In der vorliegenden Arbeit soll geklärt werden, inwiefern Essstörungen die weitere Entwicklung im Kindes- und Jugendalter beeinflussen.
Dem vorangehend werden in dieser vorliegenden Hausarbeit zunächst allgemeine Aspekte beleuchtet, bevor im Folgenden näher die Erkrankungen Magersucht, Bulimie und Esssucht im Vordergrund stehen. Des Weiteren erfolgt eine Thematisierung der Ursachen, Symptome und verschiedener Therapiemöglichkeiten. Außerdem ist von Relevanz, dass deutlich wird, wie gefährlich diese Störungen sind und wie jedes Individuum etwas dagegen tun kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Extreme Essstörungen
2.1. Anorexia Nervosa
2.2. Bulimia Nervosa
2.3. Adipositas (Esssucht)
3. Überblickende Betrachtung
3.1. Essstörungen im Kontext von Sucht
4. Verlauf
5. Behandlungsformen
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Essstörungen im Kindes- und Jugendalter und analysiert deren Auswirkungen auf die individuelle Entwicklung der Betroffenen. Der Fokus liegt dabei auf der Darstellung der Krankheitsbilder, deren Ursachen und Folgen sowie auf den Möglichkeiten therapeutischer Interventionen.
- Charakterisierung der Hauptformen von Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Adipositas).
- Analyse der psychologischen und physischen Ursachen und Krankheitsverläufe.
- Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Essstörungen und Suchtentwicklungen.
- Betrachtung der entwicklungspsychologischen Auswirkungen auf das Kindes- und Jugendalter.
- Darstellung multimodaler Behandlungsansätze und therapeutischer Strategien.
Auszug aus dem Buch
2.1 Anorexia Nervosa
Im Jahre 1698 wurde die Magersucht als eine Art der Essstörung erstmalig von dem englischen Arzt Richard Morton erwähnt (Wendt, 2000, S. 10).
Er beschrieb die wesentlichen charakteristischen Merkmale der Krankheit, wobei eine Ursache die „nervöse Auszehrung auf Grund von Traurigkeit und ängstlicher Sorge sei“ (Wendt, 2000, S. 10). Morton legte den Grundstein für die Forschungsrichtung eines gestörten Essverhaltens. Erst durch die Arbeiten von Ernest-Charles Laségue (1874) und William Gull (1873) wurde die Magersucht im 19. Jahrhundert medizinisch betrachtet (Habermas, 2015, S. 5). Im Jahre 1874 wurde der dazugehörige Fachtermini Anorexia Nervosa durch Gull eingeführt, wobei der Begriff Anorexia als Appetitlosigkeit zu deuten ist. Der deutsche Begriff der Magersucht wird durch die Form einer Essstörung ausgezeichnet, während der davon betroffene Mensch eine gestörte Wahrnehmung seines Körpers hat und aus Furcht vor Gewichtszunahme die Aufnahme von Nahrung verweigert (Teufel & Zipfel, 2015, S. 16).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Bedeutung von Essen im gesellschaftlichen Kontext und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss von Essstörungen auf die Entwicklung im Kindes- und Jugendalter.
2. Extreme Essstörungen: Dieses Kapitel definiert Essstörungen als psychosomatische Erkrankungen und bietet einen detaillierten Überblick über die Merkmale, Verläufe und spezifischen Ausprägungen von Magersucht, Bulimie und Adipositas.
3. Überblickende Betrachtung: Der Abschnitt fasst gemeinsame Nenner der verschiedenen Störungsbilder zusammen und beleuchtet insbesondere die Suchtaspekte bei gestörtem Essverhalten sowie die emotionalen Hintergründe der Betroffenen.
4. Verlauf: Hier wird der spezifische Krankheitsverlauf der drei behandelten Essstörungen in der Adoleszenz analysiert, wobei besonders auf komorbide Störungen und die Auswirkungen auf die psychische und physische Entwicklung eingegangen wird.
5. Behandlungsformen: Dieses Kapitel stellt multimodale Therapiekonzepte vor, die von somatischer Rehabilitation über psychotherapeutische Ansätze bis hin zur Einbeziehung des familiären Umfelds reichen.
6. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und resümiert den negativen Einfluss von Essstörungen auf die Bewältigung von Entwicklungsaufgaben sowie die Bedeutung frühzeitiger therapeutischer Interventionen.
Schlüsselwörter
Essstörungen, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Adipositas, Kindesalter, Jugendalter, Entwicklungspsychologie, Sucht, psychosomatische Störungen, Therapie, Komorbidität, Körperbild, Essverhalten, Prävention, Magersucht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Analyse von Essstörungen, speziell im Kindes- und Jugendalter, und untersucht deren Ausprägungen und Folgen.
Welche Störungsbilder stehen im Fokus?
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die Anorexia nervosa (Magersucht), die Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht) sowie die Adipositas (Esssucht).
Was ist das primäre Forschungsziel?
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, wie Essstörungen die weitere Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinflussen und behindern können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auswertung relevanter Studien und Klassifikationsschemata wie ICD-10 und KiGGs.
Welche Aspekte werden im Hauptteil beleuchtet?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Krankheitsbilder, die Analyse der Verläufe unter Berücksichtigung komorbider psychischer Störungen sowie die Darstellung multimodaler Therapiemöglichkeiten.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind neben den Namen der Erkrankungen vor allem Themen wie Adoleszenz, Suchtcharakter, soziale Isolation und therapeutische Ansätze.
Warum wird Adipositas in der Arbeit als Essstörung diskutiert?
Obwohl Adipositas oft als stoffwechselbedingtes Problem gilt, diskutiert die Arbeit den Suchtcharakter des Essverhaltens und die psychischen Belastungen, die mit diesem Störungsbild einhergehen.
Welche Rolle spielt das familiäre Umfeld bei der Therapie?
Die Arbeit betont, dass Familien, insbesondere Mütter, in psychoedukative Gruppen einbezogen werden sollten, um das Verständnis für die Erkrankung zu fördern und eine Co-Therapie zu ermöglichen.
Warum ist eine frühzeitige Behandlung entscheidend?
Eine frühzeitige Intervention ist wichtig, um die Verzögerung oder Unterbrechung von wichtigen entwicklungsbedingten Aufgaben zu minimieren und langfristige körperliche sowie psychische Schäden zu verhindern.
Welche Auswirkungen hat die Isolation auf die Patienten?
Die durch Scham und sozialen Rückzug entstehende Isolation verstärkt bei den Betroffenen oft depressive Verstimmungen und erschwert den Aufbau notwendiger sozialer Kompetenzen.
- Arbeit zitieren
- Jo Merith Jänicke (Autor:in), 2018, Essstörungen im Kindes- und Jugendalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/583790