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Analyse des Films "Ronja Räubertochter"

Title: Analyse des Films "Ronja Räubertochter"

Seminar Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 2 +

Autor:in: Thetje Sausel (Author)

Communications - Movies and Television
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Summary Excerpt Details

Astrid Lindgren war nicht nur erfolgreiche Kinderbuchautorin, sie schrieb auch die zahlreichen Drehbücher für ihre Buchverfilmungen. Ein besonders erfolgreicher und beliebter Spielfilm ist „Ronja Räubertochter“. Das ist nicht nur mein Eindruck, sondern entspricht auch der Bewertung vieler Menschen. So konnte bei einer Umfrage im Seminar „Lieblingsfilm/Lieblingssendung. Seminar zu Medienbiographie und Medienrezeption“ der Film in der Kategorie beliebteste Kinder/Jugendfilme die meisten Stimmen auf sich vereinen. Bei Gesprächen mit Freunden stieß ich ebenfalls immer wieder auf positive Resonanz zu dem Film, er war bei vielen mit schönen Erinnerungen an die Kindheit verbunden. Recherchiert man im Internet mit seinen zahlreichen Filmforen und Userbewertungen, kommt man zu ähnlichen Ergebnissen. So schreibt z.B. Melli, eine Userin einer Filmkritikendatenbank:
„Wahnsinn! Selten habe ich einen Film gesehen, der ein Buch so erstklassig und vor allem 1:1 umgesetzt hat. Man ließt das Buch von Astrid Lindgren, sieht den Film und denkt: „Ja, genau so habe ich mir das vorgestellt.““

Meine eigene Einstellung, sowie die positiven Reaktionen haben mich veranlasst, zu untersuchen was den Film so erfolgreich gemacht hat, bzw. wieso er auf viele Menschen positiv wirkt. Warum ist gerade dieser Film in den Gedächtnissen vieler stark verankert?
Als Ausgangspunkt für die Untersuchung werde ich meine eigenen Erinnerungen nehmen, bevor ich „Ronja Räubertochter“ genauer analysiere. Aus diesen beiden Teilen werde ich dann Rückschlüsse auf die Besonderheiten des Films ziehen, um die Fragen beantworten zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Ronja Räubertochter“: Erinnerungen an einen beeindruckenden Film

3. Filmanalyse

3.1 Die Rolle Astrid Lindgrens bei der Entstehung des Filmes „Ronja Räubertochter“

3.2 Die Filmmusik

3.3 Filmische Darstellung einer mittelalterlichen Atmosphäre – die visuelle Inszenierung des Mittelalters und ihren mystischen Wesen

3.4 Inhaltliche Analyse/Rollenverteilung

4. Zusammenfassung

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Erfolgsfaktoren der Filmverfilmung „Ronja Räubertochter“ und geht der Frage nach, warum dieser Film eine so starke und anhaltende positive Resonanz bei Zuschauern hervorruft. Dabei wird analysiert, inwiefern die filmische Umsetzung der Romanvorlage, die musikalische Untermalung, die visuelle Gestaltung einer mittelalterlichen Welt sowie die spezifische Rollenverteilung zur Identifikation und emotionalen Bindung des Publikums beitragen.

  • Die Rolle Astrid Lindgrens als Drehbuchautorin und ihr Einfluss auf die Werktreue.
  • Die Bedeutung der Filmmusik und der Leitmotivtechnik für die emotionale Atmosphäre.
  • Die filmische Inszenierung des Mittelalters und die Darstellung mystischer Wesen.
  • Die Analyse der Kinderrollen als Identifikationsfiguren und Symbole für Selbstbestimmung.
  • Die Bedeutung der unberührten Natur als Projektionsfläche für kindliche Phantasien.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Filmmusik

Bei „Ronja Räubertochter“ spielt die Leitmotivtechnik eine besondere Rolle, so wird bei jedem Zusammentreffen zwischen den Protagonisten Ronja und Birk eine Melodie angespielt, welche der Zuschauer durch die Widerholung und dem hohen Wiedererkennungswert unmissverständlich mit diesen beiden verbindet. Zu Anfang der Treffen werden jedoch immer nur die fünf Anfangstöne gespielt, bzw. gepfiffen, die volle Melodie erklingt erst nachdem die beiden Freundschaft geschlossen haben. Man kann hier von einer zusätzlichen Ebene neben dem Filmbild sprechen. Die Melodie verkörpert eine gefühlsbetonte Freundschaft und trägt damit zur Identifikation des Zuschauers mit den beiden Kindern bei. Die Figuren werden gewissermaßen mit dieser freundlichen Melodie charakterisiert.

Neben dieser Melodie gibt es aber noch vier weitere Erscheinungsformen von Musik. Dabei ist zu unterscheiden zwischen (1) dem Wolfslied, (2) den Räubergesängen bei Festen, (3) dem höfischen Gesang und (4) den illustrativen Passagen/Geräuschen.

