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Die Institution Medien und ihr Einfluss auf Kinder am Beispiel des Fernsehns

Title: Die Institution Medien und ihr Einfluss auf Kinder am Beispiel des Fernsehns

Term Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Daniela Hammerschmidt (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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Es ist Montag Morgen 06:30 Uhr: Der Radiowecker klingelt. Während dem Duschen wird Radio gehört, danach werden beim Frühstück noch schnell die neusten Nachrichten im Fernsehen angeschaut. Auf dem Weg zur Arbeit ertönt bereits beim Anschalten der Zündung das Radio, welches diesen Weg jeden Tag etwas erträglicher zu machen scheint. Auf der Arbeit angekommen wird zunächst einmal in das Email-Postfach gesehen und die erhaltenen Emails schnell beantwortet. Informationen, die zum Arbeiten benötigt werden, wie z.B. Telefonnummern oder Adressen sowie Informationen über andere Firmen, können schnell über das Internet abgerufen werden. Spätestens in der Frühstückspause wird die Tageszeitung gelesen und zur Erholung nach einem anstrengenden und harten Arbeitstag wird entweder ein Buch gelesen oder auch etwas ferngesehen und nicht selten dabei eingeschlafen- So oder ähnlich sieht der Alltag vieler Menschen zumindest in den westlichen Ländern aus. Er ist bestimmt durch Medien. Gerade durch diese Bestimmung des Alltags in der modernen Gesellschaft durch Medien werden die Ursachen für gesellschaftliche Probleme in der öffentlichen Diskussion oft bei den Medien gesucht. Der Ulmer Hirnforscher Professor Manfred Spitzer ist zum Beispiel der Meinung, dass das Fernsehen durchaus negative Folgen sowohl auf die Gesundheit als auch auf die schulische Leistungsfähigkeit hat. Diabetes, Bluthochdruck und Arteriosklerose resultierten unter Anderem aus einem hohen Fernsehkonsum. Dass Fernsehen auch gewalttätig mache, führt Spitzer auf die angebliche Botschaft vieler Fernsehsendungen zurück: „Gewalt gibt es häufig in der Welt, sie löst Probleme und hierzu gibt es keine Alternative, sie tut nicht weh, und der Gewalttäter kommt ungeschoren davon.“ Auch in der Politik wird immer wieder über die Folgen von Fernsehen, Computerspiele und vor allem auch über Gewaltdarstellungen in Medien diskutiert. Sowohl nach dem Massaker an der Columbine High School in den USA, bei welchem die Schüler Eric Harris und Dylan Klebold am 20. April 1999 insgesamt 13 Menschen und sich selbst töteten, als auch nach dem Amoklauf von Robert Steinhäuser an dem Erfurter Gutenberg- Gymnasium wurde in der Politik nach Ursachen gesucht. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber forderte damals zum Beispiel erneut ein Verbot von Gewaltdarstellungenin Videosund Computerspielen, da diese als Grundlage oder auch als Vorbild für solche Taten dienten bzw. diese förderten. [...]

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Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung zum Thema

1.1. Gründe für die Wahl des Themas

1.2. Die Geschichte der Institution Medien

2. Sozialisation durch Medien

2.1. Mediensozialisation

2.1.1. Herleitung des Begriffs der Mediensozialisation

2.1.2. Ansätze zur Mediensozialisation

2.2. Das durch die Medien vermittelte Menschenbild und dessen Folgen

3. Erziehung

3.1. Erziehung durch Medien

3.1.1. Schulisches Lernen

3.1.2. Lernsendungen im Fernsehen am Beispiel der „Sesamstraße“ und der „Teletubbies“

3.2. Erziehung in Medien am Beispiel “Supernanny“

4. Gewaltdarstellung in Medien

4.1. Gewalttheorien

4.2. Kombination von Humor und Gewalt im Fernsehen und deren Folgen auf das Gewaltverständnis von Kindern

4.3. Differenzierung von Realität und Fiktion

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss der Institution Medien auf Kinder und Jugendliche unter besonderer Berücksichtigung des Fernsehens. Dabei wird analysiert, inwiefern Medien als Sozialisationsinstanz wirken, Erziehungsprozesse beeinflussen und wie Kinder mit Inhalten wie Gewaltdarstellungen und Realitäts-Fiktions-Unterscheidungen umgehen.

  • Mediensozialisation und die Wirkung auf das Menschenbild
  • Pädagogische Potenziale und Risiken von Lernsendungen
  • Mediale Erziehungspraktiken am Beispiel von Doku-Soaps
  • Theoretische Ansätze zur Wirkung von Mediengewalt
  • Kognitive Entwicklung und die Unterscheidung von Realität und Fiktion

Auszug aus dem Buch

4.2. Kombination von Humor und Gewalt im Fernsehen und deren Folgen auf das Gewaltverständnis von Kindern

Beobachtet man Kinder beim fernsehen wird schnell klar, dass man Schadenfreude schon im Kindesalter finden kann. Viele Zeichentrickserien haben ihren Erfolg der Kombination von Gewalt und Humor zu verdanken, allen voran „Tom und Jerry“. Das Lustige an dieser Zeichentrickserie besteht darin, dass die Maus Jerry dem Kater Tom ständig Streiche spielt, bei welchen er sich nicht selten das Fell verbrennt oder sich ein Bein bricht. Stefan Aufenanger ist in einer Studie mit dem Titel „Lustige Gewalt? Zum Verwechslungsrisiko realer und inszenierter Fernsehgewalt bei Kinder durch homoreske Programmkontexte“ der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen Filme, die lustig und gleichzeitig gewalthaltig sind, auf Kinder haben.

