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Theoretische Ansätze der Kommunikationswissenschaft - Ein Überblick

Title: Theoretische Ansätze der Kommunikationswissenschaft - Ein Überblick

Seminar Paper , 2005 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Annika Hoya (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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Kommunikation – sie erscheint uns so selbstverständlich, dass die Frage nach ihrer Funktionsweise oft als akademische Spielerei abgetan wird. Dass unter renommierten Wissenschaftlern auch noch Uneinigkeit über diesen scheinbar doch so einfachen und alltäglich zu beobachtenden Prozess herrscht, scheint vor diesem Hintergrund umso unverständlicher. Fragt man sich dann aber selbst: „Was ist Kommunikation eigentlich?“, „Was macht Kommunikation aus?“, „Wie funktioniert Kommunikation?“ wird schnell klar, dass mit den Mitteln des Alltagsverstandes ein tiefergehendes Verständnis von Kommunikation nicht erreicht werden kann.
Die wissenschaftliche Behandlung publizistischer Themen beginnt bereits in der Antike. Heute ist die Kommunikationswissenschaft ein Fachgebiet mit vielen Forschungsaktivitäten und einer Fülle von unterschiedlichsten Publikationen. Im Zentrum des Fachgebietes steht „die indirekte, durch Massenmedien vermittelte Kommunikation und damit verbundene Produktions- und Verarbeitungsprozesse; ebenso aber auch die Kommunikation in und durch Organisationen, die versuchen in die Öffentlichkeit zu wirken“. Die Kommunikationswissenschaft zeichnet sich immer mehr durch einen Theorien- und Medienpluralismus aus. Die Entwicklung von Kommunikationstheorien ist nötig, um das weite Feld der Kommunikationswissenschaften interpretieren und deuten zu können.
Diese Seminararbeit im Zuge des Proseminars „Grundlagen der Kommunikationswissenschaften“ soll einen Überblick über verschiedene kommunikationstheoretische Ansätze geben. Zunächst erklärt der Autor, was eine Theorie überhaupt ist. Im Anschluss daran stellt er mit den drei Dimensionen eine Möglichkeit der Kategorisierung von Kommunikationstheorien dar. Im zweiten Teil der Arbeit kommt der Autor dann auf das eigentliche Thema, die Kommunikationstheorien, zu sprechen. Dabei geht er auf einige der kommunikationstheoretischen Ansätze genauer ein. Der Autor beschränkt sich dabei auf die wichtigsten Ansätze, da ein Überblick aller Theorien den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.





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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist eine Theorie?

3. Drei Dimensionen kommunikationstheoretischer Ansätze

3.1 Die grundlegende oder universale Dimension

3.2 Die zweckorientierte oder funktionale Dimension

3.3 Die konkrete oder gegenständliche Dimension

4. Kommunikationstheorien

4.1 Der symbolische Interaktionismus nach George Herbert Mead

4.2 Der radikale Konstruktivismus

4.3 Der systemtheoretische Ansatz nach Manfred Rühl

4.4 Die normative Publizistik nach Emil Dovifat

4.5 Die systematische Publizistik nach Walter Hagemann

4.6 Die funktionale Publizistik nach Henk Prakke

4.7 Die neo-marxistische Publizistik

4.8 Massenkommunikativer Ansatz nach Gerhard Maletzke

4.9 Elektronisch mediatisierte Gemeinschaftskommunikation nach Roland Burkart und Walter Hömberg

5.Schlussbetrachtung

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten Überblick über die zentralen theoretischen Ansätze der Kommunikationswissenschaft zu geben. Dabei wird zunächst der grundlegende Theoriebegriff geklärt und eine Systematisierung mittels der drei Dimensionen (grundlegend, zweckorientiert, gegenständlich) vorgenommen, bevor verschiedene klassische und moderne Kommunikationstheorien detailliert analysiert werden.

  • Grundlagen und Definitionen des wissenschaftlichen Theoriebegriffs
  • Strukturierung der Ansätze in universale, funktionale und gegenständliche Dimensionen
  • Analyse klassischer Kommunikationstheorien von Mead, Dovifat, Hagemann und Maletzke
  • Betrachtung systemtheoretischer und neo-marxistischer Ansätze
  • Diskussion aktueller Entwicklungen wie der elektronisch mediatisierten Gemeinschaftskommunikation

Auszug aus dem Buch

4.1 Der Symbolische Interaktionismus nach George Herbert Mead

Ausgangsposition des symbolischen Interaktionismus ist die Annahme, dass Menschen nicht nur in einer natürlichen, sondern auch in einer symbolischen Umwelt leben. Die Welt, die wir nicht erfahren können, ist nur durch Deutungs- und Interpretationsprozesse zugänglich. Symbole sind deshalb der einzige Zugang zur Wirklichkeit. Laut Herbert Blumer, einem Schüler Mead´s, beruht dieses Denken auf drei Prämissen: (1) Menschen handeln Dingen gegenüber nach der Bedeutung, die diese Dinge für sie besitzen. Dinge können Gegenstände aber auch Individuen sein, beispielsweise Personen, Gegenstände, Zustände oder Ereignisse. (2) Die Bedeutung der Dinge entsteht in der Interaktion (Wechselseitigkeit) mit den Mitmenschen. (3) Sie wird in einem interpretativen Prozess der Auseinandersetzung mit diesen „Dingen“ gehandhabt und gegebenenfalls abgeändert.

