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Commodity-Risiken. Ansätze zum Hedging

Title: Commodity-Risiken. Ansätze zum Hedging

Seminar Paper , 2006 , 13 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Thomas Seitter (Author)

Business economics - Controlling
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Im letzten Jahr ließen sich sehr starke Schwankungen im Ölpreis feststellen. Aber nicht nur Öl, auch Getreide, Stahl und Kupfer zeigen Preisschwankungen. Die Bedeutung der Commodities für Konzerne lässt sich aus den Risikoberichten entnehmen. So sind bei der Lufthansa Group 14 % der betrieblichen Aufwendungen, Treibstoffaufwendungen und beeinflussen damit maßgeblich das Ergebnis.(Allerdings ergeben sich neben den Risiken auch Chancen für Unternehmen. Bspw. versucht der Energiekonzern RWE durch den gezielten Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten das Ergebnisrisiko einzugrenzen.) Gerade die zunehmende Volatilität bei den Rohstoffpreisen lässt den Einsatz von Finanzderivaten zur Risikominderung als unentbehrlich erscheinen. Dennoch spielt die Sicherung von Commodities mit Derivaten bei vielen deutschen Konzernen eine nur untergeordnete Rolle im Vgl. zu Währungs- und Zinsderivaten. Liegt dies an mangelnden Hedging-Instrumenten und unzureichenden Ansätzen?

Im Folgenden wird gezeigt, was Commodities sind und wo ihre Besonderheiten liegen. Anschließend sollen Möglichkeiten und Strategien dargelegt werden, die es ermöglichen das Risiko zu reduzieren. Es werden Anwendungsgebiete gezeigt und die Schwachstellen der einzelnen Strategie erörtert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Notwendigkeit zum Hedging von Commodity-Risiken

2. Commodity-Risiken und ihre Besonderheiten

2.1 Definition von Commodities und deren Risiken

2.2 Besonderheiten beim Hedging von Commodities

2.3 Abgrenzung zwischen Spekulation, Arbitrage und Sicherung

3. Instrumente der Risikoreduzierung

3.1 Forwards und Futures

3.2 Cross-Hedges als Kombination unterschiedlicher Grund- und Sicherungsgeschäfte

4. Einsatzstrategien für die Hedging-Instrumente bei Commodity-Risiken

4.1 Verhinderung des Risikos durch Routine-Hedging?

4.2 Zero-Hedging – Lösung oder Ignoranz des Preisänderungsrisikos

4.3 Optimale Risikominimierung durch Selektives Hedging

5. Langfristige Strategien zur Risikoreduzierung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Strategien und Instrumente zur Absicherung gegen Preisrisiken bei Rohstoffen (Commodities). Ziel ist es, die Eignung verschiedener Hedging-Ansätze zu bewerten, um Planungs-, Liquiditäts- und Ertragssicherheit in Unternehmen trotz volatiler Rohstoffmärkte zu gewährleisten.

  • Grundlagen und Definition von Commodity-Risiken
  • Vergleich und Anwendung von Sicherungsinstrumenten wie Forwards und Futures
  • Analyse der Wirksamkeit von Routine-, Zero- und selektivem Hedging
  • Herausforderungen bei Cross-Hedges und langfristigen Risikostrategien

Auszug aus dem Buch

2.2 Besonderheiten beim Hedging von Commodities

Als Besonderheiten bei der Sicherung von Rohstoffen gibt es zum einen die „cost of carry“. Dabei handelt es sich um die Finanzierungskosten abzüglich der Erträge, die im Zusammenhang mit dem Halten des Underlying, der Ware, anfallen. Im Einzelnen sind dies die Lagerhaltungskosten abzgl. Wertsteigerung durch die Lagerhaltung und entgangener Zins. Zum anderen ist die „Convenience Yield“ von Bedeutung. Hierbei handelt es sich um den Nutzen der Verfügbarkeit der Waren durch die Lagerhaltung. Im Ölmarkt bestimmt die Convenience Yield maßgeblich die Volatilität der Basis (Differenz zwischen Kassa- (Marktwert der Ware) und Terminpreis), dabei deutet eine steigende Convenience Yield auf einen kleiner werdenden Lagerbestand hin. Ferner ist die Differenz zwischen Kursen eines Forwards und eines Futures mit gleicher Restlaufzeit zu erwähnen, die als „physische Prämie“ bezeichnet wird.

Ist der Kassamarktpreis über dem Futurespreis, spricht man von „Backwardation“, umgekehrt spricht man von „Contango“. Das Risiko eines Wechsels von Backwardation in Contango, oder nur leichte Änderungen der Differenz des Futures und Kassapreises, wird als Basisrisiko bezeichnet. Ein Basisrisiko entsteht sobald sich Kassa- und Futureskurs nicht genau gleich entwickeln. Speziell im Ölmarkt liegt meistens Backwardation vor (siehe Abb. 1). Ein Grund dafür ist, dass in einer Contango-Situation die Produzenten ihre Produktion reduzieren und ihr Öl auf Termin verkaufen. Dadurch steigt der Ölpreis und der Futureskurs sinkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Notwendigkeit zum Hedging von Commodity-Risiken: Dieses Kapitel motiviert die Thematik durch die Darstellung von Rohstoffpreisvolatilität und zeigt auf, dass Unternehmen Derivate zur Ergebnissicherung benötigen.

2. Commodity-Risiken und ihre Besonderheiten: Es werden grundlegende Begriffe definiert, spezifische Kennzahlen wie „cost of carry“ und „Convenience Yield“ erläutert und die Abgrenzung zu Spekulation und Arbitrage vorgenommen.

3. Instrumente der Risikoreduzierung: Hier erfolgt eine Analyse der gängigen Sicherungsinstrumente, wobei der Fokus auf Forwards und Futures sowie der Methodik von Cross-Hedges liegt.

4. Einsatzstrategien für die Hedging-Instrumente bei Commodity-Risiken: Das Kapitel vergleicht verschiedene operative Strategien, konkret das Routine-Hedging, das Zero-Hedging und das selektive Hedging.

5. Langfristige Strategien zur Risikoreduzierung: Der Abschluss diskutiert die Grenzen der kurzfristigen Ansätze und gibt einen Ausblick auf rollende Strategien zur Bewältigung langfristiger Preisrisiken.

Schlüsselwörter

Hedging, Commodity-Risiken, Rohstoffe, Derivate, Futures, Forwards, Preisänderungsrisiko, Basisrisiko, Convenience Yield, Backwardation, Contango, Routine-Hedging, Zero-Hedging, Selektives Hedging, Cross-Hedges.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt verschiedene Ansätze und Strategien, mit denen Unternehmen sich gegen Preisrisiken bei Rohstoffen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente absichern können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Rohstoffrisiken, der Funktionsweise von Sicherungsinstrumenten sowie dem Vergleich unterschiedlicher Hedging-Strategien unter Berücksichtigung von Marktgegebenheiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Möglichkeiten zur Risikoreduzierung aufzuzeigen und zu erörtern, welche Strategien – wie Routine-Hedging oder selektives Hedging – für die Absicherung von Preisänderungsrisiken am sinnvollsten sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die Fachliteratur, Risikoberichte von Unternehmen und mathematische Ertragsfunktionen zur Herleitung der optimalen Absicherungsstrategie nutzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Instrumente wie Forwards und Futures, erklärt komplexe Marktsituationen wie Backwardation und Contango und bewertet verschiedene Einsatzstrategien bei Commodity-Risiken.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Fachbegriffe sind unter anderem Hedging, Basisrisiko, Convenience Yield, Futures und Commodity-Risiken.

Was ist der Unterschied zwischen Backwardation und Contango?

Von Backwardation spricht man, wenn der Kassamarktpreis über dem Futurespreis liegt; bei Contango verhält es sich umgekehrt.

Was versteht man unter einem Cross-Hedge?

Ein Cross-Hedge bezeichnet die Absicherung eines Grundgeschäfts durch ein Termingeschäft, das sich hinsichtlich der Fristigkeit oder des Underlyings unterscheidet.

Warum wird Zero-Hedging kritisch betrachtet?

Zero-Hedging bedeutet, auf Sicherungsgeschäfte zu verzichten. Der Autor lehnt dies als Einsatzstrategie ab, da es zukünftige Preisrisiken ignoriert und Unternehmen schutzlos lässt.

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Details

Title
Commodity-Risiken. Ansätze zum Hedging
College
University of Hohenheim  (Controlling)
Course
Seminar
Grade
2,3
Author
Thomas Seitter (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V58300
ISBN (eBook)
9783638525367
ISBN (Book)
9783638766203
Language
German
Tags
Ansätze Hedging Commodity-Risiken Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Seitter (Author), 2006, Commodity-Risiken. Ansätze zum Hedging, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58300
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