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Rational-Choice-Theorien im kritischen Diskurs

Title: Rational-Choice-Theorien im kritischen Diskurs

Term Paper , 2006 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Katarina Bezakova (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Im Rahmen unserer Übung behandelten wir unterschiedliche soziologische Akteursmodelle in ihrem handlungstheoretischen Kontext. Um den Teilbereich der Handlungstheorie, die sich mit den rationalen Handlungen auseinandersetzt, klar zu machen, untersuche ich anhand der zwei Sichtweisen der Soziologen James Coleman und Hartmut Esser die Auffassungen von der RC-Theorie.
Die RC-Theorie oder die Theorie der rationalen Wahl ist eine der am häufigsten angewandten Handlungstheorien zur Erklärung sozialwissenschaftlicher Beobachtungen.
Eine einheitliche RC-Theorie gibt es aber nicht. Sie ist nur eine Sammelbezeichnung für eine ganze Reihe von verschiedenen Ansätzen in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.
Generell gehen diese Ansätze von den gleichen Annahmen aus. Die handelnden individuellen oder kollektiven Akteure verhalten sich demnach rational und egoistisch, wobei sie aufgrund bestimmter Präferenzen ein nutzenmaximierendes oder kostenminimierendes Verhalten zeigen.
Das Ziel soziologischer Darlegungen ist allerdings nicht die Erklärung einzelner Handlungen, sondern die Erklärung der makrosozialen Folgeerscheinungen, die aus dem Zusammenwirken der Handlungsergebnisse vieler Akteure entstehen. Die zentrale Fragestellung dieser Arbeit lautet daher: Wenn nun die kollektiven Sachverhalte durch eine Mikrohypothese erklärt werden sollen, wie werden dann die beiden Ebenen miteinander verbunden?
Zwecks der Lösung dieses Erklärungsproblems müssen diejenigen Regeln entlarvt werden, nach denen die Aggregation der vielen Einzelhandlungen zu einem Gesamtresultat geschieht. So sollen im ersten Teil zunächst die Grundannahmen des RC-Ansatzes vorgestellt werden. Im zweiten Teil setze ich mich mit den dreistufigen Kernhypothesen der traditionellen RC-Variante auseinander, die aus den Perspektiven der zwei Soziologen erläutert werden. Dies schließt auch eine Darstellung die für den jeweiligen Autor wichtigen Phänomene der RC-Theorie, wie auch das Hauptproblem der Theorie, und zwar der Übergang von der Mikro- zur Makroebene mit ein. Anschließend werde ich einige kritische Standpunkte an den Autoren und an die RC-Theorie aufzeigen. Als Grundlage dieser Beurteilung bieten sich James Colemans „Foundation of Social Theory“ und Hartmut Essers „Soziologie. Allgemeine Grundlagen“ und „Soziologie. Spezielle Grundlagen“ an.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Grundannahmen der RC-Theorie

2.1. Methodologische Individualismus

2.2. Homo Oeconomicus und sein Ziel der Nutzenmaximierung

3. Die Kernhypothesen der RC-Theorie:

3.1. Ansätze nach Coleman

3.1.1. Akteure und ihre Ressource

3.1.2. Interdependenz zwischen den Akteuren

3.1.3. Übergang von Mikro- zur Makroebene am Beispiel der Revolutionstheorie

3.2. Ansätze nach Esser

3.2.1. RREEMM-Modell

3.2.2. Wert-Erwartungstheorie

3.2.3. Das Grundmodell der drei Logiken

4. Kritik an der RC-Theorie

4.1. Kritik an der Zusammensetzung der RC-Theorie und ihr Versuch zu dominieren

4.2. Kritik an der Rationalitätsannahme

4.3. Kritik am Entscheidungsbegriff

4.4. Kritik am Nutzenbegriff

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Grundlagen, Kernhypothesen und kritischen Aspekte der Rational-Choice-Theorie (RC-Theorie) in der Soziologie. Ziel ist es, anhand der theoretischen Konzepte von James Coleman und Hartmut Esser zu analysieren, wie individuelle Handlungen auf der Mikroebene mit kollektiven Phänomenen auf der Makroebene verknüpft werden können.

