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Tierethik und deren massenhafte Tötung. Ist ein Vergleich mit dem Holocaust möglich und welchen Einfluss hat das auf unsere Ernährungsgewohnheiten?

Titel: Tierethik und deren massenhafte Tötung. Ist ein Vergleich mit dem Holocaust möglich und welchen Einfluss hat das auf unsere Ernährungsgewohnheiten?

Hausarbeit , 2018 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Iris Kücükince (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit soll die Frage des ethisch moralischen Umgangs mit unseren Mitlebewesen, den Tieren, im Vordergrund stehen. Dabei beschränkt sich die Verfasserin vorwiegend auf die Tiere, die in der Lebensmittelproduktion ausgebeutet werden, ohne Berücksichtigung der vielen Millionen anderer Tiere, die für Versuche, Mode oder zur Unterhaltung der Menschen missbraucht und getötet werden. Ziel der vorliegenden Arbeit ist, einen Blick auf unser Zusammenleben mit den tierischen Lebewesen zu werfen und darzustellen, inwieweit ein moralisch ethischer Umgang möglich ist. Die Arbeit soll sich konkret mit folgenden Fragen beschäftigen: Lässt sich die
massenhafte Tötung von Tieren mit dem Holocaust vergleichen? Ist ein Vergleich überhaupt möglich, beziehungsweise zulässig?

Die Tatsache, dass Tiere Schmerzen empfinden, leiden, trauern und ausgeprägte Sozialstrukturen aufweisen, wird seit Jahrhunderten ausgeblendet. Seit Beginn der Industrialisierung, Ende des 19. Jahrhunderts, werden die Tiere aus ökonomischen Gründen stetig den Produktionsbedingungen angepasst und nicht etwa umgekehrt. So werden den Ferkeln die Ringelschwänze kopiert, den Hühnern die Schnäbel gekappt und den Kälbern die Hörner gekürzt etc., trotz des 2017 angepassten Tierschutzgesetzes. In diesem heißt es: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen“, §1 TierSchG. Ein aktuelles Beispiel ist die derzeitige Diskussion um die Kastration von männlichen Ferkeln ohne Betäubung. Sie zeigt nur einmal mehr, dass die Descartes´sche
Auffassung, Tiere hätten kein Schmerzempfinden und seien demnach Maschinen gleichzusetzen, im 21. Jahrhundert eine weiterhin verbreitete Annahme ist. Allerdings lässt die Bestätigung des gesetzlichen Verbots vom 21.09.2018, Ferkel ohne Betäubung zu kastrieren, auf ein langsames, aber stetiges Umdenken hoffen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Zielsetzung und Struktur der Arbeit

2. Grundlagen

2.1. Historische Entwicklung der Massentierhaltung und –tötung

2.2. Industrielle Tötung von Menschen – der Holocaust

3. Von der Notwendigkeit einer Veränderung der Ernährungsgewohnheiten

3.1. Wertewandel im Umgang mit Tieren

3.2. Veränderung der Ernährungsgewohnheiten

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den ethisch-moralischen Umgang mit Tieren in der Lebensmittelproduktion und beleuchtet die Frage, ob eine massenhafte Tötung von Tieren mit dem Holocaust vergleichbar ist, um daraus resultierende Notwendigkeiten für einen Wandel unserer Ernährungsgewohnheiten abzuleiten.

  • Historische Entwicklung der industriellen Tiernutzung und Massentierhaltung.
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Speziesismus und dem Konzept des Karnismus.
  • Vergleich der industriellen Tötung von Tieren mit dem historischen Holocaust als ethische Problemstellung.
  • Analyse der moralischen Verantwortung des Einzelnen und notwendige politische Rahmenbedingungen.
  • Notwendigkeit einer Abkehr von der Ausbeutung fühlender Lebewesen hin zu ethischem Konsum.

Auszug aus dem Buch

2.2. Industrielle Tötung von Menschen – der Holocaust

Es soll hier nicht der Eindruck einer Verharmlosung oder der Auf- bzw. Abwertung des Todes der einen Spezies gegenüber der anderen erweckt werden. Es soll lediglich dargestellt werden, warum wir versuchen den einen Horror mit dem anderen zu vergleichen. In der Tierrechtsliteratur findet man seit Jahren die Gegenüberüberstellung des Holocausts mit dem extremen Ausmaß der Massentötungen von Tieren. Ein Vergleich ist nicht Gleichsetzung, es gibt nur erschreckende Parallelen. So errichteten die Nazis Konzentrationslager und später die Vernichtungslager außerhalb der Sichtweite der Bevölkerung, in wenig bis gar nicht bewohnten Gebieten. Sie haben die Menschen in Viehwaggons transportiert, gefoltert und sie auf engem Raum eingepfercht und ihnen Nahrung vorenthalten. Dies sind nur einige Beispiele, die aber genauso täglich in der Massentierhaltung vorkommen. So befinden sich die Mastbetriebe und Schlachthöfe ebenfalls weit außerhalb und die kilometerlangen Transporte finden meist bei Einbruch der Dunkelheit statt, um die Menschen vergessen zu lassen.

