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Die Professionalisierung der Pflege

Die Pflege auf dem Weg zur Profession?

Title: Die Professionalisierung der Pflege

Term Paper , 2006 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl. Pflegewirt (FH) Martin Römer (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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In dieser Hausarbeit werde ich die Professionalisierung der Pflegeberufe in Hinblick auf verschiedene Aspekte näher beleuchten. Nach der Begriffserklärung werde ich dem Leser im ersten Kapitel einen Überblick über einige Professionalisierungs-ansätze geben. Exemplarisch wird ein Theorieansatz zur Professionalisierung näher erörtert und kritisch betrachtet. Da im Rahmen der Professionalisierung der Pflege auch der Entwicklung von klassischen Professionen und deren momentane Tendenz zur Deprofessionalisierung eine wesentliche Bedeutung beizumessen ist, werde ich im zweiten Kapitel dieser Arbeit darauf eingehen. In diesem Kontext werden zwei Betrachtungsweisen der Deprofessionalisierung sowie die Gründe und Folgen dieser Entwicklung geschildert. Im letzten Teil der Hausarbeit wird die Entwicklung der Krankenpflege in den letzten fünfzehn Jahren im Bezug auf Professionalisierung diskutiert. Chancen aber auch Risiken, die sich durch die Deprofessionalisierung ergeben, sollen dargestellt und neue Berufsfelder aufgezeigt werden.

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Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Professionalisierung

2.1 Begriffserklärung zu Profession und Professionalisierung

2.2 Professionalisierungsansätze

2.2.1 Funktionalistischer Professionalisierungsansatz

2.2.2 Indikatorisch-merkmalsorientierter Professionalisierungsansatz

2.2.3 Feministischer Professionalisierungsansatz

2.2.4 Hinweise auf weitere Professionalisierungsansätze

2.3 Der Machttheoretische Ansatz

2.4 Kritik an machttheoretischen Entwicklungen

3.0 Deprofessionalisierung

3.1 Deprofessionalisierung nach Hartmann

3.2 Deprofessionalisierung nach Goode

3.3 Gründe für Deprofessionalisierung und begünstigende Faktoren

3.4 Folgen der Deprofessionalisierung

4.0 Entwicklungen zur Professionalisierung der Krankenpflege

4.1 Ausbildung in der Pflege

4.2 Pflegestudiengänge an deutschen Hochschulen und Universitäten

4.3 Pflegeforschung in Deutschland und ihre berufspolitische Bedeutung

4.4 Notwendige Institutionen einer Profession

4.5 Neue und verlorene Berufsfelder in der Pflege

5.0 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht den Professionalisierungsprozess der Pflegeberufe unter Berücksichtigung theoretischer Ansätze, des Phänomens der Deprofessionalisierung sowie aktueller struktureller Entwicklungen in Deutschland, mit dem Ziel, den Status quo zu analysieren und notwendige berufspolitische Schritte für die Zukunft zu identifizieren.

  • Theoretische Grundlagen von Profession und Professionalisierung
  • Kritische machttheoretische Perspektiven und deren Auswirkungen
  • Analyse der Deprofessionalisierung und ihrer Folgen
  • Akademisierung und Pflegeforschung in Deutschland
  • Identifikation zukünftiger Berufsfelder und institutioneller Erfordernisse

Auszug aus dem Buch

2.3 Der Machttheoretische Ansatz

Eine kritische Betrachtung zum Prozess der Professionalisierung leistet der Machttheoretische Ansatz. Der Prozess der Professionalisierung wird als eine Strategie von Berufen verstanden, sich Kompetenzen zu sichern und letztlich ein Monopol zu erreichen, mit dem zahlreiche materielle und immaterielle Vorteile einhergehen.

Solche Strategien sind auch unter gesellschaftlichen Bedingungen zu betrachten. Bei funktionalen Ansätzen steht im Mittelpunkt, einen gesellschaftlichen Auftrag unter der Prämisse der Selbstkontrolle wahrzunehmen.

Diese Berufe schließen gewissermaßen einen Vertrag mit der Gesellschaft, in dem Vertrauen, Autonomie in der Berufsausübung, Freiheit von sozialer Kontrolle durch Laien, Schutz gegen unqualifizierten Wettbewerb, beträchtliche Einkommen und hohes Prestige gegen kompetente Leistung und ein glaubwürdiges Versprechen der Selbstkontrolle eingetauscht werden. Diese Kontrolle ist zunächst jedoch die Selbstkontrolle des einzelnen Berufsmitgliedes neben anderen externen Überprüfungen, wie z.B. durch eigene Berufsorganisationen.

