Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Kritische Analyse des Managements von operationellen Risiken in Banken

Title: Kritische Analyse des Managements von operationellen Risiken in Banken

Diploma Thesis , 2005 , 86 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Betriebswirtin (FH) Barbara Eckmann (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Hervorgerufen durch bankaufsichtsrechtliche Vorgaben, insbesondere durch die Gestaltung der derzeit letzten Konsultationspapiere von Basel II zeichnet sich seit einigen Jahren auch eine deutliche Sensibilisierung der Bankführungskräfte für die Problematik der „operationellen Risiken“ (OpRisk) im Unternehmen ab. Nachdem die Thematik offensichtlich jahrelang vernachlässigt wurde, rückt diese Risikoart - neben Markt- und Kreditrisiken - zunehmend in den Fokus des Managements. Ausschlaggebend für das gestiegene Interesse waren zudem die gravierenden Verlustvorfälle, die in der Vergangenheit in einzelnen Banken aufgetreten sind. Das populärste Beispiel - der Ruin der Barings-Bank - zeigt die schwerwiegenden Folgen einer betrügerischen Handlung eines einzelnen Mitarbeiters (Nick Leeson) deutlich auf. Die durch das Kreditinstitut unzureichend kontrollierte Spekulationsbereitschaft ihres Derivathändlers Leeson sowie die mangelnden internen und externen Kontrollen der Geschäfte führten zur Insolvenz des renommierten Bankhauses. Ein Erdbeben in Kobe, Japan, verursachte immense wirtschaftliche Schäden, welche sich wiederum auf die Kurssituation an den Wertpapiermärkten auswirkten. Die getätigten Devisengeschäfte brachten in Folge dessen enorme Verluste mit sich. Ende Februar 1995 wurde das Traditionshaus von der britischen Bankenaufsicht geschlossen. Ein weiteres bekanntes Beispiel für operationelle Risiken, stellt der Terroranschlag auf das World Trade Center in New York am 11.09.2001 dar und verdeutlicht die extremen Auswirkungen von externen Ereignissen. Diese beiden spektakulären Fälle aus der Vergangenheit stellen nur eine kleine Auswahl möglicher Folgen operationeller Risiken dar. Täglich werden Banken mit Problemen konfrontiert, die sie managen müssen. Allein durch ihre Geschäftstätigkeit gehen sie Risiken operationeller Art ein. Neben unmittelbar eintretenden finanziellen Folgen wirken sich langfristig auch eine negative Reputation und eine abnehmende Kundenbindung auf den Geschäftserfolg aus. Dies ist z.B. der Fall, wenn ein negatives Ereignis über die Medien nach außen getragen wird. Das Bestreben der Banken, den höchsten Ansprüchen der Kunden zu genügen, kann folglich nur schwer erfüllt werden. Nachfolgende Tabelle zeigt abschließend weitere bekannte Fälle, die durch operationelle Risiken verursacht worden sind. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

Gegenstand und Aufbau der Arbeit

1. Charakterisierung operationeller Risiken

1.1. Definition

1.1.1. Definitionsansätze operationeller Risiken

1.1.2. Unterscheidung der Risikoarten nach Basel II

1.2. Kategorisierung operationeller Risiken

1.2.1. Personenrisiken

1.2.2. Prozessrisiken

1.2.3. Systemrisiken

1.2.4. Externe Risiken

1.3. Empirische Daten

2. Messung operationeller Risiken

2.1. Aufsichtsrechtliche Bewertung von operationellen Risiken

2.1.1. Basisindikatoransatz (BIA)

2.1.2. Standardansatz (STA)

2.1.3. Ambitionierter Ansatz (AMA)

2.1.3.1. Interner Bemessungsansatz (IBA)

2.1.3.2. Verlustverteilungsansatz

2.1.3.3. Scorecard-Ansatz

2.2. Messmethoden

2.2.1. Identifikation operationeller Risiken

2.2.1.1. Risikoinventur und Self-Auditing

2.2.1.2. Risikoindikatoren

2.2.1.3. Prozessrisikoanalyse

2.2.2. Bewertung operationeller Risiken

2.2.2.1. Value-at-Risk-Modelle

2.2.2.2. Szenarioanalyse

2.2.2.3. Elastizitätenkonzept

2.3. Kritische Bewertung der Messung operationeller Risiken

2.3.1. Kritische Würdigung der bankexternen Bewertungsansätze

2.3.2. Kritische Würdigung der bankinternen Messansätze

3. Steuerung operationeller Risiken

3.1. Integration der Steuerung in den Risikomanagementprozess der Banken

3.1.1. Instrumente zur Risikomodifikation

3.1.2. Kritische Betrachtung dieser Instrumente

3.2. Alternative Risikotransferinstrumente

3.2.1. Versicherung operationeller Risiken

3.2.2. Verbriefung operationeller Risiken

3.3. Ökonomische Eigenkapitalunterlegung

3.3.1. Prinzip der Risikotragfähigkeit

3.3.2. Risikodeckungspotenzial der Bank

3.3.3. Integration in die Gesamtbanksteuerung

Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert kritisch das Management operationeller Risiken in Banken vor dem Hintergrund der Basel-II-Vorgaben, mit dem Ziel, aktuelle Instrumente zur Identifizierung, Quantifizierung und Steuerung dieser Risikoposition zu bewerten.

