In dieser Belegarbeit sollen die Beziehungen von Rechnern untereinander im Internet näher erläutert werden. Das Internet selbst stellt lediglich die Infrastruktur zur Verfügung. Erst durch die Anwender kommt ein Nutzen zustande. Das Internet ist nach dem Prinzip Client – Server aufgebaut, wobei der Client Daten anfordert, welche ein Server (Diener) zur Verfügung stellt. Ein Client kann sowohl Hard- als auch Software sein. So bezeichnet man
den Rechner eines Internet-Nutzers ebenso als Client wie das Mail-Programm, mit dem er EMails von einem Mail-Server abruft. Ebenso wird zwischen virtuellen und physikalischen Servern unterschieden. Ein physikalischer Server – auch Host genannt – ist ein eigenständiger Computer, im Gegensatz
zu virtuellen Servern, von denen sicher mehrere auf einem Rechner befinden können. Ein Server-Dienst ist demnach ein Programm. Die bekanntesten und am häufigsten genutzten Dienste sind dabei die Übertragung von Webseiten, der Versand elektronischer Briefe (E-Mail), die Übertragung von Dateien, Newsgroups und das telnet. Internet-Telefonie, Video Chat, Zeitsynchronisation und viele andere gehören ebenfalls zu den möglichen Diensten. Oft genutzt werden auch Tauschbörsen zum Austausch von Dateien, die jedoch nach dem Peer-to-Peer-System (jeder kann gleichzeitig Server und Client sein) aufgebaut sind. Die wichtigsten Dienste sollen im Detail auf den nächsten Seiten vorgestellt werden. Weiterhin wird darauf eingegangen ob und wie diese Dienste parallel auf einem Host laufen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Server-Dienste
2.1 Domain Name System (DNS)
2.2 telnet
2.3 File Transfer Protocol (FTP)
2.4 E-Mail
2.5 World Wide Web (WWW)
2.6 Newsgroups
3 Verwendung der Internetserver
3.1 Einzelbetrieb von Serversoftware
3.2 Parallelbetrieb von Serversoftware
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionsweise der Client-Server-Beziehungen im Internet sowie die spezifischen Charakteristika und Protokolle der gängigsten Internetdienste und deren betriebstechnische Umsetzung auf Hosts.
- Grundlagen des Client-Server-Prinzips
- Funktionsweise zentraler Internetprotokolle (DNS, FTP, SMTP/POP3, HTTP)
- Analyse verschiedener Server-Dienste und deren Anwendung
- Unterscheidung zwischen Einzel- und Parallelbetrieb von Serversoftware
- Wirtschaftliche Aspekte und technologische Anforderungen an Server-Infrastrukturen
Auszug aus dem Buch
2.2 telnet
Telnet war damals unter den ersten Diensten. In den Anfangszeiten war es besonders interessant, sich von einem kleineren Computer oder Terminal aus bei einem schnelleren Mainframe einzuloggen und dort Programme zu starten oder Dateien zu bearbeiten. Genau das ermöglicht der telnet-Service.
Das Prinzip ist recht einfach, man startet auf seinem PC einen so genannten telnet-Client, der zum angegebenen Internet-Host Verbindung aufnimmt. Man loggt sich auf dem entfernten Computer (remote host) ein und identifiziert sich mit der Benutzeridentifikation und einem Passwort. Anschließend ist es möglich je nach Sicherheitseinstellung und Einschränkung beliebige Programme zu starten oder Dateien anzusehen, zu kopieren und zu löschen. Diese via telnet gestarteten Programme laufen dann vollständig auf dem Remote Host ab, man erhält lediglich die Ausgabe via Internet auf den eigenen Bildschirm. Das Telnet-Programm ist portabel und Systemunabhängig.
Die gegenseitigen Rechte und Pflichten beim Datenaustausch werden durch das telnet Protokoll geregelt, welches auf dem Versand von TCP-Paketen basiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die grundlegenden Client-Server-Beziehungen des Internets und stellt die Zielsetzung der Belegarbeit vor.
2 Server-Dienste: Dieses Kapitel beschreibt die Funktionsweise der wichtigsten Internetdienste wie DNS, Telnet, FTP, E-Mail, WWW und Newsgroups sowie die zugrundeliegenden Protokolle.
3 Verwendung der Internetserver: Hier wird analysiert, ob jede Serversoftware einen eigenen Host benötigt und welche Vor- bzw. Nachteile der Einzelbetrieb gegenüber dem Parallelbetrieb bietet.
4 Fazit: Das Fazit fasst die steigenden Anforderungen an moderne Server-Farmen und die Dynamik der technologischen Entwicklung im Hardware- und Softwarebereich zusammen.
Schlüsselwörter
Internet, Server, Client, Protokolle, DNS, Telnet, FTP, E-Mail, World Wide Web, Newsgroups, Host, TCP/IP, Serversoftware, Parallelbetrieb, Virtuelle Server
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die grundlegende Struktur des Internets nach dem Client-Server-Prinzip und erläutert, wie verschiedene Internetdienste auf dieser Basis funktionieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit fokussiert sich auf die technische Funktionsweise von Netzwerkprotokollen und die betriebswirtschaftlichen sowie technischen Überlegungen beim Einsatz von Serversoftware.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Beziehungen von Rechnern im Internet zu verdeutlichen und zu klären, ob für verschiedene Internetdienste zwingend jeweils ein eigener Host erforderlich ist.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte theoretische Ausarbeitung, die auf Fachliteratur und einschlägigen technischen Quellen basiert, um die Funktionsweisen der Internet-Dienste darzulegen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der wichtigsten Internet-Dienste (wie DNS, FTP, WWW) sowie eine Gegenüberstellung von Einzel- und Parallelbetrieb von Serversoftware.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Client-Server-Modell, TCP/IP, Server-Dienste, Netzwerkinfrastruktur, Protokolle und Virtualisierung.
Warum ist das Domain Name System (DNS) so wichtig?
Das DNS ist essenziell, da es die für Menschen lesbaren Domainnamen in numerische IP-Adressen übersetzt, ohne die eine Kommunikation zwischen Computern im Internet nicht möglich wäre.
Was ist der wesentliche Vorteil beim Parallelbetrieb von Serversoftware?
Der Hauptvorteil liegt in der gesteigerten Wirtschaftlichkeit, da durch die gleichzeitige Ausführung mehrerer Dienste auf einem Host Hardwarekosten gespart und Ressourcen besser genutzt werden können.
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- Stefan Roth (Author), 2006, Server im Internet und ihre Dienste, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57974