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Erdöl - Der Motor der Weltwirtschaft

Title: Erdöl - Der Motor der Weltwirtschaft

Scientific Study , 2006 , 13 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Stefan Kaiser (Author)

Business economics - General
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Wieder einmal ein ganz gewöhlicher Tag. Ich stehe auf und blicke aus dem Fenster in einen frostigen Wintermorgen. Ein kurzer prüfender Griff zum Heizkörper, der eine behagliche Wärme ausstrahlt. Jetzt erst einmal heiss duschen, dann einen Kaffee und dabei die Nachrichten. „Die OPEC hat mal wieder die Fördermengen reduziert... dann fahre ich vor der Arbeit besser noch schnell tanken.“ denke ich bei mir, schlüpfe in meine Jacke und dann schnell ins Auto. Doch wie nicht anders zu erwarten, war die Nachricht selbstverständlich schneller und der Benzinpreis mal wieder um 6 Cent gestiegen.... Man möge mir den relativ unkonventionellen Beginn dieser Arbeit verzeihen. Diese Situation ist wahrlich nichts besonders, nichts worüber es sich lohnt auch nur einen weiteren Gedanken zu verschwenden, oder? Schliesslich sind wir steigende Benzinpreise doch inzwischen gewöhnt. Das Problem aber ist ein viel tiefgründigeres, und beschränkt sich nicht auf einen kurzen schäumenden Aufschrei der Empörung der Autofahrer. Das Problem das sich stellt ist zum einen die starke Abhängigkeit unserer modernen Gesellschaft vom fossilen Rohstoff Erdöl, zum anderen aber auch das geringe Bewusstsein für diese Abhängigkeit. Nicht nur unser intensives Mobilitätsverlangen wird mittels Auto und Benzin gestillt, sondern auch die geheizte Wohnung, die warme Dusche, ja sogar Energie für die Kaffeemaschine und den Fernseher und letztendlich der Kunststoff aus dem die Jacke besteht, sind Bedürfnisse die zumindest zu grossen Teilen durch Erdöl befriedigt werden. Das Erdöl hat den Menschen der Industrienationen innerhalb einiger Jahrzehnte einen in der Menschheitsgeschichte bisher nie dagewesenen Wohlstand beschert, aber dabei haben es die Menschen auch bereits geschafft in eben diesem Zeitraum praktisch die Hälfte der weltweiten Erdölvorkommen zu verbrauchen. Die Frage ist also nicht, ob die Erdölreserven irgendwann zu Ende gehen, wie uns die auf Jahrhunderte angelegten Planungen der Mineralölkonzerne glauben machen wollen, sondern vielmehr wann sie erschöpft sind und wie unsere Gesellschaft mit dem Wegfall des wohl wichtigsten Energieträgers zurecht kommen wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Erläuterung der Grundlagen

2. Hauptteil

2.1. Bedeutung des Erdöls für die Wirtschaft

2.1.1. Erdöl als Energieträger für Stromerzeugung und Kraftverkehr

2.1.2. Erdöl als Rohstoff der chemischen Industrie

2.2. Weltförderung

2.3. Weltverbrauch

2.4. Weltreserven

2.5. Entwicklung des Erdölmarktes

3. Schlussbetrachtung / Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die existenzielle Abhängigkeit der modernen Industriegesellschaft vom fossilen Energieträger Erdöl. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich die absehbare Erschöpfung der globalen Erdölreserven – das sogenannte "Peak-Oil" – auf die wirtschaftliche Stabilität und die zukünftige Lebensweise auswirken wird.

  • Analyse der Bedeutung von Erdöl als Energieträger und industrieller Rohstoff.
  • Untersuchung der globalen Förderungs- und Verbrauchsstrukturen.
  • Bewertung der verbleibenden Erdölreserven unter Berücksichtigung verschiedener Prognosen.
  • Diskussion der sozioökonomischen Folgen einer künftigen Energiekrise.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Marktmechanismen und der Notwendigkeit innovativer Lösungsansätze.

