Im Rahmen des Praxissemesters stellt sich die Frage, wie die außerschulischen Veranstaltungen organisiert werden können und wie das Potenzial des außerschulischen Lernens vollständig ausgeschöpft werden kann. So ergab sich die Möglichkeit, den Besuch der weltweit größten Fachmesse für Agrartechnik zu begleiten und methodisch und didaktisch aufzuarbeiten. In dieser Studienarbeit wird die folgende Forschungsfrage bearbeitet: Wie kann der außerschulische Lernort (ASL) „Agritechnica“ in der beruflichen Bildung methodisch und didaktisch gestaltet werden, damit das außerschulische Lernen einen Nutzen für die SuS hat?
Um der Thematik näher zu kommen, beschäftigt sich der erste Teil der Studienarbeit mit der Theorie der ASL im Allgemeinen als auch im Kontext der beruflichen Bildung. Neben den Begrifflichkeiten und Merkmalen des außerschulischen Lernens werden Aspekte der didaktischen und methodischen Herangehensweise konkretisiert. Dabei wird auch das Paradoxon von Nähe und Distanz schulischen Lernens thematisiert. Im zweiten Teil der Arbeit wird die Ausarbeitung des ersten Teils herangezogen, um den Besuch der „Agritechnica“ zu planen und durchzuführen. Zunächst werden die Besonderheiten und Anforderungen des Lernortes beschrieben, damit diese in den Planungsphasen berücksichtigt werden können. Die Planung selber gliedert sich in die Phase der Vorbereitung, die Phase der Durchführung und in die Phase der Reflexion. Im dritten Teil der Arbeit werden die theoretischen Ansätze des ersten Teils mit der praktischen Umsetzung des zweiten Teils anhand von Kriterien tabellarisch verglichen. Dabei werden die praktischen Erfahrungen mit Hilfe von narrativen Interviews ergänzt. Die Ergebnisse werden anschließend diskutiert und geben Anreize für einen kurzen Ausblick in das Praxissemester. Abschließend wird ein Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 AUßERSCHULISCHE LERNORTE IN DER BERUFLICHEN BILDUNG
2.1 Notwendigkeit der Lernorte in der beruflichen Bildung
2.2 Begriffserklärungen und Merkmale
2.3 Das Potenzial von ASL für die Schule
2.4 Didaktisch-methodische Herangehensweisen
2.5 Das Paradoxon des schulischen Lernens
3 SCHULISCHES LERNEN AM LERNORT „AGRITECHNICA“
3.1 Der Lernort „Agritechnica“
3.2 Besonderheiten und Anforderungen der „Agritechnica“
3.3 Durchführung der Veranstaltung
4 DISKUSSION
5 AUSBLICK
6 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die methodische und didaktische Gestaltung des außerschulischen Lernorts „Agritechnica“ innerhalb der beruflichen Bildung, um den Lernerfolg sowie den Nutzen für Schülerinnen und Schüler zu maximieren und eine sinnvolle Integration in den schulischen Kontext zu gewährleisten.
- Theorie und Praxis außerschulischer Lernorte in der beruflichen Bildung
- Analyse des Lernortes „Agritechnica“ sowie seiner spezifischen Anforderungen
- Planung, Durchführung und Reflexion der fachpraktischen Exkursion
- Vergleich theoretischer Ansätze mit den praktischen Erfahrungen durch narrative Interviews
- Identifikation von Kompetenzzuwächsen bei den Lernenden
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
In der beruflichen Bildung sind Lernortkooperationen zwischen Schule, Betrieb und Ausbildungsstätte das Qualitätsmerkmal auf allen Ebenen der Zusammenarbeit. In der Praxis gelingt es jedoch nicht immer, die Lernorte methodisch, curricular und prozessual miteinander zu verbinden. Außerschulisches Lernen verspricht eine größere Realitätsnähe, kreative Eigentätigkeit, prozessorientiertes sowie ganzheitliches Lernen, eine ungeahnte Methodenvielfalt sowie die Förderung sozial kommunikativer Kompetenzen. Gleichzeitig muss das außerschulische Lernen den Anspruch entsprechen, mit der schulischen Leistungsbewertung und den curricularen Vorgaben im Einklang zu sein.
