Wirtschaftskultur Israel


Hausarbeit (Hauptseminar), 2005
36 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Forschungsfrage und das Ziel der Arbeit

3. Die Basis des theoretischen Rahmens und die Begriffserklärung
3.1 Die Kultur:
3.2 Der Kulturwandel
3.2.1 Der Assimilationstyp
3.2.2 Der Kontrasttyp
3.2.3 Der Grenztyp
3.2.4 Der Synthesetyp
3.3 Der Zusammenhang wischen Kultur und Ökonomie

4. Die Kulturellen Aspekte
4.1 Die Religion
4.1.1 Die religiöse Verankerung des Wirtschaftsgedankens
4.1.1 Die religiöse Verankerung des Wirtschaftsgedankens
4.1.2 Widersprüche zwischen religiöser und staatlicher Orientierung
4.2 Die Geschichte
4.2.1 Die Anfänge des Judentums
4.2.2 Die Wirtschaftskultur im Mittelalter
4.2.3 Die Wirtschaft und die Kultur der Neuzeit
4.2.4 Die geschichtliche Prägung der jüdischen Identität

5. Die Ideologie des Zionismus

6. Die politischen Aspekte
6.1 Die Vorstaatlichkeit und die Staatsgründung
6.2 Die Parteien und die Wirtschaft
6.3 Die sektorale Unterteilung der israelischen Wirtschaft
6.4 Die Kibbuzim und die Moschawim
6.5 Die Wirtschaftspolitik

7. Heterogenität und Wandel der israelischen Gesellschaft
7.1 Die Siedlung- und Wirtschaftsexpansion
7.2 Die Bildungspolitik und wirtschaftliche Integration

8. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

9. Die Wirtschaftspolitische Entwicklung Israels ab 1977

10. Fazit

11. Literaturverzeichnis

12. Internetquellen

1. Einleitung

Im Rahmen unseres soziologischen Seminars „Europäische Wirtschaftskulturen“ behandeln wir in dieser Hausarbeit das Beispielland Israel, wobei wir speziell den israelischen Wirtschaftsstil analysieren werden.

Dazu stellt sich die Frage ob Israel überhaupt zu den europäischen Wirtschaftskulturen zählt? Obwohl das Land geografisch nicht zum europäischen Raum gehört, ist es gerade wegen der außergewöhnlichen Geschichte sehr stark mit dem europäischen kulturellen Erbe verbunden, so dass man im Falle Israels durchaus von einer europäischen Wirtschaftskultur sprechen kann.

Politisch und geographisch liegt Israel an der Schnittstelle dreier Kontinente: Asien, Afrika und Europa. Diese Grenzlage sorgte in Israel für ein Aufeinanderprallen der verschiedenen Kulturen und Religionen.

2. Die Forschungsfrage und das Ziel der Arbeit

In der zweitausendjährigen Diaspora stand das jüdische Volk immer unter einem starken gesellschaftlichen Anpassungsdruck seitens der andersgläubigen Majoritätsbevölkerungen. Seinerseits wiederum hatte es einen bedeutenden Einfluss auf die Wirtschaftskultur der Gastländer ausgeübt. Deshalb stellen sich die Fragen:

Wodurch ist die wirtschaftliche Transformation Israels gekennzeichnet?

Gibt es den jüdischen Wirtschaftsstil?

Um diesen Fragen zu beantworten, werden wir in dieser Arbeit an die wirtschaftssoziologischen Erklärungsansätze von Max Weber, North und Berger anknüpfen. Anhand der ideologischen Orientierung einer Gesellschaft, die einem Kulturwandel unterliegt soll versucht werden die Entwicklung der israelischen Wirtschaftskultur zu erklären. Untersucht werden dabei die kulturellen Aspekte, die jüdische Religion und Geschichte, aus denen sich eine Ideologie entwickelt und zur Institutionalisierung eines politischen Systems und einer Wirtschaftspolitik führt.

3. Die Basis des theoretischen Rahmens und die Begriffserklärung

3.1 Die Kultur:

Der Begriff Kultur wird in dieser Arbeit nach der Definition von E. B. Tyler und White verwendet, da diese auf die israelische Kultur am besten zutreffen.

E. B. Tyler definierte 1871 Kultur folgendermaßen: "Kultur - im weiten ethnographischen Sinne des Wortes - (...) Ist jenes komplexe Ganze, das Wissen, Glauben, Kunst, Moral, Recht, Sitte, Brauch und alle anderen Fähigkeiten und Gewohnheiten umfasst, die der Mensch als Mitglied einer Gesellschaft erworben hat.