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Erdöl als Rohstoff der chemischen Industrie

Um die Rolle des Erdöls in der chemischen Industrie nachvollziehen zu können, sollte sich der chemische Laie zunächst einer Tatsache bewusst werden: Praktisch alle chemischen Erzeugnisse, seien es nun Arzneimittel, Kunststoffe, Lacke, Farben, Waschmittel u.v.m. lassen sich aus ca. 300 Grundchemikalien aufbauen (die wichtigsten sind: Ethen, Propen, Butadien, Benzol, Toluol, o-Xylol und p-Xylol)5. Diese Molekülverbindungen, der chemische Baukasten, werden heute zu ca. 90% aus Erdöl und Erdgas gewonnen. Die Problematik, die diese Tatsache in sich birgt, liegt auf der Hand. Wenn es kein Erdöl mehr gibt, müssen diese Grundchemikalien auf anderem Wege hergestellt werden. Falls dies überhaupt möglich ist, so wären die zur Verfügung stehenden Verfahren deutlich komplizierter sowie kosten- und energieintensiver als das relativ einfache raffinieren von Erdöl.

Die Folgen wären ebenso weitreichend wie für den Großteil der Menschen überraschend. Arzneimittelpreise würden sich in kürzester Zeit vervielfachen, der aktuell noch anhaltende Trend Erzeugnisse aus Metall immer mehr durch Kunststoffe zu ersetzen würde sich ins Gegenteil verkehren und auch viele andere Errungenschaften der modernen Welt würden wohl mangels Alternativen durch ihre Vorgänger ersetzt werden. Kugelschreiber aus Metall? Reifen aus Kautschuk? Waschen mit Kernseife? Pullover aus reiner Schafswolle? Die Liste der möglichen und zum Teil sehr wahrscheinlichen Veränderungen der Lebensgewohnheiten in den Industrienationen ist nahezu endlos. Dabei werden nur etwa 7% der weltweiten Fördermenge6 des Erdöls in der chemischen Industrie verarbeitet. Der Rest wird in Kraftfahrzeugen und Kraftwerken ganz einfach verbrannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der globalen Erdölabhängigkeit ein und definiert die zentrale Fragestellung hinsichtlich der Endlichkeit fossiler Ressourcen.

2. Hauptteil: Der Hauptteil beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung des Erdöls, analysiert aktuelle Förderraten, den Weltverbrauch sowie die verbleibenden Reserven und untersucht die Dynamik des Erdölmarktes.

3. Schlussbetrachtung / Ausblick: Hier werden die Ergebnisse zusammengeführt und die Notwendigkeit von Innovationen sowie ein Umdenken hinsichtlich ökologischer und ökonomischer Alternativen betont.

Schlüsselwörter

Erdöl, Energiekrise, Peak-Oil, fossile Brennstoffe, Weltwirtschaft, Erdölreserven, Förderung, Rohstoff, industrielle Gesellschaft, Energieverbrauch, Treibstoff, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Kohlenwasserstoffe, Marktentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Rolle von Erdöl als Motor der Weltwirtschaft und den Herausforderungen, die durch die absehbare Erschöpfung dieser fossilen Ressource entstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der wirtschaftlichen Abhängigkeit, den globalen Förderdaten, dem stetig steigenden Weltverbrauch und den Auswirkungen des "Peak-Oil"-Szenarios.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Bewusstsein für die Abhängigkeit vom Erdöl zu schärfen und die Frage zu beantworten, wie die Gesellschaft auf das Ende des Erdölzeitalters vorbereitet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse von Fachliteratur, Wirtschaftsdaten, Statistiken globaler Institutionen und einer kritischen Auseinandersetzung mit verschiedenen Experten-Denkansätzen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Erdöl als Energieträger und chemischer Rohstoff sowie statistische Daten zu Förderung und Verbrauch detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erdöl, Peak-Oil, Energiekrise, industrielle Gesellschaft und Nachhaltigkeit charakterisiert.

Was ist mit dem Begriff „Peak-Oil“ gemeint?

„Peak-Oil“ bezeichnet den Zeitpunkt, an dem die maximale weltweite Erdölförderkapazität erreicht ist, wonach die Fördermengen zwangsläufig rückläufig werden.

Warum ist Erdöl in der chemischen Industrie so bedeutsam?

Erdöl bildet die Basis für den „chemischen Baukasten“, aus dem rund 90% der heutigen Kunststoffe, Arzneimittel und Grundchemikalien gewonnen werden.

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Details

Title
Erdöl - Der Motor der Weltwirtschaft
College
University of Applied Sciences Darmstadt
Course
Projekt 5
Grade
2,0
Author
Stefan Kaiser (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V58388
ISBN (eBook)
9783638525978
ISBN (Book)
9783656788010
Language
German
Tags
Erdöl Motor Weltwirtschaft Projekt Öl Krise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Kaiser (Author), 2006, Erdöl - Der Motor der Weltwirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58388
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