Im Rahmen des Praxissemesters stellt sich die Frage, wie die außerschulischen Veranstaltungen organisiert werden können und wie das Potenzial des außerschulischen Lernens vollständig ausgeschöpft werden kann. So ergab sich die Möglichkeit den Besuch der weltweit größten Fachmesse für Agrartechnik zu begleiten und methodisch und didaktisch aufzuarbeiten. In dieser Studienarbeit wird die folgende Forschungsfrage bearbeitet: Wie kann der Außerschulische Lernort (ASL) „Agritechnica“ in der beruflichen Bildung methodisch und didaktisch gestaltet werden, damit das außerschulische Lernen einen Nutzen für die SuS hat?
Um der Thematik näher zu kommen, beschäftigt sich der erste Teil der Studienarbeit mit der Theorie der ASL im Allgemeinen als auch im Kontext der beruflichen Bildung. Neben den Begrifflichkeiten und Merkmalen des außerschulischen Lernens werden Aspekte der didaktischen und methodischen Herangehensweise konkretisiert. Dabei wird auch das Paradoxon von Nähe und Distanz schulischen Lernens thematisiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an der methodischen Einbindung des außerschulischen Lernorts „Agritechnica“ in die berufliche Bildung und formuliert die leitende Forschungsfrage.
2 AUßERSCHULISCHE LERNORTE IN DER BERUFLICHEN BILDUNG: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen dar, definiert außerschulisches Lernen und thematisiert das Spannungsfeld zwischen schulischem Auftrag und der Öffnung zum Lernort Betrieb.
3 SCHULISCHES LERNEN AM LERNORT „AGRITECHNICA“: Hier erfolgt die konkrete Planung und Beschreibung des Messebesuchs, wobei die Lernziele, die Phasen der Exkursion und die spezifischen Anforderungen des Lernortes erläutert werden.
4 DISKUSSION: Die Diskussion vergleicht die im ersten Teil erarbeiteten theoretischen Ansätze mit den praktischen Erfahrungen aus der Durchführung und zieht narrative Interviews zur Analyse heran.
5 AUSBLICK: Der Ausblick zeigt Möglichkeiten der Weiterentwicklung durch Projektunterricht auf und reflektiert das Potenzial zur besseren Verzahnung von Lernorten.
6 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont den Wert der Lernortkooperationen trotz des hohen organisatorischen Aufwands und identifiziert den weiteren Forschungsbedarf zur Didaktik außerschulischer Lernorte.
Schlüsselwörter
Außerschulische Lernorte, ASL, Agritechnica, berufliche Bildung, Lernortkooperation, Kompetenzorientierung, Didaktik, Praxissemester, offener Unterricht, Handlungskompetenz, Fachmesse, Projektunterricht, Lernfeldkonzept, Schülerinteressen, Reflexion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Studienarbeit befasst sich mit der methodischen und didaktischen Einbindung der Landtechnik-Fachmesse „Agritechnica“ als außerschulischen Lernort in den berufsschulischen Unterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Theorie außerschulischer Lernorte, die Planung von Lernsituationen, Kompetenzförderung im beruflichen Kontext und die reflektierte Verknüpfung von Praxis und Schule.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, wie der Lernort „Agritechnica“ methodisch und didaktisch gestaltet werden muss, damit das außerschulische Lernen einen messbaren Nutzen für die Schülerinnen und Schüler bietet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung, einer praktischen Erprobung in einer Lerngruppe sowie der qualitativen Auswertung durch narrative Interviews mit einer Lehrkraft und einem Schüler.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Hintergründe geklärt, gefolgt von der konkreten Planung, Durchführung und Reflexion des Messebesuchs der Fachschule.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie außerschulische Lernorte, Agritechnica, berufliche Bildung, Lernortkooperation und Handlungskompetenz charakterisiert.
Warum ist die „Agritechnica“ ein besonderer Lernort?
Sie bietet als weltweit größte Messe für Agrartechnik eine hohe Komplexität, aktuelle technische Einblicke und Möglichkeiten für Fachgespräche, die im normalen Klassenzimmer nicht simuliert werden können.
Welche Rolle spielen die Lehrkräfte bei diesem Lernkonzept?
Die Lehrkräfte agieren nicht mehr rein instruierend, sondern nehmen eine aufmerksame, beratende Zurückhaltung ein, um die Eigenaktivität und Selbstverantwortung der Lernenden zu fördern.
- Quote paper
- Henrike Meyer (Author), 2020, Der außerschulische Lernort "Agritechnica" in der beruflichen Bildung. Methodische und didaktische Gestaltung außerschulischen Lernens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/583974