Die Art der Kultur verschiedener menschlicher Gesellschaften ist, wenn sie nach allgemeinen Prinzipien untersucht wird, ein Gegenstand, der die Erforschung der Gesetze menschlichen Denkens und Handelns ermöglicht“[1]

White beschreibt Kultur als Kontinuum: "Culture is a vast stream of tools, utensils, beliefs that are constantly interacting with each other, creating new combinations and syntheses. New elements are added constantly to the stream; obsolete traits drop out. The culture of today is but the cross section of this stream at the present moment, the resultant of the age-old process of interaction, selection, rejection, and accumulation that has preceded us".[2]

3.2 Der Kulturwandel

Kultur versteht man nicht bloß als ein System, sondern als einen Prozess. So ist Kulturwandel ein kulturimmanentes Phänomen, welches durch Hinzufügen, Ersetzen oder Verlust von Kulturgütern charakterisiert wird. Dabei betrifft der Wandel nicht bloß materielle Kulturbereiche, sondern auch geistige Haltungen. Eine lebendige Kultur ist demnach durch einen ständigen Wandel gekennzeichnet, der aus sich selbst heraus oder von außen ausgelöst werden kann.

In dem Sinne ist der Kulturwandel der jüdischen Gesellschaft durch drei ideologischen Einstellungen, den Traditionalismus, die Emanzipation und die Assimilation geprägt.

Bei einer Begegnung zweier verschiedener Kulturen, indem ein Individuum mit einer Majoritätskultur konfrontiert wird, unterscheidet Bochner vier verschiedene Reaktionstypen[3]:

3.2.1 Der Assimilationstyp

Er sympathisiert stark mit den Werten und Normen der Fremdkultur. Er bewertet jene im Vergleich zur Heimatkultur über und lehnt die eigene Kultur ab. Bei der Reintegration können deshalb erhebliche Probleme auftreten. Die jüdische Assimilation mit der Majoritätsbevölkerung beschreibt ein Prozess, der nicht nur eine Angleichung der Bewusstseininhalte darstellte, sondern auch einen kontinuierlichen Verzicht auf die jüdische Kultur beinhaltet.[4]

3.2.2 Der Kontrasttyp

Er lehnt die fremde Kultur radikal ab. Daraus ergeben sich Integrationsprobleme, weil der Kontrasttyp seine eigene Kultur als überlegen ansieht. Eine Anpassung ist dadurch kaum möglich.

Ein Beispiel für den Kontrasttypen der jüdischen Kultur sind die religiösen Traditionalisten. Sie halten an den Vorschriften der Talmudlehre[5] und Halacha[6] fest und regeln alle Lebensbereiche über die absolute Geltung orthodoxer Religion und Rabbinerlehre.

3.2.3 Der Grenztyp

Er erkennt die bedeutungsvollen Werte und Normen beiden Kulturen an und versucht herauszufinden, welche Kultur die „bessere“ ist. Das Problem ist hier jedoch, dass er sich oftmals in Widersprüche verstrick, welche zu Identifikationskonflikten führen.

Beim Emanzipationsprozess der Juden wurden gewisse Elemente der Moderne, wie etwa die individuelle Würde, Autonomie der Moral und Volkssouveränität angeeignet. Die starre Ideologie einer Religionsnation, die jegliche Selbstständigkeit unterdrückte, wurde aufgehoben, allerdings an der Eigenkultur der moralischen, sozialen und politischen Sonderstellung des jüdischen Volkes wurde festgehalten.

3.2.4 Der Synthesetyp

Er kann die für ihn bedeutsamen Elemente der Fremdkultur in seine Denk- und Handlungsweisen integrieren. Dies ermöglicht ihm beim Lösen von Problemen die alternativen kulturellen Ansätze zu verwenden.

Der Kulturwandel verlief bei der jüdischen Gesellschaft in verschiedene Richtungen was eine starke Heterogenität der ideologischen Einstellungen, Weltanschauungen und schließlich damit verbundenen unterschiedlichen wirtschaftspolitischen Handeln verursacht hat. Es ist deshalb für das Verständnis der israelischen Wirtschaftskultur wichtig, den kulturellen Einfluss näher zu untersuchen.

3.3 Der Zusammenhang zwischen Kultur und Ökonomie

Kultur und Wirtschaft sind keinesfalls statische Begriffe, sie unterliegen einem ständigen Prozess der Entwicklung, verändern und beeinflussen sich gegenseitig. Kultur und Wirtschaft sind in ein sehr komplexes System von Einflussfaktoren eingebunden, die anhand der wirtschaftssoziologischen Erklärungsansätze zu analysieren sind. Als Bestimmungsfaktoren der Wirtschaftskultur kann man im Falle Israels verschiedene Ansätze zur Erklärung eines bestimmten Wirtschaftsstils anwenden.

Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus von Max Weber finden seinen Ausdruck im rationalen Handeln der emanzipierten und assimilierten Juden. Doch auch den traditionalistischen Juden ist der Berufsethos aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dem von Halacha fortgeschriebenen Arbeitsfleiß, nicht fremd.

Einer der für Erez Israel zutreffenden wirtschafts-soziologischen Ansätze ist die Institutionalisierung von Peter l. Berger[7]. Die wichtigsten Merkmale dieses Ansatzes sind die Familie und die Religion, welche die „Wärme“ in die „kalte“ kapitalistische Welt bringen. Die dadurch entstehende Balance wird gebraucht, um einerseits Vertrauensbeziehungen aufrechtzuerhalten und anderseits kollektive Kontrolle zu vermeiden. Die Kultur prägt Institutionen, die die Kooperationsbeschränkungen aufheben. Ihre Funktion ist es, das Alltagsleben zu strukturieren und Unsicherheit zu reduzieren. Besonders der Kontrast- und Grenztyp, die nach verlorener Identität und nationaler Integration suchen, besinnen sich wieder auf religiöse Werte.

North erweitert den Institutionalisierungsansatz um den Begriff der Ideologie, die die Lücke zwischen der Kompetenz des Entscheiders und der Wichtigkeit der Entscheidung schließt, in dem die „Weltanschauung“ eine Vereinfachung des Entscheidungsprozesses liefert. Nach Norths Beobachtung führt die Spezialisierung der Arbeitsteilung zur unterschiedlichen Erfahrungen und Weltanschauungen. Dies wiederum führt zu Konflikten um die Einkommensverteilung. Sinkt die relative Wohlfahrt der einzelner Gruppen in einer Gemeinschaf gegenüber dem allgemein als gerecht angesehenen Niveau, wird dies eine Überprüfung der Rechtsmäßigkeit der bestehenden Wirtschaftsordnung zur Folge haben.

Ebenso wie man einen Aufstieg einer politisch-wirtschaftlichen Einheit historisch mit einem Wertkonsens in Verbindung bringt, verbindet man den Niedergang mit dem Zerfall eines gemeinsamen Wertesystems[8].

4. Die Kulturellen Aspekte

Die jüdische Kultur steht in starker Wechselwirkung zu den Fremdkulturen, in denen die jeweilige jüdische Gemeinschaft ihr kulturelles Leben entfaltet, so dass sie kaum isoliert betrachtet werden kann. Dabei spielt die Identifikation mit der Religion eine bedeutende Rolle. Durch die Aufsplittung des Europäischen Judentums, in die Aschkenasim und Sephardim, haben sich hier zwei, auch durch die Sprache, unterschiedene Kulturräume entwickelt.[9]

Die Aschkenasim[10], die Juden der Mittel- und Osteuropa, behielten im Laufe der Völkerwanderungszeit und des Mittelalters ihre Religion und Kultur bei, nahmen aber die deutsche Sprache auf. Im Zuge der Kreuzzüge - und später vor allem während der Pestepidemie von 1349 - kam es im französischen und deutschen Sprachraum zu zahlreichen Massakern gegen die dortigen jüdischen Gemeinden. Einige Überlebende flohen, vor allem nach Polen-Litauen.[11] In diesem Umfeld entwickelte sich Jiddisch, eine lexikalisch vorwiegend auf dem Mittelhochdeutschen aufbauende Sprache mit hebräischen und slawischen Elementen.

Die Sephardim[12] sind Nachkommen der vom 8. Jahrhundert an bis zu ihrer Vertreibung (1492) in Spanien ansässig gewesenen Juden. Von katholischem Fanatismus aus Spanien vertrieben, zogen sie nach Nordafrika, Italien, in die Türkei, nach Bulgarien, Syrien und in andere Länder, wo sie sich mit den dort ansässigen Juden vermischten. Viele ihrer größten Gelehrten und Rabbiner kamen nach Palästina und gaben der großen jüdischen Renaissance ihren Ursprung. Heute noch sprechen viele Israelis Laddino, eine im Laufe der Jahrhunderte von den Sephardim entwickelte, dem Spanischen ähnliche Sprache.