  • Methodologische Grundlagen des rationalen Handelns
  • Vergleich der Ansätze von Coleman und Esser
  • Problematik des Übergangs von der Mikro- zur Makroebene
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Rationalitäts- und Nutzenannahme
  • Anwendbarkeit der RC-Theorie auf komplexe soziale Phänomene

Auszug aus dem Buch

3.1. Ansätze nach Coleman

Mit seinem Buch „Foundations of Social Theory“ ist Coleman der bekannteste Vertreter der ökonomische Sozialtheorie. Es ist die Grundlage der Analyse kollektiver Prozesse auf der Basis eines Modells rationaler Handlungen, Entscheidungen oder Wahlen. Zunächst befasst er sich in seiner Analyse mit elementaren Handlungen und Beziehungen, setzt sie dann mit einer Untersuchung breiterer Handlungsstrukturen fort. Danach wendet er sich der Analyse von korporativen Handeln zu und schließlich erreicht er die Ebene der Analyse von grundlegenden Strukturen und Prozessen in der modernen Gesellschaft. Ich werde nur auf die meines Erachtens relevantesten Punkte eingehen, die die RC-Theorie in diesem Umfang der Hausarbeit anschaulich machen und sich mit den Kernfragen der RC-Theorie befassen, also mit dem Übergang von Mikro- zur Makroebene.

Die Ausgangspunkte seiner Theorie sind das Rationalitätsmodell der Ökonomie und das Konzept des zielorientierten Handelns. Er verwendet der Begriff der Rationalität, der dem rationalen Akteur in der ökonomischen Theorie zugrunde liegt. Dies wird mit einem Handlungsprinzip in Verbindung gebracht, wonach der Akteur diejenige Handlung auswählt, die den Nutzen maximiert. (vgl. Coleman 1995: 17)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Rational-Choice-Theorie anhand der Positionen von James Coleman und Hartmut Esser zu erläutern und ihre Möglichkeiten sowie Grenzen bei der Erklärung sozialer Phänomene aufzuzeigen.

2. Die Grundannahmen der RC-Theorie: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Fundamente des methodologischen Individualismus und des Modells des Homo Oeconomicus als nutzenmaximierende Akteure.

3. Die Kernhypothesen der RC-Theorie:: Es werden die Ansätze von Coleman und Esser detailliert analysiert, wobei der Fokus auf den Mechanismen der Mikro-Makro-Verknüpfung liegt.

4. Kritik an der RC-Theorie: Das Kapitel diskutiert methodische und theoretische Mängel der RC-Theorie, insbesondere hinsichtlich ihrer Dominanzansprüche, der Rationalitätsannahme und der Einengung des Entscheidungsbegriffs.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die RC-Theorie zur Erklärung sozialer Zusammenhänge zwar wertvoll ist, aber aufgrund ihrer Begrenztheit nicht alle sozialen Phänomene umfassend erklären kann.

Schlüsselwörter

Rational-Choice-Theorie, Methodologischer Individualismus, Homo Oeconomicus, Mikro-Makro-Problem, James Coleman, Hartmut Esser, Nutzenmaximierung, Handlungstheorie, Wert-Erwartungstheorie, RREEMM-Modell, soziale Interdependenz, rationale Entscheidung, Systemverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit dem soziologischen Ansatz der Rational-Choice-Theorie und analysiert deren Erklärungsmodelle für soziale Prozesse.

Welche Soziologen stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Die Arbeit konzentriert sich auf die theoretischen Positionen von James Coleman und Hartmut Esser.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Fragestellung lautet: Wenn kollektive Sachverhalte durch eine Mikrohypothese erklärt werden sollen, wie werden dann die Mikro- und Makroebene miteinander verbunden?

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine vergleichende Literaturanalyse der Hauptwerke von Coleman und Esser, um deren soziologische Akteursmodelle zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Grundannahmen der RC-Theorie, die Kernhypothesen zur Verbindung von Handeln und Struktur sowie eine kritische Auseinandersetzung mit dem Paradigma.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika sind Nutzenmaximierung, methodologischer Individualismus, Entscheidungslogik und die systemtheoretische Mikro-Makro-Problematik.

Welchen Stellenwert nimmt das RREEMM-Modell in der Argumentation ein?

Es dient bei Hartmut Esser als differenziertes Modell des menschlichen Akteurs, das den Homo Oeconomicus um Restriktionen und Erwartungen erweitert.

Warum übt die Autorin am Ende Kritik an der uneingeschränkten Anwendbarkeit der Theorie?

Anhand des Beispiels des Kartoffelanbaus zeigt sie auf, dass soziales Handeln oft durch Faktoren motiviert ist, die nicht mit reiner Nutzenmaximierung oder ökonomischer Rationalität erklärbar sind.

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Details

Title
Rational-Choice-Theorien im kritischen Diskurs
College
University of Regensburg
Course
Akteursmodelle Übung
Grade
1,7
Author
Katarina Bezakova (Author)
Publication Year
2006
Pages
17
Catalog Number
V57902
ISBN (eBook)
9783638522212
ISBN (Book)
9783638792523
Language
German
Tags
Rational-Choice-Theorien Diskurs Akteursmodelle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katarina Bezakova (Author), 2006, Rational-Choice-Theorien im kritischen Diskurs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57902
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