Während die illustrativen Passagen meist zur Überleitung (z.B. der Wechsel von Winter zu Frühling) verwendet werden, unterstützen die Geräusche die Atmosphäre, z.B. durch Tiergeräusche im dunklen Wald, die unheimlich wirken. Das Wolfslied wird dagegen eher zur Zeitangabe benutzt (Lovis singt es zum Schlafengehen) und steht für die enge emotionale Beziehung zwischen Ronja und ihrer Mutter. Die Räubergesänge erinnern an Bänkel- und Moritatengesänge, während die Reisegruppe durch die Hofmusik illustriert wird. Somit wird durch die Musik eine mittelalterlich anmutende Atmosphäre geschaffen, unterstützt wird dies noch durch die verwendeten mittelalterlichen Musikinstrumente, die von Drehorgel über Spielmannspfeifen zu Krummhörnern reichen. Die Gesänge und Tänze basieren sogar auf musikwissenschaftlichen Recherchen. Es wird also ein (gefühlter) Zeitabschnitt (irgendwann im Mittelalter) glaubhaft und authentisch dargestellt, respektive durch die Musik atmosphärisch unterstützt, sodass sich der Zuschauer in eine andere Zeit versetzt fühlt. So trägt die Musik durch Untermalung und leicht wieder zu erkennende Melodien zum Erfolg des Filmes durch Authentizität und, wie oben schon genannt, zur Identifikation mit den Figuren bei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Wahl des Films „Ronja Räubertochter“ als Gegenstand der Untersuchung aufgrund seiner hohen Beliebtheit und stellt den forschungsleitenden Fragenkomplex vor.

2. „Ronja Räubertochter“: Erinnerungen an einen beeindruckenden Film: In diesem Kapitel reflektiert die Autorin ihre persönlichen Kindheitserinnerungen an den Film und identifiziert erste Faktoren, die zum bleibenden Eindruck des Werkes beitragen.

3. Filmanalyse: Dieses Hauptkapitel untersucht die filmischen Mittel, angefangen bei der Autorenschaft Astrid Lindgrens über die musikalische Gestaltung bis hin zur visuellen Welt und den Rollenbildern.

3.1 Die Rolle Astrid Lindgrens bei der Entstehung des Filmes „Ronja Räubertochter“: Dieser Abschnitt analysiert, wie der direkte Einfluss von Astrid Lindgren als Drehbuchautorin die Werktreue und den Erfolg der Verfilmung maßgeblich sicherte.

3.2 Die Filmmusik: Hier wird erläutert, wie Leitmotivtechnik und verschiedene musikalische Ausdrucksformen die Atmosphäre des Films prägen und die Identifikation fördern.

3.3 Filmische Darstellung einer mittelalterlichen Atmosphäre – die visuelle Inszenierung des Mittelalters und ihren mystischen Wesen: Der Fokus liegt hier auf der visuellen Gestaltung des Mittelalters und der Wirkung von mystischen Wesen auf die kindliche Vorstellungskraft.

3.4 Inhaltliche Analyse/Rollenverteilung: Dieser Teil betrachtet die Protagonisten als Identifikationsfiguren und untersucht deren Streben nach Selbstbestimmung sowie die Bedeutung der Natur.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die verschiedenen analysierten Faktoren zusammen und bestätigt, dass das Zusammenspiel dieser Elemente den Erfolg des Films ausmacht.

5. Schlusswort: Das Schlusswort bewertet den Erfolg des Films in Deutschland kritisch und reflektiert die Grenzen der durchgeführten Analyse.

Schlüsselwörter

Ronja Räubertochter, Astrid Lindgren, Filmanalyse, Medienrezeption, Leitmotivtechnik, Kinderfilm, Identifikation, Mittelalterdarstellung, Mystische Wesen, Selbstbestimmung, Filmische Atmosphäre, Adaption, Geschlechterrollen, Kindheit, Erfolgskriterien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Gründe für den außergewöhnlichen Erfolg und die hohe Beliebtheit der Filmverfilmung von Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“ beim Publikum.

Welche thematischen Schwerpunkte werden in der Analyse gesetzt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Autorenschaft Astrid Lindgrens, der Filmmusik, der visuellen Gestaltung der mittelalterlichen Atmosphäre und der Analyse der Rollenverteilung der Kinderdarsteller.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es zu ergründen, warum dieser Film auf viele Menschen positiv wirkt und warum er in der Erinnerung vieler Zuschauer als besonders prägend verankert ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Untersuchung verwendet?

Die Autorin kombiniert eine subjektive medienbiographische Reflexion mit einer objektiven Filmanalyse unter Einbeziehung von Fachliteratur und medialen Vergleichsstudien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Faktoren Detailtreue, Filmmusik, die visuelle Inszenierung des Mittelalters sowie die Identifikationspotenziale der Charaktere und deren Unabhängigkeit von den Erwachsenen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind neben dem Filmtitel insbesondere Identifikation, Authentizität, Leitmotivtechnik und die Rolle von Kindern als selbstbestimmte Protagonisten.

Welche Rolle spielen die mystischen Wesen im Film?

Mystische Wesen wie Wilddruden, Rumpelwichte und Graugnome dienen dazu, die Erzählung spannender zu machen, unterschiedliche Gefühle anzusprechen und die kindliche Vorstellungswelt anzuregen.

Warum wird die Natur im Film als bedeutender Faktor hervorgehoben?

Die Natur fungiert nicht nur als Kulisse, sondern als elementarer Teil der Geschichte, der Freiheit symbolisiert und Kindern eine Identifikationsfläche jenseits der Erwachsenenwelt bietet.

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Details

Title
Analyse des Films "Ronja Räubertochter"
College
University of Bremen  (Kulturwissenschaft)
Course
Lieblingsfilm/ Lieblingssendung Seminar zu Medienbiographie und Medienrezeption“
Grade
2 +
Author
Thetje Sausel (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V57933
ISBN (eBook)
9783638522472
ISBN (Book)
9783638662710
Language
German
Tags
Analyse Films Ronja Räubertochter Lieblingsfilm/ Lieblingssendung Seminar Medienbiographie Medienrezeption“ Thema Ronja Räubertochter Astrid Lindgren Film Ronja Räubertocher Tage Danielsson Ronja Rövardotter Hanna Zetterberg Dan Håfström Gender Filmanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thetje Sausel (Author), 2006, Analyse des Films "Ronja Räubertochter", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57933
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