Diese zwei Kulturen stoßen aufeinander, die sich fremd sind: diejenige europäischer Juden (Aschkenasim) und die Welt der jüdischen Israelis, deren Vorfahren vor fünf Jahrzehnten aus nordafrikanischen oder asiatischen Ländern in Israel eingewandert sind (Sephardim). Tendenziell gehören die Aschkenasim zur Mittel- oder Oberschicht, während die Sephardim, die inzwischen über die Hälfte der jüdischen Israelis ausmachen, in der unterprivilegierten Klasse stark vertreten sind. Sie sind an den Universitäten unterproportional vertreten und verdienen im Durchschnitt deutlich weniger als die Aschkenasim.[13]

Für die kulturelle Entwicklung der Juden waren demnach ihre Religion und die mit Europa verbundene Geschichte von der größten Bedeutung, deshalb werden sie anschließend als den Wirtschaftsstil Israel prägendeste Einflussfaktoren näher betrachtet.

4.1 Die Religion

Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. in Palästina erwuchs aus der alten israelitischen Religion das Judentum[14], das sich durch den ausschließlichen Glauben an einen Gott auszeichnete.

Seine Geschichte ist im ersten Teil der Bibel, dem alten Testament, enthalten. Die jüdische Religion basiert auf den religiösen Überlieferungen des jüdischen Volkes. Diese Überlieferungen teilen sich in eine schriftliche (Thora) und mündliche Lehre (Mischna, Talmud, Schulchan Aruch usw.) auf. Da das Judentum zum Vorläufer des Christentums und des Islams wurde, gewann es trotz seiner nicht sehr großen Anhängerzahl eine besondere Bedeutung für die Religionsgeschichte.

Innerhalb der Halacha, werden die Kinder einer jüdischen Mutter als Juden betrachtet. Das ist unabhängig davon, ob der oder die Betreffende den jüdischen Glauben praktiziert, nur den jüdischen Gebräuchen folgt oder sich ganz vom Judentum abgewandt hat.

Außerdem ist der Beitritt zum Judentum durch Konversion möglich. Ein einfacher 'Glaube' an die jüdische Religion macht einen Menschen jedoch nicht zum Juden. Dieses Prinzip wird im Talmud auf die Tora zurück geführt, weswegen man davon ausgehen kann, dass es schon seit Entstehung des Judentums seine Gültigkeit hatte.

Dadurch entwickelte sich eine Kultur, die über lange Zeit stabil blieb und eine eigene Identität bewahrte. Heute unterscheidet man säkulare und "religiöse" Juden. Vor allem seit Mitte des 19. Jahrhunderts sind innerhalb einiger jüdischer Richtungen die Kriterien, ein Jude zu sein, flexibler ausgelegt worden.

Im Reformjudentum der USA und im liberalen Judentum Großbritanniens wird eine einfachere Konversion akzeptiert. Auch danach können Kinder eines jüdischen Vaters und einer nichtjüdischen Mutter ebenfalls als Juden angesehen werden, wenn diese Kinder jüdisch erzogen werden.

Das nicht-orthodoxe Judentum versteht die Offenbarung am Berg Sinai (Mosche empfängt die Tora) nicht als absolut, sondern als einen progressiven Prozess des Dialogs Gottes mit seinem Volk. Im Kontext dieser historisch-kritischen Auslegung der Offenbarung entstanden alle nicht-orthodoxen Strömungen des Judentums. Diese Abweichung von der traditionellen Sichtweise hat zu Spannungen mit traditionell konservativen und orthodoxen Juden geführt.[15]

4.1.1 Die religiöse Verankerung des Wirtschaftsgedankens

Will man das Verhältnis der Juden zu ihrer Arbeit verstehen, muss man in den heiligen Schriften nachlesen, denn der jüdische Fleiß ist tief religiös verwurzelt. An vielen Stellen der Heiligen Schifften steht geschrieben, dass man um Gott zu gefallen fleißig sein muss und etwas schaffen soll. An 6 Tagen der Woche sollen die Menschen durchaus intensiv arbeiten, dann am 7. Tag der Woche eine Ruhephase einlegen, um Gott für seine Unterstützung zu danken und sich an den Arbeitsfrüchten zu erfreuen. Juden waren, wie es gemeinhin bekannt ist, fleißige Leute, weitgehend erfolgreich, die es häufig zu erheblichen Wohlstand brachten.

Obwohl heute nicht alle Juden religiös sind, verbindet sie alle dennoch diese „berüchtigte Tradition“ der Wirtschaftlichkeit.

