie diese Risiken aussehen können, haben dabei unlängst Wirtschafts-und Finanzkrisen in Asien und Lateinamerika gezeigt. Banken, die mittels ihrer Finanzpolitik in der Lage sind den Geldumlauf sowie die Güternachfrage maßgeblich zu beeinflussen, tragen hierbei besondere Verantwortung. Dabei kann die Solvenz einer Bank, d.h. die risikoadäquate Eigenkapitalausstattung einen maßgeblichen Einfluss auf die Stabilität einer ganzen Wirtschaft haben. Somit kommt der Sicherung eines stabilen Finanz- und Bankensystems, welches als Garant für eine stabile Volkswirtschaft gilt, eine besondere Bedeutung zu, die längst nicht mehr alleine von den einzelnen nationalen Aufsichtsbehörden geleistet werden kann. Internationale Standards sind hierfür unentbehrlich. Im Jahr 1988 wurde vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht mit dem Baseler Akkord (Basel I) ein entscheidender Meilenstein durch die Festlegung von Mindesteigenkapitalstandards für international tätige Banken auf den Weg gebracht. Dieser sah z.B. eine pauschale Eigenkapitalunterlegung in Höhe von 8% des zu vergebenden Kredites an ein Unternehmen vor. Aber die Akteure auf dem Finanzmarkt sind kreativ und somit nahmen die Umgehungsmöglichkeiten der Regelungen von Basel I durch neue Produkte zu und damit auch die Risiken. Als negatives Beispiel sei die legendäre Pleite der Barings Bank, ausgelöst von Nick Leeson, im Jahr 1995 genannt. Auch zahlreiche Nachbesserungen, wie z.B. die Berücksichtigung der Marktrisiken durch das Baseler Markrisikopapier im Jahr 1996, brachten nicht den gewünschten Erfolg. Basel I war insgesamt reformbedürftig, um den veränderten Rahmenbedingungen international tätiger Banken Rechnung tragen zu können. Im Juni 1999 veröffentlichte der Baseler Ausschuss deshalb einen ersten Entwurf zur Neuregelung mit dem Titel „A New Capital Adequacy Framework“, besser bekannt als Basel II, mit der Zielsetzung, die Missstände des alten Systems zu beheben. Nach zahlreichen Änderungswünschen und Detailregelungen wurde schließlich die überarbeitete Rahmenvereinbarung fünf Jahre später (im Juni 2004) verabschiedet und soll Ende 2006/Anfang 2007 Gültigkeit erlangen. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Vorgehensweise

2. Die Baseler Eigenkapitalvereinbarungen

2.1 Rechtlicher und historischer Hintergrund

2.2 Basel I

2.2.1 Verankerung im deutschen Recht

2.2.2 Bankenaufsicht

2.2.3 Kreditvergaberegeln

2.3 Motive für die Novellierung der Vereinbarung

2.4 Basel II

2.4.1 Säule 1 - Mindesteigenkapitalanforderungen

2.4.1.1 Kreditrisiko

2.4.1.2 Marktpreisrisiko

2.4.1.3 Operationelles Risiko

2.4.2 Säule 2 - Überprüfung durch die Aufsichtsbehörden

2.4.3 Säule 3 - Transparenz und Marktdisziplin

2.4.4 Rating-Ansätze

2.4.4.1 Der Standardansatz

2.4.4.2 Der Internal - Rating - Based - (IRB) Ansatz

3. Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland (KMU)

3.1 Was sind kleinere und mittlere Unternehmen?

3.2 Quantitative Differenzierung

3.3 Qualitative Differenzierung

3.4 Marktbedeutung des Mittelstandes

3.5 Finanzwirtschaftliche Situation des Mittelstands

3.5.1 Eigenkapitalsituation

3.5.2 Außenfinanzierung

4. Auswirkungen von Basel II

4.1 Auswirkungen auf die Kreditinstitute

4.2 Auswirkungen auf den Mittelstand

5. Rating

5.1 Begriffsdefinition

5.2 Klassische Bonitätsprüfung und was wird sich zukünftig ändern?

5.3 Rating - Verfahren

5.3.1 Internes vs. externes Rating

5.3.2 Externes Rating

5.3.2.1 Anforderungen an die Rating-Agenturen

5.3.2.2 Kosten und Anbieter externer Ratings

5.3.3 Bankinternes Rating

5.4 Das Rating der Sparkassen-Finanzgruppe

5.4.1 Quantitatives Rating

5.4.2 Qualitatives Rating

5.4.3 Basisrating

5.4.4 Warnsignale

5.4.5 Haftungsverbünde

5.5 Vergleichbarkeit des bankinternen Ratings

6. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen der Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) auf den deutschen Mittelstand sowie die daraus resultierenden Änderungen in der Kreditvergabepolitik der Banken. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der zunehmenden Bedeutung formalisierter Rating-Verfahren für Kreditentscheidungen.

