Entrepreneurial Orientation (EO) geht auf Untersuchungen von Miller und Friesen zurück, welche insgesamt 11 Dimensionen ausmachten, allerdings die Dimensionen „Innovationsfähigkeit“, „Risikoinkaufnahme“ und „Proaktivität“ als die sogenannten „Entrepreneurial Dimensions“ betrachteten. Selbst jede Dimension einzeln betrachtet kann schon einen positiven Einfluss auf den Erfolg haben. Der Entrepreneur kann auch als Gründer neuer Unternehmen betrachtet werden. Allerdings kann auch ein „Entrepreneur-Team“ bestehen. Es ist bewiesen, dass viele Unternehmen von „Entrepreneur-Teams“ gegründet wurden, und dass die Zusammensetzung des Teams einen positiven Einfluss auf die Performance von neuen Unternehmen hat. [...]
Inhaltsverzeichnis
1 Begriffsdefinition Entrepreneurial Orientation
1.1 Innovation, Proaktivität und Risikoinkaufnahme
1.2 Weitere Dimensionen und Einflußfaktoren
2 Der Gründungsprozeß nach Dowling
2.1 Die Evaluierung der „Opportunity“
2.2 Die Entwicklung des Busineßkonzeptes
2.3 Die Akquirierung der Ressourcen
2.4 Das Management des Geschäftes
2.5 Die Abschöpfung des Mehrwerts
3 Modelllansätze
3.1 Sandberg & Hofer (1987)
3.2 Modifikation des Sandberg& Hofer Modells
3.3 Gießen- Amsterdam- Modell, Rauch & Frese
4 Untersuchung aller die Performance beeinflussenden Faktoren
4.1 Einfluss der EO Dimensionen auf die Performance
4.2 Entrepreneur vs. Manager
4.3 Typologie und Persönlichkeit des Entrepreneurs
4.4 Unternehmensgröße und Nationalität
4.5 Ressourcen
4.6 Branchen- und Strategiewahl
4.7 Humankapital
5 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf den Erfolg von neu gegründeten Unternehmen, wobei der Fokus auf der Interaktion zwischen unternehmerischer Orientierung, Ressourcen und strategischen Managemententscheidungen liegt.
- Analyse der Dimensionen der Entrepreneurial Orientation (EO)
- Darstellung des unternehmerischen Gründungsprozesses nach Dowling
- Vergleich und Bewertung verschiedener wissenschaftlicher Erfolgsmodelle
- Untersuchung von Faktoren wie Humankapital, Branchenwahl und Unternehmensgröße
- Reflektion der Rolle des Entrepreneurs im Spannungsfeld von Ressourcen und Marktstrategien
Auszug aus dem Buch
1.1 Innovation, Proaktivität und Risikoinkaufnahme
Die „Innovative Dimension“ der EO ist als eine Tendenz zu betrachten, sich für neue Ideen zu begeistern, Neuheiten zu erkunden, zu experimentieren und kreative Prozesse (welche sich von gegebenen Prozessen und Technologien unterscheiden) zu unterstützen und voran zu treiben. Dadurch kann ein „first- mover advantage“ gegenüber den Mitbewerbern geschaffen werden.
Mögliche Probleme bei Innovationen:
• Free Rider Problem: „First-mover-disadvantages“ aufgrund von hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, Markteinführung und Vertrieb.
• Die Kommerzialisierung von Innovationen erfordert ein hohes Maß an Ressourcen in verschiedenen Unternehmensbereichen. Gleichzeitig ist es unvorhersehbar, ob, wann und in welcher Höhe Innovationen zu finanziellem Erfolg führen.
Proaktivität ist eine Antizipation und Voraussicht von zukünftigen Wünschen und Bedürfnissen des Marktes. Proaktive Unternehmen können Zielmärkte und Marktsegmente erschließen und des weiteren höhere Preismargen erzielen.
Risikoinkaufnahme ist dadurch definiert, dass der Unternehmer bereit ist, gegebenenfalls viele Ressourcen für ein Projekt bereit zu stellen, obwohl die möglichen Kosten bei einer Scheiterung des Projektes hoch wären. Obwohl einige Projekte scheitern werden, werden andere erfolgreich sein. In der langfristigen Betrachtung wird sich die Risikoinkaufnahme auszahlen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Begriffsdefinition Entrepreneurial Orientation: Erläutert die theoretischen Grundlagen der unternehmerischen Orientierung und definiert zentrale Dimensionen wie Innovation, Proaktivität und Risikoinkaufnahme.
2 Der Gründungsprozeß nach Dowling: Beschreibt die Phasen von der Identifikation einer Geschäftschance bis hin zur Abschöpfung des erzielten Mehrwerts.
3 Modelllansätze: Stellt maßgebliche theoretische Modelle wie das von Sandberg & Hofer sowie das Gießen-Amsterdam-Modell vor, um Erfolgsfaktoren bei Neugründungen zu systematisieren.
4 Untersuchung aller die Performance beeinflussenden Faktoren: Analysiert empirisch relevante Einflussgrößen wie Humankapital, Teamstruktur, Unternehmensgröße und strategische Entscheidungen auf den Unternehmenserfolg.
5 Fazit: Führt die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtung durch die Interaktion verschiedener Determinanten.
Schlüsselwörter
Entrepreneurial Orientation, Entrepreneur, Gründungsprozess, Unternehmensperformance, Innovationsfähigkeit, Proaktivität, Risikoinkaufnahme, Ressourcenmanagement, Humankapital, Geschäftsmodell, Strategisches Management, Erfolgsfaktoren, Marktstrategie, Wettbewerbsvorteil, Entrepreneur-Teams.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Identifikation und Analyse von Faktoren, die den Erfolg von neugegründeten Unternehmen beeinflussen, basierend auf psychologischen und betriebswirtschaftlichen Ansätzen.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der unternehmerischen Orientierung (EO), den Phasen des Gründungsprozesses, verschiedenen Erfolgsmodellen sowie den Auswirkungen von Persönlichkeitsmerkmalen und Ressourcenausstattung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu verdeutlichen, dass der Unternehmenserfolg kein Ergebnis einzelner Variablen ist, sondern aus dem komplexen Zusammenspiel von Entrepreneur, Strategie und Umfeld resultiert.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung bestehender Forschungsliteratur, einschließlich der Auswertung von Meta-Analysen und etablierten Modellen des strategischen Managements.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Entrepreneurial Orientation, die Darstellung des Gründungsprozesses nach Dowling, eine kritische Diskussion von Modellen wie Sandberg & Hofer sowie eine detaillierte Prüfung von Performance-Faktoren.
Welche Keywords beschreiben den Inhalt am besten?
Zu den Kernbegriffen zählen Entrepreneurial Orientation, Gründungsprozess, Unternehmenserfolg, Ressourcen, Strategie und Humankapital.
Warum wird im Modell von Sandberg & Hofer eine Modifikation vorgenommen?
Das ursprüngliche Modell wird als unvollständig bewertet, da es wichtige Aspekte wie den Ressourcenzugang, die organisationale Struktur und die internen Prozesse, auf denen Strategien basieren, vernachlässigt.
Wie unterscheidet sich laut der Arbeit der Entrepreneur vom klassischen Manager?
Entrepreneure zeigen eine höhere Korrelation zu Innovation, Autonomie und Wettbewerbsaggressivität und sind stärker in den direkten operativen Alltag eingebunden als Manager in Großunternehmen.
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- Christian Salzmann (Author), 2006, Evidenced best practices in Entrepreneurship and Strategic Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58221