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Leistungsbewertung im Sportunterricht

Title: Leistungsbewertung im Sportunterricht

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 27 Pages , Grade: 1

Autor:in: Oliver Zachert (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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In dieser Arbeit wird das Pro und Kontra der Notengebung im Fach Sport diskutiert. Ein Thema mit hohem Aktualitätswert, denn die Diskussionen um die Abschaffung des Sportunterrichts reissen so schnell nicht ab. Gerade eine mögliche entfallende Notengebung im Sport würde damit zu einem Legitimationsverlust des Faches führen. Auf Grund dieser "Gefahr" muss die Sportnote als Bestandteil des Sportunterrichts bestehen bleiben, sollte jedoch modifiziert werden. Das bedeutet, dass sich unter den zahlreichen Vorschlägen der pädagogischen Bewertung im Fach Sport, sicherlich für den aufgeschlossenen Leser auch Ideen finden lassen, um die Sportnote für alle Beteiligten deutlich objektiver zu gestalten. Solche Möglichkeiten der pädagogischen Bewertung werden in dem Beitrag nicht nur vorgestellt, sondern auch auf deren Sinnhaftigkeit diskutiert.
Am Ende des Beitrages wird eine persönliche Einschätzung zur aktuellen Diskussion um die Sportnote vorgenommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das „Rüstzeug“ der Notengebung im Sportunterricht – Die Voraussetzungen

3. Die unterschiedlichen Formen des Bewertens von Schülerleistungen

3.1 Die Ermittlung der sportmotorischen Leistung

3.2 Die pädagogische Bewertung von Schülerleistungen

3.3 Alternative pädagogische Bewertung

3.4 Soll aus pädagogischer Sicht die Sportnote „gestrichen“ werden?

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

5.1 Internet

5.2 Tabellen- und Abbildungsverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Praxis der Leistungsbewertung im Schulsport auseinander. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen objektiver sportmotorischer Messung und pädagogischer Beurteilung zu untersuchen sowie Wege aufzuzeigen, wie Sportlehrer durch alternative Bewertungsmethoden den Lernprozess und die individuelle Entwicklung der Schüler stärker in den Fokus rücken können.

  • Grundlagen und Voraussetzungen der Notengebung im Sportunterricht
  • Die Spannung zwischen objektiver Leistungsmessung und pädagogischem Ermessen
  • Möglichkeiten der Einbeziehung sozialer Kompetenzen und Lernfortschritte in die Benotung
  • Alternative Bewertungsverfahren wie Selbst- und Mitbewertung
  • Reflexion über die Sinnhaftigkeit der Sportnote im modernen schulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.3 Alternative pädagogische Bewertung

„Schüler bewerten Schüler“ ist ein Prinzip, was häufig auf mehr Nachteile, denn Vorteile trifft. Volkamer (1997) stellt sich vollkommen gegen dieses Prinzip, wobei er durch folgende Metapher seine Bedenken zum Ausdruck bringt: „Die Kälber führen sich gegenseitig zur Schlachtbank, er (der Lehrer) braucht das nicht mehr allein zu tun. Hier findet ein doppelter Betrug statt: Der Lehrer betrügt sich selbst hinsichtlich seiner Rolle, und er betrügt die Schüler hinsichtlich der Funktion der Zensur (S. 18).“

Man sollte jedoch bei der Forderung des sachsenanhaltinischen Kultusministeriums nicht davon ausgehen, dass die Schüler sich gegenseitig benoten sollen. Dort ist eindeutig von Bewerten die Rede. Dabei gibt es verschiedene Verfahrensweisen, wie bspw. das Schreiben von Beurteilungsbögen oder das Beraten des Lehrers mit Schülern, die besondere Erfahrungen in der zu unterrichtenden Sportart besitzen. Das wären Handlungen, die durchaus vertretbar sind und die Subjektivität im Sportunterricht etwas verringern könnten.

