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Portfolioplanung als Erklärungsansatz zur Bestimmung des Wirkungsbereichs der Unternehmung

Title: Portfolioplanung als Erklärungsansatz zur Bestimmung des Wirkungsbereichs der Unternehmung

Seminar Paper , 2005 , 29 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Markus Bruetsch (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Im Rahmen des Seminars „Wirkungsbereich der Unternehmung“ des Lehrstuhls für Strategisches Management und Organisation an der Handelshochschule Leipzig dient diese Seminararbeit der wissenschaftlichen Darstellung von Konzepten der Portfolio-Theorie als Erklärungsansatz für den Wirkungsbereich der Unternehmung. Hierbei steht insbesondere die Untersuchung möglicher integratorischer Grenzen im Fokus der Betrachtung. Die Abgrenzung der Aufgabenstellung ergibt sich aus der Aufteilung der relevanten Modelle zur Bestimmung des Wirkungsbereichs unter den Seminarteilnehmern. Die Diskussion über optimale Unternehmensgrößen und kritische Massen ist seit langem Gegenstand akademischer Untersuchung und Diskussion. Basierend auf der Konzeption der Theorie der Unternehmung nach COASE und WILLIAMSON ist die Unterscheidung von Unternehmung und Umwelt auch in der Betriebswirtschaftslehre anerkannt und verankert. Angesichts der andauernden Diskussion des Themas vor dem Hintergrund tiefgreifenden strukturellen Wandels sowie intensiven technologischen Fortschritts, spielt die Frage nach den Grenzen der Unternehmung scheinbar eine zentrale Rolle in der modernen betriebswirtschaftlich-ökonomischen Theorie. Die Frage nach den Grenzen der Unternehmung wird durch die Notwendigkeit fortwährenden Unternehmenswachstums gerechtfertigt. SCHMALENBACHs Erkenntnis der Kostendegression über steigende Ausbringungsmengen erklärt einen Trend zu Überkapazitäten und damit entstehenden Wettbewerb und Preiskampf. In der Eigenschaft des Gewinnmaximierers ist der Unternehmer veranlaßt diese Economies of Scale durch weitere Senkung seiner variablen Kosten auszubauen. SMITHs These der Arbeitsteilung, der Spezialisierung als Ursprung des Wohlstands ist somit erneut bestätigt. SMITH führt weiter, daß die Arbeitsteilung durch die Ausdehnung, also Größe des jeweiligen Marktes limitiert ist. Auf der Suche nach stärkerer Spezialisierung und größeren EoS postuliert VON WEIZSÄCKER das Gesetz der wachsenden Distanzkostendegression im Zuge technischen Fortschritts: Die Kosten (pro Einheit) zur Überwindung von Distanzen sinken hiernach mit steigender Strecke. Das Problem fehlenden Marktvolumens in regionalen Märkten zur Steigerung von Arbeitsteilung und EoS ist daher Treiber für die ständige Ausdehnung dieser Märkte. Die Makroökonomie zeigt, daß in diesen nunmehr großen Märkten bei zumindest oligopolistischer Organisation die Teilnehmer Preisnehmer und Mengenanpasser sind. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Aufgabenstellung, Relevanz und Gang der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Der Wirkungsbereich der Unternehmung

2.2 Portfolioplanung

2.2.1 Das portfoliotheoretische Modell

2.2.2 Das Markt-Modell

3. Operative Portfolioplanung

3.1 Lebenszyklusanalyse

3.2 Portfolio-Matrix-Technik

3.2.1 Wachstums-Marktanteils-Portfolio

3.2.2 Branchenattraktivitäts-Geschäftsfeldstärken-Portfolio

3.3 Kritische Betrachtung

4. Einfluß auf den Wirkungsbereich der Unternehmung

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht Konzepte der Portfolio-Theorie als Erklärungsansatz für den Wirkungsbereich von Unternehmen. Das primäre Ziel besteht darin, die Bestimmungsfaktoren für die Grenzen der Unternehmung zu identifizieren und insbesondere die Rolle integratorischer Grenzen im Kontext strategischer Entscheidungen und Unternehmenswachstum zu beleuchten.

  • Theorie der Unternehmung und Wachstumsstrategien
  • Grundlagen der Portfoliotheorie und deren Anwendung
  • Operative Portfolioplanung (Lebenszyklusanalyse und Portfolio-Matrizen)
  • Einfluss der Portfolioplanung auf den Wirkungsbereich der Unternehmung
  • Kritische Würdigung der Portfolio-Methodik am Praxisbeispiel

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Wachstums-Marktanteils-Portfolio

Das zum Ende der sechziger Jahre von der Boston Consulting Group (BCG) entwickelte Modell ordnet die Leistungsbereiche der Unternehmung mittels Betrachtung der zugehörigen relativen Marktanteile und des Marktwachstums nach ihrer Erfolgsrelevanz vier verschiedenen Wertklassen zu. Die Namen der Klassen dienen der pragmatischen Veranschaulichung des Klasseninhalts.