Kommunikation ist ein Prozess, der stets einen Gegenüber, also einen Kommunikationspartner voraussetzt. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis der jeweiligen Kommunikationspartner zueinander. Beide Partner müssen also wechselseitigen Bezug aufeinander nehmen (Interaktion). Diese Wechselseitigkeit hat George Herbert Mead in seiner Theorie aufgegriffen. Die Gesten des Menschen lassen sich in verbale und nonverbale Gesten unterscheiden. Die Interaktion ist sprachlich durch Symbole vermittelt. Nach der Theorie des Symbolischen Interaktionismus bedarf es zwischen zwei Kommunikationspartnern einer gegenseitigen Orientierung: Die Selbstwahrnehmung und die Wahrnehmung mit den Augen des Anderen. Diese Rollenübernahme ist fester Bestandteil der Kommunikation (wechselseitige Interpretationsleistungen). Beide Kommunikationspartner aktualisieren nicht nur Bedeutungen, sondern sie können die Perspektiven wechseln und das Verhalten des Anderen übernehmen. Mit der Rolle des Anderen werden auch dessen Erwartungen und Haltungen übernommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Kommunikationswissenschaft ein und erläutert die Notwendigkeit theoretischer Ansätze zur Analyse komplexer Kommunikationsprozesse.

2. Was ist eine Theorie?: Das Kapitel definiert den Begriff der Theorie als Versuch der Wirklichkeitsdeutung durch Abstraktion und differenziert zwischen Makro-, Meso- und Mikroebenen.

3. Drei Dimensionen kommunikationstheoretischer Ansätze: Hier werden Theorien in die grundlegende/universale, zweckorientierte/funktionale und konkrete/gegenständliche Dimension eingeteilt, um eine systematische Kategorisierung zu ermöglichen.

4. Kommunikationstheorien: Dieser Hauptteil bietet eine detaillierte Analyse verschiedener Ansätze, von Mead's Symbolischem Interaktionismus bis zur modernen mediatisierten Gemeinschaftskommunikation.

5.Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt fest, dass aufgrund der Komplexität des Fachgebiets keine allumfassende Gesamttheorie existiert, sondern ein Pluralismus an Ansätzen bestehen bleibt.

6. Literaturverzeichnis: Dies ist das Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur und Quellen für die Seminararbeit.

Schlüsselwörter

Kommunikationswissenschaft, Theorie, Massenkommunikation, Symbolischer Interaktionismus, Radikaler Konstruktivismus, Systemtheorie, Publizistik, Öffentlichkeit, Medien, Kommunikationstheorie, Medienpluralismus, Interaktion, Wirklichkeitskonstruktion, Journalismus, Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit bietet einen systematischen Überblick über verschiedene theoretische Ansätze und Denkmodelle innerhalb der Kommunikationswissenschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen der Theoriebegriff, die Kategorisierung von Ansätzen in Dimensionen sowie die Darstellung spezifischer Kommunikationstheorien wie des Konstruktivismus oder der Systemtheorie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Vielfalt der kommunikationstheoretischen Perspektiven aufzuzeigen und dem Leser ein besseres Verständnis für die unterschiedlichen Interpretationsmodelle der Kommunikationswissenschaft zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer systematischen Zusammenfassung existierender kommunikationstheoretischer Konzepte aus der Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Theorien, eine dreidimensionale Klassifizierung und die detaillierte Vorstellung bedeutender Theorien wie etwa von Mead, Dovifat, Rühl oder Maletzke.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Wesentliche Schlüsselbegriffe sind Kommunikationswissenschaft, Medientheorie, Systemtheorie, Öffentlichkeit und die verschiedenen Ansätze zur Erforschung der Massenkommunikation.

Wie definiert die Arbeit den Unterschied zwischen Makro-, Meso- und Mikrotheorien?

Die Unterscheidung erfolgt nach dem Untersuchungsgegenstand: Makroebene (Gesellschaft/Teilsysteme), Mesoebene (Institutionen/Organisationen) und Mikroebene (individuelles Handeln/Gruppen).

Warum wird der Radikale Konstruktivismus in dieser Arbeit kritisch betrachtet?

Die Kritik beruht darauf, dass dieser Ansatz die Existenz einer objektiven Wirklichkeit leugnet, was laut Kritikern die wissenschaftliche Erkenntnisfähigkeit des Menschen in Frage stellt.

Welchen Stellenwert nimmt Maletzkes Ansatz für die moderne Forschung ein?

Obwohl sein Ansatz aus den 60er Jahren stammt, wird er aufgrund seiner weitsichtigen Modellierung der Beziehung zwischen Kommunikator, Rezipient und Medium auch heute noch als wichtiges Referenzmodell angesehen.

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Details

Title
Theoretische Ansätze der Kommunikationswissenschaft - Ein Überblick
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Course
Einführung in die Kommunikationswissenschaft
Grade
1,7
Author
Annika Hoya (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V57829
ISBN (eBook)
9783638521574
ISBN (Book)
9783638663038
Language
German
Tags
Theoretische Ansätze Kommunikationswissenschaft Einführung Kommunikationswissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annika Hoya (Author), 2005, Theoretische Ansätze der Kommunikationswissenschaft - Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57829
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