Jede Revolution wirft in erster Linie eine Frage auf: die Frage der Macht. Auch in der Revolution von 1848 war diese Frage von zentraler Bedeutung. Sollte man auf der Grundlage der Macht der Revolution und der Volkssouveränität daran gehen, eine neue Ordnung in offenem Kampf mit der alten Ordnung der monarchischen Staaten aufzubauen, oder sollte man in Übereinkunft mit den alten Mächten und ihren Institutionen versuchen, die alte Ordnung zu reformieren? Sollte die Revolution also die Macht und Legitimität der monarchischen Ordnung anerkennen oder sich selbst als neue und legitime Macht betrachten und darauf aufbauend eine neue Ordnung schaffen?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Revolution auf dem Vormarsch
- Die Frankfurter Nationalversammlung
- Die Reaktion auf dem Vormarsch
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Frage der Macht in der Revolution von 1848 und beleuchtet die unterschiedlichen Ansätze, die sich in der Auseinandersetzung zwischen den Anhängern des Vereinbarungsprinzips und der Volkssouveränität zeigten.
- Die Machtfrage in der Revolution von 1848
- Die Rolle der Nationalversammlung in der Machtfrage
- Die unterschiedlichen Positionen von gemäßigtem Liberalismus und radikaler Demokratie
- Die Revolutionäre in Wien und Berlin als neue Macht
- Die Bedeutung der Revolution für die weitere politische Entwicklung in Deutschland
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt die zentrale Frage der Macht in der Revolution von 1848 dar und beleuchtet die gegensätzlichen Positionen von Vereinbarungsprinzip und Volkssouveränität.
- Die Revolution auf dem Vormarsch: Der Text beschreibt die Ausbreitung der Revolution von Paris nach Deutschland, die unterschiedlichen Reaktionen in den verschiedenen Ländern und die Bedeutung der „Märzforderungen“ für die Entwicklung in den südwestdeutschen Ländern.
Schlüsselwörter
Revolution von 1848, Machtfrage, Volkssouveränität, Vereinbarungsprinzip, Nationalversammlung, Märzforderungen, gemäßigter Liberalismus, radikale Demokratie, Preußen, Österreich, Wiener Revolution, Berliner Revolution, Friedrich Wilhelm IV., Metternich, Barrikadenkämpfe.
Häufig gestellte Fragen
Was war die zentrale Frage der Märzrevolution 1848?
Die zentrale Frage war die der Macht: Sollte eine neue Ordnung durch Kampf oder durch Vereinbarung mit den alten Mächten entstehen?
Was bedeutet das "Vereinbarungsprinzip"?
Es beschreibt den Versuch, Reformen in Übereinkunft mit den bestehenden monarchischen Institutionen statt durch deren Sturz zu erreichen.
Welche Rolle spielte die Frankfurter Nationalversammlung?
Sie war das zentrale Organ, in dem über die zukünftige Machtverteilung und eine neue Verfassung für Deutschland debattiert wurde.
Was waren die "Märzforderungen"?
Dies waren politische Forderungen nach Grundrechten, Pressefreiheit und einer nationalen Volksvertretung, die die Revolution einleiteten.
Wer waren die Gegenspieler in der Revolution?
Auf der einen Seite standen gemäßigte Liberale und radikale Demokraten, auf der anderen die monarchischen Mächte wie Preußen und Österreich.
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- Jan Dreßler (Author), 2004, Die Märzrevolution (1848) und die Frage der Macht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58187