  • Entwicklung und Aufbau der Baseler Eigenkapitalvereinbarungen (Basel I & II)
  • Struktur und finanzwirtschaftliche Situation des deutschen Mittelstands
  • Auswirkungen von Basel II auf Kreditinstitute und mittelständische Unternehmen
  • Grundlagen und Verfahrensweisen interner sowie externer Ratings
  • Spezifische Rating-Prozesse, exemplarisch dargestellt am DSGV-Rating

Auszug aus dem Buch

2.4.1.1 Kreditrisiko

Kernpunkt der neuen Regelung ist die risikosensitive Eigenmittelunterlegung von Kreditrisiken. Diese wird zukünftig zum einem stärker von der Bonität der Schuldner und zum anderen von der Qualität der bereitgestellten Sicherheiten abhängen. Des Weiteren werden die Mindestkapitalanforderungen von der jeweiligen Kategorie der Schuldner mit ihren spezifischen Risikoeigenschaften abhängen.

Folgende Forderungsklassen werden in Basel II unterschieden: Unternehmen, Staaten, öffentliche Stellen, Banken, Privatpersonen, kleine Unternehmen (Retail) und Beteiligungen (vgl. nachfolgende Tab. 4).

Neben dieser Segmentierung haben die Banken für die Bemessung des Kreditrisikos zwei grundlegende Methoden zur Bestimmung der Risikogewichte mittels eines Ratings (Bonitätsbewertung): Den Standardansatz (STA) und den Internen Ratingansatz (Internal Ratings - Based Approch, IRB), auf die ich später noch näher eingehen werde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Problemstellung der Basel II Vereinbarungen sowie die Vorgehensweise der Arbeit dar.

2. Die Baseler Eigenkapitalvereinbarungen: Erläutert den Hintergrund von Basel I und die Struktur des Drei-Säulen-Modells von Basel II.

3. Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland (KMU): Definiert den Mittelstand und analysiert dessen wirtschaftliche Bedeutung und Finanzsituation.

4. Auswirkungen von Basel II: Untersucht die Folgen der Neuregelung für Banken sowie die Kreditkonditionen mittelständischer Unternehmen.

5. Rating: Detaillierte Darstellung der Rating-Verfahren, der Unterschiede zwischen internen und externen Ratings sowie des Sparkassen-Ratings.

6. Schlussfolgerung: Fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Auswirkungen der neuen Eigenkapitalvorschriften für den Mittelstand.

Schlüsselwörter

Basel II, Kreditrisiko, Mittelstand, Rating, Bonitätsprüfung, Eigenkapital, Bankenaufsicht, KMU, Kreditvergabepolitik, Internes Rating, Externes Rating, Finanzierung, DSGV-Rating, Ausfallwahrscheinlichkeit, Eigenkapitalquote

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Baseler Eigenkapitalvereinbarung Basel II und deren Auswirkungen auf die Kreditvergabe an deutsche mittelständische Unternehmen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Zentrum stehen die Neuregelungen zur Eigenkapitalunterlegung, die finanzielle Struktur des Mittelstands und die wachsende Bedeutung von bankinternen sowie externen Rating-Verfahren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, wie sich Basel II auf die Kreditvergabepolitik auswirkt und ob mit einer Verschlechterung der Kreditkonditionen für kleine und mittlere Unternehmen zu rechnen ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Regelwerke, wirtschaftswissenschaftlicher Studien und einer detaillierten Erläuterung der Rating-Verfahren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erläutert die drei Säulen von Basel II, die Abgrenzung von KMUs, die Auswirkungen auf den Mittelstand und die Funktionsweise von Rating-Verfahren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Basel II, Mittelstandsfinanzierung, Rating-Verfahren, Bonitätsprüfung und Eigenkapitalunterlegung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich das DSGV-Rating von anderen Verfahren?

Das DSGV-Rating ist das einheitliche Verfahren der Sparkassen-Finanzgruppe, das auf einer Kombination aus quantitativen Finanzdaten und qualitativen Faktoren basiert und in eine 18-stufige Masterskala mündet.

Was versteht man unter dem "IRB-Ansatz"?

Der IRB-Ansatz (Internal Ratings-Based Approach) erlaubt es Banken, das Kreditrisiko und die erforderliche Eigenkapitalunterlegung auf Basis eigener interner Rating-Systeme zu berechnen.

Welche Rolle spielt der Steuerberater in diesem Kontext?

Steuerberater und Wirtschaftsprüfer fungieren zunehmend als "Rating-Advisor", die Unternehmen bei der Aufbereitung von Rating-Unterlagen und der Kommunikation mit Banken unterstützen.

Wozu dienen Warnsignale im Rating-Prozess?

Warnsignale wie Lastschriftrückgaben oder Kontoüberziehungen dienen dazu, negative Bonitätsveränderungen frühzeitig zu erfassen, was direkt zu einer Herabstufung des Rating-Ergebnisses führen kann.

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Details

Title
Basel II, die Bedeutung für den Mittelstand und Rating
College
University of Applied Sciences Giessen
Grade
1,0
Author
Dipl. Wirtschaftsing. (FH) Jens Malessa (Author)
Publication Year
2005
Pages
111
Catalog Number
V57805
ISBN (eBook)
9783638521383
ISBN (Book)
9783656816713
Language
German
Tags
Basel Bedeutung Mittelstand Rating
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Wirtschaftsing. (FH) Jens Malessa (Author), 2005, Basel II, die Bedeutung für den Mittelstand und Rating, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57805
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