„Question marks“ haben gemäß Abbildung 3 einen niedrigen relativen Marktanteil, operieren jedoch in Märkten mit hohen Wachstumsraten. Aufgrund der somit gegenwärtig tendenziell besseren Positionierung der Wettbewerber ist der Erfolg in diesen Märkten fraglich. „Stars“ sind demnach Geschäftsbereiche mit hohen relativen Marktanteilen in Wachstumsmärkten. Im Lebenszyklus befinden sich diese Bereiche noch in relativ frühen Phasen und erscheinen daher als besonders förderungswürdig. „Cash cows“ sind ehemalige „Stars“ die sich allerdings aufgrund eines weiter voran geschrittenen Lebenszyklus bereits in der Sättigungs- oder Degenerationsphase befinden. Ohne Aussichten auf Verlängerung der Lebensdauer durch Adaption oder Substitution erscheinen Investitionen hier als nicht mehr sinnvoll. „Poor dogs“ sind oftmals das Resultat der Planungsunsicherheit bei Diversifikationsentscheidungen. Fehleinschätzungen der zukünftigen Entwicklungen führten hier zu unterdurchschnittlichen relativen Marktanteilen in stagnierenden oder schrumpfenden Märkten. Ggf. ist hier die Desinvestition solcher Unternehmensbereiche ratsam. Die wesentlichen Erkenntnisse aus dieser Darstellung lassen Rückschlüsse auf den Risikoausgleich zwischen jungen und risikoreichen Aktivitäten und reifen, risikoarmen Aktivitäten zu. Desweiteren wird eine effiziente Verteilung von Investitionsmitteln im Sinne der Barwertsteigerung entlang der Förderungswürdigkeit der Bereiche gewährleistet. Somit erkennbare Mißstände und Abweichungen vom Ideal können zur Adjustierung der strategischen Ausrichtung der Geschäftsbereiche und der Gesamtunternehmenstrategie genutzt werden (Ableitung von Normstrategien).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aufgabenstellung, Relevanz und Gang der Arbeit: Einleitung in die Thematik der Unternehmensgrößen und die Bedeutung der Grenzen der Unternehmung für moderne Strategien.

2. Theoretische Grundlagen: Definition des Wirkungsbereichs der Unternehmung und Einführung in die theoretischen Grundlagen der Portfolioplanung.

3. Operative Portfolioplanung: Detaillierte Betrachtung von Analyseinstrumenten wie der Lebenszyklusanalyse und verschiedenen Portfolio-Matrix-Techniken zur strategischen Planung.

4. Einfluß auf den Wirkungsbereich der Unternehmung: Analyse des Einflusses der Portfolioplanung auf die Gestaltung des Unternehmensportfolios unter Verwendung eines Praxisbeispiels.

5. Zusammenfassung: Fazit über die Anwendbarkeit der Portfolioplanung als Instrument zur strategischen Ausrichtung und Begrenzung des Wirkungsbereichs.

Schlüsselwörter

Unternehmensstrategie, Wirkungsbereich, Portfolioplanung, Diversifikation, Wachstumsstrategien, Risikoausgleich, Lebenszyklusanalyse, Marktanteil, Wettbewerbsstärke, Siemens AG, Shareholder Value, Kapitalbeschaffungskosten, Strategische Geschäftseinheiten, Kostendegression, Integrationsgrenzen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Darstellung von Konzepten der Portfoliotheorie, um den Wirkungsbereich von Unternehmen zu erklären und Strategien zur Bestimmung der Unternehmensgrenzen abzuleiten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Theorie der Unternehmung, verschiedene Wachstumsstrategien, die Methodik der Portfolioplanung sowie deren Anwendung zur Risikooptimierung und Unternehmenssteuerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, ob und wie Portfoliokonzepte als theoretischer Ansatz zur Begrenzung und Gestaltung des Wirkungsbereichs der Unternehmung dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine methodische Untersuchung von Portfolio-Matrix-Techniken, ergänzt durch eine praktische Fallstudie zur Portfoliooptimierung bei der Siemens AG.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der operativen Portfolioplanung, inklusive der Lebenszyklusanalyse, der BCG-Matrix und dem McKinsey-Portfolio, sowie der kritischen Reflexion dieser Methoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Unternehmensstrategie, Portfolioplanung, Diversifikation, Wirkungsbereich und die strategische Steuerung von Geschäftseinheiten.

Wie bewertet der Autor die Portfolio-Methode kritisch?

Der Autor stellt fest, dass die Methode zwar komplexe strategische Entscheidungen unterstützt, jedoch ein latentes Risiko der "Mechanisierung" birgt und die Variablenbasis oft methodische Unsauberkeiten aufweist.

Welche Rolle spielt die Siemens AG im Kontext der Arbeit?

Siemens dient als Praxisbeispiel, um zu verdeutlichen, wie durch aktives Portfoliomanagement und die Ausgliederung zyklischer Sparten wie der Infineon AG der Geschäftswert nachhaltig gesteigert werden kann.

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Details

Title
Portfolioplanung als Erklärungsansatz zur Bestimmung des Wirkungsbereichs der Unternehmung
College
HHL Leipzig Graduate School of Management
Grade
1,2
Author
Markus Bruetsch (Author)
Publication Year
2005
Pages
29
Catalog Number
V57930
ISBN (eBook)
9783638522441
ISBN (Book)
9783656785811
Language
German
Tags
Portfolioplanung Erklärungsansatz Bestimmung Wirkungsbereichs Unternehmung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Bruetsch (Author), 2005, Portfolioplanung als Erklärungsansatz zur Bestimmung des Wirkungsbereichs der Unternehmung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57930
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