Im dritten Reich sowie in der heutigen Massentierhaltung verschlossen bzw. verschließen die Menschen ihre Augen vor der Realität. Aus den Augen aus dem Sinn, obwohl sich damals wie heute die Menschen den Tatsachen bewusst sind, dass die Nazis Juden und andere Menschen in Konzentrationslager deportierten bzw. die fleischverarbeitende Industrie Tiere in Schlachthöfe. Allerdings wussten und wissen die meisten nicht um das Ausmaß der Grausamkeiten, die an diesen Orten verübt wurden bzw. in den Schlachthöfen weiterhin täglich verübt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die ethische Problematik der industriellen Tiernutzung ein und definiert die Zielsetzung sowie den strukturellen Aufbau der Arbeit.

2. Grundlagen: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung der industriellen Massentierhaltung und stellt sie in den Kontext der industriellen Tötung von Menschen während des Holocausts.

3. Von der Notwendigkeit einer Veränderung der Ernährungsgewohnheiten: Hier wird der notwendige Wertewandel im Umgang mit Tieren diskutiert und Möglichkeiten sowie Herausforderungen einer veränderten Ernährungsweise beleuchtet.

4. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und fordert ein gesellschaftliches Umdenken sowie striktere politische Kontrollen der tierverarbeitenden Industrie.

Schlüsselwörter

Tierethik, Massentierhaltung, Holocaust, Karnismus, Speziesismus, Ernährungsgewohnheiten, Tierschutz, Industriegeschichte, industrielle Tötung, ethischer Konsum, Verantwortung, Nutztierhaltung, vegane Ernährung, Vegetarismus, Tierrechte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem ethisch-moralischen Umgang des Menschen mit Tieren, speziell im Bereich der industriellen Lebensmittelproduktion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Industrialisierung der Tierhaltung, die philosophische Einordnung von Tieren als fühlende Lebewesen und der Vergleich industrieller Tötungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Zusammenleben mit Tieren kritisch zu reflektieren und zu hinterfragen, ob Vergleiche mit historischen Verbrechen der Menschheit zulässig sind, um ein Umdenken im Konsumverhalten anzuregen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur Darstellung historischer Entwicklungen, ethischer Theorien und aktueller gesellschaftlicher Zustände.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der Massentierhaltung, vergleicht diese mit dem Holocaust unter dem Aspekt der strukturellen Parallelen und erörtert die Notwendigkeit, Ernährungsgewohnheiten aus ethischen Gründen zu ändern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Tierethik, Speziesismus, Karnismus, industrielle Tötung und nachhaltige Ernährung.

Was versteht die Autorin unter dem Begriff "Karnismus"?

Karnismus bezeichnet eine unsichtbare, kulturelle Ideologie, die den Konsum tierischer Produkte in unserer Gesellschaft als normal, natürlich und notwendig rechtfertigt.

Warum wird im Buch ein Vergleich mit dem Holocaust gezogen?

Es geht nicht um eine Gleichsetzung von Opfern, sondern um die Aufzeigung erschreckender struktureller Parallelen, wie etwa der Ausgrenzung aus der Sichtweite der Gesellschaft, Deportation und Entindividualisierung der betroffenen Lebewesen.

Welche Rolle spielt die Politik bei der Tierschutzproblematik?

Die Autorin kritisiert die unzureichende behördliche Kontrolle und fordert staatliche Verbote anstelle der bisher üblichen Vereinbarungen zur freiwilligen Selbstkontrolle durch die Unternehmen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Tierethik und deren massenhafte Tötung. Ist ein Vergleich mit dem Holocaust möglich und welchen Einfluss hat das auf unsere Ernährungsgewohnheiten?
Hochschule
Hochschule Bochum
Note
1,3
Autor
Iris Kücükince (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
16
Katalognummer
V583467
ISBN (eBook)
9783346184498
ISBN (Buch)
9783346184504
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tierethik Massentierhaltung Klimawandel Ethik Konsum Ernährung Ernährungsgewohnheiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Iris Kücükince (Autor:in), 2018, Tierethik und deren massenhafte Tötung. Ist ein Vergleich mit dem Holocaust möglich und welchen Einfluss hat das auf unsere Ernährungsgewohnheiten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/583467
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Leseprobe aus  16  Seiten
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