Da die externe Selbstkontrolle in der Praxis konträr dazu, da sie stichprobenartig durchgeführt wird, die Kontinuität der Qualität nicht garantieren kann, liegt deshalb nahe, dass Professionen unterstellt wird, es gehe ihnen weniger um die Lösung funktionaler Probleme der Gesellschaft, sondern vielmehr um den Ausbau ihrer spezifischen Machtpotentiale. So ist der Gedanke nicht abwegig, Professionen als aufstrebende Gesellschaftsklasse zu verstehen, die fortwährend versuchen, Macht organisatorisch zu bündeln, um sich berufspolitischen Einfluss zu verschaffen und damit ökonomische Marktanteile zu erhalten und zu sichern. Darüber hinaus wird das gesellschaftliche Mandat durch die Tatsache festgelegt, dass Ärzte bzw. die Vertreter ihrer verbandspolitischen Interessen selbst bestimmen, welcher Zustand und welches Verhalten als krank angesehen werden kann, dass sie ihre Arbeit selbst definieren und kontrollieren und dass umgekehrt die Gesellschaft ihrerseits den Beruf als alleinigen, vollständigen, unantastbaren Kompetenzbereich ärztlicher Tätigkeit überhaupt akzeptiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Professionalisierung der Pflege ein und skizziert den Aufbau der Hausarbeit sowie die behandelten Schwerpunkte.

2.0 Professionalisierung: Dieses Kapitel erläutert verschiedene theoretische Ansätze zur Professionalisierung und betrachtet kritisch machttheoretische Aspekte sowie deren gesellschaftliche Einbettung.

3.0 Deprofessionalisierung: Hier wird der Prozess der Deprofessionalisierung anhand der Profession der Ärzte verdeutlicht, inklusive der Ursachen und Folgen dieser Entwicklung.

4.0 Entwicklungen zur Professionalisierung der Krankenpflege: Dieses Kapitel diskutiert die Ausbildung, die Akademisierung, die Bedeutung der Pflegeforschung sowie die Notwendigkeit von Institutionen und neuer Berufsfelder für die Pflege.

5.0 Schluss: Das Fazit fasst die Notwendigkeit der weiteren Professionalisierung und Akademisierung zusammen und plädiert für eine stärkere berufspolitische Organisation durch Pflegekammern.

Schlüsselwörter

Professionalisierung, Deprofessionalisierung, Krankenpflege, Pflegeforschung, Pflegekammer, Machttheoretischer Ansatz, Akademisierung, Berufspolitik, Gesundheitswesen, Pflegemanagement, Pflegepädagogik, Expertenmacht, Autonomie, Berufsstand, Gesundheitsökonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit setzt sich mit dem Professionalisierungsprozess der Pflegeberufe auseinander und beleuchtet diesen aus verschiedenen theoretischen und gesellschaftlichen Perspektiven.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind Professionalisierungsansätze, das Phänomen der Deprofessionalisierung, die Entwicklung der Pflegeausbildung und -forschung sowie die berufspolitische Bedeutung institutioneller Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Professionalisierungsgrad der Pflege zu untersuchen, Chancen und Risiken aktueller Entwicklungen aufzuzeigen und einen strategischen Weg für eine eigenständige Profession zu skizzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der kritischen Auseinandersetzung mit soziologischen Professionalisierungs- und Machttheorien im Kontext der Pflege.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Konzepte (funktionalistisch, machttheoretisch), die Problematik der Deprofessionalisierung und konkrete Entwicklungen wie Akademisierung, Pflegeforschung und die Rolle von Berufsverbänden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind insbesondere Professionalisierung, Deprofessionalisierung, Pflegeforschung, Akademisierung und berufspolitische Selbstverwaltung.

Warum wird der Begriff "Mittelschichtsprojekt" in Bezug auf Professionalisierung verwendet?

Der Begriff beschreibt die These, dass Professionalisierung oft als strategisches Kalkül einer gesellschaftlichen Mittelschicht verstanden werden kann, um durch exklusives Expertenwissen monopolistische Marktzugänge zu sichern.

Welche Rolle spielt die Pflegekammer in den Überlegungen des Autors?

Der Autor sieht in der Einführung von Pflegekammern eine notwendige institutionelle Voraussetzung, um die Bevölkerung vor unsachgemäßer Pflege zu schützen und eine effektive, demokratisch legitimierte Interessenvertretung zu gewährleisten.

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Details

Title
Die Professionalisierung der Pflege
Subtitle
Die Pflege auf dem Weg zur Profession?
College
University of Applied Sciences Ludwigshafen
Course
Theoriegeleitete Pflegepraxis
Grade
1,3
Author
Dipl. Pflegewirt (FH) Martin Römer (Author)
Publication Year
2006
Pages
30
Catalog Number
V57990
ISBN (eBook)
9783638522946
ISBN (Book)
9783656776321
Language
German
Tags
Professionalisierung Pflege Profession Theoriegeleitete Pflegepraxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Pflegewirt (FH) Martin Römer (Author), 2006, Die Professionalisierung der Pflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57990
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