Messianismus, Heilsgeschichte bedeuteten für das jüdische Volk die „Rettung“ und die „Erlösung“ vom Diaspora-Joch

4.1.2 Widersprüche zwischen religiöser und staatlicher Orientierung

Im Allgemeinen wuchsen die Macht der religiösen Parteien und ihr Einfluss auf viele Lebensbereiche. Aus denen entwickelte sich eine spezielle Beziehung zwischen Staat und Religion. Die religiösen Parteien waren nicht als offizielle Kirche anerkannt, hatten aber einen starken Einfluss auf die zentralen Aspekte des sozialen Lebens.

[...]


[1] Tylor, E. B.: Primitive Culture. London 1871. (2 Bde.)

[2] White, L. A.: Man´s Control over Civilization. An Anthropocentric Illusion. In: Brady, I. und Isaac, B. (Hg.): A Reader in Culture Change Vol I, Theories, Cambridge Mass. 1975, S. 30f.

[3] Klump, Reiner; Wirtschaftsstil, Wirtschaftskultur und Wirtschaftsordnung; Methoden und Ergebnisse der Wirtschaftsordnung, Hrsg. Reiner Klump, Erlangen 1995 S.32 ff

[4] Schneider, Karlheinz; „Religion in Israel, Eine Studie zum Verhältnis Person- Religion- Gesellschaft“ –Meisenheim am Glan,Verlag Anton Hain, 1976, Seiten 39-41

[5] Der Talmud besteht aus der Mischna und der Gemara.

Das hebräische Verb "shanah" bedeutet wörtlich "zu wiederholen" und wird mit der Bedeutung "zu lehren" benutzt. Der Begriff Mischna meint im Grunde das gesamte jüdische Gesetz, wie es sich bis zum Jahr 200 entwickelt hat. Mischna ist die mündliche Überlieferung, die angeblich auf Moses und die Propheten zurückgeht. Die Mischna ist Grundsatz für jüdisches Leben. In ihr werden einige verschiedene Lebensarten erklärt (z.B. Ehe / Familiengesetzgebung, Zivil / Strafrecht, Gesetze zur Landwirtschaft und Vorschriften zu Festtagen und Feiern). Sie ist Grundlage des Talmuds. Die Mischna ist in sechs Ordnungen (Sedarim) eingeteilt und umfasst 63 Traktate (religiöse FlugschriftenàAbhandlungen). Die Traktate sind unterteilt in Kapitel und Lehrsätze

[6] Halacha: Halakhah (hebräisch "Gehen", "Wandeln"), ein allgemeiner Begriff, der das gesamte gesetzliche System des Judentums umfasst. Die Halacha umfasst die Gebote und Verbote der mündlichen und schriftlichen Überlieferung. Im Laufe ihrer Geschichte war sie stetem Wandel unterworfen.

Die Halacha beschreibt den Lebensinhalt u. die Lebensführung, eine Trennung zwischen Säkularem und Religiösem existiert nicht.

[7] Klump, Reiner; Wirtschaftsstil, Wirtschaftskultur und Wirtschaftsordnung; Methoden und Ergebnisse der Wirtschaftsordnung, Hrsg. Reiner Klump, Erlangen 1995 S.48 ff

[8] Vgl. Klump Reiner; Wirtschaftsstil, Wirtschaftskultur und Wirtschaftsordnung; Methoden und Ergebnisse der Wirtschaftsordnung, Hrsg. Reiner Klump, Erlangen 1995, Seite 31

[9] http://lexikon.freenet.de/Judentum

[10] Aschkenasim (von hebr Aschkenas = bibl. Gestalt, Enkel des Noach - spätere etymologische Belegung mit "Deutsche [Juden]")

[11] http://infofrosch.info/a/as/aschkenasim.html

[12] "Sfarad" - hebräischen Namen für Spanien

[13] http://www.antisemitismus.net

[14] Das Judentum war zur Zeit seiner Entstehung eine Revolution. Als erste, uns bekannte Religion der Welt, schaffte sie Menschenopfer und die Prostitution ab.

[15] http://www.ilexikon.com

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten

Details

Titel
Wirtschaftskultur Israel
Hochschule
Universität Lüneburg
Veranstaltung
Wirtschaftskulturen in Europa
Note
2,0
Autoren
Jahr
2005
Seiten
36
Katalognummer
V57886
ISBN (eBook)
9783638522090
ISBN (Buch)
9783656246206
Dateigröße
653 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirtschaftskultur, Israel, Wirtschaftskulturen, Europa
Arbeit zitieren
Sascha Vilovic (Autor)Anne Semmerling (Autor), 2005, Wirtschaftskultur Israel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57886

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