Alternativ zur Bewertung durch Mitschüler, kann auch über die Selbstbewertung diskutiert werden, denn eine solche fördert die Entwicklung stabiler Persönlichkeiten (vgl. Miethling, 1997, S. 26). Dadurch haben die Schüler dann die Möglichkeit ihren Könnensstand mit anderen zu vergleichen und sich über Leistungsfortschritte auszutauschen. Das würde wiederum auch das soziale Lernen fördern. Auch Lenz und Zeuner (1994) plädieren für eine Selbstbewertung der Schülerleistungen, denn sie meinen: „Der Schüler erkennt nur begrenzt seine Leistungsverbesserungen und Möglichkeiten der Veränderung seines Körpers“, wenn die Leistungsmitteilung nur über die Leistungskontrolle läuft (vgl. S. 131). Ein eher unsportlicher Schüler kann nach dem momentanen Stand der Leistungsbewertung zwar für sich selbst enorme Verbesserungen erzielen, bspw. schafft er durch sehr fleißiges und häufiges Üben die Metermarkierung beim Hochsprung zu überspringen, an der er zuvor immer gescheitert war, er wird aber dennoch dadurch keine bessere Zensur bei der Leistungskontrolle erhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Sonderstellung des Schulsports und die damit verbundene Problematik der gerechten Notengebung.

2. Das „Rüstzeug“ der Notengebung im Sportunterricht – Die Voraussetzungen: Es wird der Konflikt zwischen objektiver Leistungsmessung und pädagogischer Handhabung des Sportlehrers thematisiert.

3. Die unterschiedlichen Formen des Bewertens von Schülerleistungen: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Bewertungsansätze, von der motorischen Leistungsmessung bis hin zu pädagogischen und alternativen Verfahren.

3.1 Die Ermittlung der sportmotorischen Leistung: Der Fokus liegt auf der Bewertung des Endprodukts einer Handlung, die als Grundlage für objektive Leistungsmessung dient.

3.2 Die pädagogische Bewertung von Schülerleistungen: Hier wird die Notwendigkeit diskutiert, individuelle Lernvoraussetzungen und sozial-affektives Verhalten einzubeziehen.

3.3 Alternative pädagogische Bewertung: Das Kapitel evaluiert Verfahren wie Selbstbewertung und Schülerurteile zur Ergänzung der klassischen Notengebung.

3.4 Soll aus pädagogischer Sicht die Sportnote „gestrichen“ werden?: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Existenzberechtigung der Sportnote und deren pädagogischen Vor- und Nachteilen.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass bewertende Maßnahmen außerhalb von Noten, wie pädagogische Reflexionen, entscheidend für die Entwicklung der Schüler sind.

Schlüsselwörter

Sportunterricht, Leistungsbewertung, Zensurengebung, Pädagogik, Sportdidaktik, Notengebung, Leistungsmessung, Sozialverhalten, Selbstbewertung, Lernfortschritt, Sportnote, Schulsport, Schulpraxis, Objektivität, pädagogische Beurteilung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Problemen der Leistungsbewertung im Sportunterricht an Schulen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Unterscheidung zwischen objektiver Leistungsmessung (sportmotorisch) und pädagogischer Bewertung (soziales Verhalten, Fortschritt), sowie die Sinnhaftigkeit der Sportnote.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Sportlehrer über rein sportmotorische Leistungskontrollen hinaus pädagogisch wertvoll bewerten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kritische Literaturanalyse bestehender sportdidaktischer Konzepte und Rahmenrichtlinien, um Ansätze für die Schulpraxis abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Voraussetzungen der Notengebung, differenziert zwischen motorischer Leistung und pädagogischen Aspekten und stellt alternative Verfahren wie Selbstbewertung vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Leistungsbewertung, Sportdidaktik, Notengebung, pädagogische Beurteilung und Schulsport.

Welche Rolle spielt die sogenannte „Strebensnote“?

Die Strebensnote wird als Möglichkeit diskutiert, Fleiß, Anstrengung und Lernfortschritte vom reinen sportlichen Endergebnis zu trennen und so schwächere Schüler zu motivieren.

Wie stehen die Autoren zum Prinzip „Schüler bewerten Schüler“?

Das Prinzip wird differenziert betrachtet; während einfache gegenseitige Benotung oft abgelehnt wird, sieht man in der Mitwirkung an Beurteilungen (z.B. bei der „Turnjury“) pädagogisches Potenzial.

Warum wird die Abschaffung der Sportnote kritisch gesehen?

Eine Abschaffung würde die Vergleichbarkeit mit anderen Fächern erschweren und dem Lehrer wichtige pädagogische Instrumente zur Steuerung und Rückmeldung an Eltern entziehen.

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Details

Title
Leistungsbewertung im Sportunterricht
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Sportwissenschaft)
Course
Unterrichtsrelevante Themen des Sports
Grade
1
Author
Oliver Zachert (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V57927
ISBN (eBook)
9783638522427
ISBN (Book)
9783638731898
Language
German
Tags
Leistungsbewertung Sportunterricht Unterrichtsrelevante Themen Sports
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Zachert (Author), 2006, Leistungsbewertung im Sportunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57927
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