Stefan Aufenanger hat sich zunächst mit dem Gewalt- und dem Humorbegriff bei Kindern auseinandergesetzt. Grundsätzlich kann man unterscheiden zwischen beabsichtigter bzw. vorsätzlicher physischer Schädigung eines anderen mit Folgen, unbeabsichtigter physischer Schädigung eines anderen, fahrlässiger physischer Schädigung einer anderen und schließlich der Anwendung psychischer Gewalt im Sinne von jemanden bedrohen oder unter Druck setzen mit oder ohne Waffen. Unter Humor wurden sowohl Wort- und Sprachwitze durch z.B. Wortverdrehungen, Situationskomik im Sinne von ungeschicktem Verhalten sowie die Verwendung von Rollen, in denen Personen als tollpatschig dargestellt werden verstanden. Daraufhin hat Stefan Aufenanger Kindern verschieden Filme gezeigt und danach gefragt, was sie unter Gewalt verstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel erläutert die Allgegenwärtigkeit der Medien im modernen Alltag und leitet zur Forschungsfrage nach deren Einfluss auf die kindliche Entwicklung über.

2. Sozialisation durch Medien: Es wird die Rolle der Medien als Sozialisationsinstanz beleuchtet, wobei Hurrelmanns Prozessmodell auf die Medienwelt angewandt und die Konstruktion von Menschenbildern diskutiert wird.

3. Erziehung: Das Kapitel untersucht den pädagogischen Einsatz von Medien, von schulischen Lernformen über didaktische Kindersendungen bis hin zur kritischen Analyse von Doku-Soaps.

4. Gewaltdarstellung in Medien: Hier stehen die theoretischen Erklärungsmodelle zu Mediengewalt sowie die kindliche Fähigkeit zur Differenzierung zwischen fiktionaler Darstellung und Realität im Fokus.

5. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Medien als moderne Institution, die zur gesellschaftlichen Orientierung und Entlastung beiträgt, jedoch kein monokausales Wirkungsmodell zulässt.

Schlüsselwörter

Mediensozialisation, Fernsehen, Kindheit, Mediengewalt, Erziehung, Menschenbild, Lernsendungen, Realität, Fiktion, Supernanny, Sozialisation, Medienkompetenz, Entwicklungspsychologie, Gewalttheorien, Institution

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Medien, insbesondere des Fernsehens, als Institution in der modernen Gesellschaft und untersucht deren Einfluss auf die Sozialisation und Erziehung von Kindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Bedeutung von Menschenbildern in den Medien, pädagogische Ansätze im Kinderfernsehen, die Problematik von Gewaltdarstellungen und die kognitive Fähigkeit von Kindern, zwischen Fiktion und Realität zu unterscheiden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, ob Medien lediglich als passiver Einflussfaktor fungieren oder als aktive Institution die Entwicklung von Kindern maßgeblich mitgestalten und welche Wechselwirkungen dabei existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung medienpädagogischer und entwicklungspsychologischer Fachliteratur sowie die Analyse empirischer Studien, etwa von Stefan Aufenanger.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Mediensozialisation, medienbasierte Erziehungsprozesse und eine kritische Auseinandersetzung mit der Darstellung von Gewalt und dem Verhältnis zwischen Realität und Fiktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Mediensozialisation, Medienkompetenz, Gewaltdarstellung, pädagogische Lernsendungen und die soziale Entlastungsfunktion der Medien.

Warum steht die Sendung "Supernanny" in der Kritik?

Die Kritik richtet sich vor allem gegen die Verletzung der Privatsphäre, die Stigmatisierung von Kindern und die Untergrabung der elterlichen Autorität durch mediale Intervention.

Können Kinder im Vorschulalter die "Teletubbies" bereits verstehen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Kinder in diesem Alter von einfachen, linearen Erzählweisen und Wiederholungen profitieren, sofern die Eltern die Inhalte im Alltag begleiten und reflektieren.

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Details

Title
Die Institution Medien und ihr Einfluss auf Kinder am Beispiel des Fernsehns
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Course
Institutionen I
Grade
2,3
Author
Daniela Hammerschmidt (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V58085
ISBN (eBook)
9783638523752
ISBN (Book)
9783656811749
Language
German
Tags
Institution Medien Einfluss Kinder Beispiel Fernsehns Institutionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Hammerschmidt (Author), 2006, Die Institution Medien und ihr Einfluss auf Kinder am Beispiel des Fernsehns, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58085
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