  • Regulatorische Anforderungen und Basel II
  • Kategorisierung und Identifikation operationeller Risiken
  • Methoden der Risikoquantifizierung (BIA, STA, AMA)
  • Risikosteuerung und alternative Transferinstrumente
  • Ökonomische Eigenkapitalunterlegung in der Gesamtbanksteuerung

Auszug aus dem Buch

1.1. Definition

Der Begriff „Risiko“ allein ist weder aus seiner umgangssprachlichen Verwendung und Herkunft noch vor dem Hintergrund umfassender wissenschaftlicher Untersuchungsansätze eindeutig vorgegeben.5 Dennoch kann der klassische Risikobegriff als die mögliche Schadens- und Verlustgefahr aufgrund negativer Beeinflussung einer geplanten Zielsetzung oder Strategie aufgefasst werden.6 Allein die Vielzahl an Naturkatastrophen und Terroranschlägen, die sich in der Vergangenheit ereignet haben, verweist auf die hohe Wahrscheinlichkeit des Eintritts von Gefahren.

Zu beachten ist, dass Banken bereits mit Aufnahme der Geschäftstätigkeit in hohem Maße operationellen Risiken ausgesetzt sind. Die Wahrnehmung von Ertragschancen ist zugleich immer mit der Bereitschaft zur Übernahme von Risiken verbunden. So gehört es traditionsgemäß zu den Kernaufgaben der Banken, Risiken zu beurteilen, zu bewerten und gegebenenfalls zu übernehmen. Risiken werden über ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und die Höhe der negativen Abweichung gemessen.7

Zusammenfassung der Kapitel

1. Charakterisierung operationeller Risiken: Dieses Kapitel definiert und kategorisiert operationelle Risiken und verdeutlicht deren Praxisrelevanz mittels empirischer Daten.

2. Messung operationeller Risiken: Es werden aufsichtsrechtliche Bewertungsansätze nach Basel II sowie bankinterne Identifikations- und Messmethoden detailliert vorgestellt und kritisch bewertet.

3. Steuerung operationeller Risiken: Der Fokus liegt auf der Integration der Steuerung in den Risikomanagementprozess, alternativen Transferinstrumenten wie Versicherungen und Verbriefungen sowie der ökonomischen Eigenkapitalunterlegung.

Schlüsselwörter

Operationelle Risiken, OpRisk, Basel II, Risikomanagement, Risikoidentifikation, Risikoquantifizierung, Eigenkapitalunterlegung, Risikosteuerung, Risikotransfer, Value-at-Risk, Szenarioanalyse, Prozessrisiken, Bankmanagement, Risikotragfähigkeit, Compliance

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse des Managements operationeller Risiken in Banken, insbesondere im Hinblick auf die regulatorischen Anforderungen von Basel II.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Charakterisierung, die Messung (Identifikation und Quantifizierung) sowie die Steuerung operationeller Risiken in Kreditinstituten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen Überblick über aktuelle Instrumente zur Identifizierung, Quantifizierung und Steuerung zu vermitteln und diese Methoden kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine fundierte Literaturanalyse basierend auf regulatorischen Vorgaben, empirischen Studien und bankwirtschaftlichen Fachbeiträgen zur Bewertung der verschiedenen Management- und Messansätze.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Charakterisierung (Definition, Kategorisierung), die intensive Messung (aufsichtsrechtliche und interne Ansätze) sowie die Steuerung (Prozessintegration, Transfer, Eigenkapitalunterlegung).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie operationelle Risiken, Basel II, Risikoquantifizierung, Eigenkapitalunterlegung und Risikosteuerung charakterisiert.

Warum ist das Risikomanagement für Banken so komplex?

Die Messung ist aufgrund der Intransparenz der Inhalte und des Umfangs sowie der Schwierigkeit, zukünftige Ereignisse (wie Katastrophen oder Betrug) zu prognostizieren, äußerst komplex.

Welche Rolle spielt die Eigenkapitalunterlegung?

Die Eigenkapitalunterlegung dient als Puffer, um Verluste aus operationellen Risiken aufzufangen und ist durch Basel II für Banken verpflichtend geworden.

Wie unterscheidet sich der Basisindikatoransatz vom ambitionierten Ansatz?

Während der Basisindikatoransatz eine einfache, pauschale Berechnungsmethode für kleinere Banken darstellt, bietet der ambitionierte Ansatz (AMA) flexiblere, risikosensitivere, aber auch deutlich komplexere interne Messmodelle.

Was sind alternative Risikotransferinstrumente?

Hierzu zählen insbesondere Versicherungen für operationelle Risiken sowie die Verbriefung dieser Risiken an Kapitalmärkte, beispielsweise durch Catastrophe-Bonds.

Excerpt out of 86 pages  - scroll top

Details

Title
Kritische Analyse des Managements von operationellen Risiken in Banken
College
University of Applied Sciences Kaiserslautern
Grade
1,3
Author
Dipl.-Betriebswirtin (FH) Barbara Eckmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
86
Catalog Number
V57857
ISBN (eBook)
9783638521833
ISBN (Book)
9783656804994
Language
German
Tags
Kritische Analyse Managements Risiken Banken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Betriebswirtin (FH) Barbara Eckmann (Author), 2005, Kritische Analyse des Managements von operationellen Risiken in Banken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57857
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  86  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint