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Der Schicksalsverlauf Nathanaels in E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann". Opfer des Wahnsinns oder ein Pakt mit dem Teufel?

Titel: Der Schicksalsverlauf Nathanaels in E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann". Opfer des Wahnsinns oder ein Pakt mit dem Teufel?

Hausarbeit , 2020 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Stefanie Breitenbicher (Autor:in)

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser wissenschaftlichen Hausarbeit soll das Schicksal Nathanaels unter dem Aspekt des Wahnsinns genauer betrachtet werden. Dem gegenüber wird die Relevanz der Teufelsthematik untersucht und als mögliche Begründung für den Lebensverlauf der Figur in Erwägung gezogen. Hierzu erfolgt zunächst eine theoretische Ausführung zum Begriff des Wahnsinns und zur Darstellung des Teufels, um konkrete Anhaltspunkte zu bieten.

Ferner werden markante Textstellen im Hinblick auf Nathanaels Entwicklung analysiert und zur Begründung seiner Verhaltensänderung herangezogen. Hinzu kommt schließlich die Untersuchung rekurrenter Motive, die mit dem Schicksal Nathanaels in Verbindung zu setzen und demnach von Relevanz sind. Konkret lautet die These, dass Nathanael an Wahnsinn erkrankt, wodurch er die Figur des Coppelius bzw. Coppola dämonisiert und infolgedessen die ihn zerstörende Verbindung auf subjektiver Basis schafft.

Ziel der Arbeit ist somit die Veranschaulichung von Nathanaels Entwicklung anhand der Thematik des Wahns unter Berücksichtigung signifikanter Schlüsselmomente. Zudem soll die Rolle des Coppelius bzw. Coppola als subjektive Teufelsfigur Nathanaels herausgestellt werden.

---- INHALTSVERZEICHNIS ---

1 Einleitung

2 Nathanaels Weg in den Wahnsinn
2.1 Kindheit und Trauma
2.2 Die Veränderung der subjektiven Weltsicht
2.3 Nathanaels Umfeld

3 Zur Funktion wiederkehrender Motive
3.1 Optische Motive
3.2 Das Motiv der Puppe

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Nathanaels Weg in den Wahnsinn

2.1 Kindheit und Trauma

2.2 Die Veränderung der subjektiven Weltsicht

2.3 Nathanaels Umfeld

3 Zur Funktion wiederkehrender Motive

3.1 Optische Motive

3.2 Das Motiv der Puppe

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die wissenschaftliche Arbeit untersucht den Schicksalsverlauf Nathanaels in E.T.A. Hoffmanns Novelle "Der Sandmann" unter dem Aspekt des Wahnsinns. Ziel ist es zu ergründen, inwiefern Nathanaels psychische Disposition und Kindheitstraumata zur Dämonisierung seiner Umwelt führen und ob seine Wahrnehmung der Figuren Coppelius und Coppola als dämonische Mächte das Resultat einer subjektiven Realitätsverzerrung ist.

  • Analyse der psychologischen Entwicklung Nathanaels vom Kindheits-Trauma bis zum Suizid.
  • Untersuchung der Teufelsthematik als Projektion innerer Ängste.
  • Interpretatorische Beleuchtung der zentralen Motive wie Augen, Perspektiv und Puppen.
  • Gegenüberstellung von bürgerlicher Vernunft (Clara) und romantischer Künstlernatur (Nathanael).

Auszug aus dem Buch

2.1 Kindheit und Trauma

Die Erzählung beginnt mit der Exposition der Handlung in Form von drei Briefen, wodurch man sich – medium in personam – mitten im Bewusstsein der Protagonisten befindet. Die erlebte Nähe zu den Figuren lässt das Erzählte als etwas Wahres und Authentisches erscheinen, sodass Identifikationspotential geschaffen wird. Im ersten Brief schildert Nathanael das Zusammentreffen mit dem Wetterglashändler Coppola (S 3), welches ihn an ein erschütterndes Kindheitserlebnis erinnert. Hochemotional spricht Nathanael von der Existenz Böses bewirkender Kräfte, denen er sich ausgeliefert sieht (vgl. S 3). Der Grund für Nathanaels Rückgriff auf seine Kindheit liegt in der Namensrelation Coppolas und des Advokaten Coppelius, der in den Kindheitserfahrungen im Elternhaus eine Rolle spielte.

Die väterliche Erziehung förderte den Hang zu Märchen und Fabeln (vgl. S 4), wofür die kreative und fantasievolle Künstlernatur Nathanaels besonders empfänglich war (vgl. S 6). Die regelmäßigen Besuche des Advokaten Coppelius, welcher mit dem Vater alchemistische Versuche durchführt (vgl. S 9), wurden von der Mutter als Besuch des Sandmanns getarnt. Da Nathanael dieser Erklärung gegenüber misstrauisch und der Auffassung war, „dass die Mutter den Sandmann nur verleugne“ (S 5), befragte er die Kinderfrau. Daraus folgt die Umwandlung der harmlosen Sage in eine schreckliche Geschichte, sodass Nathanael psychische Folgen davonträgt (vgl. S 5).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Epoche der Romantik ein und umreißt die These, dass Nathanaels Schicksal durch eine psychische Erkrankung und die subjektive Dämonisierung seiner Mitmenschen bestimmt wird.

2 Nathanaels Weg in den Wahnsinn: In diesem Hauptkapitel wird Nathanaels Entwicklung durch Kindheitstraumata, die Veränderung seiner subjektiven Weltsicht sowie den Konflikt mit seinem bürgerlichen Umfeld detailliert analysiert.

3 Zur Funktion wiederkehrender Motive: Hier werden die zentralen Symbole der Novelle – insbesondere die optischen Motive und das Puppenmotiv – auf ihre Bedeutung für Nathanaels verzerrte Wahrnehmung untersucht.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Nathanaels Wahnsinn eine Folge seines Kindheitstraumas ist, das er nie überwand, und dass Coppelius und Coppola lediglich Projektionsfiguren seines inneren Konflikts darstellen.

Schlüsselwörter

Der Sandmann, E.T.A. Hoffmann, Wahnsinn, Nathanael, Kindheitstrauma, Coppelius, Coppola, Olimpia, Romantik, Perspektiv, Augenmotiv, Automaten, Subjektive Wahrnehmung, Künstlernatur, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den psychischen Verfall der Figur Nathanael in E.T.A. Hoffmanns Novelle "Der Sandmann" und analysiert, inwieweit sein Schicksal als Folge von Wahnsinn oder übernatürlicher Einwirkung zu deuten ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Psychologie der Angst, das Kindheitstrauma, der Konflikt zwischen Realität und Wahn sowie die literarische Bedeutung von Motivkomplexen wie Augen und Automaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, dass Nathanael durch eine psychische Erkrankung seine Umwelt – insbesondere die Figuren Coppelius und Coppola – als dämonisch interpretiert, was schließlich zu seinem Untergang führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die primär textnah arbeitet und fachwissenschaftliche Sekundärliteratur zur psychologischen Deutung der Novelle heranzieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Nathanaels Kindheitsgeschichte, seine gestörte Subjektivität, die Rolle seines Umfelds (insbesondere Clara und Spalanzani) sowie die Funktion wiederkehrender Motive für den Verlauf des Wahnsinns.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie "Der Sandmann", "Wahnsinn", "Trauma", "Projektion" und "romantische Künstlernatur" charakterisieren.

Wie unterscheidet sich Nathanaels Sicht auf Clara von seiner Sicht auf Olimpia?

Während Clara als rationale, bürgerliche Instanz die Ängste Nathanaels hinterfragt, dient der Automat Olimpia für Nathanael als eine ideale, passive Projektionsfläche für sein romantisches Dichterbegehren.

Warum wird die Rolle der Augen als so zentral angesehen?

Das Augenmotiv symbolisiert in der Arbeit sowohl die rationale Erkenntnis der Aufklärung als auch Nathanaels traumatische Angst vor dem Identitäts- und Realitätsverlust, da Schreckenserlebnisse stets mit Augen-Symbolik verknüpft sind.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Schicksalsverlauf Nathanaels in E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann". Opfer des Wahnsinns oder ein Pakt mit dem Teufel?
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,0
Autor
Stefanie Breitenbicher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
21
Katalognummer
V583462
ISBN (eBook)
9783346158659
ISBN (Buch)
9783346158666
Sprache
Deutsch
Schlagworte
E.T.A. Hoffmann Wahn Teufel Teufelspakt Der Sandmann Romantik Schauerromantik Trauma Automat Puppe Coppelius Nathanael Olimpia Literarische Motive
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Breitenbicher (Autor:in), 2020, Der Schicksalsverlauf Nathanaels in E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann". Opfer des Wahnsinns oder ein Pakt mit dem Teufel?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/583462
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Leseprobe aus  21  Seiten
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