Im Alltag mit meiner kleinen 2jährigen Tochter, beobachte ich oft sehr rätselhafte Ereignisse. Warum kann ein Kind einen solchen spontanen Wutausbruch haben, wie kann es tiefversunken und stundenlang mit Wasser spielen oder gar Freude daran haben seine Schuhe aufzuräumen? Warum ist es denn für die Kleinen so wichtig, dass die Puppe genau da sitzt oder Mama ihre Jacke noch anzieht bevor sie raus geht? Befasst man sich mit der Pädagogik Maria Montessoris, so findet man einige Antworten auf viele, mir doch manchmal unerklärliche, Verhaltensweisen. Maria Montessori betonte in ihren Werken immer wieder, dass die erste Entwicklungsstufe des Kindes die Wichtigste sei. In dieser Zeit wird seine ganze Persönlichkeit geprägt, es bildet seinen Charakter und seine Intelligenz. Daher möchte ich die sensiblen Perioden in den ersten Lebensjahren eines Kindes genauer betrachten, was geschieht in dieser Phase? Dabei stehen „Der absorbierende Geist“ und „Die Polarisation der Aufmerksamkeit in engem Zusammenhang mit den Sensiblen Perioden, sie sind sozusagen eine Art Werkzeug des Kindes und ich möchte sie deshalb in dieser Arbeit mit erörtern. Zu Beginn der Arbeit möchte ich die 4 verschiedenen Entwicklungsstufen des Kindes vorstellen. Maria Montessori hat jede Einzelne ausgiebig behandelt, doch ich möchte mich an der ersten Entwicklungsstufe verweilen. Wir finden hier drei der wichtigsten sensiblen Phasen der Kindheit: die der Sprache, der Ordnung und der Bewegung. Zum Schluss möchte ich noch zwei der wichtigsten Schlüsselbegriffe der Montes- sori-Pädagogik vorstellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Sensiblen Perioden nach Maria Montessori
1.1 Einleitung
2. Die 4 Stufen der Entwicklung des Kindes
2.1 Das Kleinkindalter - von Geburt bis 6 Jahre
2.2 Die Kindheit – 6 bis 12 Jahre
2.3 Das Jugendalter – 12 bis 18 Jahre
2.4 Die Reife/Das Erwachsenenalter – 18 bis 24 Jahre
3. Die Sensiblen Perioden
3.1 Die Sprache
3.2 Der Ordnungssinn
3.3 Die Bewegung
4. Schlüsselbegriffe der Montessori-Pädagogik
4.1 Der absorbierende Geist
4.2 Die Polarisation der Aufmerksamkeit
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der sensiblen Perioden in der ersten Entwicklungsphase des Kindes nach Maria Montessori, um alltägliche Verhaltensweisen von Kleinkindern besser verstehen und unterstützen zu können.
- Maria Montessoris Konzept der sensiblen Perioden und deren Bedeutung für das Lernen.
- Darstellung der vier Entwicklungsstufen des Kindes mit Fokus auf das Kleinkindalter.
- Vertiefende Analyse der sensiblen Phasen: Sprache, Ordnung und Bewegung.
- Erläuterung der Schlüsselbegriffe „Der absorbierende Geist“ und „Die Polarisation der Aufmerksamkeit“.
Auszug aus dem Buch
3.2 Der Ordnungssinn
Kleine Kinder zeigen eine charakteristische Liebe für Ordnung, da sie bereits im Alter von anderthalb bis zwei Jahren ganz deutlich, wenn auch in verworrener Form, das Bedürfnis nach Ordnung in ihrer Umwelt zum Ausdruck bringen. Ein Kleinkind kann nicht in Unordnung leben, so können ungewohnte Abläufe oder Unregelmäßigkeiten sie in ihrer wachsenden Orientierung so sehr stören, dass sie verzweifelt weinen und unter Umständen in einem dauernden Aufregungszustand geraten, der den Anschein einer richtigen Krankheit erwecken kann.
Laut Maria Montessori ist der Ordnungssinn eine der wichtigsten und geheimnisvollsten sensiblen Perioden.
Durch diese Sensibilität für Ordnung, kann in den Kindern ein innerer Sinn für Ordnung aufgebaut werden und sie sind damit in der Lage die Beziehungen zwischen den Dingen zu erkennen – eine ganzheitliche Sicht. Ein Kind kann sich nur in einer Umwelt orientieren, derer Zusammenhänge und Beziehungen es kennt.
Überraschend ist dabei das frühzeitige Auftreten dieser Phase schon im ersten und zweiten Lebensjahr. Bereits beim Zweijährigen wandelt sich das Ordnungsbedürfnis zu einem Beweggrund für praktisches Handeln.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Sensiblen Perioden nach Maria Montessori: Einführung in die Fragestellung, wie die Pädagogik Maria Montessoris rätselhafte Verhaltensweisen kleiner Kinder erklären kann.
2. Die 4 Stufen der Entwicklung des Kindes: Überblick über die vier Entwicklungsphasen nach Montessori, wobei der Schwerpunkt auf der formativen Phase des Kleinkindalters liegt.
3. Die Sensiblen Perioden: Detaillierte Untersuchung der lernfördernden Phasen, speziell der sensiblen Perioden für Sprache, Ordnung und Bewegung.
4. Schlüsselbegriffe der Montessori-Pädagogik: Erläuterung der Konzepte des „absorbierenden Geistes“ und der „Polarisation der Aufmerksamkeit“ als Werkzeuge der kindlichen Entwicklung.
5. Zusammenfassung: Resümee über die Bedeutung der sensiblen Perioden für das Verständnis des kindlichen Lernprozesses und der hohen Leistungsfähigkeit des Kindes.
Schlüsselwörter
Maria Montessori, Pädagogik, sensible Perioden, Kleinkindalter, absorbierender Geist, Polarisation der Aufmerksamkeit, Sprachentwicklung, Ordnungssinn, Bewegungsdrang, kindliche Entwicklung, Lernphase, Selbständigkeit, Erziehung, frühkindliche Bildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Montessori-Pädagogik, insbesondere mit den sensiblen Perioden in der ersten Entwicklungsstufe des Kindes.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die vier Entwicklungsstufen, die Bedeutung sensibler Phasen für das Lernen und spezifische Schlüsselbegriffe wie der absorbierende Geist.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, durch das Wissen über sensible Perioden ein besseres Verständnis für das Verhalten und die Lernprozesse von Kleinkindern zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der Schriften von Maria Montessori sowie ergänzender pädagogischer Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die vier Entwicklungsstufen, die drei sensiblen Phasen der Sprache, Ordnung und Bewegung sowie die Schlüsselbegriffe der Pädagogik detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Montessori-Pädagogik, sensible Perioden, absorbierender Geist und Polarisation der Aufmerksamkeit.
Warum spielt der Ordnungssinn eine so große Rolle für Kleinkinder?
Für Kleinkinder dient der Ordnungssinn als wesentliche Orientierungshilfe in der Welt, die ihnen Sicherheit und Selbstvertrauen gibt.
Inwiefern beeinflusst der „absorbierende Geist“ das Lernen?
Der absorbierende Geist ermöglicht es dem Kind, unbewusst und ohne Anstrengung Wissen und Fähigkeiten aus der Umwelt aufzunehmen.
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- Anonym (Author), 2005, Die sensiblen Perioden nach Maria Montessori, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57973